Aktuelles zum Thema Wissenschaft, Weiterbildung & Kultur

Di

17

Mär

2020

Corona-Opfer Kultur

Sie erfreuen uns immer wieder mit ihren Darbietungen und Werken aufs Neue – die Kulturschaffenden im Land. Die weitaus meisten von ihnen können mit ihrem Schaffen keine Reichtümer ernten. Fast schon sprichwörtlich ist der Applaus des Publikums ihr Lohn. Doch von Beifall allein können sie und ihre Familien nicht leben. Und wenn jetzt in Zeiten der „Corona-Krise“ Auftritte und Engagements bis auf Weiteres abgesagt werden, dann zieht ihnen das den Boden unter den Füßen weg.

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Mo

16

Mär

2020

Besuch trotz Corona

Bild: MdL Helga Lerch, Dr. Sören Fischer u. Jacqueline Michelle Rhein
Bild: MdL Helga Lerch, Dr. Sören Fischer u. Jacqueline Michelle Rhein

Als ich im letzten Jahr meine „KulturWinterReise“ begann, herrschte – zumindest kalendarisch – tatsächlich noch Winter. Heute kam ich auf der letzten Station dieser Reise in der Pfalzgalerie Kaiserslautern an. Kalendarisch und auch meteorologisch nähern wir uns unaufhaltsam dem Frühling. Doch die Gedanken scheinen nur noch um die Corona-Pandemie zu kreisen. Die Chefin der Pfalzgalerie praktizierte notgedrungen „home office“ – und mit meiner Ankunft heute hatte man wohl nicht mehr gerechnet.

Umso erfreulicher war es für meine Mitarbeiterin und mich, dass sich Jacqueline Michelle Rhein und Dr. Sören Fischer die Zeit nahmen, uns durch die derzeitige Sonderausstellung des Museums zu führen. Sie zeigt Druckgrafiken aus der umfangreichen Sammlung des Hauses. Diese wurden von Marianne und Heinrich Lenhardt über Jahrzehnte zusammengetragen und befinden sich im Besitz des Museums. Dieser reiche Fundus erlaubt immer wieder die Gestaltung von Ausstellungen unter neuen Aspekten – seien es nun Drucktechnik, Sujet oder auch die Wirkung im Kopf des Betrachters.

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Do

27

Feb

2020

Green Office

Während meines Studiums an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz war dieser Torbogen für mich quasi der Haupteingang zum Campus. Allerdings hing damals dort kein Willkommens-Banner. Und das Logo der Uni sah auch anders aus. Und der AStA hatte damals den Ruf einer Spielwiese für – mehrheitlich linksorientierte – angehende Berufspolitiker*innen.

Heute durfte ich bei meinem Gespräch im Abgeordnetenhaus einen gänzlich anderen Typus von Vertreter*innen studentischer Interessen kennenlernen – nämlich junge Menschen, die sich ernsthaft bemühen, Nachhaltigkeit auf dem Campus zu etablieren. Und damit ist nicht die Nachhaltigkeit in der Vermittlung von Wissen gemeint – sondern Nachhaltigkeit beim Umgang mit Ressourcen und der Umwelt. Ein Nachhaltigkeitsbüro soll dazu in der Uni-Verwaltung eingerichtet werden – angesiedelt beim AStA. Die im vorigen Jahr angestoßene Initiative hat auch gleich einen passenden Namen gefunden: „Green Office“!

Da derzeit das rheinland-pfälzische Hochschulgesetz überarbeitet wird, wünschen sich die jungen „Eltern“ der Nachhaltigkeits-Kampagne eine Verankerung von „Green Offices“ in dieser Neufassung des Gesetzes.

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Fr

21

Feb

2020

Mehr als Nostalgie

MdL Helga Lerch mit Dieter Ebel
MdL Helga Lerch mit Dieter Ebel

Wenn ich wie heute im Heimatmuseum Sprendlingen einen liebevoll hergerichteten „alten“ Schulsaal sehe, wandern meine Gedanken natürlich zurück in die eigene Schulzeit. Ja ich habe sie noch persönlich erlebt – die Zeit, die in der modernen Bildungspolitik von „Digitalos“ manchmal etwas geringschätzig den Stempel der „Kreidezeit“ aufgedrückt bekommt.

