Herzlich willkommen

Mein Name ist Helga Lerch. Ich bin Abgeordnete des rheinland-pfälzischen Landtags sowie Mitglied des Kreistags Mainz-Bingen und möchte Ihnen hier Einblicke in meine Arbeit geben.

Mi

21

Feb

2018

Gästeführer-Tag

Heute ist der Welt-Gästeführer-Tag. Viele von uns haben schon einmal beim Aufenthalt in einer fremden Stadt sich von einem Stadtführer oder einer Stadtführerin auf Dinge aufmerksam machen lassen, die ihnen beim bloßen Stadtbummel sicher entgangen wären. Die notwendige Fachkunde hierfür erwerben diese „Cicerones“ in einer speziellen Ausbildung.

 

Auch ich habe eine solche Ausbildung absolviert und zeige Gästen aus nah und fern gerne „Highlights“ meiner Heimatstadt Ingelheim. In der Phase der Vorbereitung des rheinland-pfälzischen Landtagswahlkampfs kam sogar das FDP-Wahlkampfteam in den Genuss einer „Sonder-Führung“ (siehe Bild).

Momentan muss ich wegen der zeitlichen Beanspruchung durch mein Landtagsmandat als Gästeführerin etwas kürzertreten – umso mehr freue ich mich über die Termine, die ich dennoch wahrnehmen kann.     

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So

18

Feb

2018

Auch Spanisch wichtig

Bild: pixabay / Maialisa
Bild: pixabay / Maialisa

Spanisch ist eine Weltsprache. Die Informations-Plattform „Weltsprachen.net“ listet es auf Platz 4 hinter Englisch, Chinesisch und Hindi. Nach der gleichen Quelle wird Spanisch von 330 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen.    

 

Rheinland-Pfalz ist Standort etlicher global agierender Unternehmen. Fremd-sprachenkenntnisse sind daher für Bewerber um eine Position bei einem dieser Unternehmen von Vorteil. In meinem Wahlkreis ist Boehringer Ingelheim ein solches weltweit agierendes Unternehmen mit Niederlassungen in Spanien und 9 südamerikanischen Ländern. Es ist daher naheliegend, dass man in einem solchen Unternehmen auch Wert auf Spanischkenntnisse legt. Und auch bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz sind solche Kenntnisse von Vorteil, 

Ausbildungsleiter Stefan Hüppe, mit dem ich letztes Jahr ein Gespräch am Firmensitz in Ingelheim führte, formulierte unmissverständlich:

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Di

13

Feb

2018

Schülerwissen Landtag

Die Bezeichnungen sind unterschiedlich: Sozialkunde (SK) oder Gesellschaftslehre (GL). Die Zielsetzung des Fachs sollte aber die gleiche sein: Schülerinnen und Schüler mit den Mechanismen vertraut machen, nach denen unsere Gesellschaft funktioniert. Nur so werden sie in die Lage versetzt, eine aktive und selbstbestimmte Rolle in dieser Gesellschaft zu spielen. Und genau davon lebt die Demokratie. Schule muss dabei – unabhängig von der jeweiligen Schulform – ein Mindestmaß an Faktenwissen über die politischen Organe vermitteln – also auch über den Landtag Rheinland-Pfalz.

Im Rahmen einer Kleinen Anfrage habe ich nun die Landesregierung um Auskunft darüber gebeten, in welchem Umfang dieses Wissen in den Schulen im Land vermittelt wird. Konkret möchte ich zum Beispiel wissen,    

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Mo

12

Feb

2018

Schulgesundheitsfachkraft

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Ernst Neger, der singende Dachdeckermeister, ist eine der Legenden der Mainzer Fastnacht. Legendär ist auch sein „Heile Gänsje“. Das Lied suggeriert, dass bei der Verletzung eines Kindes tröstende Worte und ein Pflaster genügen, damit die Welt wieder in Ordnung ist. 

