Herzlich willkommen

Mein Name ist Helga Lerch. Ich bin Abgeordnete des rheinland-pfälzischen Landtags sowie Mitglied des Kreistags Mainz-Bingen und möchte Ihnen hier Einblicke in meine Arbeit geben.

Sa

09

Nov

2019

Schicksalstag

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Als „Schicksalstag der Deutschen“ wird er oft bezeichnet – der 9. November. Und in der Tat markiert er Ereignisse, die richtungsweisend für unsere Geschichte waren. An diesem Tag rief 1918 Philipp Scheidemann von einem Fenster des Berliner Reichstags die erste deutsche Republik aus. Am 9. November 1989 fiel die Mauer, die die Menschen in der DDR von den Deutschen im Westen trennte. Ein 9. November markiert aber auch den Beginn des wohl dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte. 1938 entlud sich – geschürt von einer perfide gelenkten Stimmungsmache – blanker Hass gegen die jüdischen Mitbürger*innen.

Die Aktionen der „Reichskristallnacht“ führten schnurstracks zum Holocaust, dem dann nicht nur Juden zum Opfer fielen. Die wahnwitzigen Vorstellungen von Maß-nahmen zur Erhaltung einer vermeintlichen „Reinheit der arischen Rasse“ führten zum barbarischen Abschlachten von Menschen, die diesen Vorstellungen nicht entsprachen.

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Sa

09

Nov

2019

Mauerfall

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Wenn ich heute durch Berlin spaziere, dann habe ich noch die Bilder vor Augen, wie die Stadt beim meinem ersten Besuch aussah. Die Mauer verdeutlichte die Spaltung Deutschlands – und eine Überwindung dieses Zustands schien in unendlicher Ferne zu liegen. War damals die Mauer – noch in tristem Grau und ohne mehr oder minder sinnreiche Graffiti – quasi allgegenwärtig, so ist sie jetzt fast nur noch an in den Boden eingelassenen Markierungen nachvollziehbar.

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Mi

06

Nov

2019

Singendes Rheinland-Pfalz

Wenn wir im Landtag beraten, geht es um mehr als abstrakte Themen. Es geht immer auch um Menschen – Menschen, auf deren Leben sich das Ergebnis unserer Beratungen auswirkt. Wir sollten uns über diese Auswirkungen bewusst sein. Nun sind wir als Abgeordnete nicht Fachleute auf jedem Gebiet, das Gegenstand unserer politischen Arbeit ist. Wir müssen uns also fachkundig machen. Dazu bieten „Parlamentarische Abende“ eine zwanglose Gelegenheit.

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Mo

04

Nov

2019

Mobilität...

war einer der Schwerpunkte der diesjährigen Mitgliederversammlung des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz in Bingen, an der ich heute teilnahm. Das signalisierte bereits die Einladung.

In einem Bundesland, in dem rund ¾ der Arbeitnehmer*innen zwischen Wohnort und Arbeitsstätte pendeln müssen, greifen die überwiegend für urbane Räume diskutierten Vorstellungen kaum – darüber waren sich alle Teilnehmer weitgehend einig. Ländliche Räume brauchen andere Lösungen.

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Mo

04

Nov

2019

Hass und Gewalt...

Bild: pixabay
Bild: pixabay

scheinen in unserer Gesellschaft immer mehr um sich zu greifen. Auch wenn dies nicht das Thema der heutigen Mitgliederversammlung des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz war, griffen es Landtagspräsident Hendrik Hering und Innenminister Roger Lewentz dennoch auf. Beide beklagten eine Verrohung in Teilen der Gesellschaft.

Darunter haben auch Politiker*innen zu leiden. Längst bleibt es in den sozialen Medien nicht bei „Dislikes“. An ihre Stelle treten immer stärker Hass-Postings – bis hin zur Androhung von Gewalt. Geschieht dies meist noch in der Anonymität des Internets, so kommt es immer öfter auch zur tatsächlichen Ausübung verbaler oder gar physischer Gewalt gegen gewählte Volksvertreter.

