Bild: padrinan / pixabay
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Bildung

Durch meine langjährige berufliche Erfahrung als Lehrerin und Schulleiterin bringe ich viele Erfahrungen mit, die es mir ermöglichen einen fachlich versierten Zugang zu den Themen der Bildungspolitik zu haben.

Ich setze mich für eine Bildungspolitik ein, die allen Menschen die gleichen Chancen ermöglicht.

 

Vier Säulen sind dabei für mich von herausragender Bedeutung:

  • Frühkindliche Bildung
  • Kompetenz- und anforderungsorientiertes Schulsystem
  • Gleichberechtigung beruflicher und akademischer Bildung
  • Mehr Mitsprache- und Gestaltungsspielraum der Schulen (Schulfreiheitsgesetz)
  • Gegliedertes Schulwesen

 

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Aktuelles zum Thema

Mi

08

Apr

2020

Ungeahnte Fragen

Bild: pixabay
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Auch im schulischen Bereich hat das Corona-Virus vorübergehende Schließungen verursacht. Und nun wird immer vernehmlicher gefragt, wie es denn nun „danach“ weitergehen soll. Doch da taucht bereits das erste Problem auf – nämlich die Festlegung des exakten Zeitpunkts für „danach“. Weder Virologen noch Politiker können derzeit hierfür ein konkretes Datum benennen. Und der Umstand, dass für den Schulbereich die Bundesländer zuständig sind, macht die Sache auch nicht gerade einfacher.

Dennoch – für Rheinland-Pfalz muss „die Politik“ irgendwann eine Antwort geben. Als Landtagsabgeordnete bin ich dann auch gefragt. Zu zwei Fragen habe ich mir bereits jetzt eine Meinung gebildet.

Ich kann zum Beispiel den Überlegungen für einen gestaffelten „Neustart“ der einzelnen Klassenstufen viel abgewinnen. Und zum Thema „Sitzenbleiben“ ist für mich ebenfalls klar, dass im Falle eines „Neustarts“ erst nach dem 4. Mai einfach nicht genügend Leistungsnachweise vorliegen, um über die Frage des “Wiederholen-Müssens“ einer Klassenstufe ein eindeutiges Urteil fällen zu können.

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Fr

20

Mär

2020

Aufgabe des Gymnasiums

Bild: pixabay
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So ärgerlich manche Begleitaspekte der „Corona-Krise“ für meine politische Arbeit auch sind – es gibt auch positive Auswirkungen. So lichtet sich auf meinem Schreibtisch allmählich der Stapel mit dem Label „Landtags-Post“. Und da sammelt sich bei mir als Landtagsabgeordnete gerade zum Thema „Bildungspolitik“ eine ganze Menge an.

So las ich heute die Ausgabe 1/2020 von „Gymnasium in Rheinland-Pfalz“, der Zeitschrift des Philologenverbands (PhV). Schon seit Jahrzehnten bin ich Mitglied des PhV – wie so viele Lehrkräfte an Gymnasien. Dass ich seit Annahme meines Landtagsmandats nicht mehr im Schuldienst bin, hat an meiner Mitgliedschaft im PhV nichts geändert. Als Landtagsabgeordnete sehe ich die bildungspolitischen Forderungen des Verbandes nun aber noch aus einem zusätzlichen Blickwinkel.

Und da kam ich beim Lesen des Leitantrags zur Bildungspolitik für die Vertreterversammlung am 14./15. November 2019 in Kaiserslautern doch etwas ins Grübeln. Da wurde nämlich als primäre Aufgabe gymnasialer Bildung formuliert „… die Schülerinnen und Schüler auf ein erfolgreiches Hochschulstudium vorzubereiten …“.

Nach meiner Meinung unterstützt ein solcher Ansatz einen Automatismus Abi → Uni, der heute nicht mehr zeitgemäß ist. Die Gymnasien müssen eine aktivere Rolle in der beruflichen Bildung übernehmen!