Und doch liegt diese Zeit gar nicht so weit zurück – wie einem bei einem Rundgang durch die Räume des Museums immer wieder bewusst wird. Gerade diese Erfahrung macht den besonderen Reiz eines solchen Heimatmuseums aus. Hier werden den Besuchergruppen nicht „kostbare“ Exponate präsentiert, bei denen schon die Versicherungsprämie das Budget der Museumsbetreiber sprengen würde.

Nein – hier sind die Exponate Gegenstände, die den Alltag der Menschen der Region bestimmt haben. Und genau das macht sie auf ihre ganz besondere Art so wertvoll. Im Fall des Sprendlinger Heimatmuseums begann alles mit der Sammelleidenschaft eines Zehnjährigen, dem viele alte Gegenstände einfach zu schade waren, um sie einfach wegzuwerfen. Mit den Jahren nahm seine Sammlung – nicht zuletzt dank zahlreicher Objekte aus dem Besitz anderer Ortsbewohner – an Umfang erheblich zu.

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Di

18

Feb

2020

Mein Weg zu Dali

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Im übertragenen Sinne kreuzen sich meine Wege und die des exzentrischen Surrealisten Salvador Dali immer wieder. Alles begann mit einem Fotoladen im oberbayrischen Murnau. Während eines Urlaubs stießen mein Mann und ich dort auf ein Angebot von Reproduktionen von Gemälden. Mein Mann – schon seit dem Kunstunterricht in seiner Schulzeit ein Dali-Fan – konnte nicht widerstehen. Er kaufte eine Dali-Reproduktion und ließ sie auch gleich vor Ort rahmen. Seit der Zeit hat er nun „seinen Dali“ in seinem Arbeitszimmer.

Auf den Künstler mit dem markanten Schnauzbart neugierig geworden, nutzte ich meine Sprachreisen nach Andalusien, um mich auf mehreren Exkursionen näher mit ihm zu beschäftigen.

Als ich heute endlich meinen schon länger geplanten Besuch im Arp-Museum in Rolandseck wahrmachen konnte, begegnete ich einem Museumsleiter, der meine Begleiter und mich voller Stolz durch die Ausstellung führte, die Werke von Arp und Dali präsentiert. Dr. Oliver Kornhoff wäre ein schlechter Museumsleiter, hätte er nicht die Gelegenheit genutzt, um für eine stärkere finanzielle Unterstützung seines Hauses zu werben. Mit diesen Mitteln könnte er dann Bilder nicht nur ausleihen – sondern für eine dauerhafte Präsentation ankaufen.

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Sa

15

Feb

2020

Erinnerungen

Vor genau 100 Jahren – am 15. Februar 1920 – fand das erste Konzert des „Landes-Sinfonie-Orchesters für Pfalz und Saarland“ statt. Und zwar genau an gleicher Stelle – der Jugendstil-Festhalle Landau. was lag näher als das Festkonzert mit genau dem Stück zu eröffnen, das auch damals erklang – „Tod und Verklärung“ von Richard Straus.

Und wie das bei einem Geburtstag nun mal so ist – man trifft Leute, die zu dem Geburtstagskind eine ganz besondere Beziehung haben. Für Prof. Dr. Bernhard Vogel gilt das auf jeden Fall. Immerhin war er rheinland-pfälzischer Minister-präsident, als 1979 das „Pfälzische Sinfonie-Orchester“ zur „Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz“ wurde.

Bevor er dieses Amt übernommen hatte, war er lange Zeit Kultusminister in der Mainzer Landesregierung gewesen – und hatte maßgeblich die Schullandschaft geprägt, in der mein Mann und ich zum Abitur geführt wurden.

Genug Gesprächsstoff also für das Auffrischen von Erinnerungen an eine Zeit, die wir aus unterschiedlichem Blickwinkel betrachten konnten. Und zum Abschluss des Festkonzerts – nach den letzten Takten von Beethovens „Fünfter“ erhoben wir uns gemeinsam von unseren Ehrenplätzen, um das Geburtstagskind mit stehenden Ovationen zu feiern.

