Herzlich willkommen

Mein Name ist Helga Lerch. Ich bin Abgeordnete des rheinland-pfälzischen Landtags sowie Mitglied des Kreistags Mainz-Bingen und möchte Ihnen hier Einblicke in meine Arbeit geben.

Sa

08

Dez

2018

"Gesicht zeigen"

Heute verlieh Ministerpräsidentin Malu Dreyer in der Staatskanzlei für besondere Integrationsleistungen durch bürgerschaftliches Engagement den „Brückenpreis 2018“. Mit dem Preis sollen Initiativen zur Stärkung der Integration in der Gesellschaft gewürdigt werden.

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Do

06

Dez

2018

Neuer Antisemitismus

Der Antisemitismus hat in Deutschland eine lange Tradition. Der große Reformator Martin Luther war davon nicht frei. Und auch nicht unser „Dichterfürst“ Goethe. Und auch Pogrome gab es in unserem Land nicht erst unter den Nationalsozialisten. Zu allen Zeiten gab es offenbar in weiten Kreisen der Bevölkerung Vorbehalte gegen die jüdische Bevölkerung, die sich schnell in Gewaltaktionen gegen sie entluden.

Was die Gründe für diese Vorbehalte angeht, so hielt wohl niemand den nichtjüdischen Deutschen so treffend den Spiegel vor wie Friedrich Hollaender, der zur Musik von Georges Bizets Carmen das Couplet „An allem sind die Juden schuld“ schrieb. Es wurde im September 1931 im Berliner Kabarett „Tingel-Tangel“ uraufgeführt. Alles Geschichte?

 

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Mo

03

Dez

2018

Vertretung - und was dann?

v.l.n.r. :  O. Pick, MdL H. Lerch, G. Bold und B. Mich
v.l.n.r. : O. Pick, MdL H. Lerch, G. Bold und B. Mich

Der Abschluss eines Lehramts-Studiums ist noch keine Garantie für eine Übernahme in den Schuldienst. Vor allem dann nicht, wenn der Abschluss in Fächern gemacht wurde, in denen momentan nicht gerade händeringend nach Bewerbern gesucht wird. Oder wenn die Benotung des Abschlusses nicht gerade „top“ war. Für diese Absolventen gibt es die Möglichkeit eines Vertretungsvertrags. Vertretungskräfte sind ein probates Mittel zur Sicherstellung der Unterrichtsver-sorgung.

Bei meinem heutigen Treffen mit dem Vorstand des VBE RLP (Verband Bildung und Erziehung Rheinland-Pfalz) war die berufliche Situation dieser Vertretungslehr-kräfte ein wichtiges Thema.  Ihre Verträge sind nach dem Teilzeit- und Befristungs-gesetz auf maximal 5 Jahre begrenzt. Findet eine Vertragslehrkraft in dieser Zeit keine Festanstellung im Schuldienst, dann ist nach Ablauf dieser 5 Jahre keine Anstellung im Schuldienst mehr möglich. So ist zumindest die Praxis in Rheinland-Pfalz.

 

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Fr

30

Nov

2018

Mehr Frauen in die Politik

In diesem Jahr erinnern wir uns der Einführung des Frauenwahlrechts 1918. Doch wie sieht es mit der Repräsentanz von Frauen in den Parlamenten aus? Im rheinland-pfälzischen Landtag liegt ihr Anteil gerade einmal bei 32 %. Und auf der kommunalen Ebene nur bei 18,7 %.

Im Vorfeld der Kommunalwahlen 2019 will die Initiative „LandFrauenTag“ für ein stärkeres Engagement von Frauen in der Politik werben. Unterstützt wird die Initiative von den Landfrauenverbänden.

Heute bot der Plenarsaal des rheinland-pfälzischen Landtags die Bühne für den „LandFrauenTag“. Auf dem Podium präsentierten sich Frauen, die für ihre Partei ein Landtagsmandat wahrnehmen. Von denen passte ich wohl am besten zum Thema …

 

 

• einmal natürlich als Landtagsabgeordnete

 

• dann aber auch als Fraktionsvorsitzende in einem Kommunalparlament (Kreistag Mainz-Bingen)

 

• und nicht zuletzt als Landfrau (seit 24 Jahren).

 

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Di

27

Nov

2018

"Blaues Wunder"

Seit 1969 erscheinen die beliebten Weihnachtsmarken – Sondermarken mit einem Zuschlag zum normalen Porto. Der Erlös aus dem Zuschlag geht zu Gunsten der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege. Die Motive dieser Weihnachtsmarken haben meist einen kirchlichen Hintergrund. Und der hatte in diesem Jahr sehr viel mit Mainz zu tun. Die diesjährige Weihnachtsmarke zeigt nämlich einen Ausschnitt aus einem der von dem Künstler Marc Chagall zwischen 1976 und 1985 in der Kirche St. Stephan in Mainz Glasfenster. Sie werden auch als das „blaue Wunder“ von Mainz bezeichnet.

Heute wurde die Markenausgabe im würdigen Rahmen in St. Stephan in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Politik und Kirche präsentiert. Für die FDP-Landtagsfraktion nahm ich an der Präsentation teil.

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Mi

21

Nov

2018

pro familia

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Es gibt Einrichtungen, mit denen sich konservative Kreise – immer noch – schwertun. Eine solche Einrichtung ist „pro familia“. In rund 180 Beratungsstellen bundesweit bietet der Verband Sexual-, Schwangerschafts- und Paarberatung an. Dieses Angebot wird jährlich von rund 200.000 Menschen wahrgenommen. Diese Zahl ist der beste Beleg für die Notwendigkeit einer solchen Beratung. Und auch wenn es sich selbst in konservativen Kreisen herumgesprochen haben sollte, dass die Kinder nicht vom Klapperstorch gebracht werden, habe ich in Landtagsdebatten – speziell aus dem Mund von AfD-Parlamentariern – Äußerungen gehört, in denen „pro familia“ regelrecht diffamiert wurde.

