Herzlich willkommen

Mein Name ist Helga Lerch. Ich bin Abgeordnete des rheinland-pfälzischen Landtags sowie Mitglied des Kreistags Mainz-Bingen und möchte Ihnen hier Einblicke in meine Arbeit geben.

Mi

13

Jun

2018

Spanisch in Mainz?

Vor wenigen Wochen sprach mich der Mainzer Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte an. Er wollte wissen, woran es denn liege, dass es an weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz so schwierig sei, Unterricht in Spanisch als 2. Fremdsprache zu bekommen. Er war nämlich mit dem Fall eines aus Hessen zugereisten Vaters konfrontiert worden, der eine Stelle bei einem Mainzer Unternehmen antreten wollte – und in der Landeshauptstadt kein Gymnasium für seinen Sohn finden konnte, der in Hessen Spanisch als 2. Fremdsprache hatte. Aus der Unterredung mit mir resultierte eine Anfrage, die auf der Tagesordnung der heutigen Mainzer Stadtratssitzung steht.    


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Mo

11

Jun

2018

Musikförderung auf Sparflamme

Bild: pixabay
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Es war nicht das erste Mal, dass ich ein Gespräch mit Peter Stieber und Etienne Emard vom Landesmusikrat Rheinland-Pfalz führte. Doch selten hatte ich die beiden engagierten Männer so frustriert erlebt wie heute. Der Grund ihres Frusts: die mangelnde Förderung der Einrichtungen zur musikalischen Erziehung im Land durch die Landesregierung. 

Rheinland-Pfalz ist ein Flächenland – und die typisch rheinland-pfälzische Identität wird stark durch den ländlichen Raum geprägt. Zahlreiche Musikschulen, Chöre, größere und kleinere Orchester bieten jungen Familien die Möglichkeit, dass auch ihre Kinder ein Leben „auf dem Land“ attraktiv finden können. So ist in Rheinland-Pfalz eine musikalische Landschaft von ganz besonderem Reiz entstanden. Die Pflege dieser Landschaft kostet allerdings Geld. Noten, Notenständer und Instrumente gibt es nun mal nicht umsonst. Und Übungsleiter kann man nicht auf Dauer mit Ehrenamtskarten abspeisen.     

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Mo

11

Jun

2018

Brotlose Kunst?

Bild: pixabay
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Auch ich freue mich, wenn ich im Konzertsaal den Darbietungen junger Musikerinnen und Musiker lauschen kann. Bei vielen von ihnen war der Besuch einer Musikhochschule ein wichtiger Schritt zum Erreichen des großen Ziels: von der eigenen Musik leben können!

 

Heute besuchten mich zwei Dozenten der Musikhochschule Mainz und machten mir bewusst, wie der Lehrbetrieb dort „auf Kante genäht“ ist. Ursula Monter und Ralf Cetto haben jeweils einen Lehrauftrag. Der wird äußerst bescheiden vergütet. Und als Lehrbeauftragte dürfen sie maximal 8 Semester-Wochenstunden unterrichten. Leben kann man davon nicht!    

Das Problem ist kein spezifisch rheinland-pfälzisches. Auch in anderen Bundesländern decken Hochschulen ihr Lehrangebot in immer größerem Maße durch Lehrbeauftragte ab. Diese Feststellung gilt übrigens auch fächerübergreifend. Seit 01.01.2010 liegt die Festsetzung der Vergütung für die geleisteten Lehrstunden im Ermessen der Hochschulen. Die Konferenz der Landeshochschulpräsidenten hat hierfür einen Rahmen zwischen 20 und 50 festgelegt. Und der scheint von den jeweiligen Hochschulen in den seltensten Fällen voll ausgeschöpft zu werden.

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Mo

11

Jun

2018

Mein Einsatz für Spanisch...

Bild: pixabay
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... als Option für die 2. Fremdsprache an weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz hat mir nicht nur Lob und Anerkennung eingebracht. Manchen erscheine ich sogar als „nervig“. Nun – damit kann ich ganz gut leben. Weniger gut leben kann ich mit Gegenargumenten, die in der Ermöglichung dieser Option den „Tod für Latein“ (???) sehen – oder das für „nicht zuträglich für unsere Beziehungen zum Nachbarn Frankreich“ (???) halten.  

Heute fragte mich ein Bekannter voller Mitleid, ob mein Einsatz denn nicht ein „Kampf gegen Windmühlenflügel“ sei. Wir mussten dann beide schmunzeln – bezieht sich dieses „geflügelte Wort“ doch auf die Romanfigur Don Quijote des Dichters Miguel de Cervantes. Womit wir den Bezug zu Spanien und seiner Sprache und Kultur hätten …

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Fr

08

Jun

2018

Ländlicher Raum

Als Flächenland weist Rheinland-Pfalz eine ausgeprägte ländliche Struktur mit weiten Landschaften auf.   

