Herzlich willkommen

Mein Name ist Helga Lerch. Ich bin Abgeordnete des rheinland-pfälzischen Landtags sowie Mitglied des Kreistags Mainz-Bingen und möchte Ihnen hier Einblicke in meine Arbeit geben.

Fr

11

Okt

2019

Gold für Lerch & Strutz

Goldmedaille für Helga Lerch und Walter Strutz! Aber in welcher Disziplin? Nein – es handelt sich nicht um eine Auszeichnung für sportliche Leistungen. Heute erhielten wir beide die Ehrenmedaille des Landkreises Mainz-Bingen für unser langjähriges kommunalpolitisches Engagement.

Für unser Auftreten im Kreistag attestieren uns die Vertreterinnen und Vertreter anderer politischer Gruppierungen – ebenso wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung – eine Haltung, die Engagement in der Sache mit Respekt vor dem Andersdenkenden verbindet. Für Liberale eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Dass bei unserer rheinhessischen Herkunft dabei der Humor nicht auf der Strecke bleibt, ist unser Beitrag zur Entkrampfung hitziger Debatten.

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Do

10

Okt

2019

Musikgenuss

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Mit ihrer 80 Meter hohen Kuppel ist sie sicher einer der auffälligsten Sakralbauten im Mainzer Stadtbild – die Christuskirche. Ihr Inneres bietet aber auch ein ganz besonderes Ambiente für musikalische Aufführungen.

Davon konnte ich mich mit meinem Mann heute wieder einmal überzeugen. Das LandesJugendOrchester Rheinland-Pfalz (LJO) hatte in einer zweiwöchigen Arbeitsphase in der Landesmusikschule Engers ein anspruchsvolles Programm einstudiert, das von der „Carmen Suite“ (Georges Bizet) bis hin zu den „Enigma Variationen“ (Edward Elgar) reichte. Dazwischen eingebettet war ein Auftritt der belgischen Star-Flötistin Gaby Pas-Van Riet, die mit dem LJO das „Concerto Symphonique“ ihres Landsmanns Hendrik Waelput darbot. Als dann noch der Dirigent Enrico Delamboye – übrigens ein gebürtiger Wiesbadener – das LJO zu einem in atemberaubenden Tempo vorgetragenen Klassiker der „Last Night of the Proms“ aus Henry Woods „Fantasia on British Sea Songs“ anspornte, war auch dem letzten Besucher klar geworden, zu welchen Leistungen diese jungen Musikerinnen und Musiker fähig sind. Das Durchschnittsalter des Ensembles liegt übrigens bei 16 Jahren! Und für so manches ehemalige Mitglied des 1973 entstandenen LJO startete dort eine musikalische Karriere.

Allen, die dieses Konzert nicht miterleben konnten, empfehle ich die Links in diesem Beitrag.

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Mi

09

Okt

2019

Gewalt gegen Frauen

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Am 01.02.2018 wurde in Deutschland die Istanbul-Konvention in geltendes Recht überführt. Grundlage ist das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt – ein völkerrechtlich verbindliches Instrument für den gesamten europäischen Raum.

In Art. 22 dieser Konvention ist festgeschrieben, dass es für alle von geschlechtsspezifischer Gewalt Betroffenen Hilfseinrichtungen geben muss, die gut erreichbar und mit angemessenen Ressourcen ausgestattet sind.

Der Frauennotruf Mainz ist eine solche Einrichtung, die auch vom Landkreis Mainz-Bingen unterstützt wird. Mit Frau Eva Jochmann führte ich heute ein Gespräch über ihre Arbeit. Natürlich waren wir uns darüber einig, dass der persönliche Kontakt zwischen ihr und den Hilfesuchenden im Vier-Augen-Gespräch das Beste wäre. Doch scheuen viele Betroffene diesen Schritt. Die anonyme Kontaktaufnahme per Telefon ist dagegen mit einer niedrigeren Hemmschwelle verbunden. Eine Beratung und Hilfestellung wird auch auf diesem Weg gegeben.

Die „MeToo“-Debatte hat einer breiten Öffentlichkeit vor Augen geführt, dass Frauen und Mädchen auch in unserem Land – unabhängig vom Kulturkreis, aus dem sie stammen – nicht nur Opfer körperlicher Gewaltanwendung oder sexueller Übergriffe werden können. Das ehrenamtliche Team des Frauennotrufs kennt auch die seelischen Verletzungen der Betroffenen, die um Hilfe suchen.

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So

06

Okt

2019

Reisekönigtum

Wenn Kanzlerin Merkel wegen eines defekten Regierungsfliegers erst verspätet zu einer Konferenz erscheinen kann, setzt in den Medien gleich ein großes Wehklagen über veraltetes Fluggerät ein. Solche Probleme hatten die Regierenden des Mittelalters sicher nicht. Ihre Tagesreisen waren auf die Distanz beschränkt, die mit Pferden und Ochsengespannen zurückgelegt werden konnte. Sie waren also im wahrsten Sinn des Wortes dauernd „auf Achse“. Eine Hauptstadt brauchten sie daher auch nicht. Dafür aber „Pfalzen“, wo sie ihre Regierungsgeschäfte abwickeln konnten.

