Bild: padrinan / pixabay
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Bildung

Durch meine langjährige berufliche Erfahrung als Lehrerin und Schulleiterin bringe ich viele Erfahrungen mit, die es mir ermöglichen einen fachlich versierten Zugang zu den Themen der Bildungspolitik zu haben.

Ich setze mich für eine Bildungspolitik ein, die allen Menschen die gleichen Chancen ermöglicht.

 

Vier Säulen sind dabei für mich von herausragender Bedeutung:

  • Frühkindliche Bildung
  • Kompetenz- und anforderungsorientiertes Schulsystem
  • Gleichberechtigung beruflicher und akademischer Bildung
  • Mehr Mitsprache- und Gestaltungsspielraum der Schulen (Schulfreiheitsgesetz)
  • Gegliedertes Schulwesen

 

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Aktuelles zum Thema

Di

22

Sep

2020

Erfolgsmodell Sommerschule?

Bild: pixabay
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Am 15. Juni trafen die rheinland-pfälzische Landesregierung und die kommunalen Spitzenverbände eine Vereinbarung, nach der in den Sommerferien durch ein zusätzliches Lehr- und Lernangebot an allgemeinbildenden Schulen Defizite für Schüler*innen zumindest zum Teil gemildert werden sollten. Bereits im Mai hatte ich im Rahmen einer Kleinen Anfrage mehr über die Ausgestaltung dieser „Sommerschule RLP“ in Erfahrung bringen wollen.

Das Angebot stieß auf große Resonanz bei den Eltern. Und rückblickend empfanden wohl auch die Schüler*innen das Angebot als hilfreich – denn viele Fragen, die nach wochenlangem „Home-Schooling“ offen geblieben waren, konnten in dieser Präsenz-Phase geklärt werden. Unterm Strich wurden die beiden Wochen also nicht als Beschneidung der Sommerferien empfunden.

 

Obwohl die von mir nachgefragte exakte Evaluierung des Experiments „Sommerschule“ noch aussteht, begrüße ich die Ankündigung einer „Herbstschule“ und wünsche ihr bereits jetzt viel Erfolg.

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Mo

21

Sep

2020

Sexismus an Schulen

Nicht erst seit der „MeToo“-Kampagne ist das Thema stärker in den Fokus gerückt – sexistisches Verhalten gegenüber dem anderen Geschlecht. Betroffen sind dabei in der Mehrzahl Frauen. Und die Formen sexistischen Verhaltens können dabei von anzüglichen Bemerkungen über ungewollte körperliche Berührung bis hin zu sexueller Gewalt reichen. Besonders schlimm ist es, wenn dies im schulischen Bereich gegenüber minderjährigen Schutzbefohlenen geschieht. Als Frau, Pädagogin und Politikerin schrillen dann bei mir gleich mehrfach die Alarmglocken. Umso mehr, wenn ich den Eindruck gewinne, dass von Seiten der Schulaufsicht in solchen Fällen nur mit „angezogener Handbremse“ vorgegangen wird.

In meinem Engagement für die Betroffenen habe ich von vielen Seiten Unterstützung erfahren. Leider nicht von meinen Kolleg*innen in der FDP-Landtagsfraktion, die mit diesem Engagement meinen Ausschluss aus ihren Reihen begründeten.

 

In den letzten Wochen erwiesen sich meine kritischen Fragen an die Exekutive gleich mehrfach als berechtigt. So musste die Schulaufsicht zugeben, dass ihr Vorgehen in einem von mir konkret angeführten Fall „suboptimal“ gewesen sei. Die Berichte über Vorfälle am Koblenz-Kolleg und die Aktionen der „Cat Calls of Mainz“ sind weitere Belege für die Richtigkeit meiner Bemühungen um ein konsequenteres Vorgehen.

 

So war auch bei meiner heutigen Pressekonferenz das Medieninteresse groß, als ich ganz konkrete Vorschläge für ein solches Vorgehen vorstellte: Anlaufstellen an jeder Schule, einen Sexismus-Beauftragten auf Landesebene und eine Änderung des Landesdisziplinargesetzes.

