Sonstiges aus dem Landtag

So

19

Jul

2020

Corona-Opfer Krabben

Schlusspunkt der heutigen Einkaufstour sollte eigentlich der Kauf von Nordsee-krabben (Granat) im örtlichen Kontor sein. Eigentlich handelt es sich bei diesen „Krabben“ um eine am Nordsee-Boden lebende Garnelen-Art. Ihr milchig-graues Aussehen erweckt nicht gerade den Eindruck einer Delikatesse. Erst durch das Abkochen auf den Kuttern entsteht ihre rötliche Färbung. Greetsiel hat mit rund 25 Kuttern die größte Krabbenkutterflotte Ostfrieslands. Und „Greetje“ grüßt unüber-sehbar die Besucher im Hafen, wo der Fang angelandet wird.

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So

19

Jul

2020

Start in den Tag

Wenn das Feriendomizil in Greetsiel schon direkt hinter dem Deich am Sielhafen liegt, dann bietet sich beim Brötchenholen dieser Anblick. Und der örtliche Supermarkt hat auch sonntags – zumindest vormittags – geöffnet. Mein Mann konnte sich also mit allem eindecken, um in der bestens ausgestatteten Küche unseres Ferienhauses seinem Hobby (Kochen) zu frönen.

Und auf seinem Küchenplan steht für morgen mit „Krabbenbrot mit Rührei“ gleich ein echtes ostfriesisches Schmankerl. Schwarzbrot (zwar aus dem Emsland), Butter, Eier und Salat sind bereits im Einkaufskorb. Fehlen nur noch frisch gepulte Nordseekrabben

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Sa

18

Jul

2020

Ostfriesland – nur echt mit Wulkjes

Erfahrene Ostfriesland-Urlauber – und als solche dürfen mein Mann und ich uns durchaus bezeichnen – wissen um die speziellen Eigenarten des Wetters in dieser Region. Dazu gehören auch die ständig wechselnden Formen der Wolken am Himmel. Und dieses Schauspiel konnten wir gleich bei der Ankunft im Garten unseres Feriendomizils bewundern.

Auf Plattdeutsch heißen diese Wölkchen „Wulkjes“ – und man ahmt sie bei der „Ostfriesischen Teezeremonie“ nach. Dazu wird Sahne (mindestens 30 % Fettgehalt) mit einer Mini-Schöpfkelle an den Rand des Tees gegeben – und zwar entgegen dem Uhrzeigersinn. Und dann bloß nicht umrühren...

Schließlich ist die „Ostfriesische Teezeremonie“ UNESCO-Kulturerbe – und das ist kein Ostfriesenwitz!

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Sa

18

Jul

2020

Ankunft in Greetsiel

Der Bus hatte uns von Norden durch die Krummhörn nach Greetsiel bis zur Endhaltestelle „Grundschule“ gebracht. Als Bildungspolitikerin fiel mir natürlich sofort der Zusatz „verlässliche Grundschule“ unter dem Namensschild der lokalen Grundschule auf.

Namensgeber der Schule ist der 1547 in Greetsiel geborene Theologe, Historiker und Pädagoge Ubbo Emmius, der es bis zum Gründungsrektor der Universität Groningen (Niederlande) brachte. Und der Mann mit dem für diese Region so typischen Vornamen hat auch eine Beziehung zu meiner Herkunftsregion – 1574 machte er sich zu Fuß (!) auf in den Süden. Sein Weg führte ihn entlang des Rheins u.a. nach Heidelberg.

Mir aber machte das Schild mit seinem Zusatz klar – die Schulpolitik würde mich auch hier an der Nordseeküste nicht loslassen!

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Sa

18

Jul

2020

Reisen in Zeiten von Corona - Befolgt auch in den Ferien die AHA-Regel!

Bild: pixabay
Bild: pixabay

So hatte ich noch gestern auf meiner Website dazu aufgerufen, die drei wichtigsten Elemente zum Schutz gegen eine Infektion mit dem Corona-Virus auch in den Ferien zu beachten: Abstand, Hygiene, Alltagsmasken.

Heute trat ich mich mit meinem Mann die lange geplante Urlaubsreise nach Greetsiel (Ostfriesland) an. Zum ersten Mal taten wir dies mit Bahn und Bus – um bereits bei der Anreise Entspannung zu genießen. Zuerst ging es mit der Bahn bis in das Städtchen Norden – und das letzte Teilstück in das idyllische Fischerdorf mit dem Bus.

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Fr

17

Apr

2020

Jüdisches Leben

Bereits am ersten Tag meines Aufenthalts in Bad Buchau waren mir Straßenschilder wie „Synagogenplatz“ und „Judengasse“ aufgefallen. Das Städtchen pflegt die Erinnerung an sein reiches jüdisches Erbe. Im Mittelalter war die Buchauer jüdische Gemeinde die zweitgrößte im Königreich Württemberg.