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So

03

Nov

2019

Bonifatiuswerk

Das Pontifikalamt im Hohen Dom zu Mainz stand auch im Zusammenhang mit dem 170. Geburtstag von Bonifatius, dem „Missionar der Deutschen“. In der Briefmarkensammlung meines Mannes findet sich die 2004 herausgegebene Sondermarke aus Anlass der Wiederkehr seines Todestages. Zu Mainz hatte er eine besondere Beziehung. Immerhin war er von 745 bis 754 dort Erzbischof.

Sein Entschluss, seine englische Heimat zu verlassen und auf dem Festland die Menschen zum christlichen Glauben zu bekehren, prädestiniert ihn geradezu zum Namensgeber für das 1849 gegründete Bonifatiuswerk, das seine Aufgabe heute darin sieht, Menschen in einer zunehmend an profanen Werten ausgerichteten Gesellschaft einen an christlichen Idealen orientierten Wertekompass an die Hand zu geben.

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So

03

Nov

2019

Bischöfe in der Diaspora

Die von Gundula Gause charmant moderierte Feier zur Verleihung des Bonifatius-Preises brachte gleich zu Beginn einige der „weltlichen“ Besucher zum Schmunzeln. Als zum Beispiel die Band „Patchwork“, die schon beim morgendlichen Pontifikalamt im Dom für „flotte“ Musik gesorgt hatte, zu den Instrumenten griff, konnte sich Zbigņevs Stankevičs, Erzbischof von Riga, einige swingende Bewegungen nicht verkneifen. Nicht nur mich erinnerte das an eine Szene aus dem Film „Sister Act“.

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So

03

Nov

2019

Tradition und Moderne

Für mich als evangelische Christin ist die Teilnahme an einem Pontifikalamt im Hohen Dom zu Mainz nichts Alltägliches. Nicht alltäglich war auch der Anlass – nämlich die Eröffnung der „Diaspora-Aktion 2019“. Sie steht unter dem Motto „Werde Glaubensstifter!“ und hat in diesem Jahr insbesondere die Katholiken im Fokus, die in Regionen leben, in denen sie eine religiöse Minderheit darstellen. Dies gilt zum Beispiel für Nordeuropa. Daher wirkten neben dem „Hausherrn“ Bischof Dr. Peter Kohlgraf auch zahlreiche Bischöfe aus den nordischen Ländern beim Zelebrieren des Pontifikalamts mit.

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Do

31

Okt

2019

Visionen für Ludwigshafen

Konrad Reichert, MdL Helga Lerch und Intendant Beat Fehlmann
Konrad Reichert, MdL Helga Lerch und Intendant Beat Fehlmann

Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ist ein Klangkörper, der weit über die Grenzen des Landes hinaus einen exzellenten Ruf genießt. Das belegen nicht zuletzt Weltstars der Opernbühne wie Anna Netrebko, Elīna Garanča oder Juan Diego Flόrez, die bei Tourneen gerne mit diesem Orchester zusammenarbeiten.

Seit gut einem Jahr zeichnet Beat Fehlmann als Intendant für den Philharmonie-Betrieb verantwortlich. Zeit für einen Besuch also.

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Di

29

Okt

2019

Mehr Demokratie wagen...

auch in der Schule. Mit diesem politischen Motto, das die Schülerinnen und Schüler unserer Tage bestenfalls noch aus Berichten über die Zeit des Entstehens der ersten sozialliberalen Koalition der Bundesrepublik Deutschland kennen, könnte man ein Anliegen im Entwurf der Landesregierung zur Änderung des rheinland-pfälzischen Schulgesetzes skizzieren – eines Gesetzes, das im Kern auf das Jahr 2004 zurückgeht.

Unter dem Begriff „Demokratisierung“ ist hier in erster Linie die gesetzliche Verankerung der Mitwirkungsrechte von Schülerinnen und Schülern zu verstehen, was auch meine heutigen Gesprächspartner Jean Matthias Dilg (im Bild links) und Lucas Fomsgaard (im Bild rechts) von der Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz (LSV) begrüßen.

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