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Mi

18

Mär

2020

Baustein S4

Bild: pixabay
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„Wir schaffen das“ meinte 2015 Kanzlerin Merkel, als sie die Grenzen für Hunderttausende von Flüchtlingen öffnete. Doch wie schaffen wir die Integration dieser Menschen in unsere Gesellschaft – speziell in der Schule? Wie kann man Schüler*innen mit Migrationshintergrund in den deutschen Schulalltag integrieren, wenn im Elternhaus nicht Deutsch gesprochen wird und die Eltern einer guten Schul-bildung nur geringe Wertschätzung entgegenbringen?

 

Gerade für Schulen, in denen teilweise bis zu 90 % der Schüler*innen einen Migrationshintergrund haben, ist das eine wahre Herkules-Aufgabe. Die Stärkung solcher Schulen „in herausfordernder Lage“ hat sich die Wübben-Stiftung zum Ziel gesetzt. Sie beteiligt sich daher auch finanziell an dem Programm „S4 – Schule stärken, starke Schule!“, das jetzt vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium gestartet wurde. Es soll insbesondere die Schulleitungen bei der Bewältigung von Aufgaben wie individuelle Förderung und Elternarbeit unterstützen.

Vielleicht können wir dann eines Tages wirklich erleichtert sagen „Ja – wir haben es geschafft“.

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Di

10

Mär

2020

Weiter aktiv

Von Anfang an habe ich mich im Landtag zu bildungspolitischen Themen geäußert. Dabei eckte ich manchmal an – aber bildungspolitische Kompetenz wurde mir nie abgesprochen. Nach Jahrzehnten im Schuldienst – zuletzt als Schulleiterin – ist das auch nicht weiter verwunderlich.

Wer nun gemeint hatte, nach meinem Ausschluss aus der FDP-Landtagsfraktion sei diese bildungspolitische Stimme verstummt, dem darf ich sagen: mitnichten!

Auch als fraktionslose Abgeordnete darf ich nicht nur im Plenum des Landtags Stellung nehmen (und nicht nur zur Bildungspolitik). Überdies darf ich auch in einem Landtagsausschuss mitwirken. Das Präsidium hat heute meinem Wunsch entsprochen und mir die Mitwirkung im Bildungsausschuss gestattet.

Und Sie dürfen sicher sein, dass ich von den mir zustehenden Mitwirkungsrechten und –möglichkeiten regen Gebrauch machen werde. Es gibt viel zu tun – und ich packe es an!

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Mo

09

Mär

2020

Dritter Pädagoge?

Bild: pixabay
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Wohl jeder von uns versucht, sich seine häusliche Umgebung als „Wohlfühl-Ambiente“ zu gestalten. Ähnliche Maßstäbe sollten dann aber auch an den „Lernort Schule“ angelegt werden. Schließlich verbringen Schüler*innen, Lehrer*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen dort einen Großteil des Tages.

Schulgebäude und –gelände haben damit einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Arbeitsklima am „Lernort Schule“. Sie können maßgeblich zum Erfolg der schulischen Arbeit beitragen – sowohl bei Lernenden als auch bei Lehrenden.

Dass der „Lernort Schule“ heute anders aussehen muss als zu unserer eigenen Schulzeit, ist wohl unstrittig. Wichtige Anhaltspunkte für das „Wie“ liefern die Schulbau-Richtlinien. Und die müssen in Rheinland-Pfalz dringend an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts angepasst werden.

Wertvolle Impulse für die Beratungen im Landtag erhielt ich heute bei einer Fachtagung der GEW im Philosophicum der Mainzer Universität.

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Sa

07

Mär

2020

Fremdsprachen-Unterricht

Bild: pixabay
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Ja – der Föderalismus ist ein wesentliches Element unseres Staatssystems. Ja – unser Schulsystem muss dem Rechnung tragen. Aber dieses Schulsystem kann zum Problem werden – wie folgendes Beispiel zeigt:

Eine Familie wohnt in Hessen. Die Kinder gehen dort zu Schule. Auf dem Gymnasium haben sie in der Mittelstufe als zweite Fremdsprache Spanisch - nicht Französisch oder Latein (wie in Rheinland-Pfalz üblich). Der Vater bekommt ein tolles Berufsangebot in Rheinland-Pfalz. Aber dort können die Kinder nicht die Mittelstufe eines Gymnasiums oder einer IGS besuchen – weil sie die „falsche“ zweite Fremdsprache haben. Sie müssten also in die Realschule plus gehen. Ihre Bildungschancen scheitern also an Ländergrenzen!