 

Als ehemalige Schulleiterin kann ich nur sagen: ach wenn es doch nur so einfach wäre …

Im Schulalltag gehören kleine Verletzungen noch zu den harmlosen Fällen. Problematischer wird es da schon, wenn eine Schülerin oder ein Schüler plötzlich kollabiert. Sofort stellt sich die Frage: Notarzt ja oder nein? Oder was ist die Ursache für ein spontanes Hyperventilieren? Lehrkärfte, Schulleitung und Sekretariat sind in solchen Situationen die ersten Ansprechpartner. Doch ihnen fehlen die nötigen medizinischen Fachkenntnise. Und daher ist es ihnen auch nicht erlaubt Medikamente zu verabreichen oder Spritzen zu geben.

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Do

08

Feb

2018

Fällt Kooperationsverbot?

Artikel 30 unseres Grundgesetzes ist die Grundlage für das, was landläufig als Kulturhoheit der Länder bezeichnet wird. Im Bereich der Schulen bedeutet das konkret, dass sich der Bund nicht in die Schulpolitik einmischen darf. Etwas irreführend spricht man hier vom „Kooperationsverbot“. Nach Auffassung der FDP ist dieses Verbot längst nicht mehr zeitgemäß. Denn es legt auch der Finanzierung von Schulbauten oder moderner Schulausstattung mit Bundesmitteln unnötig Steine in den Weg. Dabei hätte der Bund genügend Mittel, die auf diesem Weg sinnvoll in die schulische Bildung investiert werden könnten. Um dies zu ermöglichen, müsste allerdings das Kooperationsverbot fallen – wozu es einer Änderung des Grundgesetzes bedarf. Genau dies war eine der wesentlichen FDP-Forderungen in den Sondierungsgesprächen zu einer möglichen Jamaika-Koalition gewesen. Bekanntlich scheiterten diese Gespräche.    

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Mi

07

Feb

2018

Gedenken – aber wie?

Lagerbaracke in einem KZ (Bild: Pixabay)
Lagerbaracke in einem KZ (Bild: Pixabay)

Nie wieder … - unter diesem Titel stand kürzlich mein Beitrag zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Mittlerweile ist gerade eine Diskussion darüber im Gange, wie die Schulen mit diesem Gedenken umgehen sollen. Selbst eine generelle Verpflichtung zum Besuch einer Gedenkstätte wird ins Gespräch gebracht.

 

In meiner Zeit als Sozialkunde-Lehrerin besuchte ich selbst mit Schulklassen solche Gedenkstätten. Keiner dieser Besuche konnte aber einen Eindruck hinterlassen, der es in Bezug auf seine Nachhaltigkeit mit der Schilderung von Zeitzeugen aufnehmen konnte. Die Schilderung des persönlichen Schicksals von Menschen, die den Holocaust überlebten, beeindruckt Schülerinnen und Schüler tiefer als der Anblick von Lagerbaracken oder Verbrennungsöfen eines ehemaligen Konzentrationslagers.

Mir ist natürlich bewusst, dass nicht mehr viele dieser Zeitzeugen leben, die diese Authentizität vermitteln können. Aber jeder Film, der ein Interview mit diesen Menschen zum Gegenstand hat, ist daher umso wertvoller für eine Aufarbeitung der Schrecken des Nationalsozialismus im Unterricht.    

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Mo

05

Feb

2018

Rheinquerung machbar?

Eigentlich sollte er ja „nur“ ein Grußwort sprechen bei der Jahreshauptversammlung der FDP Mainz-Bingen. Doch als Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium wollte Andy Becht seine Zuhörer nicht einfach nur begrüßen. Er wusste genau, worauf sie warteten. Gibt es Neues in Sachen Rheinquerung im Raum Bingen/Ingelheim?    

Ich hatte in meinen Ausführungen zur Kreispolitik bereits die Gründung der Bürgerinitiative erwähnt. Und unser Gast griff diese Vorlage sofort auf. Er schilderte, wie sein Ministerium an die Machbarkeitsstudie, für die die FDP lange gekämpft hatte, herangehen wird. In einem ersten Schritt wird unter den Randbedingungen der Umweltverträglichkeit geprüft, wo in der Region Flächen für eine Realisierung verfügbar sind. Im zweiten Schritt wird für die möglichen Standorte die technische Realisierbarkeit geprüft. Im dritten Schritt schließlich wird das für den Standort zu erwartende Verkehrsaufkommen prognostiziert, aus dem sich dann auch der Planungscharakter der Rheinquerung ergibt – und damit auch die Antwort auf die Frage danach, wer das Projekt letztlich bezahlt.     