In Ingelheim befand sich eine solche „Pfalz“, wo sich nicht nur Karl der Große gerne aufhielt. Ihre Reste sind bis heute im Stadtbild zu sehen und werden auch von Touristen bewundert.

Eine zusätzliche Attraktion ist sicherlich die Ausstellung „Der charismatische Ort“, die dem Besucher vor Augen führt, wie „Regieren“ damals funktionierte. Nach meinem heutigen Besuch kann ich diese Ausstellung wärmstens empfehlen. Sie bietet nicht nur einen reizvollen Blick in die Vergangenheit. Sie regt auch zum Nachdenken an … zum Beispiel darüber, ob die heutigen Möglichkeiten, Politik zu „machen“, wirklich in allen Punkten besser sind als damals. Zumindest hatten die "Politikmacher“ damals mehr Zeit zum Reflektieren über ihre Tätigkeit. Diese Zeit vermisse ich heute manchmal

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So

06

Okt

2019

Frauenpower

Zum 16. Mal wollten heute Unternehmerinnen aus dem Kreis Mainz-Bingen im Rahmen einer Messe ihr Angebot einem breiten Publikum präsentieren. Leider war der Besucherandrang recht überschaubar. Ein Grund war sicher, dass man wegen der Verlegung des verkaufsoffenen Sonntags auf einen ungewohnten Termin ausweichen musste. Und zu allem Überfluss meinte es der Wettergott nicht gut mit den Ausstellerinnen.

Da hatte das Besucherinnen-Trio aus Angela Schneider-Braun (im Bild rechts), der Leiterin des Büros für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung in unserem Landkreis, Daniela Schmitt (Bildmitte), der Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, und mir es drinnen im Kreishaus erheblich angenehmer als diejenigen Ausstellerinnen, die ihre Stände im Außenbereich aufgebaut hatten.

Auch wenn Petrus sich heute eher von seiner unfreundlichen Seite zeigte … wir alle drei werden die tatkräftigen Unternehmerinnen jedenfalls nicht im Regen stehen lassen!

 

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Fr

04

Okt

2019

Meisterpflicht

Das waren noch Zeiten, als diese Marke genügte, um einen Brief portogerecht zu frankieren … und zur Eröffnung eines Handwerksbetriebs die Meisterpflicht gefordert war.

Zumindest auf Letzteres sprach mich heute meine Friseurin an. Sie klagte darüber, dass heutzutage „Hinz und Kunz einen Friseurladen aufmachen können“. Und die Qualität sei dann dementsprechend. Wie denn die FDP das sehe, wollte sie von mir wissen.

2004 hatte die Bundesregierung unter Kanzler Schröder aus arbeitsmarktpolitischen Gründen für eine Vielzahl von Gewerken in der Handwerksordnung die Meisterpflicht abgeschafft. Unter dem Aspekt der Qualitätssicherung in meinen Augen keine gute Entscheidung. Dass die jetzige Bundesregierung mit der Wiedereinführung der Meisterpflicht in einigen Gewerken gegensteuern will, finde ich gut. Noch (!) zählt das Friseurhandwerk nicht dazu.

Auf Landesebene hat die FDP aber bereits das umgesetzt, was sie vor der Wahl versprochen hatte – nämlich die finanzielle Unterstützung derjenigen, die sich als Meister selbstständig machen wollen. Und Qualität „von Meisterhand“ ist gerade im Friseurhandwerk etwas, was ich all denen empfehle, die mich danach fragen, zu welcher Friseurin ich denn gehe. Eine gute Frisur ist zwar noch kein Indiz für gute politische Arbeit einer Mandatsträgerin – aber sie schadet auch nicht …

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Do

03

Okt

2019

Lehrer-Star von morgen?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Eigentlich bin ich ja nicht der Typ, der gebannt vor dem Fernseher sitzt, um ein Sportereignis zu verfolgen. Und mein heutiges Interesse an der Leichtathletik-WM in Doha war auch eher der Tatsache geschuldet, dass im Zehnkampf Niklas Kaul antrat. Seinen Vater Michael kenne ich als Referatsleiter in der Gymnasialabteilung des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums. Und spätestens mit dem ersten Speerwurf seines Sohnes war bei mir aus reiner Neugier echtes Mitfiebern geworden.