 

Leider kann ich als fraktionslose Abgeordnete solche Vorschläge nicht im Landtag parlamentarisch umsetzen. Hier bin ich auf die Hilfe der antragsberechtigten Fraktionen angewiesen, an die ich mich auch gewandt habe. Ihr Verhalten wird ein echter „Lackmus-Test“ dafür sein, wie sie es mit dem Kindeswohl in der Praxis halten.

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Di

15

Sep

2020

Schulbesuche VI

In der Reihe meiner Schulbesuche gab es heute wieder ein „Heimspiel“. Schließlich liegt die Albert-Schweitzer-Schule Ingelheim (ASS) in der Nähe unserer früheren Wohnung in der Rotweinstadt. Die ASS ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“. Die Einhaltung der Abstandsregeln in Corona-Zeiten stellt für eine solche Schule natürlich eine ganz besondere Herausforderung dar.

Schulleiterin Gabriele Fichtner zeigte sich in dieser Situation kreativ, indem sie mit versetzten Pausenzeiten dafür sorgte, dass auf dem Pausenhof die geforderten Abstände eingehalten werden konnte. Bei derzeit 75 Schüler*innen war das umsetzbar.

 

In den Klassenräumen stellt natürlich die Einhaltung der Abstandsregeln die Lehrkräfte einer Förderschule vor ganz besondere Probleme. Social Distancing ist nur schwer mit der für die spezielle Schüler-Klientel erforderlichen Zuwendung zu vereinbaren. Mangels entsprechender Vorgaben muss die Schulleitung dann Wege finden - und dann auch verantworten. Und das alles neben der üblichen Verwaltungsarbeit, bei der die Schulleitung auch noch Sekretariatsarbeit übernehmen muss - ganz zu schweigen von der Wahrnehmung von Unterrichtsstunden.

 

Bewerber*innen um eine Schulleitungsstelle an einer Förderschule müssen schon eine Extra-Portion Idealismus mitbringen...

 

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Mo

14

Sep

2020

Schulbesuche V

Mein heutiger Schulbesuch führte mich an die Wirkungsstätte, an der ich über Jahre hinweg einen Sozialkunde-Unterricht erteilen durfte, der sich nicht stur an – ohnehin zwangsläufig veralteten – Lehrbüchern orientierte. Im Gymnasium Oppenheim erlebten die Schüler*innen Politik „aus erster Hand“. So konnte ich mit Egon Bahr einen prominenten Zeitzeugen der Ostpolitik präsentieren. Und so manches „Urgestein“ des politischen TV-Journalismus sorgte für unvergessliche Unterrichtsstunden. Natürlich wurden die Erinnerungen an diese Zeit wieder wach, als ich das Schulgelände betrat.

Aber das Schwelgen in Erinnerungen war nicht der Grund für meinen Besuch. Von Schulleiter Dr. Hendrik Förster erhoffte ich mir vor allem Informationen darüber, wie die rheinlandpfälzischen Gymnasien das „Corona-Schuljahr 2019/20“ gemeistert hatten. Denn er war dafür aufgrund seiner Funktion im Landesverband Rheinland-Pfalz der Bundes-Direktoren-Konferenz der ideale Ansprechpartner.

 

Wie alle Schuleiter*innen spürte auch er in Zeiten von Corona den Druck, der dadurch entsteht, dass man in dieser Funktion sich ständig zwischen den „Mahlsteinen“ von Schülerschaft, Eltern, Kollegium, Schulträger, Schulaufsicht und Bildungsministerium befindet. Was seine eigene Schule angeht, so stand er im Vergleich zu seinen Kolleg*innen noch gut da – dank eines finanzkräftigen Schulträgers, der für eine bauliche Erweiterung und eine großzügige digitale Ausstattung gesorgt hatte. Davon konnten Gymnasien in anderen Landesteilen nur träumen.

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Mo

14

Sep

2020

Mehr Frauen in Schulleitungen

Bild: pixabay
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Eigentlich sollte die Gleichberechtigung von Mann und Frau in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit sein. Die Praxis zeigt, dass dies noch immer nicht der Fall ist – ganz besonders, wenn es um die Besetzung von Führungspositionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geht. Aus den Reihen der Politik wird dabei gerne mit dem Finger auf die Wirtschaft gezeigt und eine „Frauenquote“ in den Führungsgremien von Unternehmen gefordert. Doch wer mit dem Finger auf andere zeigt, muss sich auch gefallen lassen, dass der Finger dann auch mal in die andere Richtung zeigt. Mit Lösungen wie Frauenquoten bei Listenaufstellungen bei Wahlen oder „Mann/Frau-Doppelspitzen“ in der Parteiführung versucht man, vor der eigenen Tür zu kehren.

