Herzlich willkommen

Mein Name ist Helga Lerch. Ich bin Mitglied des Kreistags Mainz-Bingen und war in der 17. Wahlperiode (2016-2021) Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags und möchte Ihnen hier Einblicke in meine Arbeit geben.

Mo

31

Mai

2021

Stete Mahnung

Das Scheitern der Weimarer Republik mündete in das wohl dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. Dies wird den Besuchern und Besucherinnen Weimars beim Gang durch die Stadt eindrücklich vor Augen geführt. Die Plakate mit den Gesichtern der Menschen, die unmittelbar vor den Toren der Stadt im KZ Buchenwald ermordet wurden, sind eine Mahnung: Nie wieder!

 

In einer Zeit, in der Menschen offen oder im Schutz der Anonymität der so genannten „sozialen“ Medien ausgegrenzt oder gar bedroht werden, ist diese Mahnung bitter notwendig. Der Blick in die Gesichter auf den Plakaten regt vielleicht noch mehr zum Nachdenken an als „Stolpersteine“, an denen man achtlos vorübergeht. Zum Nachdenken darüber, was „Mensch sein“ eigentlich bedeutet... 

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Mo

31

Mai

2021

Weimar – Stadt der Verfassung

Als nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem damit verbundenen Ende des alten Regierungssystems 1919 eine verfassunggebende Nationalversammlung zusammentreten sollte, wäre eigentlich die Reichshauptstadt Berlin der logische Ort gewesen. Wegen der dort noch immer herrschenden Unruhen wich man in das beschauliche Weimar aus.

 

Die eher schmucklose Gedenktafel am Versammlungsort – dem Nationaltheater – weist darauf hin, dass hier die erste für ganz Deutschland geltende demokratische Verfassung entstand. Die Republik, die auf dieser Verfassung fußte und nach dieser Stadt benannt wurde, hatte allerdings einen „Webfehler“ – es fehlte ihr an echten Demokraten.

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Mo

31

Mai

2021

Weimar – Stadt der Dichterfürsten

Kulturbeflissene verbinden Weimar natürlich mit Goethe und Schiller. Das gilt natürlich auch für eine Politikerin, die Bildung und Kultur seit jeher zu ihren Kernkompetenzen zählt. Und als Liberale erscheint ihr so manches Zitat aus dem „Faust“ oder den „Räubern“ aus dem Munde von Gleichgesinnten zu stammen. Gründe genug für einen Besuch in Weimar, der mich unweigerlich zu dem Platz schlechthin führte.

 

Ob die beiden „Dichterfürsten“ auf dem Sockel vor dem Nationaltheater mit dieser Apostrophierung einverstanden wären, wage ich zu bezweifeln. Aber auch Liberale der Jetzt-Zeit verfallen ja noch in Begrifflichkeiten, die so gar nicht in die Gedankenwelt eines aufgeklärten Bürgertums passen.

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Mo

31

Mai

2021

Letzte Fahrt

In meiner Tätigkeit als Landtagsabgeordnete war ich oft „auf Achse“. Dabei nutzte ich gerne die „NetzCard“, die mir das Reisen mit der Bahn ermöglichte. So konnte ich entspannt den Ausblick auf die reizvollen Landschaften genießen – oder mich in Ruhe auf die anstehenden Gesprächstermine vorbereiten.

 

Mit dem heutigen Tag endete die Gültigkeit dieser ganz speziellen „BahnCard“. Spontan nutzte ich sie noch einmal für einen Kurztrip nach Weimar. In den beiden folgenden Beiträgen möchte ich Ihnen vermitteln, warum ich gerade diese Stadt als Reiseziel auswählte.

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Sa

29

Mai

2021

Ich mach mal rüber…

Wie angenehm das gehen kann, wurde mir bewusst, als ich heute bei schönstem Wetter mit der Seilbahn-Gondel über den Rhein hoch zur Festung Ehrenbreitstein schwebte.

 

Wie schön wäre es doch, wenn ich vom heimischen Ingelheim aus – unabhängig vom wasserstandsabhängigen Fährbetrieb – auf die andere Rheinseite gelangen könnte...

 

Eine Brücke für Radfahrer und Fußgänger könnte dies ermöglichen. Meine Unterstützung hat ein solches Projekt jedenfalls.