Als mich heute Vertreter von „pro familia“ in meinem Abgeordnetenbüro besuchten, fanden sie in mir eine Gesprächspartnerin, die die Arbeit des Verbandes richtig einzuordnen weiß. Aus den Äußerungen meiner Gäste war allerdings zu entnehmen, dass dies offenbar nicht für alle Landtagsfraktionen gilt.

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So

18

Nov

2018

Gedenken

Irgendwie führt sie ein Dornröschen-Dasein – die Kommerzienrat-Boehringer-Anlage in Ingelheim. Und dabei könnte sie eine richtige kleine Oase der Ruhe mitten in der Stadt sein. Vor einigen Jahren wurde das dortige Kriegerdenkmal im Rahmen seiner Restaurierung von allzu martialischem Ballast befreit. Und so bot die Anlage heute am Volkstrauertag einen würdigen Rahmen für die Gedenkfeier der Stadt, in der nicht nur an die Toten beider Weltkriege – sondern darüber hinaus an die Opfer von Terrorismus, politischer Gewalt und Vertreibung – erinnert werden sollte. Und diesem Anspruch wurde der ZDF-Journalist Elmar Theveßen in seiner Gedenkrede voll und ganz gerecht.

 

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung war für mich eine Selbstverständlichkeit.

 

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Sa

17

Nov

2018

Rekord-Etat

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Heute trafen sich die Mitglieder der erweiterten FDP-Kreistagsfraktion zu ihrer alljährlichen Klausurtagung. Hauptthema war der Kreishaushalt, zu dem uns Kämmerer Thomas Blechschmidt ausführliche Erläuterungen gab. Bereits vorab hatte die Allgemeine Zeitung tituliert „Kreisverwaltung im Geldregen“. Und in der Tat werden die Kämmerer anderer Kommunen in Rheinland-Pfalz ihren Mainz-Binger Kollegen beneiden. Noch ist es nicht so, dass er die liquiden Mittel des Kreises in Form von Goldbarren irgendwo im Keller des Kreishauses lagert – aber irgendwie muss er sich schon ein wenig wie Dagobert Duck vorkommen …

Zwar handelt es sich bei dem momentanen Geldsegen um eine Sondersituation, die sich nicht beliebig fortsetzen wird – aber die Mittel stehen zur Verfügung. Und sie erlauben dem Kreis, Projekte wie den Erweiterungsbau der Kreisverwaltung ohne Fremdmittel zu stemmen. Und es wird noch genügend Geld für andere Vorhaben übrig bleiben.

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Do

15

Nov

2018

Besuch von zwei Ehemaligen

Es schwang schon eine gehörige Portion Nostalgie mit, als mich heute zwei ehemalige Schüler aus meiner Zeit als Lehrerin am Gymnasium Oppenheim im Landtag besuchten. Beide waren damals in meinem Sozialkunde-Leistungskurs. 1986 legten sie ihr Abitur ab. Und beide sind heute beruflich in einem Umfeld tätig, das Berührungspunkte zu dem von ihnen gewählten Fach hat.

Kathrin Damwitz arbeitet heute als Redakteurin bei der Mainzer Allgemeinen Zeitung und berichtet heutigen Schülerinnen und Schülern von der Realität des journalistischen Alltags. Und Roland Reischl betreibt heute in Köln einen kleinen Verlag (Roland Reischl Verlag). Sein erstes Buch war einer Kölner Jazzkneipe gewidmet. Doch sein Verlagsprogramm weist auch Werke auf, die einen klaren Bezug zu Rheinhessen haben.

 

Es war schon ein ungewöhnlicher SK-Leistungskurs, den ich damals hatte – mit „echten Typen“, die nicht unbedingt im „mainstream“ mitschwimmen wollten.

 

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Di

13

Nov

2018

Feige Kreistagsmitglieder?

Eigentlich hätte am letzten Freitag hier – im „Kreishaus“ – eine Sondersitzung des Kreistags Mainz-Bingen stattfinden sollen. Thema: zusätzliche Räumlichkeiten zur Unterbringung der stark gestiegenen Zahl der Mitarbeiter. Doch es kam alles ganz anders.

 

In den Tagen vor der geplanten Sitzung beherrschte allerdings ein anderes Thema die Schlagzeilen – nämlich die Umstände einer versuchten Abschiebung einer jungen Familie aus der Ingelheimer Aufnahmeeinrichtung nach Kroatien. Und eben diese Umstände hatten einige Fragen aufgeworfen, FDP und Grüne hatten dazu für die geplante Sitzung entsprechende Anfragen eingereicht.

 

 Die Grünen hatten für den Tag der Sitzung zu einer Demonstration aufgerufen und diese auch angemeldet. In einer Telefonkonferenz mit den erreichbaren Vertretern der Kreistagsfraktionen einen Tag vor der Sitzung teilte die Landrätin mit, dass sich nach ihren Informationen Vertreter gewaltbereiter Gruppierungen angekündigt hätten und somit die Gefahr von Ausschreitungen bestünde. Die Polizei sehe sich außerstande, unter diesen Umständen für die Sicherheit der Kreistagsmitglieder und der Kreisbediensteten zu garantieren. Wir erklärten uns daher mit einer Absage der Sitzung einverstanden. Die angemeldete Demo verlief friedlich. Und gewaltbereite Gruppen waren nicht erschienen.

 

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