Ich halte solche Quoten für keine gute Lösung. In meinen Augen ist die Schaffung von Rahmenbedingungen, die es Männern und Frauen gleichermaßen ermöglichen, Familie und Beruf in Einklang zu bringen, der bessere Weg.

 

Mit Elementen wie Jobsharing und Teilzeit versucht die rheinland-pfälzische Landesregierung gerade, Frauen die Ausübung von Führungspositionen in der Landtagsverwaltung zu erleichtern. Könnte etwas Ähnliches auch bei der Besetzung von Positionen in Schulleitungen funktionieren?

 

Für die nächste Sitzung des Bildungsausschusses habe ich zumindest diesen Punkt auf die Tagesordnung setzen lassen.

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Sa

12

Sep

2020

Zur Sache

In der Sendung "Zur Sache Rheinland-Pfalz" im SWR ging es am Donnerstag um die Vorkommnisse am Koblenz-Kolleg, die auch schon Thema im Bildungsausschuss des Landtages waren. Damit in Zukunft solche Fälle besser gehandhabt werden können, wäre eine unabhängige Anlaufstelle für Betroffene sinnvoll.

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Sa

12

Sep

2020

Mangelfächer

Bild: pixabay
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Auf der Homepage des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums gibt es tatsächlich den Suchbegriff „Mangelfächer“. Dort sind als Beispiele allerdings nur Fächer mit einem klaren Berufsbezug aufgelistet – wie etwa Metall- oder Elektrotechnik oder Gesundheitspflege. Und gleich neben dieser Aufzählung findet sich ein Hinweis für Quereinsteiger, die solche Fächer etwa an einer Berufsschule unterrichten wollen.

 

Aus meiner Zeit als Schulleiterin an einem Gymnasium weiß ich allerdings, dass sich auch für andere Schularten die Suche nach geeigneten Fachlehrer*innen manchmal schwierig gestaltet – während es bei anderen Fächern ein Überangebot gibt. Bereits in einer Fragestunde des Landtags im August hatte ich von der Landesregierung wissen wollen, wie sie hier gegenzusteuern gedenkt.

Jetzt hakte ich noch einmal nach und bat um konkrete Angaben, welche Fächer sich bei welchen Schularten als Mangelfächer herausgestellt haben. Und ich möchte gerne wissen, in welcher Form das Bildungsministerium bei Studierwilligen für das Lehramt für solche Fächer wirbt.

 

Denn die tollste Ausrüstung eines Chemie-Saals nutzt nichts, wenn keine Chemie-Lehrkraft da ist, die diese einsetzten könnte.

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Di

08

Sep

2020

Schulbesuche IV

Bild: pixabay
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Mein heutiger Schulbesuch war wieder ein „Heimspiel“ – und zwar in der IGS Kurt Schumacher Ingelheim. Schulleiterin Karin Hantschel gab mir einen Einblick in die Probleme, die die Home Schooling-Phase mit sich gebracht hatte. So hatten längst nicht alle Schüler*innen zu Hause die nötigen Endgeräte, um am digitalen Unterricht richtig teilnehmen zu können. Auch hätte sie sich eine zügigere Festlegung auf einheitliche Software-Vorgaben gewünscht.

 

Mit den befürchteten Problemen beim jetzt wieder möglichen Präsenz-Unterricht komme man im Großen und Ganzen klar. Zusätzliche Busse und eine Entzerrung der Busfahrpläne federten das Risiko von Infektionen durch überfüllte Schulbusse einigermaßen ab.

Sorgenfalten treibt der Schulleiterin hingegen die ungeklärte Frage der Lüftung der Sporthalle, wo entsprechende Anlagen fehlten.

