Bild: Tumisu / pixabay
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Gleichstellung und Frauenförderung

Für mich ist Gesellschafts- und Sozialpolitik kein Reparaturbetrieb für die Gesellschaft sondern Gestaltungspolitik. Mir reicht es nicht, Missstände für die Betroffenen erträglicher zu gestalten, mein Ziel ist es, ihnen, wo immer es möglich ist, einen Ausweg aufzuzeigen. Freiheitliche Sozialpolitik ist nicht die gängelnde oder führende Hand, sie ist die helfend ausgestreckte Hand. 

Aktuelles zum Thema

Do

13

Jun

2019

Rede zu Lautstark: Sexismus die Rote Karte zeigen

Sexismus und Geschlechterdiskriminierung sind auch heute noch ein weit verbreitetes Problem. Daher unterstütze ich die Kampagne Lautstark gegen Sexismus des Frauen-Ministeriums. 

Mi

20

Mär

2019

MädchenHaus Mainz

Bild: pixabay
Bild: pixabay

An wen können Mädchen sich wenden, wenn sie Hilfe in einer Situation suchen, die für sie ausweglos erscheint? In Mainz ist der Verein FemMa, der Betreiber des „MädchenHauses Mainz“, ein solcher Ansprechpartner.

Bei einem Besuch informierte ich mich heute über die Arbeit, die dort geleistet wird. Schon ein Blick auf die angebotenen Flyer offenbart die Vielschichtigkeit der Probleme, bei denen Mädchen und junge Frauen sich wegen Rat und Hilfe an die Mitarbeiterinnen wenden: Beziehungsprobleme, Alkohol- und/oder Drogenabhängigkeit, Essstörungen, Gewalterfahrungen – um nur einige zu nennen. Die Palette der Hilfeleistungen, die angeboten wird, ist breit und reicht sogar bis zur psychiatrischen Unterstützung.

 

Mit einigen der geschilderten Probleme war ich bereits in meiner früheren Tätigkeit als Lehrerin und Schulleiterin konfrontiert gewesen. Doch das Spektrum der Fälle, von denen mir berichtet wurde, stimmte mich sehr nachdenklich. Was ist mit einer Gesellschaft los, die solche Fälle überhaupt erst entstehen lässt?

Der heutige Besuch war aber auch aus einem weiteren Grund für mich sehr wichtig. Er macht mir bei Etatberatungen in politischen Gremien Haushaltsposten für etwaige Zuschüsse an solche Einrichtungen erst plastisch greifbar.

Do

31

Jan

2019

Rede zu 100 Jahren Frauenwahlrecht

In meine Rede am 31. Januar 2019 sprach ich zum 100 jährigen Wahlrecht für Frauen. In meiner Rede gehe ich auf die historische Entwicklung hin zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein und spreche über aktuelle Themen wie etwa die Frauenquote. Abschließend betone ich, dass, bspw. bei einem Blick nach Saudi-Arabien, auch in Zukunft die "Gleichberechtigung von Frauen und Männern" ein wichtiges Thema bleibt.

Do

13

Dez

2018

Rede zum Haushaltsplan Frauen

In meiner Stellungnahme am 12.12.2018 sprach ich zum Einzelplan 07 (Frauen) des Landeshaushaltsgesetzes 2019/2020. Die geplanten Ausgaben sehe ich als ein gute Investition für eine moderne und Zukunftsgerichtete Gesellschaftspolitik.

Do

03

Mai

2018

Frauen und Sucht

Eine Suchterkrankung kann sich in den unterschiedlichsten Formen zeigen. Von meinen heutigen Gesprächspartnern Annette Schilling und Dr. Dirk Kratz vom Therapieverbund Ludwigsmühle erfuhr ich viel über die Besonderheiten von Suchtproblemen bei Frauen. 

 

Die typische Klientin, die eine der Beratungsstellen aufsucht, ist zwischen 40 und 50 Jahre alt – und damit gut 10 Jahre älter als der typische Klient. Aber auch die Art der Sucht von Männern und Frauen unterscheidet sich deutlich. Bei Frauen dominieren Alkohol und Medikamente als suchtauslösende Substanzen.    

Typisch weiblich sind Essstörungen als nicht substanzgebundene Suchtprobleme. Auslöser für das Suchtverhalten sind oft traumatische Erfahrungen – häufig einhergehend mit psychischen Erkrankungen.     

