Aktuelle Meldungen

Sa

15

Feb

2020

Erinnerungen

Vor genau 100 Jahren – am 15. Februar 1920 – fand das erste Konzert des „Landes-Sinfonie-Orchesters für Pfalz und Saarland“ statt. Und zwar genau an gleicher Stelle – der Jugendstil-Festhalle Landau. was lag näher als das Festkonzert mit genau dem Stück zu eröffnen, das auch damals erklang – „Tod und Verklärung“ von Richard Straus.

Und wie das bei einem Geburtstag nun mal so ist – man trifft Leute, die zu dem Geburtstagskind eine ganz besondere Beziehung haben. Für Prof. Dr. Bernhard Vogel gilt das auf jeden Fall. Immerhin war er rheinland-pfälzischer Minister-präsident, als 1979 das „Pfälzische Sinfonie-Orchester“ zur „Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz“ wurde.

Bevor er dieses Amt übernommen hatte, war er lange Zeit Kultusminister in der Mainzer Landesregierung gewesen – und hatte maßgeblich die Schullandschaft geprägt, in der mein Mann und ich zum Abitur geführt wurden.

Genug Gesprächsstoff also für das Auffrischen von Erinnerungen an eine Zeit, die wir aus unterschiedlichem Blickwinkel betrachten konnten. Und zum Abschluss des Festkonzerts – nach den letzten Takten von Beethovens „Fünfter“ erhoben wir uns gemeinsam von unseren Ehrenplätzen, um das Geburtstagskind mit stehenden Ovationen zu feiern.

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Sa

15

Feb

2020

Ein Mann für alle Töne

Heute begrüßte er mich in edlem Zwirn. Schließlich gab es was zu feiern – die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz hatte zu ihrem „Hundertsten“ in die Jugendstil-Festhalle nach Landau geladen. „Musik zu den Menschen bringen“ – das ist das Motto des Intendanten Beat Fehlmann. Dabei geht der gebürtige Schweizer schon mal ungewohnte Wege.

Bereits seiner Einladung lag ein Kochbuch bei, in dem Ensemblemitglieder ihre Lieblingsrezepte vorstellen. Sein Beitrag: „Kohlrabi tonnato“ – für alle, die kein Fleisch mögen und daher um das klassische „Vitello tonnato“ lieber einen Bogen machen. Und am heutigen Abend wunderte sich der eine oder andere Gast vielleicht über die Bierdeckel auf den Bistrotischen. Beim Umdrehen des vermeintlich unangemessenen Untersetzers fürs Sekt- oder Weinglas dann des Rätsels Lösung: man konnte auf der Rückseite seine Wünsche für das Geburtstagskind notieren. Ein Gästebuch lag allerdings auch aus – für alle, die es lieber klassisch mögen.

Auf seine leise Art verkörpert er einen ganz besonderen Typ eines „Menschenfängers“, der die Menschen, denen er begegnet, für sein Projekt begeistern kann. Beim Umgang mit „der Politik“ kann dies nur von Vorteil sein.

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Di

11

Feb

2020

Willkommen

Wer mich in meinem Büro im Abgeordnetenhaus besucht, findet schon seit einiger Zeit diesen zusätzlichen Gruß über dem Schild, das mich als Mitglied der FDP-Landtagsfraktion kenntlich macht.

Wie wohl die meisten von Ihnen mitbekommen haben, möchten meine Kolleg*innen mich aus eben dieser Fraktion ausschließen. Heute fand im Rahmen des formellen Verfahrens dazu eine Anhörung statt, bei der ich zu den gegen mich erhobenen Vorwürfen Stellung nahm.

Von meiner Seite steht einer weiteren Mitgliedschaft in dieser Fraktion nichts im Wege.

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So

09

Feb

2020

Engagement für die Heimat

Foto: Rainer Claaßen
Foto: Rainer Claaßen

Als mich mein umtriebiger Parteifreund Dr. Paul Peter Baum (links im Bild) im letzten Jahr fragte, ob ich bereit wäre, auf der Jubiläumsfeier des „Heimat- und Verschönerungsvereins Neuwied-Feldkirchen“ den Festvortrag zu halten, zögerte ich mit meiner Zusage nicht lange. Immerhin kann der Verein auf eine lange Geschichte zurückblicken – er wurde am 10. Februar 1895 gegründet! Und da Geschichte schon als Schülerin mein Lieblingsfach gewesen war und ich als Gästeführerin in Ingelheim Interessierte gerne mit auf eine historische Exkursion durch die Rotweinstadt nehme, musste ich mich bei meinen Zuhörer*innen im „Alt Wollendorf“ heute nicht als Fachfremde fühlen.