 

Einen Kritikpunkt ganz anderer Art, den Frau Hantschel ansprach, konnte ich aus meiner Erfahrung als ehemalige Schulleiterin sehr gut nachvollziehen – die Bewältigung des Aufwands für die Schulverwaltung. Nicht erst durch Corona ist hier der Umfang der Aufgaben enorm gestiegen. Da passt es nicht ins Bild, wenn der Schulträger einfach Stunden für die Schulsekretär*innen streicht. Ohnehin steht deren Bezahlung in keinem Verhältnis zu den von ihnen zu bewältigenden Aufgaben.

 

So endete auch mein heutiger Schulbesuch wieder mit Hausaufgaben, bei deren Erledigung in der politischen Praxis ich sicher nicht von allen Seiten Zustimmung ernten werde. Aber wer „weltbeste Bildung“ auf seine Fahnen schreibt, muss dafür auch investieren – auch wenn die „Bildungs-Rendite“ sich erst später rechnet.

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Mo

07

Sep

2020

Schulbesuche III

Im Rahmen meiner Schulbesuche in der Region wollte ich unterschiedliche Schularten berücksichtigen. Heute führte mich daher mein Weg in die Berufsbildende Schule Ingelheim zu Schulleiter Wolfgang Fluche. Sowohl Schulstandort als auch Schulleiter sind mir bestens vertraut. An dem Standort fahre ich fast täglich vorbei – liegt er doch praktisch um die Ecke von unserer Wohnung. Und Herrn Fluche kenne ich aus meiner Arbeit im Kreistag schon seit Jahren. Der Meinungsaustausch mit ihm konnte somit sowohl für meine Arbeit im Landtag als auch im Kreistag wertvolle Anregungen liefern.

Was das Bild nur erahnen lässt – der BBS-Bau ist in die Jahre gekommen. Ende 2022 soll der Umzug in neue Räumlichkeiten in Ingelheim über die Bühne gehen. Sicher ein Fortschritt für die Schule, auf die aber auch neue Anforderungen zukommen. Nicht zuletzt der neue Schwerpunkt Altenpflegehilfe wird zu steigenden Schülerzahlen führen – was räumlich bewältigt werden muss.

 

Noch aber muss man die Zeit bis zum Umzug irgendwie „hinkriegen“. Und das wird durch die Vorschriften im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Corona-Virus nicht gerade einfacher. Als Beispiele nannte Herr Fluche das Einhalten der Abstandsregeln im praktischen Unterricht, das Lüften und den Sportunterricht.

 

Herr Fluche wäre übrigens ein schlechter Sachwalter der Interessen seiner Schule, wenn er mir nicht noch Hausaufgaben mit auf den Weg gegeben hätte. Bei der Raumplanung wünscht er sich mehr Arbeitsplätze für das Lehrpersonal im Schulgebäude. Und „die Politik“ solle bitte auch daran denken, dass der Maschinenpark der BBS dringend auf den Stand des 21. Jahrhunderts gebracht werden müsse.

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Fr

04

Sep

2020

Demokratie will gelernt sein

Bild: pixabay
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Unsere Gesellschaft ist bunt und vielfältig. Das gilt auch für die Meinungen und Ansichten der Menschen, die diese Gesellschaft ausmachen. Das macht die Suche nach Lösungen für anstehende Fragen nicht einfacher. Umso wichtiger ist es, dass der Austausch dieser unterschiedlichen Meinungen und Auffassungen in einer Art und Weise erfolgt, die von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Nur so kann eine Demokratie funktionieren.

Dieser Umgang miteinander ist uns aber nicht in die Wiege gelegt worden. Er muss erst erlernt werden – und das so früh wie möglich.

 

Das ist auch eines der Motive für die Verankerung der Demokratieerziehung im neuen rheinland-pfälzischen Schulgesetz. Und da setzt man bereits bei den Grundschulen an. Wie das gehen soll – ohne dass dabei der eigentliche Bildungsauftrag zu kurz kommt – fragen sich viele Lehrkräfte. Nicht überall ist man in einer solch komfortablen Situation wie in meiner Heimatstadt Ingelheim, wo mit der Fridtjof-Nansen-Akademie (FNA) ein Bildungsträger gleich einen ganzen „Werkzeugkasten“ für die Umsetzung dieser Aufgabe anbietet. Wie gut bestückt dieser „Werkzeugkasten“ ist, wurde bei der heutigen Kuratoriumssitzung der FNA mir und den anderen Mitgliedern noch einmal deutlich.

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