Bild: padrinan / pixabay
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Bildung

Durch meine langjährige berufliche Erfahrung als Lehrerin und Schulleiterin bringe ich viele Erfahrungen mit, die es mir ermöglichen einen fachlich versierten Zugang zu den Themen der Bildungspolitik zu haben.

Ich setze mich für eine Bildungspolitik ein, die allen Menschen die gleichen Chancen ermöglicht.

 

Vier Säulen sind dabei für mich von herausragender Bedeutung:

  • Frühkindliche Bildung
  • Kompetenz- und anforderungsorientiertes Schulsystem
  • Gleichberechtigung beruflicher und akademischer Bildung
  • Mehr Mitsprache- und Gestaltungsspielraum der Schulen (Schulfreiheitsgesetz)
  • Gegliedertes Schulwesen

 

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Fr

20

Nov

2020

Verlierer Förderschule?

Bild: pixabay
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Mit der Begründung, dass Kinder schließlich ein Recht auf Bildung hätten, soll auch in Zeiten von Corona der Schulbetrieb nicht heruntergefahren werden. Wie aber soll das gelingen – speziell in Förderschulen?

 

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) stellte jetzt die Ergebnisse einer Umfrage vor, die belegen, wie Anspruch und Wirklichkeit bei der Inklusion auseinander klaffen. Es sei hinlänglich bekannt, dass Schüler*innen mit Behinderung und einem besonderen Förderbedarf spezielle schulische Rahmenbedingungen bräuchten.

 

Doch immer noch hapere es an der Barrierefreiheit von Schulgebäuden. Die Doppelbesetzung (Lehrkraft plus Sonderpädagoge) sei immer noch nicht umgesetzt. Ganz zu schweigen von den nach wie vor zu großen Lerngruppen, Und dann noch das Dauerthema – der Mangel an ausgebildeten Lehrkräften für den Förderschulbereich.

Eigentlich brachte die Umfrage nichts Neues – aber sie machte noch einmal deutlich, dass in diesem Bereich akuter Handlungsbedarf besteht, vor dem die Bildungspolitik nicht die Augen verschließen darf.

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Mo

16

Nov

2020

Was wird aus dem Jugendaustausch?

Bild: pixabay
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Youth for Understanding (YfU) – der Name ist Programm. Und das Programm hat den internationalen Jugendaustausch zum Inhalt. Denn durch das Zusammen-treffen von Jugendlichen aus verschiedenen Ländern können auf beiden Seiten vorhandene Klischees und Vorurteile abgebaut und Verständnis für die alltäglichen Sorgen und Nöte des anderen geweckt werden. Doch mittlerweile drücken Sorgen und Nöte YfU selbst. Und der Grund dafür hat ebenfalls einen Namen – Corona!

Als ich als Landtagsabgeordnete mit dem Schwerpunkt „Bildungspolitik“ erstmals in Kontakt mit YfU kam, berichteten Teilnehmer des Austauschprogramms „Erasmus“ voller Begeisterung, wie ein Auslandsaufenthalt ihr Leben und ihre weitere Persönlichkeitsentwicklung bereichert habe.

 

Und heute?

 

Wegen Corona fand das heutige Treffen nur als Videokonferenz statt – und das Virus hat den internationalen Jugendaustausch lahmgelegt. Eine Teilnehmerin der heutigen Video-„Schalte“ brachte es auf den Punkt: Die Generation „Erasmus“ droht von einer Generation „Corona“ abgelöst zu werden …“.Noch so ein Kollateralschaden der Pandemie, um dessen Behebung sich die Politik kümmern muss!

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Fr

06

Nov

2020

Für eine friedliche und tolerante Gesellschaft...

engagiert sich die Bildungs- und Begegnungsstätte Givat Haviva in Israel. Mit ihr gibt es seit vielen Jahren eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem rheinland-pfälzischen Bildungsministerium. Im Rahmen eines Austauschprogramms sollen Schüler*innen bei Begegnungen vor allem lernen, die in den jeweiligen Ländern immer noch vorherrschenden stereotypen Sichtweisen der jeweils anderen Gesellschaft abzubauen.

 

Auf meine Kleine Anfrage (Drucksache 17/13362) musste mir das Ministerium heute leider mitteilen, dass die eigentlich für dieses Jahr geplanten Jugendbegegnungen wegen der Corona-Pandemie ins nächste Jahr verschoben wurden. Wieder einmal musste also die Strichliste der Kollateralschäden der Pandemie um einen neuen Strich erweitert werden.

 

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Do

05

Nov

2020

Mehr Schüler – was nun?

Bild: pixabay
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Die Zahlen des Statistischen Landesamts in Bad Ems sind für uns als Politiker eine wichtige Grundlage für unsere Arbeit. Es sind zwar nur Zahlen – aber manchmal steckt hinter diesen Zahlen Brisanz. So auch hinter der Meldung, dass zum Schuljahr 2020/21 rund 36.900 Kinder eingeschult wurden – immerhin die höchste Zahl seit 2008. Und die Bevölkerungsentwicklung in Rheinland-Pfalz lässt keine Trendwende erkennen.