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Do

06

Feb

2020

Nur gelitten?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

1919 war in deutschen Kinos der Film „Anders als die Andern“ zu sehen, der erstmals das Thema männlicher Homosexualität behandelte. Sein Protagonist, der schwule Violinist Paul Körner wird wegen seiner Beziehung zu seinem Musikschüler Kurt Sivers erpresst. Denn homosexuelle Handlungen standen damals unter Strafe (§ 175). Unter dem Druck, der auf ihm lastet, sieht Körner seinen einzigen Ausweg im Selbstmord. Dieser Film mit düsterem Ausgang wurde heute bei einer Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung im Ingelheimer WBZ gezeigt.

In den Berliner Szenelokalen der jungen Weimarer Republik war zur gleichen Zeit das „Lila Lied“ zu hören. Aus ihm klang die Hoffnung auf eine Abschaffung des umstrittenen § 175:

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Di

04

Feb

2020

Liberales Urgestein

v.l.n.r.: Franz Ringhoffer, Manuel Höferlin, Rudi Klos, MdL Helga Lerch, Michael Julius Schwarz u. Stephanie Steichele-Guntrum
v.l.n.r.: Franz Ringhoffer, Manuel Höferlin, Rudi Klos, MdL Helga Lerch, Michael Julius Schwarz u. Stephanie Steichele-Guntrum

Wenn sich – wie heute die Mitglieder der FDP Mainz-Bingen – die liberale Familie zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung einfindet, dann zeichnet sie gerne Persönlichkeiten aus, die dieser Familie über lange Zeit die Treue gehalten haben. Man bezeichnet solche Mitglieder, die schon etliche Höhen und Tiefen ihrer Familie erlebt haben, gerne als „liberales Urgestein“.

Heute erhielt Rudi Klos aus Aspisheim die wohlverdiente Anerkennung für 50 Jahre Mitgliedschaft in „seiner“ FDP. Es sind Menschen wie er, die in ihrer Region für die Menschen das „Gesicht“ der Partei sind – und diese damit für die Wähler*innen wählbar machen. Dies gilt insbesondere für die kommunale Ebene.

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So

02

Feb

2020

In eigener Sache

Wer mein politisches Wirken verfolgt, kennt mich als Menschen, der die Dinge gern beim Namen nennt. Und so verstehe ich auch meine Arbeit als Landtagsabgeordnete. Die übrigen Mitglieder meiner FDP-Fraktion scheinen damit ein Problem zu haben. Wie Sie den Medien entnehmen können, streben sie meinen Ausschluss aus der Fraktion an. Ihr Vorwurf an mich: fraktionsschädigendes Verhalten...

Ich möchte Sie an dieser Stelle nicht mit Details „quälen“ – nur dies zur Klarstellung:

1. In keiner einzigen Abstimmung des rheinland-pfälzischen Landtags habe ich gegen meine Fraktion gestimmt.

2. Entgegen anderslautender Gerüchte ist es nicht mein Wunsch, die FDP-Landtagsfraktion zu verlassen.

3. Meine Tätigkeit als Abgeordnete orientiert sich an meinen persönlichen Wertevorstellungen und dem Menschenbild des Liberalismus (beides spiegelt sich in den Grundsätzen der FDP).

4. Meine parlamentarische Aufgabe sehe ich nicht in unkritischem Lob der Exekutive. Das Prinzip der Gewaltenteilung, auf dem letztlich ja unsere parlamentarische Demokratie basiert, spricht dem Parlament auch die Aufgabe der Kontrolle der Exekutive zu. Diese Kontrollfunktion darf nicht nur von der jeweiligen Opposition wahrgenommen werden.

5. Für alle Abgeordneten des rheinland-pfälzischen Landtags – also auch für mich – gilt Art. 79 Abs. 2 der Landesverfassung „Sie sind … nur ihrem Gewissen unterworfen und an Aufträge nicht gebunden.“.

