Aktuelles zum Thema Wissenschaft, Weiterbildung & Kultur

Sa

27

Jun

2020

Besuch beim "Königsmacher"

Wenn es stimmt, dass die Orgel die „Königin der Instrumente“ ist, dann kann man ihn mit Fug und Recht als „Königsmacher“ bezeichnen – Wolfgang Oberlinger, seines Zeichens Orgelbauer. Er baut aber nicht nur diese Instrumente – er will die Vielfalt dieser Kunstwerke einem breiten Publikum näher bringen, ohne dass dazu gleich ein Besuch in einer Kirche notwendig ist. Ein Besuch im orgel ART museum rhein-nahe – seinem Lebenswerk – genügt, um anhand der dort gezeigten Exponate, die alle bespielbar sind, einen Überblick über mehr als fünf Jahrhunderte Orgelbau zu gewinnen.

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Mo

22

Jun

2020

Abenteuer beginnen im Kopf …

...lautet das Motto des Lesesommers Rheinland-Pfalz 2020, der u.a. vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur gefördert wird. Heute war der Auftakt in der Bibliothek Sprendlingen-Gensingen. Dort hätten aber die geladenen Gäste wohl kaum die in Zeiten von Corona geltenden Abstandsregeln einhalten können. So wich man in die Wißberghalle aus, was der Veranstaltung aber einen zusätzlichen „Reiz“ verlieh. Auch Minister Prof. Dr. Konrad Wolf (im Bild neben mir) konnte sich eine launische Anspielung auf die Fantasie, die gerade jetzt gefordert sei, nicht verkneifen. So sei das Leseabenteuer eine schöne Alternative zu realen Reisen, die ja momentan vielfach nicht wie geplant stattfinden könnten.

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Mi

17

Jun

2020

Landarzt - nur im TV?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

„Der Landarzt“ – fast 30 Jahre lang schilderte das ZDF in knapp 300 Episoden dieser Serie die kleinen und großen Probleme in einer fiktiven Landarztpraxis. Doch gibt es ihn überhaupt noch – den Landarzt? Oder werden wir bald nur noch in den Wartezimmern von Facharztpraxen sitzen?

Gebraucht wird er nach wie vor – der Allgemeinmediziner, der vor Ort erreichbar ist und erster Ansprechpartner ist, wenn wir ein gesundheitliches Problem haben. Doch sehen Medizinstudent*innen in einer Landarztpraxis überhaupt ein erstrebenswertes Ziel?

In Rheinland-Pfalz startet mit dem Wintersemester 2020/21 ein interessantes Experiment, das unter dem Schlagwort „Landarztquote“ Schlagzeilen macht. Ein bestimmtes Kontingent der heiß begehrten Medizin-Studienplätze wird für Studien-willige reserviert, die zum Beispiel durch ihre bisherige berufliche Tätigkeit ihre besondere Eignung für den Studiengang Medizin nachweisen können und einen fachspezifischen Studierfähigkeitstest erfolgreich bestanden haben.

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Do

28

Mai

2020

Ende gut - alles gut?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Heute stand im Landtag die Neustrukturierung der Hochschullandschaft auf der Tagesordnung. Die Doppel-Universität Koblenz-Landau soll bald der Vergangenheit angehören. Der Campus in Koblenz soll zur eigenständigen Universität Koblenz werden. Und der Campus in Landau soll mit der Universität Kaiserslautern fusionieren. Damit wird ein Vorhaben, das im Koalitionsvertrag der Ampel-Koalition fixiert ist, in die Praxis umgesetzt. Doch was sich so unspektakulär anhört, war ein Prozess, bei dem es bei den betroffenen Standorten jede Menge Bedenkenträger gab. Mit ihnen führte ich im Laufe des parlamentarischen Prozesses zahlreiche Gespräche – zuletzt wegen der Einschränkungen durch Corona nur noch per Telefon.

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Mi

27

Mai

2020

Plenarrede zum Landesgesetz zur Neustrukturierung von Universitätsstandorten

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Di

19

Mai

2020

(Überlebens)künstler?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Viele Eltern freuen sich, wenn ihre Kinder künstlerisches Talent zeigen – und sind bereit, dieses auch zu fördern. Wenn die so Geförderten dann ihr Hobby zum Beruf machen wollen, äußern viele Eltern Bedenken und nehmen schon mal das Wort von der „brotlosen Kunst“ in den Mund.

