Herzlich willkommen

Mein Name ist Helga Lerch. Ich bin Abgeordnete des rheinland-pfälzischen Landtags sowie Mitglied des Kreistags Mainz-Bingen und möchte Ihnen hier Einblicke in meine Arbeit geben.

Di

10

Dez

2019

Kunstfreiheit - ein Auslaufmodell?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Diskussion, zu der der BBK (Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler) Rheinland-Pfalz heute ins Landesmuseum in Mainz eingeladen hatte. Als kulturpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion nahm ich an dem spannenden Diskurs teil.

Im Grundgesetz ist die Freiheit der Kunst verankert. Doch in der öffentlichen Debatte werden der Kunst gerne gesellschaftliche Aufgaben zugeordnet. Und gerade wir als Kulturpolitiker*innen geraten – spätestens bei der Rechtfertigung der Billigung von Haushaltsmitteln zur Kunstförderung – in Versuchung, dies mit der Erfüllung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben durch Künstler*innen zu erklären. Doch wie frei kann eine so „legitimierte“ Kunst überhaupt noch sein?

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Mo

09

Dez

2019

Kuba von innen

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Sind wir ehrlich – schon bei der bloßen Nennung des Wortes „Kuba“ tauchen vor unserem geistigen Auge jede Menge Bilder auf: Rum, Zigarren, bunte US-Oldtimer und bröckelnde Fassaden. Und nicht zu vergessen – Fidel Castro und Ernesto „Che“ Guevara als Ikonen der Revolution.

Sicherlich gehören solche Bilder zum Gesamtbild der Insel. Die Revolutionshelden von einst sind tot und die Insel, auf der die Stationierung sowjetischer Atomraketen um ein Haar den Dritten Weltkrieg ausgelöst hätte, sucht immer noch ihren Weg in eine „neue Zeit“.

Welche Verwerfungen dieser Umbruch, der als Übergang vom Sozialismus zum Kapitalismus ebenso klischeehaft wie unzutreffend beschrieben wird, für die kubanische Gesellschaft mit sich bringt, können wohl einheimische Literaten am treffendsten beschreiben. Einer von Ihnen – Marcial Gala – ist zur Zeit auf einer Lesereise durch Deutschland.

Heute machte er Station in Mainz bei der Landeszentrale für politische Bildung. Diese Gelegenheit zu einem tieferen Einblick in ein Land und eine Gesellschaft, die ich bisher nur „von außen“ kenne, ließ ich mir nicht entgehen.

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Sa

07

Dez

2019

Medicus

„Medicus – Die Macht des Wissens“ – unter diesem Titel präsentiert das Historische Museum der Pfalz in Speyer eine Sonderausstellung, die ein echter Publikumsmagnet zu werden verspricht. Multimedial wird dabei der Wandel der Heilkunst von der Antike bis heute dargestellt – aber auch die unterschiedlichen Vorstellungen über Ursache und Wesen von Krankheiten. Und so erlebt der Besucher Quacksalber und Scharlatane des Mittelalters ebenso wie neuzeitliche „Halbgötter in Weiß“ in ihrem Bemühen um die Heilung und Gesundung ihrer Kundschaft.

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Fr

06

Dez

2019

KulturWinterReise 2

Heute führte mich die zweite Etappe meiner „KulturWinterReise“ durch die rheinland-pfälzische Museumslandschaft praktisch gerade einmal „um die Ecke“ vom Abgeordnetenhaus - ins Landesmuseum Mainz. Dort wurde ich zusammen mit meinem Mitarbeiter Matthias Fehl schon von Museumsleiterin Dr. Birgit Heide und Thomas Metz von der GDKE (Generaldirektion Kulturelles Erbe RLP) erwartet.