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Sa

01

Feb

2020

Goodbye Britannia?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Als das Collegium musicum Mainz das Programm für sein heutiges Semesterabschlusskonzert festgelegt hatte, konnte niemand ahnen, dass dieser Abend ausge-rechnet der Abend von Tag 1 des von den Briten vollzogenen Brexit sein würde. Und so entbehrte das musikalische Motto des Abends – nämlich „Rule Britannia“ – nicht einer gewissen Pikanterie; worauf auch Universitätspräsident Prof. Dr. Georg Krausch in seiner Begrüßung der Ingelheimer kING hinwies. Und bei dieser Gelegenheit rief er auf die besonderen „Beziehungen“ der Mainzer Universität zur europäischen Idee hin. Am 13. Januar 1950 hatte nämlich Robert Schumann, der Vater der europäischen Einigung“ vor Studenten der Mainzer Universität seine Gedanken formuliert, die später zur Gründung der Montanunion als Vorläufer der Europäischen Union führten.

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Di

28

Jan

2020

Museum mit Ideen

v.l.n.r.:  MdL Helga Lerch, Dr. Alexander Schubert,  Staatssekretär a.D. Günter Eymael u. Susanne Schilz
v.l.n.r.: MdL Helga Lerch, Dr. Alexander Schubert, Staatssekretär a.D. Günter Eymael u. Susanne Schilz

Wer unter dem Namen „Historisches Museum der Pfalz“ langweilige und verstaubte museale Atmosphäre erwartet, wird schnell eines Besseren belehrt. Oder hätten Sie an diesem Ort eine Sonderschau zu Marilyn Monroe vermutet? Gerade mit seinen Sonderausstellungen geht das Haus von Museumsdirektor Dr. Alexander Schubert und seiner Referentin Susanne Schilz konsequent einen Weg, der gerade für Familien den Museumsbesuch zu einem Erlebnis macht. Das konnte auch das regionale FDP-„Urgestein“ Ex-Staatssekretär Günter Eymael bestätigen.

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Mo

27

Jan

2020

Liberale Frauenpower

Da konnte sich FDP-Chef Christian Lindner einmal so richtig als „Hahn im Korb“ präsentieren, beim heutigen Treffen liberaler Frauenpolitikerinnen in Berlin, an dem ich für die rheinland-pfälzische FDP-Landtagsfraktion teilnahm.

Das Treffen war allerdings keineswegs als bloßer Werbe-Gag für die Partei und ihren Vorsitzenden gedacht. Vielmehr sollen sich die für die Bereiche Gleichstellung und Frauenförderung zuständigen liberalen Landespolitikerinnen im Rahmen einer AG „Frauen und Gleichberechtigung“ auf Bundesebene vernetzen und einen intensiven Meinungsaustausch pflegen.

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Mo

27

Jan

2020

Anders als die Anderen?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Schon zu allen Zeiten gab es Menschen, die ihr ganz persönliches Liebesglück nicht in der klassischen Zweier-Beziehung von Mann und Frau sahen. Sie sehen dies eher in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung erreicht. Doch lange Zeit schien die Gesellschaft nicht bereit, diesen ganz persönlichen Lebensentwurf zu akzeptieren. Lesben und Schwule mussten leiden – wie es im „Lila Lied“ heißt.  Und dieses Leiden begann in Deutschland damit, dass Homosexualität unter Strafe gestellt wurde (§ 175). Im Dritten Reich wurden Homosexuelle gar ins KZ geschickt, wo sie an ihrer Kleidung einen rosa Wimpel tragen mussten. Doch wer nun geglaubt hatte, dass die Stigmatisierung dieser Menschen mit dem Ende der NS-Diktatur auch ihr Ende gefunden hätte, der sah sich getäuscht. Auch in der Bundesrepublik Deutschland galt weiterhin der unsägliche § 175. Erst 1994 wurde er ersatzlos aus dem Strafgesetzbuch gestrichen 

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Sa

25

Jan

2020

Hilfe kommt an

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Als ich vor Weihnachten zu einer Aktion aufrief, mit der eine Sozialklinik in Athen mit gespendeten Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln unterstützt werden soll, konnte ich nicht ahnen, wie groß die Hilfsbereitschaft der Menschen in meiner Region ist. Auch heute klingelten wieder Menschen bei mir, die meinen Aufruf zum Anlass genommen hatten, nicht mehr benötigte – aber noch gebrauchsfähige – Medikamente einer sinnvollen Verwendung zuzuführen.

