Bild: padrinan / pixabay
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Bildung

Durch meine langjährige berufliche Erfahrung als Lehrerin und Schulleiterin bringe ich viele Erfahrungen mit, die es mir ermöglichen einen fachlich versierten Zugang zu den Themen der Bildungspolitik zu haben.

Ich setze mich für eine Bildungspolitik ein, die allen Menschen die gleichen Chancen ermöglicht.

 

Vier Säulen sind dabei für mich von herausragender Bedeutung:

  • Frühkindliche Bildung
  • Kompetenz- und anforderungsorientiertes Schulsystem
  • Gleichberechtigung beruflicher und akademischer Bildung
  • Mehr Mitsprache- und Gestaltungsspielraum der Schulen (Schulfreiheitsgesetz)
  • Gegliedertes Schulwesen

 

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Aktuelles zum Thema

Do

02

Jul

2020

Zeitgemäße Schulen

Bild: pixabay
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Als Schulleiterin hatte ich das Glück, meine Funktion in einem Neubau ausüben zu können. Er war unter Berücksichtigung der Anforderungen der Schulbaurichtlinie geplant und errichtet worden. Leitgedanke einer solchen Richtlinie ist die Erkenntnis, dass der Lernerfolg von Schüler*innen nicht unwesentlich von den räumlichen Gegebenheiten am Lernort beeinflusst wird.

Der Lernort Schule muss aber auch die Umsetzung veränderter Anforderungen ermöglichen – wie beispielsweise Digitalisierung oder Inklusion. Schulbaurichtlinien müssen daher diesen veränderten Anforderungen angepasst werden. Dies hatte sich die Ampel-Koalition in Rheinland-Pfalz auch in ihrem 2016 geschlossenen Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt. Nun neigt sich die 17. Wahlperiode des Landtags bereits ihrem Ende zu – und die versprochene neue Schulbaurichtlinie lässt noch immer auf sich warten.

Ich richtete daher heute eine Kleine Anfrage an die Landesregierung und bat darin um Auskunft über den aktuellen Stand der Ausarbeitung der neuen Vorgaben. Diese Informationen sind schließlich eminent wichtig für jeden Schulträger, der Erweiterungs- und/oder Neubaumaßnahmen plant. Denn die Einhaltung der in den Richtlinien gemachten Vorgaben ist Voraussetzung für Fördermittel vom Land – und ohne die können Schulbauprojekte kaum realisiert werden.

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Do

02

Jul

2020

Spiel mit dem Feuer?

Bild: pixabay
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Wenn die Schüler*innen nach den Sommerferien in ihre Klassenräume zum Präsenz-Unterricht zurückkehren, soll zumindest dort wieder Normalzustand herrschen. Also keine Maskenpflicht mehr – und auch kein Mindestabstand von 1,5 Metern. Außerhalb der Klassenräume gilt aber nach wie vor die Maskenpflicht. So der jetzt von Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig vorgestellte Plan für den Start ins neue Schuljahr.

Die bisher gemachten Erfahrungen haben gezeigt, dass Mund-Nasen-Schutz und Abstandsregeln eine wirksame Maßnahme gegen Infektionen mit dem Corona-Virus waren. Klar ist aber auch, dass unsere Gesellschaft nicht auf Dauer mit diesen Maßnahmen leben kann. Eine schrittweise und behutsame Rückkehr zur Normalität – auch im schulischen Alltag – ist also angesagt.

Jedem sollte bewusst sein, dass dieser Schritt nicht gänzlich risikofrei ist – aber ein Null-Risiko-Szenario ist und bleibt eine Utopie. Hoffen wir also, dass es im neuen Schuljahr keine schulischen COVID-19-Hotspots geben wird.

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Di

30

Jun

2020

Populistischer Vorschlag

Bild: pixabay
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In diesen Tagen wird viel über mangelnde Wertschätzung geredet, die manchen Berufsgruppen entgegengebracht wird. Meist geht es dabei um „systemrelevante Gruppen“, um diesen Begriff einmal zu gebrauchen. Gemeint sind Gruppen, die „den Laden am Laufen halten“. Dazu zählen definitiv auch Lehrer*innen!

Nun erfreut sich dieser Berufsstand immer wieder Klischees wie „Lehrer haben doch einen schönen Beruf. Vormittags haben sie immer recht, nachmittags immer frei – und dazu ständig Ferien.“.Eigentlich könnte man solche Witzchen als dummes Geschwätz von Menschen abhaken, die keine Ahnung vom Lehramt haben (oder haben wollen!).

Jetzt hat sich aber mit René Quante, Geschäftsführer des Bundes der Steuerzahler, jemand zu Wort gemeldet, der eigentlich über solchen geistigen Niederungen stehen sollte. Er fordert allen Ernstes einen Verbeamtungsstopp für Lehrer, um die Pensionskasse zu schonen.

Nun ist das nicht die erste provokante Forderung dieses Mannes – aber diesmal muss man sich fragen, was ihn zu einer solchen Forderung bewegt.