Es gibt also in der Tat so etwas wie frauenspezifische Süchte. Und diese erfordern dementsprechend eine differenzierte Art der Herangehensweise in Prävention, Beratung und Therapie. Ein zusätzliches Problem stellt die Tatsache dar, dass die betroffenen Frauen – wenn sie überhaupt in Arbeit sind – meist nur „niedere“ Tätigkeiten ausüben. Eine Stabilisierung der persönlichen Lebensumstände gestaltet sich daher schwierig.  

Mo

23

Apr

2018

Frauenhaus Speyer

Wer eine der zahllosen TV-Talkshows verfolgt, in denen vehement über die Defizite in der Umsetzung von Frauenrechten Klage geführt wird, der verliert vielleicht den Blick auf weit gravierendere Probleme von Frauen – Probleme, derentwegen sie Zuflucht in einem Frauenhaus suchen (müssen).   

Silvia Bürger (im Bild links) und Ute Brommer (im Bild rechts) vom Frauenhaus Speyer berichteten mir bei ihrem heutigen Besuch von den Nöten der Frauen, die sich hilfesuchend an sie wenden. Hinter dem Schlagwort von „Gewalt gegen Frauen“ verstecken sich ganz unterschiedliche Formen der Gewaltausübung:

• körperliche und/oder seelische Misshandlung

• sexuelle Gewalt

• Beleidigungen und/oder Demütigungen

• soziale Isolation

• Kontrolle über die Lebensgestaltung.

Da sich diese Gewaltausübung im häuslichen Bereich abspielt, suchen die betroffenen Frauen Zuflucht in einem anderen Umfeld. Oft genug müssen die betroffenen Frauen auch versuchen, ihre Kinder aus dem gewalttätigen häuslichen Umfeld zu befreien. Dies kann zum Beispiel in einer anonymen Wohnung gelingen. Das Anbieten einer solchen Wohnung ist aber nur ein Teil der Arbeit der Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Speyer. Mindestens ebenso wichtig ist die psychologische Betreuung der betroffenen Frauen, um sie wieder zu stabilisieren. Rechtsberatung und Hilfe bei Behördengängen sind weitere Elemente ihrer Arbeit.

Meine Besucherinnen lenkten meine Aufmerksamkeit noch auf einen Aspekt, der mir bis dato nicht bewusst war: in zunehmendem Maße wenden sich Frauen aus anderen Kulturkreisen an die Frauenhäuser. Sie erwarten sich zum Beispiel Hilfe bei einer drohenden Zwangsverheiratung.

2014 konnte das Frauenhaus Speyer eine Bilanz von 25 Jahren Hilfe für Betroffene Ziehen. In dieser Zeit fanden dort 1.234 Frauen und 992 Kinder Zuflucht.    

Do

08

Mär

2018

Weltfrauentag

1975 war von den Vereinten Nationen zum „Jahr der Frau“ erklärt worden, was mit einer Feier am 8. März begangen wurde. Warum gerade der 8. März? Nun – dafür werden unterschiedliche historische Begründungen geliefert. Unstrittig aber ist, dass dieser Tag für den Kampf um Frauenrechte (insbesondere das Wahlrecht) auf die Initiativen sozialistischer Gruppierungen in der Zeit um den Ersten Weltkrieg zurück-geht. In der Weimarer Republik wurde das Frauenwahlrecht eingeführt – der Weltfrauentag aber weiterhin gefeiert. Im Dritten Reich wurde stattdessen der Muttertag eingeführt. Sind diese Feiertage heute nur noch Feiertage für Blumen-geschäfte?    

Im Internet finden sich „Sprüche zum Weltfrauentag“ wie dieser von Margaret Thatcher:

Wenn Sie in der Politik etwas gesagt haben wollen, wenden Sie sich an einen Mann. Wenn Sie etwas getan haben wollen, wenden Sie sich an eine Frau.

Do

28

Dez

2017

Gleichberechtigung

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Die Gleichheit von Mann und Frau vor dem Gesetz wird heutzutage kaum jemand ernsthaft in Frage stellen wollen. Die Umsetzung dieses Gleichheits-Gedankens in der politischen Praxis treibt aber zuweilen seltsame Blüten.