Und ihre Freude war groß, als ich ihnen mitteilen konnte, dass die ersten Hilfspakete wohlbehalten in der Klinik angekommen sind. Natürlich freute auch ich mich über ihr Lob für mein Engagement. Doch ich vergaß nicht, ihnen auch zu sagen, dass sie in ihr Lob bitte auch die rheinland-pfälzische Landtagsverwaltung und deren Poststelle mit einschließen sollten – denn ohne die könnte ich das Projekt kaum „stemmen“!

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Fr

24

Jan

2020

Besuchermagnet

Heute führte mich meine Tour durch die vielfältige rheinland-pfälzische Museumslandschaft nach Trier. Das dortige Rheinische Landesmuseum ist seit Jahren ein echter Besuchermagnet. Jüngst erlagen sogar dreiste Einbrecher dem Reiz einiger Exponate. Ihr Raubzug schlug zwar fehl – doch Museumsdirektor Dr. Marcus Reuter (Bildmitte) und GDKE-Chef Thomas Metz (rechts im Bild) zeigten mir die Vitrine mit den Spuren des Einbruchs.

Natürlich sind die Hinterlassenschaften der Römer – und dies auch im Museum – ein triftiger Grund für einen Besuch in der Stadt, die sich über Jahre hinweg mit Mainz einen „Wettbewerb“ um den Rang als älteste Stadt des Landes lieferte.

Und für alle „Römerzeit-Fans“ schon hier ein wichtiger Hinweis: Im Jahr 2022 steht in Trier eine große Ausstellung zum Thema „Untergang des Römischen Reiches“ an. Mein Rat: unbedingt vormerken!

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Mi

22

Jan

2020

Mehr Förderschullehrkräfte

v.l.n.r.: Schulleiter Claus-Werner Dapper, MdL Helga Lerch,  Yvonne Bless u. Christina Spichtinger (beide SEB)
v.l.n.r.: Schulleiter Claus-Werner Dapper, MdL Helga Lerch, Yvonne Bless u. Christina Spichtinger (beide SEB)

Die Zahl der Kinder mit erheblichem Förderbedarf steigt kontinuierlich - und viele Eltern schicken ihr Kind lieber in eine Förderschule als in eine Schwerpunktschule. Aber die Förderschulen klagen zunehmend über personelle Engpässe. So auch die Elisabethenschule in Sprendlingen, bei der ich mir bei meinem heutigen Besuch ein Bild von der angespannten Lage machen konnte.

Längerfristig erscheint es mir ratsam, im Rahmen der geplanten Schaffung einer selbstständigen Universität Koblenz dort auch Förderschulpädagogen auszubilden. Mit einer Erhöhung der Ausbildungskapazität im Land würde so die Möglichkeit geschaffen, eine sich abzeichnende Versorgungslücke bezüglich pädagogischer Fachkräfte zu schließen.

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Di

21

Jan

2020

Pressemitteilung: Massiver Unterrichtsausfall an der Sprendlinger Elisabethenschule

Bei einem Besuch der FDP-Landtagsabgeordneten Helga Lerch an der Sprendlinger Elisabethenschule berichten Schulleiter und Elternvertreterinnen von gravierenden Defiziten bei der Unterrichtsversorgung.

Die Sprendlinger Elisabethenschule braucht dringend Verstärkung. Ohne zusätzliches Personal kann der Unterricht an der Förderschule mit dem Schwerpunkt ganzheitliche Entwicklung nicht mehr sichergestellt werden. Das Kollegium arbeitet seit Monaten am Limit, wie Schulleiter Claus-Werner Dapper bei einem Besuch der FDP-Landtagsabgeordneten Helga Lerch verdeutlichte. Grund ist der massive Unterrichtsausfall, der bei den beamteten Förderschullehrern rund 20 Prozent beträgt. Bei den übrigen pädagogischen Fachkräften, etwa Erzieher oder Sozialarbeiter, sei sogar von 25 Prozent Ausfallzeiten auszugehen, sagte Dapper im Gespräch mit der bildungspolitischen Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion. Und das sind nur die offiziellen Zahlen. „Der tatsächliche Ausfall ist viel, viel höher“, betonte Dapper und verwies auf die drastischen Konsequenzen für das Kollegium: „Die restlichen Lehrkräfte im Haus werden durch die Mangel gedreht.“

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Di

21

Jan

2020

Klartext: Unterrichtsausfall

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Es gibt wohl kaum ein Bundesland, in dem nicht über den Ausfall von Schulunterricht geklagt wird. Auch Rheinland-Pfalz macht da keine Ausnahme. Doch was ist eigentlich genau unter dem Begriff „Unterrichtsausfall“ zu verstehen?