Seit Jahren kämpfe ich dafür, dass in Rheinland-Pfalz dort, wo Schüler*innen, Eltern und Schule dies wünschen und umsetzen könnten, Spanisch als Option für die zweite Fremdsprache erlaubt wird.

Auf dem heutigen Bezirksparteitag der FDP Rheinhessen-Vorderpfalz wurde ein entsprechender Antrag für den FDP-Landesparteitag auf den Weg gebracht. Und ich stellte noch einmal klar, dass es nicht darum geht, Französisch durch Spanisch zu ersetzen – sondern beide Optionen für die zweite Fremdsprache zu ermöglichen. 13 der 16 Bundesländer tun dies übrigens bereits.

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Sa

07

Mär

2020

Endlich eine klare Statistik?

Bild: pixabay
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Wer die Diskussion um Unterrichtsausfall an rheinland-pfälzischen Schulen verfolgt, wird verwirrt feststellen, dass das Bildungsministerium offenbar von anderen Zahlen ausgeht als etwa die Lehrerverbände. Auch ich geriet bei meinen Stellung-nahmen im Rahmen der politischen Debatten öfter in die Situation, diese Diskrepanz erklären zu müssen. Als ehemalige Schulleiterin sind mir allerdings die Tücken der Statistiken zum Unterrichtsausfall bestens bekannt.

Eigentlich ist der Grundanspruch von Schüler*innen und Eltern klar: die Erteilung des geplanten Unterrichtsfachs durch entsprechend ausgebildete Fachlehrkräfte. Dass dies in der Realität nicht immer umgesetzt werden kann, ist wohl jedem klar. Auch Lehrkräfte können einmal krank werden oder müssen sich fortbilden.

Weniger klar ist aber die Art und Weise der Erfassung ausgefallener Unterrichtsstunden in der offiziellen Statistik des Bildungsministeriums. Da gilt zum Beispiel in der Oberstufe eine Stunde als „erteilt“, wenn die Schüler*innen „eigenverantwortlich“ gearbeitet haben – also ohne die Anwesenheit der zuständigen Lehrkraft. Laut Statistik handelt es sich auch um ordnungsgemäß erteilten Unterricht in einer Klasse, wenn diese – weil die eigentlich zuständige Lehrkraft fehlt – durch die Lehrkraft im benachbarten Klassenraum bei geöffneter Tür „mitgeführt“ wird.

Die mit solchen Methoden erstellte Statistik kann unmöglich ein reales Bild der Unterrichtsversorgung an den Schulen im Land vermitteln. Das habe ich in den letzten Jahren immer wieder dargelegt und musste mich dabei oft als einsamer „Rufer in der Wüste“ fühlen.

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Do

05

Mär

2020

Bauern-Power

Irgendwie passte der Himmel über Mainz zu der Stimmungslage der Bauern, die mit ihren Traktoren ein weiteres Mal ein Zeichen des Protests setzten. Protest gegen Bürger*innen, die gesunde Lebensmittel fordern – am besten aus der Region, dann aber dies bitteschön zu Billigpreisen!

Dass regionales Obst und Gemüse ein Saison-Produkt ist, das eben nicht immer dann zur Verfügung steht, wenn dem Verbraucher gerade danach ist, wird da oft übersehen. Genau wie die Tatsache, dass die Erzeuger auch dann ihre Betriebe und ihre Familie am Leben erhalten müssen, wenn gerade nicht Produkte der Saison vermarktet werden können. Dass diese dann notgedrungen auf ihren landwirtschaftlich genutzten Flächen ertragreiche und einfacher zu bewirtschaftende Monokulturen anlegen, ist nachvollziehbar.

Von der Politik fühlen sie sich im Stich gelassen und zu Unrecht als Frevler an der Natur und der Umwelt an den Pranger gestellt.

