Bild: unsplash
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In meinem Alltag als Landtagsabgeordnete freue ich mich auch immer abseits meiner Tätigkeiten in den Ausschüssen vieles Andere und Neue zu erleben. Durch die folgenden Einträge auf dieser Seite möchte ich Sie an meinen Erlebnissen teilhaben lassen.

Sonstiges aus dem Landtag

Sa

03

Aug

2019

Adios Ávila

Was für ein Anblick! Meine Gastgeber meinten, dieses Bild ihrer nächtlichen Stadt müsse ich unbedingt noch gesehen haben.

Recht haben sie!

Morgen geht es wieder zurück – voll beladen mit jeder Menge unvergesslicher Eindrücke. Aber die verursachen ja kein Übergepäck.

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Mi

31

Jul

2019

Gefräßige Post

Ich gehöre noch zu denen, die gerne Ansichtskarten schreiben – auch wenn das eine Angewohnheit ist, die „aus der Zeit gefallen“ wirken mag. So wollte ich heute die Daheimgebliebenen mit Karten aus Ávila beglücken. Die Karten waren schnell gefunden – die Suche nach Briefmarken gestaltete sich da schon etwas schwieriger (entsprechende Verkaufsstellen halten sich an die Zeiten der Siesta!).

Aber nach erfolgreichem Erwerb der Briefmarken suchte ich erst einmal einen Briefkasten. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass diese beiden gefräßigen Löwenmäuler nur auf meinen Einwurf warteten.

Hoffentlich kommen die schönen Karten wohlbehalten an.

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Di

30

Jul

2019

Allgegenwärtige Kirche?

In Spanien stößt der Liebhaber von Süßigkeiten („dulces“) schon einmal auf eine seltsame Symbiose von Feinbäckerei und Glauben. Das Städtchen Ávila macht da keine Ausnahme. Bei meiner Suche nach einem passenden Mitbringsel stieß ich in einem Laden auf diese „glutenfreien“ Nonnen.

 

Aber auch bei uns zuhause gibt es ähnliche „Symbiosen“ – wie die Vermarktung von Hildegard von Bingen am Beispiel der „Hildegard-Torte“ belegt. Allerdings hat in diesem Fall der Konditor auf eine figürliche Darstellung der Heiligen verzichtet.

Die „Hildegard-Torte“ schmeckt übrigens ganz ausgezeichnet.

 

 

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Mo

29

Jul

2019

Ambivalenz der Kirche

Für die Zeit meines Aufenthalts in Ávila hatte ich eine Bleibe im mittelalterlichen Stadtkern gefunden. Das ermöglichte mir genau das „Eintauchen“, das ich mir gewünscht hatte. Dass Spanien ein vom Katholizismus bestimmtes Land ist, wusste ich schon von früheren Aufenthalten. Hier ist die Mystikerin Teresa von Ávila (1515 – 1582) die „prominenteste“ Exponentin des Glaubens. Bereits auf meinem ersten Stadtrundgang stieß ich auf ihre Skulptur.

Die Lebensgeschichte ihrer Familie ist ein Spiegel der Ambivalenz des Zeitgeistes der „Reconquista“. Ihr Großvater, ein jüdischer Kaufmann, war damals (freiwillig?) zum christlichen Glauben konvertiert. Aber auch der Umgang mit ihr nach ihrem Tod zeigt die Ambivalenz des christlichen Glaubens jener Zeit. So enthält ihr Grab in der Nähe von Salamanca beileibe nicht ihre kompletten sterblichen Überreste. Nein - ihre Gliedmaßen finden sich quasi zerstückelt als Reliquien in halb Europa. Und als sie 1617 vom Papst zur Schutzpatronin Spaniens erklärt wurde, entbrannte sofort ein heftiger Streit.

Immerhin vermerken heute sowohl die katholische, evangelische und sogar die anglikanische Kirche den 15. Oktober als Gedenktag für die heilige Teresa. Und für diesen Tag gilt die Bauernregel „Zu Teres´beginnt die Weinles´“ – wenn da der Klimawandel diese Regel nicht mal hinfällig macht.

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Mo

29

Jul

2019

Lebendiges Geschichtsbuch

Eigentlich hätte es bei meiner Reise vom Madrider Flughafen mit dem Bus nach Ávila weitergehen sollen. Doch der Bus kam nicht (falsche Information über Abfahrtsort). Also wieder Taxi! Entschädigt für den Ärger wurde ich durch den einmaligen Anblick der auf ca. 1100 m Höhe gelegenen Stadt mit ihrer 2,5 km langen vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer.

