Medizin-Studium ohne Abi?

Bild: pixabay
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Geht doch nicht – so zumindest die landläufige Meinung. Um Medizin studieren zu können, braucht man schon eine tolle Abi-Note – auch das die landläufige Meinung. 

 

Doch in Rheinland-Pfalz gibt es noch einen anderen Weg – das Studium als „beruflich qualifizierte Person ohne Abitur“. Wer ...

a) eine Ausbildung in einem dem medizinischen Bereich zuzuordnenden Beruf absolviert,

b) diese Ausbildung mit einer Note von mindestens 2,5 abgeschlossen und

c) diesen Beruf mindestens zwei Jahre lang ausgeübt hat,

kann eine „fachgebundene Zulassung“ zum Studium der Humanmedizin beantragen. Im Ressort Forschung und Lehre der Universitätsmedizin Mainz ist eine spezielle Beratungsstelle für diese „beruflich qualifizierten Studierenden“ eingerichtet.

Die Mainzer Universitätsmedizin hat mit dieser Öffnung des Studiums für Berufstätige gute Erfahrungen gemacht. Sie bringen vor allem eine hohe Motivation mit. Möglichen Problemen in den theoretischen Fächern der vorklinischen Phase des Studiums begegnet man mit einem speziellen Förderprogramm „Step by step“. In der späteren klinischen Phase des Studiums profitierten diese Studierenden dann enorm von ihrer praktischen Berufserfahrung.

An der Uni Mainz sind mittlerweile rund 15 % der Studierenden im Fach Humanmedizin solche „beruflich Qualifizierte“ (Krankenpfleger, Rettungsassistenten, medizinische Fachangestellte, Physiotherapeuten).   

Und wo steht eigentlich geschrieben, dass nur aus 1er-Abiturienten später einmal gute Ärzte werden?