Herzlich willkommen

Mein Name ist Helga Lerch. Ich bin Abgeordnete des rheinland-pfälzischen Landtags sowie Mitglied des Kreistags Mainz-Bingen und möchte Ihnen hier Einblicke in meine Arbeit geben.

Do

08

Okt

2020

Abgründe

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Lehrkräfte sollten Schüler*innen stets als Schutzbefohlene sehen, denen sie aber auch mit einem Mindestmaß an Empathie begegnen müssen. Und diese Schutzbefohlenen stehen zwangsläufig in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihren Lehrer*innen. Das birgt per se ein gewisses Konfliktpotenzial.

 

Eine „rote Linie“ wird von Lehrkräften dann überschritten, wenn sie dieses Abhängig-keitsverhältnis in sexistischer Weise ausnutzen. Es sind erfreulicherweise nur wenige Pädagogen, die diese Linie überschreiten – doch jeder Fall ist einer zuviel! Und er kann das Leben eines Kindes für immer zerstören.

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Do

08

Okt

2020

Plenarrede zum Landesgesetz zum Schutz von Kindeswohl und Kindergesundheit

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Mi

07

Okt

2020

Plenarrede zum Landesgesetz zur Neustrukturierung von Universitätsstandorten

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Mo

05

Okt

2020

Schulbesuche VIII

Schon vor Corona war fast jede bildungspolitische Debatte vom Schlagwort „Digitalisierung“ beherrscht. Doch die wenigsten derer, die dieses Schlagwort in den Mund nahmen, hatten konkrete Vorstellungen davon, wie dies in der schulischen Praxis aussehen könnte. Bei meinem heutigen Schulbesuch in der Grundschule am Frankenwall in Asbach bekam ich einen mehr als überzeugenden Eindruck davon, was im Zusammenwirken von engagierten Lehrkräften und einem Schulträger, der das Thema zur Chefsache gemacht hat, auf die Beine gestellt werden kann.

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So

04

Okt

2020

Musik geht zu Herzen

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Dieser Satz gilt nicht nur für die, die sich von musikalischen Darbietungen verzaubern lassen. Er gilt ebenso für die, denen dies mit ihren Darbietungen gelingt. Und er gilt ganz besonders in Zeiten von Corona.

 

Die Laienmusik ist dabei das quasi Substrat, auf dem musikalisches Talent heranwachsen und gedeihen kann. Sie verdient daher auch die Förderung durch die, die das „Kulturland Rheinland-Pfalz“ regieren. Ich weiß nur zu gut, dass es sich bei diesen Fördermitteln um vergleichsweise geringe Summen handelt. Aber sinnvoll eingesetzt können sie mitunter viel bewirken.

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Sa

03

Okt

2020

Deutsche Einheit III

Viele meiner persönlichen Erfahrungen beim schwierigen Zusammenwachsen von “Ost“ und „West“ basieren auf dem Engagement meines Mannes beim Aufbau eines privaten Umweltlabors in Cottbus. Ich begleitete ihn – wenn mir dies zeitlich möglich war – auf seinen Reisen in die Lausitz. Dass wir beide dort nicht als „Besserwessis“ auftraten, war für die Labor-Mannschaft und deren Kunden wichtig. Und wir stellten sehr bald fest, dass der „Osten“ nicht so rückständig war, wie dies im „Westen“ gerne dargestellt wurde. Im Gegenteil – die Menschen dort entfalteten oft eine Kreativität, die im „verwöhnten Westen“ schon nicht mehr zu den Kardinaltugenden gehörte.

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Sa

03

Okt

2020

Deutsche Einheit II

Ich gehöre zu einer Generation, die in ihrer Schulzeit noch die Aktionen des Kuratoriums Unteilbares Deutschland miterlebt hatten. In der Adventszeit wurden Päckchen für die Menschen „in der Zone“ gepackt und wir bekamen Kerzenständer, die wir daheim an die Fenster stellen sollten – als Symbol der Verbundenheit. Nach der Wiedervereinigung löste sich das Kuratorium auf.

