KulturSommer Rheinland-Pfalz

Meine Heimatstadt Ingelheim war heute Gastgeber für die Eröffnung des diesjährigen KulturSommers Rheinland-Pfalz, der unter dem Motto Heimat(en) steht.

Auf vielfältige Art und Weise setzen sich dabei die Kulturschaffenden mit dem Begriff „Heimat“ auseinander. Gleich zu Beginn verdeutlichte eine Tanz-Performance vor der Veranstaltungshalle kING, wie Menschen ihre angestammte Heimat verlassen, um in einer neuen Umgebung ein besseres Leben führen zu können. Der Bezug zu den Migranten, die in Ingelheim auf die Bearbeitung ihrer Asylanträge warten, war augenfällig. Irgendwie erinnerte mich die Choreographie in der käfigartigen Szenerie an die Tanzszenen mit den Sharks und Jets der Westside Story. Auch in deren Handlung spielten Migranten eine Rolle.

 

Und in der Abendveranstaltung in der Ingelheimer kING persiflierten die Wellküren in ihrem Programm „Abendlandler“ gekonnt einen falschen Heimatbegriff, der mit einer vermeintlichen abendländischen Leitkultur gerechtfertigt wird. Angesichts der bayrischen Herkunft des Ensembles fehlte es im Programm dieses „Heimat-Kabaretts“ auch nicht an Seitenhieben auf die „Großkopferten“ der Politik im Freistaat.