Da gibt es zunächst einmal den strukturellen Unterrichtsausfall. Das ist rein rechnerisch die Differenz zwischen dem von einer Schule für das Schuljahr geplanten und dem tatsächlich realisierbaren Unterrichtsangebot. Dies muss durch die vorhandenen Lehrerstellen abgedeckt werden – was der Schulleitung bei der Planung schon Schweißperlen auf die Stirn treibt. Natürlich strebt jede Schulleitung für diesen strukturellen Unterrichtsausfall den Wert „Null“ an und kämpft bei der ADD um jede Nachkommastelle bei der Lehrkraftzuweisung („Wir brauchen noch dringend jemanden für vier Stunden Chemie …“).

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Sa

18

Jan

2020

Unterhaltung mit Haltung

Unter dieser knappen – aber treffenden – Formulierung fassen Kritiker gerne zusammen, was Maren Kroymann ihrem Publikum auf der Bühne präsentiert. Dafür wurde sie schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Heute kam nun ein weiterer hinzu. Im Staatstheater Mainz wurde ihr die Carl-Zuckmayer-Medaille überreicht.

Ensemblemitglied Klaus Köhler führte bei der Feier mit leichter Hand durch das Programm, das mir und den anderen Gästen einen Einblick in die zahlreichen Facetten der Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin Kroymann ermöglichte. 

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Sa

18

Jan

2020

Pressemitteilung: FDP-Landtagsabgeordnete Helga Lerch besucht das Ingelheimer Museum bei der Kaiserpfalz

Im Rahmen ihrer KulturWinterReise durch Rheinland-Pfalz machte Helga Lerch im Ingelheimer Museum bei der Kaiserpfalz Station. Ein Schwerpunktthema des Gesprächs mit dem Leitungsteam war die neuerliche Verschiebung des seit Jahren geplanten Erweiterungsbaus.

 

Im November 2019 hat Helga Lerch ihre KulturWinterReise gestartet, die sie quer durch die rheinland-pfälzische Museumslandschaft führt. Auf ihrer Agenda stehen nicht nur die großen Museen. „Ich habe bewusst Wert darauf gelegt, auch kleinere Museen zu besuchen“, betonte Helga Lerch, Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion für Kultur, bei dem Informationsaustausch mit Museumsleiterin Dr. Gabriele Mendelssohn und deren Stellvertreterin Dr. Ingeborg Domes. Begleitet wurde die Landtagsabgeordnete von ihrem FDP-Kollegen Magnus Warga, Mitglied im Kulturausschuss der Stadt Ingelheim.

 

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Fr

17

Jan

2020

Klein aber fein...

so charakterisiert sich das Museum bei der Kaiserpfalz in Ingelheim selbst in seinem Internet-Auftritt. In meiner Nebentätigkeit als Ingelheimer Gästeführerin starte ich mit meinen Besuchergruppen genau hier zu der gern gebuchten Kaiserpfalz-Führung. Und die Info-Tafel im Hintergrund veranschaulicht die Regierungspraxis zur Zeit Karls des Großen – das Reisekönigtum.

Heute hatte ich mich gemeinsam mit meinen Mitarbeitern sowie Magnus Warga von der Ingelheimer FDP im Rahmen meiner Tour durch die regionale Museumslandschaft zu einem Meinungsaustausch mit Dr. Mendelsohn und Dr. Domes getroffen, denen „ihr Haus“ wirklich eine echte Herzensangelegenheit ist. Und so sehnen sie den Tag herbei, an dem endlich Fakten hinsichtlich der lange versprochenen Umgestaltung und Erweiterung ihres Wirkungsfeldes geschaffen werden.