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Do

27

Mai

2021

Erschütternde Zahlen

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Es sind erschütternde Zahlen, die Johannes-Wilhelm Rörig, der Missbrauchs-beauftragte der Bundesregierung, in seinem jüngsten Bericht nannte. Erneut stieg die Zahl der Fälle von Kindesmissbrauch und von Misshandlungen Schutzbefohlener auf ein Maß, das so gar nicht ins Bild einer an ethischen Werten orientierten Gesellschaft passen will.

 

Bei der Vorstellung seines Berichts nahm Rörig auch die politischen Parteien in die Pflicht. Sie müssten den Kampf gegen Kindesmissbrauch auch ganz konkret in ihren Wahlprogrammen verankern.

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Di

18

Mai

2021

Das war's! War's das?

Mit dem heutigen Tag endet meine Zugehörigkeit zum rheinland-pfälzischen Landtag. Für die Landtagswahl 2016 war ich damals auf Platz 2 der Landesliste der FDP nominiert worden. Unter dem Motto „Schauen wir nach vorn“ waren die Liberalen angetreten. Am Rande eines Parteitags waren die Kandidatinnen und Kandidaten gebeten worden, dieses Motto spontan mit ihren persönlichen Vorstellungen von der bevorstehenden politischen Arbeit zu ergänzen.

 

Ich tat dies mit den Worten „Den Weg planen! Und auch gehen!“.

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Mo

17

Mai

2021

Geteiltes Kulturland Rheinland-Pfalz

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Nun ist es also amtlich. Die Kulturschaffenden im Land Rheinland-Pfalz haben in den nächsten Jahren gleich zwei ministerielle Ansprechpartner. Sieht so der „Aufbruch“ (Begriff aus dem Titel des Koalitionsvertrags der „Ampelkoalition“) in eine rosige Zukunft des Kulturbetriebs im Lande aus?

 

Schon in der letzten Legislaturperiode mussten sich die Kulturschaffenden wie Bittsteller vorkommen. Die zögerliche und unzureichende Unterstützung in den Zeiten des Lockdowns war da nur der vorläufige Endpunkt einer Entwicklung, die eines Kulturlandes in höchstem Maße unwürdig ist.

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Mo

17

Mai

2021

Keine Brücke?

Da hatten wir uns damals mächtig ins Zeug gelegt und Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt. Unser Ziel war die Schaffung einer permanenten Rheinquerung zwischen Mainz und Koblenz. Denn Fähren können nicht das leisten, was eine Brücke oder ein Tunnel kann: eine Verbindung auf die andere Rheinseite – unabhängig von Tageszeit oder Wasserstand. Und der Individualverkehr wird auf lange Zeit nicht ohne PKWs bewerkstelligt werden – egal ob Verbrenner oder E-Auto!

 

Jetzt wurde uns im Kreisausschuss des Landkreises Mainz-Bingen das Ergebnis der Machbarkeitsstudie für eine Rheinquerung in unserem Raum vorgestellt. Und die Gutachter scheinen es sich recht einfach gemacht zu haben. Dass mit einer Rheinquerung Belange von Flora und Fauna tangiert werden und ein solches Projekt daher „hochwahrscheinlich“ vor Gericht scheitern werde, ist ihr Fazit.

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Di

11

Mai

2021

Mädchenförderung in der Schule

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Mädchen haben bei vielen Dingen eine andere Herangehensweise als Jungs. Das muss eine Lehrkraft im Schulunterricht berücksichtigen – nicht nur in den naturwissenschaftlichen Fächern. Eine reine Mädchenschule (neuhochdeutsch: monoedukative Schule) wie die Binger Hildegardisschule („Higa“) bietet die Möglichkeit, dass Mädchen ohne Konkurrenzdruck der „anders tickenden“ Jungs sich zu Forscherinnen entwickeln können.

 

Auf meine letzte Kleine Anfrage als Landtagsabgeordnete hin erklärte aber das rheinland-pfälzische Bildungsministerium unmissverständlich, dass diese Form der Mädchenförderung beim Übergang der Schule in staatliche Trägerschaft – und ein solcher wird wohl kommen - ausgeschlossen sei.

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