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Sa

15

Feb

2020

Ein Mann für alle Töne

Heute begrüßte er mich in edlem Zwirn. Schließlich gab es was zu feiern – die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz hatte zu ihrem „Hundertsten“ in die Jugendstil-Festhalle nach Landau geladen. „Musik zu den Menschen bringen“ – das ist das Motto des Intendanten Beat Fehlmann. Dabei geht der gebürtige Schweizer schon mal ungewohnte Wege.

Bereits seiner Einladung lag ein Kochbuch bei, in dem Ensemblemitglieder ihre Lieblingsrezepte vorstellen. Sein Beitrag: „Kohlrabi tonnato“ – für alle, die kein Fleisch mögen und daher um das klassische „Vitello tonnato“ lieber einen Bogen machen. Und am heutigen Abend wunderte sich der eine oder andere Gast vielleicht über die Bierdeckel auf den Bistrotischen. Beim Umdrehen des vermeintlich unangemessenen Untersetzers fürs Sekt- oder Weinglas dann des Rätsels Lösung: man konnte auf der Rückseite seine Wünsche für das Geburtstagskind notieren. Ein Gästebuch lag allerdings auch aus – für alle, die es lieber klassisch mögen.

Auf seine leise Art verkörpert er einen ganz besonderen Typ eines „Menschenfängers“, der die Menschen, denen er begegnet, für sein Projekt begeistern kann. Beim Umgang mit „der Politik“ kann dies nur von Vorteil sein.

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So

09

Feb

2020

Engagement für die Heimat

Foto: Rainer Claaßen
Foto: Rainer Claaßen

Als mich mein umtriebiger Parteifreund Dr. Paul Peter Baum (links im Bild) im letzten Jahr fragte, ob ich bereit wäre, auf der Jubiläumsfeier des „Heimat- und Verschönerungsvereins Neuwied-Feldkirchen“ den Festvortrag zu halten, zögerte ich mit meiner Zusage nicht lange. Immerhin kann der Verein auf eine lange Geschichte zurückblicken – er wurde am 10. Februar 1895 gegründet! Und da Geschichte schon als Schülerin mein Lieblingsfach gewesen war und ich als Gästeführerin in Ingelheim Interessierte gerne mit auf eine historische Exkursion durch die Rotweinstadt nehme, musste ich mich bei meinen Zuhörer*innen im „Alt Wollendorf“ heute nicht als Fachfremde fühlen.

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Sa

01

Feb

2020

Goodbye Britannia?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Als das Collegium musicum Mainz das Programm für sein heutiges Semesterabschlusskonzert festgelegt hatte, konnte niemand ahnen, dass dieser Abend ausge-rechnet der Abend von Tag 1 des von den Briten vollzogenen Brexit sein würde. Und so entbehrte das musikalische Motto des Abends – nämlich „Rule Britannia“ – nicht einer gewissen Pikanterie; worauf auch Universitätspräsident Prof. Dr. Georg Krausch in seiner Begrüßung der Ingelheimer kING hinwies. Und bei dieser Gelegenheit rief er auf die besonderen „Beziehungen“ der Mainzer Universität zur europäischen Idee hin. Am 13. Januar 1950 hatte nämlich Robert Schumann, der Vater der europäischen Einigung“ vor Studenten der Mainzer Universität seine Gedanken formuliert, die später zur Gründung der Montanunion als Vorläufer der Europäischen Union führten.

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Di

28

Jan

2020

Museum mit Ideen

v.l.n.r.:  MdL Helga Lerch, Dr. Alexander Schubert,  Staatssekretär a.D. Günter Eymael u. Susanne Schilz
v.l.n.r.: MdL Helga Lerch, Dr. Alexander Schubert, Staatssekretär a.D. Günter Eymael u. Susanne Schilz

Wer unter dem Namen „Historisches Museum der Pfalz“ langweilige und verstaubte museale Atmosphäre erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt. Oder hätten Sie an diesem Ort eine Sonderschau zu Marilyn Monroe vermutet? Gerade mit seinen Sonderausstellungen geht das Haus von Museumsdirektor Dr. Alexander Schubert und seiner Referentin Susanne Schilz konsequent einen Weg, der gerade für Familien den Museumsbesuch zu einem Erlebnis macht. Das konnte auch das regionale FDP-„Urgestein“ Ex-Staatssekretär Günter Eymael bestätigen.

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