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Do

16

Jan

2020

Ländersache Bildung

v.l.n.r.:  MdL Helga Lerch, Ministerin Dr. Stefanie Hubig, MdL Giorgina Kazungu-Haß
v.l.n.r.: MdL Helga Lerch, Ministerin Dr. Stefanie Hubig, MdL Giorgina Kazungu-Haß

Der Föderalismus ist ein prägendes Element unseres politischen Systems. Die Zuständigkeit in Sachen Bildung liegt dabei in Händen der Länder. Und die 16 Bundesländer verteidigen diese Zuständigkeit mit Vehemenz – nicht immer zum Vorteil der Schülerinnen und Schüler. Doch nicht nur für sie bietet der Bildungs-Föderalismus jede Menge Fallstricke. Und so setzen die Akteure in der „Bildungsrepublik Deutschland“ Jahr für Jahr ihre Hoffnungen auf die KMK (Kultus-ministerkonferenz). Sie möge doch bitte noch Schlimmeres verhüten.

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Mo

13

Jan

2020

Lindner-Gala

Das Ambiente der Halle 45 im Mainzer Stadtteil Mombach verströmt den ihm eigenen Charme eines industriellen Konversions-Projekts. Aber die Mainzer „Gut Stubb´“ – die Rheingoldhalle – wird gerade nach einem Brandschaden saniert. Also musste man für den Jahresempfang der Wirtschaft hierher ausweichen.

Den Gastredner des Abends schien das nicht zu stören. Von den FDP-Bundesparteitagen in Berlin ist Christian Lindner eine solche Umgebung schließlich gewöhnt.

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Fr

03

Jan

2020

Eltern mitnehmen!

Jürgen Hatzfeld (vlw), Karl-Heinz Fuß (vlw) und MdL Helga Lerch
Jürgen Hatzfeld (vlw), Karl-Heinz Fuß (vlw) und MdL Helga Lerch

Die Zeit „zwischen den Jahren“ kann ich als Abgeordnete auch einmal nutzen, um die Eindrücke aus den zahlreichen Gesprächen Revue passieren zu lassen, die ich mit Interessensvertretern im Bereich „Bildung“ führen konnte. Klagen über echte oder vermeintliche Unzulänglichkeiten sind da ja schon „bildungspolitischer Alltag“.

Bemerkenswert – weil über den Tellerrand des Üblichen hinausgehend – fand ich dabei ganz besonders eine Anmerkung meiner beiden Gesprächspartner vom Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen. Sie beklagten, dass Eltern in zunehmendem Maße mehr an der Art des Schulabschlusses ihrer Kinder interessiert sind (am besten natürlich Abitur!) als an den in den Schulen vermittelten Inhalten und Kompetenzen.

Je mehr ich über diese Feststellung nachdenke, umso lohnender erscheint mir das Engagement aller im weiten Umfeld „Schule“ (und das beginnt bereits mit der Kita) Tätigen, die Eltern auch inhaltlich mitzunehmen. Das erfordert allerdings von Elternseite umgekehrt die Bereitschaft, sich mit diesen Inhalten auch auseinander zu setzen.

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Mi

01

Jan

2020

Neujahrs-Start im Hause Lerch

Wenn ich den Start in das neue Jahr in unserem Ingelheimer Domizil mit einem Bild charakterisieren sollte, dann mit dem Bild links.

Nein – das ist nicht das Ergebnis einer Aufräum-Aktion in unserer Haus-Apotheke! Es ist vielmehr eine Momentaufnahme unserer Sammel-Aktion „Medikamente für Athen“ zur Unterstützung der Arbeit der dortigen Sozialklinik Elliniko. Mit dem Bericht über die Aktion in der Regionalausgabe der Mainzer Allgemeinen Zeitung nahm das Ganze so richtig Fahrt auf. Mittlerweile konnten wir schon über 30 Pakete zusammenstellen. Und zahlreiche weitere Sachspenden sind bereits angekündigt.

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Mo

30

Dez

2019

2020 lässt grüßen

Bevor mein Mann und ich uns nach unserem Theater-Aufenthalt in Herxheim am folgenden Morgen auf die Rückfahrt begaben, wollten wir noch einen gastro-nomischen Tipp überprüfen, den wir bekommen hatten – nämlich das Café Theobald. Das Frühstück sowie die Meisterwerke des Konditoren-Handwerks überzeugten uns restlos. Und ein Kaffee, der eines Meister-Barista würdig gewesen wäre, rundete das Geschmackserlebnis ab.

Gemeinsam mit dem Glückssymbol auf der Kuchen-Theke wünsche ich allen Besucherinnen und Besuchern dieser Website, dass möglichst viele ihrer Wünsche für 2020 in Erfüllung gehen!