Da wird bei der Aufstellung von Wahllisten nach einem ausgewogenen Verhältnis von männlichen und weiblichen Bewerbern gerufen. Manche postulieren gar eine Frauen-Quote. In den eigenen Reihen – sprich innerparteilich – mag das ja noch mit den Partei-Statuten vereinbar sein. Problematisch wird ein solches Denken allerdings, wenn es dann in politisches Handeln übertragen wird. Die Forderung nach einer Mindestquote an Frauen in den Vorständen börsennotierter Unternehmen ist da nur die Spitze eines Eisbergs.

Die – in meinen Augen – Fehlentwicklung zeigt sich auch im Bildungsbereich. In den rheinland-pfälzischen Kindertagesstätten sind fast ausschließlich Erzieherinnen tätig (95,7 %). Auch an den Grundschulen des Landes sind 85 % des Lehrpersonals weiblich. Niemand wird bestreiten können, dass Jungen für ihre Entwicklung auch männliche Bezugs- und Identifikationsfiguren brauchen. Die Bildungspolitik ist daher aufgefordert, nach sinnvollen Rezepten zu suchen, die der zunehmenden „Feminisierung“ der pädagogischen Berufe entgegenwirken.

Das Denken in den Kategorien typischer Männer- oder Frauenberufe sollte längst überwunden sein.

Mi

08

Nov

2017

Drittes Geschlecht

Bild: pixabay
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Eltern, die ein Kind erwarten, wissen meist schon anhand eines Ultraschallbildes, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Entsprechend wird die Babykleidung in blau oder rosa angeschafft. Doch ist es wirklich so einfach? Gibt es nur „männlich“ oder „weiblich“?

 

Was ist mit den Neugeborenen, deren Körper Merkmale beider Geschlechter aufweist? Gewiss – ihre Zahl ist nicht groß. Aber je älter sie werden, desto mehr werden sie sich der Probleme ihrer Intersexualität bewusst. Im Alltagsleben wird ihnen ihre „Andersartigkeit“ schon an Kleinigkeiten vor Augen geführt. Wo sollen sie bei der Beantwortung eines Fragebogens ihr Kreuz machen – bei „männlich“ oder „weiblich“?    

Mit seinem heutigen Urteil hat das Bundesverfassungsgericht zumindest für die Eintragung ins Geburtenregister den Weg frei gemacht für eine alternative dritte Angabe.    

Doch damit wurde möglicherweise eine Lawine losgetreten, deren Kraft momentan nur schwer abzuschätzen ist. Ich will das an einem einfachen Beispiel zeigen:

Bild: pixabay
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Wird es zukünftig in Deutschland im öffentlichen Bereich ausreichen, wenn die Einrichtung von Toiletten dem bisher bekannten Schema folgt?    

Oder müssen wir uns an etwas gewöhnen, was manche von uns schon im Urlaub erlebt haben – nämlich Toiletten, die nicht nach Geschlechtern getrennt sind?

Egal – für die Betroffenen bedeutet das Karlsruher Urteil einen wichtigen ersten Schritt weg von einem gesellschaftlichen Außenseiter-Dasein. Und das begrüße ich als Liberale auf jeden Fall!

Do

02

Nov

2017

Künstler mit Handicap

Das Wort „Inklusion“ nimmt einen breiten Raum in der gesellschaftspolitischen Debatte ein. Das Wort meint die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit einer – wie auch immer gearteten – Behinderung am gesellschaftlichen Leben. Wie dies aussehen kann, zeigte die Veranstaltung, die ich heute besuchte.

Vorgestellt wurden Bilder, die für den Kalender „Menschen mit Behinderung malen“ eingereicht worden waren. Die besten Werke wurden mit einem Preis ausgezeichnet.   

Ich war tief beeindruckt von der Aussagekraft der vorgestellten Werke, mit denen uns behinderte Menschen zeigen, wie sie vermeintliche Grenzen, die ihnen ihre Behinderung in den Augen der übrigen Gesellschaft setzt, überwinden.

 

Der 2018er Kalender wird einen Platz in meinem Abgeordnetenbüro bekommen und mich stets daran erinnern, dass der Abbau von Barrieren in den Köpfen letztlich nichts anderes ist als gelebter Liberalismus.