Die Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof legen Zeugnis ab von bewegten und bewegenden Schicksalen der Gemeindemitglieder. Da ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Gästeführerin in Ingelheim auch Führungen zur Bestattungskultur im Wandel der Zeiten anbiete, war meine Neugier sofort geweckt. Und da der Jüdische Friedhof in Bad Buchau für jedermann zugänglich ist, nahm ich heute die wohltuende Stille dieses Ortes gerne in mich auf.

 

Welcher Kontrast zu den Bildern von der Befreiung von Konzentrationslagern vor 75 Jahren oder von den Anfeindungen Kippa tragender Mitbürger in deutschen Städten dieser Tage … 

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Fr

17

Apr

2020

Auf Einsteins Spuren

Sein Name sagt wohl nicht nur den Verfechtern einer Ausbildung in den MINT-Fächern etwas: Albert Einstein, der Begründer der Relativitätstheorie. Dass seine Wurzeln in Oberschwaben liegen, wurde mir heute beim Gang über den Jüdischen Friedhof in Bad Buchau bewusst, wo etliche Grabsteine auf Familienmitglieder hinweisen. Die Eltern des berühmten Jahrhundert-Genies lebten vor dem Umzug nach Ulm in Buchau (damals noch nicht Bad!).

Seinen schwäbischen Dialekt legte der spätere Nobelpreisträger nie ab. Auch für ihn galt der Spruch aus der Werbekampagne des Landes Baden-Württemberg: „Wir können alles – außer Hochdeutsch!“.

Als Bildungspolitikerin und Ex-Lehrerin verkneife ich mir an dieser Stelle lieber jeden Kommentar …

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Mo

13

Apr

2020

Moderne Eiszeit

Heute ging es nach Oberschwaben. Dort unterstützte ich meinen Mann bei einem geschäftlichen Termin (Gefahrgutschulung bei einer Firma). Welche Auswirkungen würde die Corona-Pandemie dort auf den Alltag zeigen?

Es begann mit einer fast schon gespenstisch leeren Autobahn, auf der die Anzahl der LKW deutlich über der der PKW lag. Am Zielort Bad Buchau angekommen dann die Gewissheit: Ja – Übernachtungen aus geschäftlichem Anlass sind gestattet! Jetzt erst mal einen Happen essen. Unter dem Motto „Support your locals“ werden hungrige Mäuler auf gastronomische Betriebe vor Ort hingewiesen, die Essen außer Haus liefern oder zur Abholung anbieten. Verzehr im Außenbereich der Betriebe ist – trotz herrlichem Wetter – nicht gestattet. Zuwiderhandlung der Gäste kann den Gastronomen bis zu 25.000 Euro Strafe kosten! Also genossen wir unsere Pizza auf den Stufen des Postamts sitzend. War irgendwie ein Gefühl wie zu Studentenzeiten.

Auch ein Kaffee zum Abrunden des Genusses war noch drin. Nur die verwegene Frage nach einem Eis als Dessert wurde von dem Gastronomen auf unerwartete Weise beantwortet. Mit einer ausladenden Handbewegung verwies er auf die im Bild gezeigte „Installation“. Beim Einwurf von 2 € macht es „Klack“ und man erhält eine Waffeltüte. Positioniert man diese dann an der richtigen Stelle, wird sie mit erfrischendem Schoko- und Vanilleeis gefüllt.

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Mi

08

Apr

2020

Er kommt doch...

Bild: pixabay
Bild: pixabay

der Osterhase! Zwar muss er bei seiner Liefer-Tour für Ostereier aktuell einen Mundschutz tragen – doch er lässt sich durch das Corona-Virus nicht aus seinem Job drängen!

Und wenn Sie ihn eventuell bei Ihrem ganz persönlichen Osterspanziergang – natürlich unter Beachtung aller Corona-Regeln – sehen sollten, winken Sie ihm ganz einfach freundlich zu. Denn auch für ihn ist es wohl das ungewöhnlichste Ostern seinen Lebens …

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Mi

08

Apr

2020

Bereitschaft auf Dauer nötig

Wie schnell sich doch die Zeiten ändern. Es ist noch nicht allzu lange her, da bangte man in Ingelheim um den Fortbestand des örtlichen Krankenhauses. Jetzt wurde ihm eine unvermutete neue Rolle als „Corona-Krankenhaus“ zuteil. Und dann löste der Beschluss der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), die benachbarte Ärztliche Bereitschaftspraxis (ÄBP) wegen angeblich mangelnder Auslastung zu schließen, einen Sturm der Entrüstung aus. Ebenso unvermutet, wie die Nachricht von der Schließung zum 1. Juli wie eine Bombe einschlug, nahm die KV nun ihre Entscheidung wieder zurück – wegen Corona.

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