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So

29

Dez

2019

Zufallstreffen in Herxheim

Der Besuch eines politischen Stücks wie „Kleine Frau – was nun?“ im Chawwerusch-Theater in Herxheim war offenbar nicht nur für meinen Mann und mich von Interesse. Alexander Schweitzer, Vorsitzender SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag war gleich mit seiner ganzen Familie erschienen.

Spontan meinte er, dieses ungeplante Zusammentreffen müsse man doch eigentlich im Bild festhalten, was seine Frau auch prompt tat. Dass ich – um auch optisch den Eindruck zu erwecken, mit der SPD „auf Augenhöhe“ zu sein – dazu die Bühne als Podest nutzen musste, ist der durchaus beachtlichen Körperlänge des Kollegen geschuldet. Das freundschaftliche Lächeln auf dem Bild ist hingegen nicht „getrickst“ – es ist ehrlich!

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So

29

Dez

2019

Kleine Frau - was nun?

Unter diesem Titel schildert das Ensemble des Herxheimer Chawwerusch-Theaters in einer Eigenproduktion den schwierigen Weg vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zur Verabschiedung der Weimarer Verfassung. Die dramatischen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen auf diesem Weg werden anhand des Schicksals der jungen Luise erlebbar gemacht, die es von der heimischen Pfalz in den brodelnden Moloch Berlin verschlägt.

Dass dieser holprige politische Weg ziemlich genau 9 Monate dauerte, legt für die Macher des Stücks das Bild von einer „Schwangerschaft“ nahe, an deren Ende die „Geburt“ einer demokratischen Verfassung steht. Dass dieses „Kind“ mit einer „Milch“ gesäugt wurde, die „sauer“ war (Kurt Tucholsky), stand als bittere Erkenntnis am Ende des Stücks.

Und als Schauspieler Ben Hergl in seiner Rolle als Erzähler das Publikum mit einem eindringlichen Appell in den Abend entlässt, dass Demokratie ein „zartes Pflänzchen“ sei, welches es mit aller Kraft zu schützen gelte, war wohl auch dem Letzten klar, dass die Macher des Stücks weit mehr auf die Bühne gebracht hatten als einen historischen Stoff.

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Mo

23

Dez

2019

Frohes Fest...

wünsche ich allen Besucher*innen meiner Website, auf der ich Sie über all das auf dem Laufenden halte, was mich politisch bewegt und was ich zu bewegen versuche.

 

Das Bild suggeriert zwar keine „weiße Weihnacht“ – aber das Ambiente vor dem Rathaus in Montabaur versetzte mich dennoch in eine vor-weihnachtliche Stimmung. In diesem Sinne von mir Ihnen allen ein

Frohes Fest

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Do

19

Dez

2019

LMG ... da geht die Post ab!

Wer nach dem Verfolgen meiner bisherigen Website-Beiträge zum Weihnachtskonzert 2019 des LMG in Montabaur glaubt, einen guten Überblick über das Spektrum des musikalischen Schaffens der Schüler*innen gewonnen zu haben, der irrt gewaltig.

Denn mit den Jazzern vom „The Yellow Tone Orchestra“ wurde dem Publikum noch einmal so richtig eingeheizt. Und spätestens jetzt wurde auch dem letzten Zweifler klar, dass in dieser ungewöhnlichen „Musikschule“ nach bestandener Aufnahmeprüfung wirklich alle Schüler*innen ihre ganz persönliche musikalische Nische finden können.

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Do

19

Dez

2019

LMG ... musikalische Kaderschmiede?

Als beim LMG-Weihnachtskonzert Felix Wagner mit seinem Violinen-Spiel das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss, dachte wohl nicht nur ich, dass da ein künftiger Weltstar der klassischen Musik auf der Bühne steht. Gedanken an den Star-Pianisten Martin Stadtfeld, der 2000 am LMG sein Abitur gemacht hatte, drängten sich auf.

Umso größer war dann meine Überraschung als ich hörte, dass der Berufswunsch des jungen Mannes in eine ganz andere Richtung geht – er will Medizin studieren. Ein schöner Beleg für das Leitbild dieser Schule, nach dem Menschen in ihrer Individualität gefördert werden und nicht in eine bestimmte Richtung gelenkt werden sollen.