Dass dieser jüngste „König der Athleten“ aus Rheinhessen – also meiner Region – kommt, ist natürlich ein schöner Aspekt. Dass dieser junge Mensch zudem aber bereits eine ungewöhnlich gereifte Persönlichkeit ist, erscheint mir als ehemalige Lehrerin und Schulleiterin noch viel interessanter. Denn Niklas Kaul will Lehrer werden und studiert Sport und Physik. Und dass er als Schüler bereits für seine Teilnahme am Wettbewerb „Jugend debattiert“ der Hertie-Stiftung ausgezeichnet wurde, lässt mich auf einen künftigen Pädagogen hoffen, der seinen Schülerinnen und Schülern eine ganze Menge mitgeben kann

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Mi

02

Okt

2019

Wir sind das Volk...

In meiner Zeit als Sozialkundelehrerin versuchte ich meinen Schülerinnen und Schülern im Rahmen einer Unterrichtsreihe „Von der Teilung zur Wiedervereinigung“ die wohl interessanteste Epoche deutscher Nachkriegsgeschichte näherzubringen. Prominente Zeitzeugen wie Egon Bahr waren dabei zu Gast. Bei einem Berlin-Aufenthalt konnten sie im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen nach-vollziehen, wie der SED-Staat mit seinen Gegnern umgegangen war. Mit zunehmendem zeitlichem Abstand zu den Ereignissen, die schließlich zur „Wende“ führten, drohen diese in Vergessenheit zu geraten. Was können Jugendliche heute zum Beispiel mit dem Motiv dieser Briefmarke anfangen?

Auch jetzt als Politikerin versuche ich, im Rahmen meiner Möglichkeiten gegen dieses Vergessen anzugehen. Manchmal bedarf es dazu noch nicht einmal großer Aktionen. So habe ich heute als Vorsitzende der FDP-Fraktion im Kreistag Mainz-Bingen einen Antrag zur Präsentation einer Ausstellung im Foyer des Ingelheimer Kreishauses überbracht. Diese Ausstellung soll auf Plakaten wesentliche Aspekte des Wegs hin zur „Friedlichen Revolution“ beleuchten. Aber auch die Bedeutung des mit der „Wende“ einhergehenden Umbruchs für die Menschen in der ehemaligen DDR soll dabei thematisiert werden.

Den Text des Antrags finden Sie auf der Homepage unserer Fraktion.

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So

29

Sep

2019

Lecker, lecker...

Wenn man schon an einem Sonntag auf die Kochkünste des Ehemanns verzichtet und stattdessen das Freilichtmuseum in Bad Sobernheim aufsucht, dann sollte man dem Daheimgebliebenen wenigstens ein adäquates Souvenir mitbringen.

Und wenn dann dort beim „Tag der offenen Tür“ der „Backes“ beschickt wird, fällt die Wahl eines passenden Mitbringsels nicht schwer.

Aber auch sonst gibt es in diesem Freilichtmuseum allerhand zu sehen – und bei der Vorführung alter Handwerkskünste auch zu erleben. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall – für Eltern und Kinder!

Neugierig geworden? Dann informieren Sie sich doch einfach einmal auf www.freilichtmuseum.rlp.de.

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Fr

27

Sep

2019

Junge Talente fördern...

... kann man in der Schule zum Beispiel dadurch, dass ihnen die Möglichkeit eingeräumt wird, das Fach, für das sie sich als besonders talentiert erwiesen haben, als Hauptfach zu wählen. Am Landeskunstgymnasium Alzey ist dies der Fall.

Dort können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9, die einen besonderen Schwerpunkt auf das Fach „Kunst“ legen wollen, sich um einen Platz bewerben. Dazu müssen sie eine Arbeitsmappe vorlegen, mit der sie ihre künstlerische Begabung unter Beweis stellen. Dazu gibt es noch eine Aufnahmeprüfung.

Wenn diese Hürden genommen sind, haben sie damit einen der begehrten Plätze ergattert. Und dass ein solcher Platz so begehrt ist, liegt unter anderem daran, dass dieses Gymnasium in seiner Form einzig ist – in ganz Deutschland!

Grund genug für mich als Bildungspolitikerin aus der Region, mir diese Einrichtung einmal näher anzuschauen.

Und was mir Schulleiterin Dagmar Ried zeigte, hat mich zutiefst beeindruckt. Die talentierten jungen Künstlerinnen und Künstler werden nicht nur ermuntert, ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen. Ihnen wird zugleich eine Menge an handwerklichen Fähigkeiten vermittelt, wie sie ihre Vorstellungen in die Praxis umsetzen können. Dabei wird auch fächerübergreifend – Kunst ist schließlich nicht das alleinige Fach – unterrichtet. Im Chemie-Unterricht lernen die jungen Talente zum Beispiel viel über Farbpigmente und deren mögliche Veränderungen durch den Maluntergrund oder Lichteinwirkung.

Wie groß die Bandbreite der künstlerischen Tätigkeit der Schülerinnen und Schüler ist, zeigt eindrucksvoll ein von einer Gruppe im Herbst 2016 erstellter Trailer, der auf YouTube zu sehen ist.

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