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Di

30

Jun

2020

Grenzen des digitalen Lernens

Bild: pixabay
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Das Corona-Virus hat auch den Schulbetrieb gründlich durcheinander gewirbelt. Wohl den Schüler*innen und Lehrer*innen, die Zugriff auf die Hardware haben, die Home-Schooling überhaupt erst ermöglichen. Doch eines hat sich in den letzten Monaten auch gezeigt – ganz ohne Präsenz-Unterricht geht es doch nicht!

Denn auch die ausgefeiltesten Lern-Programme können den Schüler*innen zwar sagen, dass sie etwas falsch gemacht haben – aber (noch) nicht, wo ihr Fehler liegt. Genau dieses Eingehen auf den unrichtigen Lösungsansatz der Schüler*innen und die Erklärung, warum dieser nicht zielführend ist, kann (noch) am ehesten von Lehrkräften im persönlichen Kontakt mit den Schüler*innen geleistet werden.

Und noch etwas vermag die „schöne neue“ digitale Lernwelt (noch) nicht zu leisten – nämlich den Schüler*innen Werte zu vermitteln – und nicht nur bloße Scorer-Punkte oder „credit points“ .

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Di

30

Jun

2020

Nachhilfe-Pläne

Bild: pixabay
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Lesen, Schreiben und Rechnen sind Fähigkeiten, die Kindern spätestens in der Schule vermittelt werden sollen. In der Beherrschung und Anwendung dieser Fähigkeiten zeigen Schülerinnen und Schüler aber teils gravierende Unterschiede. Taschenrechner, Rechtschreibkorrektur-Programme und Hörbücher können Mängel in der Beherrschung dieser „skills“ zwar teilweise kaschieren – aber eigentlich ist das nicht das, was man unter Bildung versteht. Was also tun?

Das Bildungsministerium des Landes will mit speziellen Nachhilfe-Kursen in den Sommerferien zumindest den gröbsten Mängeln in Deutsch und Mathematik entgegenwirken. Dafür sollen die Lehrkräfte mit 300 Euro entlohnt werden.

Ich wage zu bezweifeln, ob dieses Salär Anreiz genug für Lehrerinnen und Lehrer, die in diesem Corona-Schuljahr schon bis an die Grenze des Zumutbaren belastet waren, sein wird, auf die verdiente Regeneration in den Ferien zu verzichten. Schließlich wird ihnen auch das kommende Schuljahr mehr als üblich abverlangen. Der absehbare Mix aus Präsenzunterricht und Homeschooling kostet nämlich ganz schön „Körner“ – wie man im Leistungssport zu sagen pflegt.

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Mi

24

Jun

2020

Plenarrede zum neuen Schulgesetz

In der heutigen Landtagssitzung sprach ich zum neuen Schulgesetz. Die neu vorgesehenen Partizipationsmöglichkeiten sind ein Fortschritt, jedoch braucht Partizipation Zeit - insbesondere in der Primarstufe. Demokratiebildung darf nicht nebenbei ablaufen und darf nicht auf Kosten des Unterrichts gehen.

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Fr

19

Jun

2020

Fridays for Corona?

Bild: pixabay
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Es ist eines der üblichen Klischees über Verwaltungen – freitags nach 12 Uhr ist da keiner mehr zu erreichen. In Zeiten von Corona scheint genau das Gegenteil der Fall zu sein. Das zeigen zumindest die Gespräche, die ich mit dem Personal von Schulen jüngst hatte. Dabei wurde mir berichtet, dass freitags nachmittags in den Schulsekretariaten die Vorschriften eintrudelten, nach denen montags der Schulbetrieb laufen solle.

Doch wie stellten sich die Absender dieser Handlungsanweisungen deren Umsetzung übers Wochenende vor? Darüber enthielten die schlauen Anweisungen natürlich keine Hinweise.

Die Mitteilungsblätter der Bildungsverbände sind voll von Erfahrungsberichten über die zahlreichen Diskrepanzen zwischen Wunsch und Wirklichkeit beim Umgang mit Homeschooling einerseits und Wiederöffnung der Schulen andererseits. Vielleicht hätte den Verfassern der Handlungsanweisungen etwas mehr Praxiserfahrung nicht geschadet.

Dazu gehört zum Beispiel auch die Einsicht, dass man übers Wochenende keine Änderung der Schulbusfahrten organisieren kann, wenn man freitags nachmittags erst dazu aufgefordert wird.

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Do

18

Jun

2020

Kulturveränderung

Bischofsstab (Bild: pixabay)
Bischofsstab (Bild: pixabay)

Als ich im September 2016 als einer der Ehrengäste aus der Politik an der Weihe von Dr. Georg Bätzing zum neuen Bischof von Limburg teilnahm, war ich erst einmal neugierig. Als evangelische Christin war mir vieles am Procedere einer Bischofsweihe neu. Und natürlich hatte ich die Berichterstattung um seinen Amtsvorgänger – den Skandalbischof Tebartz-van Elst – mit ungläubigem Staunen verfolgt. Und da die Kirchen zum Kerngebiet meiner parlamentarischen Arbeit im Landtag gehören, verfolgte ich natürlich auch die Berichte über die Aufarbeitung der Fälle von sexuellem Missbrauch durch katholische Priester aufmerksam.