 

Doch seit diesen Kindheitstagen weiß ich um die Symbolkraft von Gesten, Bildern und Orten und griff auch im Sozialkunde-Unterricht darauf zurück. Natürlich hat das Brandenburger Tor eine ganz besondere Symbolkraft und wurde vor 30 Jahren als Motiv für eine Sondermarke gewählt.

 

Mit meinen Schüler*innen konnte ich dann später durch das Tor spazieren – was mir als Schülerin noch verwehrt war. In scharfem Kontrast zu diesem Symbolort für Freiheit stand ein anderer Punkt auf unserem Besuchsprogramm. Das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen führte meinen Schüler*innen vor Augen, wie ein Regime auf das Streben nach Freiheit antwortet.

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Sa

03

Okt

2020

Deutsche Einheit I

Bild: Sonderbriefmarke der DDR
Bild: Sonderbriefmarke der DDR

Heute feiern wir zum 30. Mal den Tag der Wiedervereinigung der beiden Teile Deutschlands. In Festreden und Dokumentationen wird wortreich dargelegt, welche Politiker*innen auf nationaler wie internationaler Ebene sich um diesen Glückstag der deutschen Geschichte Verdienste erwarben. Dabei geht fast schon in Vergessenheit, wer eigentlich die Hauptakteure waren – nämlich die Bürger*innen der damaligen DDR. Sie erzwangen – ohne Blutvergießen – das, was viele Politiker*innen im Westen schon längst für unerreichbar gehalten hatten.

 

Ich hatte in der Folge als Sozialkundelehrerin die Chance, meinen Schüler*innen diese Entwicklung im Rahmen eines Unterrichtsprojekts näher zu bringen – mit Zweitzeugen. Einer war Egon Bahr, für den die Wiedervereinigung sicher die Krönung seines politischen Lebenswerks war.

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Sa

03

Okt

2020

Krankenhaus am Ende?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Noch vor wenigen Tagen hatte ich das Ingelheimer Krankenhaus aufgesucht, um ein MRT von meinen Knien machen zu lassen. Da bestand auch noch die Hoffnung, dass die in finanzielle Schieflage geratene Einrichtung so umstrukturiert werden kann, dass eine stationäre ärztliche Versorgung für die Bevölkerung in der Region gewährleistet ist. Dazu hätte es allerdings einer starken Finanzspritze der Stadt Ingelheim bedurft.

 

Jetzt ist klar, dass der Finanzbedarf des Ingelheimer Krankenhauses auch das Leistungsvermögen der Stadt übersteigt. Also lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende! Die Entscheidung fiel dem Stadtrat nicht leicht – aber unter dem Aspekt des verantwortungsvollen Umgangs mit Steuergeldern gab es wohl keine Alternative.

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Sa

03

Okt

2020

Kirchen knapp bei Kasse

Bild: pixabay
Bild: pixabay

In Rheinhessen pflegen die Menschen zu sagen „Wo Du nicht bist, Herr Jesu Christ“, wenn sie sich bestimmte Dinge finanziell nicht leisten können. Ob Bischof Kohlgraf ähnlich geseufzt hat, als er das Sparprogramm des Bistums Mainz bekanntgab, weiß ich nicht.

 

Wohl aber weiß ich jetzt, dass mit der Hildegardisschule in Bingen (Higa) auch die Schule von den Sparmaßnahmen betroffen ist, an der ich einst mein Abitur machte. Das Bistum kann sich die Trägerschaft der Higa schlichtweg nicht mehr leisten.

 

In der gestrigen Sitzung des Kreistags Mainz-Bingen wurde offensichtlich, dass auch die Politiker*innen im „Bildungs-Landkreis“ von dieser Meldung „kalt erwischt“ worden waren. Nun muss schleunigst ein neuer Träger für die Schule gefunden werden – eine Schule, die nicht unwesentlich zur Herausbildung meiner Wertevorstellungen beigetragen hat …

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