Von beiden erhielten wir als „Sahnehäubchen“ auf ohnehin schon interessante Gespräche auch noch eine exklusive Führung durch die aktuelle Sonderausstellung, die dem „Bauhaus“-Jubiläum gewidmet ist. Wer das Foto in diesem Beitrag genauer anschaut, wird auch gleich auf drei Bereiche hingewiesen, denen der „Bauhaus“-Stil seinen markanten Stempel aufgedrückt hat: Architektur, Design und Schrift. Noch bis Januar 2020 können Sie in der Ausstellung zahlreiche Exponate sehen, die Ihnen irgendwie bekannt vorkommen – obwohl sie schon ein gutes Jahrhundert „auf dem Buckel“ haben. Und so wirken die Schwingerstühle oder gläserne Teetassen wie aus dem aktuellen Angebot einer Geschenkboutique – eben zeitlos modern und überhaupt nicht museal. 

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Do

05

Dez

2019

Politik ohne Frauen?

v. l. n. r.:  MdL Helga Lerch, Prof. Dr. Rita Süssmuth, Katharina Franke u. Hendrik Hering
v. l. n. r.: MdL Helga Lerch, Prof. Dr. Rita Süssmuth, Katharina Franke u. Hendrik Hering

Unter diesem bewusst provokanten Titel hatte „Hausherr“ Hendrik Hering zur 5. Demokratie-Veranstaltung in den rheinland-pfälzischen Landtag eingeladen. „Was muss sich verändern, damit sich mehr Frauen politisch engagieren?“ – dieser Frage ging er mit der ehemaligen Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth in einer Podiumsdiskussion nach. Und einige weibliche Landtagsabgeordnete – darunter auch ich – gaben Einblicke in ihren ganz persönlichen Weg in die Politik.

Beim anschließenden get-together in der Steinhalle traf ich Katharina Franke, die ich schon in meiner Zeit als Schulleiterin am Gymnasium Nackenheim als sehr engagierte Lehrkraft kennengelernt hatte. Jeder der Frauen auf dem Bild ist klar, dass es für sie in ihrer Berufswelt keinen „Frauen-Bonus“ gibt – und den beanspruchen sie auch nicht.

Im Politikbetrieb wird gerade ein „Paritätsgesetz“ als probates Mittel zur Anhebung des Frauenanteils in Parlamenten ins Spiel gebracht. Ich lehne eine solche Lösung des Problems ab, durch die ich bei meinen männlichen Kollegen schnell als „Quotenfrau“ abgestempelt wäre. Da ecke ich schon lieber durch eine nicht immer stromlinienförmige Haltung an. Landtagspräsident Hering hat mich schon häufiger in dieser konsequenten Haltung erlebt. Und auch Frau Prof. Dr. Süssmuth haftet sicher nicht das Image einer konformistischen Politikerin an.

Vielleicht sind wir – was das angeht – „Schwestern im Geiste“. Und daher mein Rat an alle Frauen, die in die Politik gehen wollen: Seid einfach ihr selbst.

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Mi

04

Dez

2019

Pisa-Schock

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Als ich heute in die Sitzung des Bildungsausschusses des Landtags ging, war mir klar, dass die Ergebnisse der Pisa-Studie 2018, die am Vortag veröffentlicht worden waren, zwangsläufig zur Sprache kommen würden. Im internationalen Vergleich waren deutsche Schüler*innen in allen drei erfassten Kernkompetenzen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften abgerutscht.

Da hilft Schönreden ebenso wenig wie das Zuschieben eines politischen „Schwarzen Peters“ an die Adresse des politischen Gegners. Jeder, der vollmundig „weltbeste Bildung“ in Deutschland fordert, muss wissen, dass er dafür Geld in die Hand nehmen muss – und zwar richtig viel. Da die finanziellen Ressourcen aber – nicht nur in Rheinland-Pfalz – begrenzt sind, müssen Mehrausgaben im Bildungsbereich zwangsläufig zu Lasten anderer Bereiche erfolgen. Und im Gegensatz zu manch anderem Bereich, in dem nach der Schaffung zusätzlicher Stellen das Problem besteht, diese mit geeignetem Personal zu besetzen, haben wir genügend gut ausgebildete Lehrkräfte, die sofort eingesetzt werden könnten – zum Wohle unserer Kinder. Man muss das nur politisch wollen!