 

Für die Bildungspolitik bedeuten diese Zahlen eine echte Herausforderung. Denn für diese Schüler*innen brauchen wir Lehrkräfte. Die Zeiten, in denen über eine „Lehrerschwemme“ gewitzelt wurde, sind aber längst vorbei.

Und noch eine Zahl gibt zu denken: rund 29% dieser „ABC-Schützen“ haben einen Migrationshintergrund. Ihre „Beschulung“ erfordert bei den Lehrkräften eine über das „Normale“ hinausgehende Qualifikation.

 

Knifflige Hausaufgaben also für Bildungspolitiker*innen jedweder Couleur...

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Mo

02

Nov

2020

Schulbesuche IX

Eigentlich hatte ich schon nicht mehr zu hoffen gewagt, dass der heutige Abschlusstermin meiner „Sommer-Reise“ durch die regionale Schullandschaft überhaupt zustande kommen würde – befinden wir uns doch in der zweiten Welle der Corona-Pandemie. Umso gespannter war ich auf das, was mich im Theresianum Mainz erwarten würde.

 

Schuleiter Stefan Caspari und sein Stellvertreter Stephan Kurz-Gieseler mussten meinen Blick erst gar nicht auf die ungewöhnliche Innenarchitektur ihres Schulgebäudes lenken. Sie ist wohl für jeden ein echter „Hingucker“. Dahinter steckt die bauliche Umsetzung eines in dieser Art ungewöhnlichen pädagogischen Konzeptes. Es ist zentriert um eine Aula, von der – ähnlich wie bei einem Marktplatz – der Zugang zu den wichtigen Schulbereichen möglich ist. Für die Schüler*innen sind dies ihre „Lern-Ebenen“ (jede Jahrgangsstufe hat eine eigene). Dort stehen ihnen neben den normalen Unterrichtsräumen auch Räume für Teamarbeiten sowie Stillarbeitsräume zur Verfügung.

Mein Eindruck – und als ehemalige Schulleiterin weiß ich, wovon ich spreche – ist, dass die hier investierten Mittel in ein wirklich zukunftsfähiges Schulumfeld geflossen sind. Und als ehemalige Lehrerin füge ich noch hinzu: Abkupfern (von dieser Planung) ausdrücklich erwünscht!

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Fr

16

Okt

2020

Grenzen des Föderalismus

Bild: pixabay
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Schon als Schülerin empfand ich den Föderalismus mit seinen Auswirkungen auf das Schulwesen als befremdlich. Da war die Rede von „A- und B-Ländern“. Und das Wort „Hessen-Abitur“ war gleichbedeutend mit einer Geringschätzung eines dort erworbenen Abschlusses. Der Versuch, durch ein „Bonus- bzw. Malus-System“ für eine bessere Vergleichbarkeit des Abiturs in den einzelnen Bundesländern zu sorgen, war faktisch das Eingeständnis eines vorhandenen Unterschieds im Bildungsniveaus in den einzelnen Bundesländern.

Grundlegende Verbesserungen konnte ich auch in später in meiner Arbeit als Bildungspolitikerin nicht feststellen. Und auch der unterschiedliche Umgang mit den Regeln zur Eindämmung des Corona-Virus in den Schulen offenbarte einmal mehr die Auswirkungen der föderalen Struktur unseres Staates.

 

Als jetzt die KMK sich zu ersten Schritten zu einer Vereinheitlichung des Bildungssystems durchringen konnte, entfuhr mir spontan ein „Na endlich“. Um nicht missverstanden zu werden – ich bin kein Verfechter eines Zentralabiturs. Und Wettbewerb tut dem Bildungssystem sicher insgesamt gut. Doch dürfen Schülerinnen und Schülern keine Nachteile dadurch entstehen, dass sie in einem bestimmten Bundesland die Schule besuchen …

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Mo

05

Okt

2020

Schulbesuche VIII

Schon vor Corona war fast jede bildungspolitische Debatte vom Schlagwort „Digitalisierung“ beherrscht. Doch die wenigsten derer, die dieses Schlagwort in den Mund nahmen, hatten konkrete Vorstellungen davon, wie dies in der schulischen Praxis aussehen könnte. Bei meinem heutigen Schulbesuch in der Grundschule am Frankenwall in Asbach bekam ich einen mehr als überzeugenden Eindruck davon, was im Zusammenwirken von engagierten Lehrkräften und einem Schulträger, der das Thema zur Chefsache gemacht hat, auf die Beine gestellt werden kann.