Als ich – damals noch als Mitglied der FDP-Landtagsfraktion – in einem Landtagsausschuss die Frage stellte, ob denn das Beamtenrecht im Fall von sexuell übergriffig gewordenen Lehrkräften genügend Möglichkeiten einer angemessenen Sanktionierung dieses Fehlverhaltens bietet, löste ich damit bei einigen einen Sturm der Entrüstung aus, der in meinem Ausschluss aus der Fraktion gipfelte.

 

Vielleicht täten diejenigen, die so reagierten, gut daran, sich an dem zu orientieren, was Bischof Bätzing gerade im Bistum Limburg tut. In seiner Diözese geht man nun einen konsequenten Weg, der die Opfer und deren Anspruch auf Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellt – und nicht die Täter und deren vermeintlichen Anspruch auf Weiterbeschäftigung. Bischof Bätzing bezeichnet dies vorsichtig als „Kulturveränderung“. Und dass er sich dabei der Hilfe einer Anwältin bedient, die bereits eine wesentliche Rolle bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle an der Odenwald-Schule spielte, zeigt mir, dass mein Gefühl, dass es gewisse Parallelen zwischen Missbrauch im schulischen und kirchlichen Bereich gibt, nicht ganz falsch sein kann.

Vielleicht findet ja doch noch eine „Kulturveränderung“ im Umgang mit sexuell übergriffig gewordenen verbeamteten Lehrkräften statt – damit diese mehr befürchten müssen als bloß eine Versetzung von A nach B …

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Di

16

Jun

2020

Exit auf "Teufel komm raus"?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Der „Druck im Kessel“ wuchs von Tag zu Tag. Die Öffnung von Kitas und Schulen wurde quasi zum Symbol für den Exit aus dem Corona-Lockdown. Und tatsächlich – die Rückkehr zum Normalbetrieb wurde in Aussicht gestellt. Doch die Abstandsregeln und Hygienevorschriften sollen nicht außer Kraft gesetzt werden. Soweit die Theorie...

Doch deren Umsetzung wirft neue Fragen auf. Etwa die nach dem Personal, das dann in den Einrichtungen zur Verfügung steht. Bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie gab es nicht genügend Erzieher*innen in den Kitas. Jetzt gehören viele wegen ihres Alters und/oder Vorerkrankungen zu den so genannten „Risikogruppen“, die man eigentlich keinem unnötigen Infektionsrisiko aussetzen will. Ähnliches gilt für den Schulbetrieb mit Präsenzunterricht.

Es ist ja eine nette Geste, wenn man diesen Vertreter*innen „systemrelevanter“ Berufe applaudiert und sie als Helden bezeichnet. Aber darf man das Risiko, dem sie sich bei Kinderbetreuung und Präsenzunterricht aussetzen, einfach als „Berufsrisiko“ abtun? Eigentlich sollte doch jeder Arbeitgeber verpflichtet sein, alles zu unterlassen, was die Gesundheit seiner Beschäftigten gefährdet.

Auf die Frage, was denn geschehe, wenn es in einer Kita oder Schule nach der Öffnung doch zu einer Infektion mit dem Corona-Virus komme, hört man von den Politiker*innen die lapidare Antwort, dass man dann eben die Einrichtung wieder schließen müsse. Kein Wort über die Menschen, die sich dabei infiziert haben – mit einem Virus, das in manchen Fällen auch tödlich wirken kann.

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Do

11

Jun

2020

Vorbild Hessen?

Kita (Bild: pixabay)
Kita (Bild: pixabay)

Die Stimmen derer mehren sich, die nach einer Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus rufen. Und sie werden lauter. Der Druck auf „die Politik“ wächst. Besonders stark wird dieser Druck von Eltern artikuliert, die ihre Kinder lieber heute als morgen wieder im Normalbetrieb von Kita oder Schule sehen möchten. Doch rechtfertigen die momentan niedrigen Zahlen von Neuinfektionen bereits jetzt ein solches Umlegen des Schalters?

In Hessen ist die Landesregierung offenbar der Meinung, dass ja. Und so erleben wir in diesen Tagen wieder einmal, dass Hessen und Rheinland-Pfalz getrennte Wege gehen. Für mich als Bildungspolitikerin ist dies keine neue Erfahrung. Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, als man von „A- und B-Ländern“ sprach – und über den vermeintlich niedrigeren Wert eines in Hessen erworbenen Abiturs spöttelte. Was man in Hessen prompt mit dem Slogan „Hessen vorn“ konterte.

Die Vorreiterrolle Hessens bei der Öffnung von Kitas und Schulen für den Normalbetrieb sehe ich aber eher mit Skepsis – bei allem Verständnis für die Probleme und Sorgen der Eltern. Aber es gibt in dieser Frage nun einmal keinen Königsweg.

 

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