Ich bin keine Agrarpolitikerin. Aber ich kann mich in meinem Bereich – der Bildungspolitik – dafür stark machen, dass bereits in der Schule ein Bewusstsein dafür geweckt wird, dass gesunde regionale Lebensmittel ihren Preis haben. Und dass ein Weihnachtsessen in Mainz eben keinen frischen Finther Spargel beinhalten kann …

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Do

05

Mär

2020

Mehr Quantität, mehr Qualität

Im Rahmen eines „Werkstattgesprächs“ trafen sich heute Vertreter*innen der Handwerkskammer und der IHK Rheinhessen mit Landtagsabgeordneten der Region zum Meinungsaustausch. Schon der Veranstaltungsort – das Berufsbildungszentrum der HWK in Mainz-Hechtsheim – zeigte, um was es bei dem Treffen ging.

Nun sind Klagen über den Fachkräftemangel – speziell im Handwerk – nicht neu. Aber selten wurden die Probleme so klar auf den Punkt gebracht wie heute. Dazu genügen zwei Begriffe: Quantität und Qualität!

Immer weniger Schüler*innen weiterführender Schulen entscheiden sich für eine berufliche Laufbahn im Handwerk und ziehen eine akademische Ausbildung vor. Und diejenigen, die den Weg einer Ausbildung in einem Handwerksberuf beschreiten wollen, offenbaren in zunehmendem Ausmaß einen erschreckenden Mangel an den dafür notwendigen Kompetenzen. Der Vertreter einer Bauunternehmung brachte es so auf den Punkt: „Wir suchen händeringend Maurer. Aber auch von einem Maurer muss ich erwarten, dass er lesen, schreiben und rechnen kann – und dass er pünktlich auf der Baustelle erscheint."

Das „Werkstattgespräch“ sollte aber mehr bringen als das Wiederholen hinlänglich bekannter Beschwerden. Es sollte auch aufzeigen, wo der Hebel zur Verbesserung der Situation anzusetzen ist. Selbstkritisch konstatierten die Vertreter*innen der Kammern, dass sie noch mehr tun müssen, um Schüler*innen und Eltern die Chancen aufzuzeigen, die in einem Handwerksberuf liegen. Aber auch die Schulen müssten in verstärktem Maße Anstrengungen in die gleiche Richtung unternehmen.

Letztlich dürfe man auch nicht die Augen davor verschließen, dass in der heutigen Gesellschaft viele Jugendliche eine sozialpädagogische Betreuung als flankierende Maßnahme bräuchten. Die zunehmende Durchfallquote von Azubis sei ein Alarmzeichen. Ein weiteres Alarmzeichen sei der Mangel an Fachlehrern in den Berufsschulen. Hier sei die Politik gefordert, neue Wege zum Einstieg von fachlich qualifizierten Kräften zu ermöglichen.

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Sa

29

Feb

2020

Besuch an der Basis

Oftmals werden Politiker*innen als „die da oben“ gesehen – als Menschen also, die den Kontakt zur Basis verloren haben. Ich bemühe mich, meine politische Arbeit so zu gestalten, dass ich dieses Klischee nicht bediene.

Und so freute ich mich über die Einladung zum heutigen Kreisparteitag der FDP Neuwied, wo ich mit engagierten Mitgliedern ausgiebig über bildungspolitische Themen diskutieren konnte. Erst vor wenigen Tagen hatte das Team um den Kreisvorsitzenden Alexander Buda Bildungspolitik als eines der zentralen Themen für den bevorstehenden Landtagswahlkampf ausgemacht.

Dass man in Sachen Bildungspolitik aber auch selbst initiativ werden kann, stellten die Neuwieder Liberalen beim Thema „Gesunde Ernährung“ eindrucksvoll unter Beweis. Ulrike Puderbach und Ingrid Runkel publizierten mit „Vitaminzwerg und Kräuterkobold“ ein Buch, das Kindern in altersgerechter Sprache Geschichten, Wissen und Rezepte rund um gesunde Nahrung nahebringt – ganz ohne erhobenen Zeigefinger!