Was mir Medienkoordinator Frederic Heumann in seinem Klassenraum vorführte, war in der Tat beeindruckend. Kein Wunder, dass diese Schule als Vorreiterschule für Medienkompetenz und Digitales Lernen gilt.Die eingesetzten Lern-Apps erlauben ein individuelles Eingehen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schüler*innen und die Erfassung ihrer Lernfortschritte. Bei aller Begeisterung für die technischen Möglichkeiten verfällt man an der Schule aber nicht in den mancherorts zu beobachtenden „Digitalisierungswahn“ – sondern sieht Digitalisierung vor allem als Hilfsmittel zur Motivation der Lernenden.

 

Mit einem Blick zurück auf meine eigene Schulzeit, die noch von Tafel und Kreide beherrscht war, wurde mir bewusst, in welchem Tempo sich Schule fortentwickelt. Es ist wichtig, auch die Lehrer*innen auf diesem Weg mitzunehmen – damit das Projekt „Digitale Schule“ gelingt. In Asbach ist man da schon sehr weit …

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Sa

03

Okt

2020

Kirchen knapp bei Kasse

Bild: pixabay
Bild: pixabay

In Rheinhessen pflegen die Menschen zu sagen „Wo Du nicht bist, Herr Jesu Christ“, wenn sie sich bestimmte Dinge finanziell nicht leisten können. Ob Bischof Kohlgraf ähnlich geseufzt hat, als er das Sparprogramm des Bistums Mainz bekanntgab, weiß ich nicht.

 

Wohl aber weiß ich jetzt, dass mit der Hildegardisschule in Bingen (Higa) auch die Schule von den Sparmaßnahmen betroffen ist, an der ich einst mein Abitur machte. Das Bistum kann sich die Trägerschaft der Higa schlichtweg nicht mehr leisten.

 

In der gestrigen Sitzung des Kreistags Mainz-Bingen wurde offensichtlich, dass auch die Politiker*innen im „Bildungs-Landkreis“ von dieser Meldung „kalt erwischt“ worden waren. Nun muss schleunigst ein neuer Träger für die Schule gefunden werden – eine Schule, die nicht unwesentlich zur Herausbildung meiner Wertevorstellungen beigetragen hat …

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Mi

30

Sep

2020

Kleinere Klassen

Bild: pixabay
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Die Bildungspolitik ist eine Dauerbaustelle – und kann es mit dem Tempo des Baufortschritts durchaus mit dem Berliner Flughafen aufnehmen. Vor der Landtagswahl 2011 hatte man für die rheinland-pfälzischen Schulen eine Senkung des „Klassenteilers“ – d.h. der Klassengröße, ab der eine Klasse in zwei aufgeteilt werden muss – in Aussicht gestellt. Was die Orientierungsstufe angeht, wurde das auch umgesetzt – nicht aber bei den höheren Klassenstufen an den weiterführenden Schulen. Dort sind Lerngruppen von 30 Schüler*innen keine Seltenheit.

In einem offenen Brief an die Landtagsabgeordneten fordern die Bildungsverbände einstimmig eine Absenkung dieses Klassenteilers.

 

Dies macht in meinen Augen nicht nur im Hinblick auf die Umsetzung der Abstandsregeln in Zeiten von Corona Sinn – sondern auch in pädagogischer Hinsicht. Kleinere Lerngruppen ermöglichen naturgemäß größeren Lernerfolg.

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Do

24

Sep

2020

Schulbesuche VII

Die Namensgebung für eine Schule kann ein langwieriger Prozess sein. Nicht so im Fall der Schule, die ich heute im Rahmen meiner Info-Tour besuchte. Das Sebastian-Münster-Gymnasium (SMG) trägt den Namen des wohl berühmtesten Sohnes der Stadt. Und an der Fassade prangt unübersehbar als Schul-Logo, das Ihnen vielleicht bekannt vorkommt. Ja - das ist doch der „Mann auf dem 100-Mark-Schein“! Passt irgendwie zu einer Schule mit 1.700 Schüler*innen.

 

Schulleiter Dr. Michael Frings ist noch neu im Amt – weshalb ich ihm auch ein kleines Gastgeschenk mitbrachte. Keinen Rotwein – sondern einen Weißwein aus Nacken-heim, wo ich früher Schulleiterin war.

Genau wie ich weiß auch er die Vorteile zu schätzen, die die gute Finanzlage des Schulträgers mit sich bringt. Aktuell zeigt sich dies zum Beispiel daran, dass der Landkreis Mainz-Bingen das SMG als Pilotschule für „offenes Lernen“ ausgewählt hat. „Offenes Lernen“ meint dabei die räumliche Anpassung an das veränderte Lern-verhalten der heutigen Schüler*innen – weg vom hergebrachten Klassenraum hin zu „Lern-Landschaften“. Mit der 6. Klassenstufe sollen jetzt erste Erfahrungen gesammelt werden.

 

Bei aller Euphorie über das Neue verliert Dr. Frings aber auch nicht das Alte aus den Augen und mahnt die notwendige Sanierung des alten Baubestands an. Wieder einmal verlasse ich eine Schule nicht ohne Hausaufgaben...

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