Erbaut wurde diese im 11. Bis 14. Jahrhundert als Bollwerk gegen die Mauren. Denn die rund 300 Jahre friedlicher Koexistenz zwischen Christen, Muslimen und Juden auf der iberischen Halbinsel waren zunehmend abgelöst worden durch die „Reconquista“, die zunehmende – gewaltsame – Ausdehnung des christlichen Machtbereichs. 1492 fand diese mit der kampflosen Übergabe Granadas ihren Abschluss.

 

Angesichts der heutigen Diskussionen in unserer Gesellschaft um den respektvollen Umgang mit den vermeintlichen „Anderen“ kann ich jedem Urlauber nur ans Herz legen, maurische Architektur und jüdische Viertel in spanischen Städten nicht nur als interessante Foto-Motive zu sehen. Mit ihrer Geschichte und den Geschichten um die Menschen in ihnen können sie sowohl Integration wie Ausgrenzung lehrstückhaft anschaulich machen.   

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So

28

Jul

2019

Ávila vengo...

...heißt auf Deutsch „Ávila – ich komme“ und war für mich das Motto des heutigen Tages. Denn in der Kleinstadt nordwestlich von Madrid wollte ich im Rahmen meines Aufenthalts nicht nur meine Sprachpraxis des Spanischen verbessern – sondern auch in den Alltag der Menschen eintauchen. Und meine Gastgeber hatten auf meinen Wunsch extra ein Treffen mit dortigen Kommunalpolitikern ins Programm aufgenommen.

Die erste Etappe meiner Reise begann gleich mit einer Panne. Der Zug von Mainz zum Frankfurter Flughafen sollte 80 (!) Minuten Verspätung haben. Soviel zum Thema ÖPNV! Also blieb mir nur das weniger umweltfreundliche Taxi als Alternative, um meinen Flug nach Madrid nicht zu verpassen.

 

Mit dem Flieger klappte alles – und ich war einigermaßen erleichtert.

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Do

16

Mai

2019

„Transatlantisches“ Essen

Ein Landtagsmandat bringt eine Vielzahl von Einladungen mit sich. Wenn sich darunter eine aus festem Karton mit eingeprägtem Landeswappen und schwarz-rot-goldener Kordel befindet, dann muss es sich wohl um einen besonderen Anlass handeln. So auch heute. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte aus Anlass des Besuchs der Honorarkonsuln aus USA und Kanada zu einem Abendessen in den Festsaal der Staatskanzlei eingeladen.

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Sa

04

Mai

2019

KulturSommer Rheinland-Pfalz

Meine Heimatstadt Ingelheim war heute Gastgeber für die Eröffnung des diesjährigen KulturSommers Rheinland-Pfalz, der unter dem Motto Heimat(en) steht.

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So

14

Apr

2019

Wahlkampf-Auftakt

Wenn Sie in den nächsten Tagen im Landkreis Mainz-Bingen unterwegs sind, werden Ihnen von den am Straßenrand aufgestellten Plakaten die Kandidatinnen und Kandidaten freundlich zulächeln, die um Ihre Stimmen bei den Kommunalwahlen am 26. Mai werben. Ab heute dürfen die Parteien nämlich plakatieren – und wer zuerst kommt, der bekommt die besten Plätze für seine Plakate.

 

In Ingelheim habe ich heute die ersten meiner Plakate selbst aufgestellt:

 

Und getreu dem Motto „Selbst ist die Frau“ habe ich diese Plakate auch aus eigener Tasche bezahlt.

 

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Di

09

Apr

2019

Brexit

Bild: pixabay
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Wo wird die Reise Großbritanniens hingehen? Täglich hören wir dazu in den Nachrichten neue „Wasserstandsmeldungen“.

 

Und so hätte die Friedrich-Naumann-Stiftung hinter den Titel „Bye-Bye Britannia“ ihrer Veranstaltung durchaus auch ein Fragezeichen setzen können. Ins Mainzer „Café Sieben Grad“ waren zahlreiche Interessenten gekommen, um mehr über das für viele Kontinentaleuropäer nur schwer nachvollziehbare „Geeiere“ um den Brexit zu erfahren. In seinem Impulsvortrag beleuchtete Prof. Dr. Benedikt Stuchtey aus der Sicht des Historikers die lange Tradition und die Motive solchen Denkens auf der Insel. In der anschließenden Diskussionsrunde mit ihm, Marcus Scheuren (FDP-Kandidat zur Europawahl) und mir wurden zahlreiche – über den eigentlichen Brexit hinaus reichende – Aspekte zur Sprache gebracht.

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