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Di

03

Dez

2019

Beliebt bei Studis

Mit ihren drei Standorten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken ist die Hochschule Kaiserslautern (HSKL) ein praktischer Beleg für die Bemühungen der Politik in Rheinland-Pfalz, dem Bundesland „aus der Retorte“ auch durch die ausgewogene Berücksichtigung der Regionen bei der Auswahl von Hochschul-Standorten ein „Wir-Gefühl“ zu vermitteln. Der Standort Kaiserslautern der HSKL kann in diesem Jahr bereits seinen 60. Geburtstag feiern. Die rund 2.500 Studierenden setzen dabei eine mehr als 160-jährige Tradition pfälzischer Ingenieur-Ausbildung fort – und das auf einem ebenso traditionsreichen Gelände. Der Torbogen auf dem Bild markierte früher den Eingang zur „Kammgarn“, der Spinnerei, die 1981 in Konkurs gegangen war. 

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Di

26

Nov

2019

Medikamente für Athen

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Jeder dritte Grieche kann sich heute die staatliche Krankenversicherung nicht mehr leisten. Wird er dennoch krank, bleibt ihm nur noch der Weg zu einer der kostenfreien und ehrenamtlich geführten Sozialkliniken. Mit einem Ausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags hatte ich vor einigen Wochen die Athener Sozialklinik Elliniko besucht – eine letzte Anlaufstelle für viele und Symbol der Verzweiflung, die seit Ausbruch der Krise vor über 5 Jahren die Bevölkerung Griechenlands kennzeichnet. Diese Klinik ist auf Sachspenden angewiesen – zum Beispiel „gebrauchte“ Medikamente aller Art, d.h. angebrochene oder neue Packungen von Medikamenten, die aus irgendeinem Grund nicht weiter eingenommen wurden und noch nicht verfallen sind.

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Di

26

Nov

2019

Ganztag machts möglich

Bild (v. l. n. r.): Marco Müller u. Heribert Schieler (beide Schulleitung), Ulrich van Bebber (FDP),  MdL Helga Lerch, André Nursinski-Stolberg (FDP), Christina Steinhausen (FDP),  Hellmut Meinhof (FDP), Berthold Phiesel (FDP) u. Nina Pfeil (Schulleitung)
Bild (v. l. n. r.): Marco Müller u. Heribert Schieler (beide Schulleitung), Ulrich van Bebber (FDP), MdL Helga Lerch, André Nursinski-Stolberg (FDP), Christina Steinhausen (FDP), Hellmut Meinhof (FDP), Berthold Phiesel (FDP) u. Nina Pfeil (Schulleitung)

„Sicherung der Chancengleichheit“ wird als oberstes Ziel auf der Homepage des Are-Gymnasiums in Bad Neuenahr genannt. Dieses Ziel wird zum Beispiel bei den Fünftklässlern auf ungewöhnliche Weise umgesetzt. Wer noch nicht schwimmen kann, muss verpflichtend die AG „Schwimmen“ belegen.

Das war aber nur einer der überraschenden Einblicke, die ich bei meinem heutigen Besuch in den pädagogischen Alltag dieser Schule gewinnen konnte. Und auch meine Begleiter von der örtlichen FDP erhielten überzeugende Antworten auf die oft gestellte Frage „Was machen Schüler*innen denn eigentlich den ganzen Tag über in einer Ganztagsschule?“.

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Sa

23

Nov

2019

Für einen sparsamen Haushalt

Wie immer vor der Debatte um den Haushalt begab sich die erweiterte FDP-Fraktion des Kreistags Mainz-Bingen in Klausur. Auch in diesem Jahr traten wir in Heidesheim zusammen, um die Marschrichtung für diese Debatte festzulegen.

 

Und auch wenn uns andere Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz – einschließlich der Landeshauptstadt – um unsere finanzielle Situation beneiden mögen, werden wir nicht übermütig. So werden wir keine kostenintensiven Anträge zum Haushalt einbringen. Sparsames Haushalten ist angesagt – gerade angesichts einer Konjunkturentwicklung, die nicht garantiert, dass die Steuereinnahmen der öffentlichen Hand in Zukunft in unverminderter Höhe weiter sprudeln werden.

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