Bild: pixabay
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So

03

Jun

2018

„Mir mache des …“

Bild: pixabay
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Der FDP-Verband Römerberg-Dudenhofen hatte zu seinem traditionellen Spargelessen in die Gaststätte des Turnerheims geladen – und viel liberale Prominenz war gekommen. Alexander Graf Lambsdorff stimmte mit einem leidenschaftlichen Bekenntnis zu Europa schon einmal auf die 2019 anstehenden Europawahlen ein. Gerade bei einem Aufenthalt in der Pfalz werde einem vor Augen geführt, dass Europa auch ein „Europa der Regionen“ mit ihren jeweils ganz spezifischen Kulturen ist. Und gleichzeitig lebten diese Regionen von der Weltoffenheit ihrer Bewohner. 

Und die stellte Familie Münzer, die das Turnerheim bewirtschaftet, sehr anschaulich unter Beweis.    

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Fr

01

Jun

2018

„Energie für Fortgeschrittene“ …

... war der Titel des kabarettistischen Beitrags von Detlev Schönauer zur Geburts-ragsfeier der EDG (=EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe) in der Nieder-Olmer Ludwig-Eckes-Halle. 

 

Als die EDG vor 20 Jahren an den Start ging, begegneten manche Kommunalpolitiker dem Vorhaben mit Skepsis. Beim heutigen Festakt konnte sich auch der letzte Skeptiker davon überzeugen lassen, dass das Vorhaben EDG eine Erfolgsgeschichte geworden ist, von der mittlerweile sogar einige Kapitel auch jenseits der Grenzen des Landkreises geschrieben werden. 

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Fr

25

Mai

2018

Karl Marx

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Mit seinen Ideen wird man ihn nicht unbedingt zu den „Urvätern“ des Liberalismus zählen dürfen. Gleichwohl ist sein Einfluss auf die Entstehung politischer Parteien im 19. Jahrhundert unbestritten. Die Rede ist von Karl Marx.  

 

Aus Anlass seines 200. Geburtstags ehrt die Stadt Trier ihren wohl bedeutendsten Sohn mit einer großen Ausstellung. Als Landtagsabgeordnete kam ich heute in den Genuss einer exklusiven Sonderführung durch die Ausstellung. Eingeladen hatte dazu ZIRP (= Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz e.V.). 

Das Theater Trier wartet im Herbst mit einer interessanten Premiere auf. In „Marx´ Bankett“ bringen die Akteure die Ideen von Marx auf die Bühne – und zwar in Form eines fiktiven Banketts. Da die Obrigkeit in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts politische Versammlungen nicht genehmigte, wichen die republikanisch gesinnten Kräfte auf die Veranstaltungsform des Banketts aus – wo dann zwischen Essen und Trinken flammende Reden gehalten wurden. In „Marx´ Bankett“ verkörpern die Darsteller den jungen wie den alten Marx sowie Zeitgenossen.    

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Fr

25

Mai

2018

Rede zur Weiterentwicklung der Demokratie

In Ihrer Plenarrede vom 25. Mai 2018 sprach Helga Lerch über historischen Orte der Demokratie in Rheinland-Pfalz und darüber, wie die Demokratie auch in der Zukunft weiterentwickelt werden kann. Dabei sprach Sie sich im Namen der FDP-Fraktion für ein landesweites Konzept aus, das Orte der Demokratie noch stärker erfahrbar machen soll. Zukünftig möchte Sie sich nicht nur für die Transparenz des Landtags einsetzen, sondern sich auch für ein Wahlrecht auf kommunaler Ebene mit 16 Jahren einsetzen. Abschließend mahnte Sie, die Demokratie nicht als Selbstläufer hinzunehmen, sondern sich für ihre Ausgestaltung und Weiterentwicklung einzusetzen.

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Do

24

Mai

2018

Ort der Einkehr

Manchmal sind die Debatten im Landtag von einer gewissen „Aufgeregtheit“ geprägt. Da ist es gut, dass es in unmittelbarer Nähe zum Ort der politischen Auseinandersetzungen auch einen Ort gibt, an dem die Vertreterinnen und Vertreter sowohl von Exekutive als auch Legislative „herunterkommen“ können.

 

Dieser Ort ist die Kirche St. Peter, in der die Vertreter der geistlichen Macht ihnen im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes die Gelegenheit zur Besinnung auf das wirklich Wichtige bieten. 

 

Heute fand vor der Plenarsitzung wieder ein solcher Gottesdienst statt, an dem ich – wie immer – teilnahm. Leider fanden nicht viele Politikerinnen und Politiker den Weg in das Gotteshaus. Dabei könnte ein solcher Besuch Hilfestellung für einen respektvolleren Umgang miteinander bieten.

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