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Sa

03

Feb

2018

Gutenberg

Er gilt als der berühmteste Sohn der Stadt Mainz – Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg. Sein Geburtsdatum ist nicht klar belegt. Belegt ist aber, dass Johannes Gutenberg am 3. Februar 1468 in Mainz verstarb. Durch seine Erfindung des Drucks mit beweglichen Lettern aus Metall mittels einer der Traubenpresse nachempfundenen Druckpresse ermöglichte er die massenhafte Herstellung und Verbreitung dessen, was wir heute als Printmedien bezeichnen. Die Herstellung der Bibel in seiner Druckwerkstatt wurde mehrfach postalisch gewürdigt:    

Seine Erfindung machte aber auch erst den Zugang zu schriftlichen Informationen für breite Bevölkerungsschichten möglich. Luther und die von ihm ausgelöste Reformation sollten davon profitieren – aber ebenso alle politischen Bewegungen der Neuzeit.

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Sa

03

Feb

2018

„Hiwwe wie driwwe“

Pennsylvania-Deutscher Sticker (Bild: Dr. Michael Werner)
Pennsylvania-Deutscher Sticker (Bild: Dr. Michael Werner)

Schon seit vielen Jahren bin ich Mitglied bei den Ingelheimer Landfrauen. Eine solche Mitgliedschaft ist nicht an die Ausübung eines Berufs in Landwirtschaft, Obst-, Wein- oder Gartenbau gebunden. Für mich ist das Engagement der Landfrauen für Bildung und Kultur „auf dem Land“ ausschlaggebend für meine Mitgliedschaft. So stand denn auch beim heutigen „Frauenfrühstück“ nicht unbedingt das reichhaltige Frühstücksbüffet im Vordergrund.    

Spannend und unterhaltsam zugleich war vielmehr die Präsentation von Dr. Michael Werner aus Ober-Olm. Der Sprachwissenschaftler nahm uns mit auf eine Reise in die Zeit, als Auswanderer aus dem südwestdeutschen Raum sich auf die beschwerliche Reise in die Neue Welt machten. Die ersten Migranten waren einem Ruf William Penns gefolgt, der für den Aufbau der späteren Kolonie Pennsylvania vor allem Bauern und Handwerker als Siedler suchte. Die Aussicht auf bessere Lebensverhältnisse und die freie Religionsausübung lockte vor allem die Angehörigen religiöser Minderheiten. 1683 gründeten sie mit Germantown ihre erste feste Siedlung in Neu-England. Die Grenzregion zum Indianerland des Mittleren Westens sollte in der Folge das bevorzugte Siedlungsgebiet dieser deutsch-sprachigen Einwanderer werden, die man oft unter dem Begriff „Pennsylvania Dutch“ zusammenfasst.

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Mi

31

Jan

2018

Magenza …

... so lautete der jüdische Name von Mainz. Zusammen mit Worms und Speyer war es eines der drei Zentren jüdischer Kultur am Rhein. Sichtbares Zeichen des regen geistigen Lebens in der jüdischen Gemeinde war die Synagoge in der Neustadt. Doch mit den November-Pogromen 1938, dem Niederbrennen der Synagoge und dem Holocaust schien die stolze tausendjährige Geschichte jüdischen Lebens in Mainz für immer ausgelöscht zu sein. Doch es sollte anders kommen.

 

Aus den wenigen Überlebenden und Immigranten bildete sich wieder eine jüdische Gemeinde in Mainz. Und diese legte am 23. November 2008 den Grundstein für ein neues Lern- und Gebetshaus. Die Neue Mainzer Synagoge entstand genau an der Stelle, wo vor 70 Jahren die alte Synagoge ein Raub der Flammen geworden war. Im Text der Grundsteinlegung heißt es:    

Diese Synagoge möge in der Tradition des alten

Magenza stehen, das einst als richtungsweisende

Lehrstätte des aschkenasischen Judentums in

aller Welt bekannt war.

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