Der durch die Corona-Krise ausgelöste „Lockdown“ scheint diese Mahnung nun zu bestätigen. Speziell im Musikbereich sind Chorleitern, Dirigenten, Musikpädagogen und freien Musiker*innen von einem Tag auf den andern die Einnahmen weggebrochen. Heute machte Peter Stieber, Präsident des Landesmusikrats, in einem Zeitungs-Interview auf die prekäre Situation aller in der Kulturszene tätigen Freiberufler aufmerksam.

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Mi

29

Apr

2020

Kehrseite der Medaille

Bild: pixabay
Bild: pixabay

„Abstand halten“ gilt als das wichtigste Gebot im Maßnahmenbündel zur Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus. Die täglichen Meldungen über die Opferzahlen scheinen die Richtigkeit dieses Gebots auch zu bestätigen.

Doch wie sieht es mit den Menschen aus, deren berufliche Existenz durch diese Abstandsregelung – egal ob 1,5 oder 2 m – auf dem Spiel steht? Allen soll geholfen werden – das verkünden Politiker*innen täglich. Klingt erst einmal beruhigend. Aber bei näherer Betrachtung kommen nicht nur mir erhebliche Zweifel, ob die in Aussicht gestellten Maßnahmen wirklich greifen.

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Fr

17

Apr

2020

Jüdisches Leben

Bereits am ersten Tag meines Aufenthalts in Bad Buchau waren mir Straßenschilder wie „Synagogenplatz“ und „Judengasse“ aufgefallen. Das Städtchen pflegt die Erinnerung an sein reiches jüdisches Erbe. Im Mittelalter war die Buchauer jüdische Gemeinde die zweitgrößte im Königreich Württemberg.

Die Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof legen Zeugnis ab von bewegten und bewegenden Schicksalen der Gemeindemitglieder. Da ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Gästeführerin in Ingelheim auch Führungen zur Bestattungskultur im Wandel der Zeiten anbiete, war meine Neugier sofort geweckt. Und da der Jüdische Friedhof in Bad Buchau für jedermann zugänglich ist, nahm ich heute die wohltuende Stille dieses Ortes gerne in mich auf.

 

Welcher Kontrast zu den Bildern von der Befreiung von Konzentrationslagern vor 75 Jahren oder von den Anfeindungen Kippa tragender Mitbürger in deutschen Städten dieser Tage … 

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Fr

17

Apr

2020

Auf Einsteins Spuren

Sein Name sagt wohl nicht nur den Verfechtern einer Ausbildung in den MINT-Fächern etwas: Albert Einstein, der Begründer der Relativitätstheorie. Dass seine Wurzeln in Oberschwaben liegen, wurde mir heute beim Gang über den Jüdischen Friedhof in Bad Buchau bewusst, wo etliche Grabsteine auf Familienmitglieder hinweisen. Die Eltern des berühmten Jahrhundert-Genies lebten vor dem Umzug nach Ulm in Buchau (damals noch nicht Bad!).

Seinen schwäbischen Dialekt legte der spätere Nobelpreisträger nie ab. Auch für ihn galt der Spruch aus der Werbekampagne des Landes Baden-Württemberg: „Wir können alles – außer Hochdeutsch!“.

Als Bildungspolitikerin und Ex-Lehrerin verkneife ich mir an dieser Stelle lieber jeden Kommentar …

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Di

17

Mär

2020

Corona-Opfer Kultur

Sie erfreuen uns immer wieder mit ihren Darbietungen und Werken aufs Neue – die Kulturschaffenden im Land. Die weitaus meisten von ihnen können mit ihrem Schaffen keine Reichtümer ernten. Fast schon sprichwörtlich ist der Applaus des Publikums ihr Lohn. Doch von Beifall allein können sie und ihre Familien nicht leben. Und wenn jetzt in Zeiten der „Corona-Krise“ Auftritte und Engagements bis auf Weiteres abgesagt werden, dann zieht ihnen das den Boden unter den Füßen weg.

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