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Do

19

Dez

2019

LMG ... Weihnachtswünsche

In ihrer Begrüßung der zahlreich erschienen Gäste ließen Schulleiter Richard Moser und Ralf Stammberger vom Schulelternbeirat des Landesmusikgymnasiums Rheinland-Pfalz das abgelaufene Jahr mit seinen Highlights noch einmal Revue passieren. Dabei gaben sie auch zu erkennen, welchen Wunsch ans Christkind sie haben – nämlich die schon längst überfällige Aula mit adäquaten Möglichkeiten für Proben und Konzerte. Für ein Musikgymnasium ist das alles andere als ein exotischer Wunsch! Und so musste man sich wieder einmal mit dem Saal der Stadthalle behelfen.

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Do

19

Dez

2019

LMG ... einzigartig

Das Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz mit Sitz in Montabaur ist die einzige Schule ihrer Art im Land Rheinland-Pfalz. Ziel der Schule ist es, neben dem Erwerb der allgemeinen Hochschulreife eine musikalische Ausbildung zu vermitteln, die zu einem Musikstudium befähigt. So jedenfalls ist es bei Wikipedia nachzulesen. Vor ziemlich genau drei Jahren hatte ich dieser Schule in meiner Funktion als bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion einen ersten Besuch abgestattet. Dabei hatte ich viel über das Selbstverständnis dieses ganzbesonderen Gymnasiums erfahren, bei dem Musik Hauptfach ist. Allen Interessierten kann ich den Imagefilm des LMG empfehlen.

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Mo

16

Dez

2019

KulturWinterReise 3

Heute machte ich auf der dritten Etappe meiner „KulturWinterReise“ durch die rheinland-pfälzische Museumslandschaft erneut Station in Mainz. Im Gutenberg-Museum empfing Museumsdirektorin Dr. Annette Ludwig meinem Mitarbeiter Matthias Fehl und mich zu einem sehr offenen Gespräch über die aktuellen Probleme des Hauses, die ja auch die Mainzer Stadtpolitik beschäftigten. Der Bürgerentscheid über eine architektonische Um- oder gar Neugestaltung des 1901 eröffneten Domizils beherrschte lange Zeit die Schlagzeilen – ohne dass bisher eine endgültige Lösung greifbar ist. Der kontrovers diskutierte „Bibel-Turm“ fiel jedenfalls durch.

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Do

12

Dez

2019

Advent...

sollte ja eigentlich eine besinnliche Zeit sein, die nicht von hektischem Treiben bestimmt wird. Ganz in diesem Sinne begann auch mein heutiger Tag. In St. Peter, der „Hauskirche“ des rheinland-pfälzischen Landtags, nahm ich an der traditionellen ökumenischen Andacht teil, die wieder von Dieter Skala (Katholisches Büro) und Dr. Thomas Posern (Evangelisches Büro) gestaltet wurde. Advent ist ja die Zeit des Wartens auf die Geburt Christi. Und so präsentierte sich heute auch die Krippe in St. Peter – was die Figuren angeht – noch nicht ganz vollständig.

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Do

12

Dez

2019

Forschung in Gefahr?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Es gehört zum politischen Alltag, dass die Hochschulen – egal in welchem Bundesland – über vermeintliche Unterfinanzierung klagen. Und es gehört ebenso zum politischen Alltag, dass die jeweilige Opposition im Parlament diese Klagen aufgreift und der Regierung diese vermeintliche Unterfinanzierung zum Vorwurf macht. So auch in der heutigen Plenardebatte des rheinland-pfälzischen Landtags.

Nach meinem Dafürhalten ist die CDU heute aber dabei übers Ziel hinausgeschossen. Wer in dieser Debatte das Bild einer Gefährdung der Forschung heraufbeschwört, muss sich fragen lassen, ob er allen Ernstes glaubt, dass ein Mehr an Geld auch automatisch ein Mehr an Forschungsergebnissen generiert. Und er muss auch klar sagen, nach welchen Kriterien er Forschungsergebnisse eigentlich bewertet. Da Forschung an Hochschulen sowohl Grundlagenforschung als auch angewandte Forschung sein kann, ist diese Bewertung nicht ganz einfach.

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Di

10

Dez

2019

Kunstfreiheit - ein Auslaufmodell?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Diskussion, zu der der BBK (Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler) Rheinland-Pfalz heute ins Landesmuseum in Mainz eingeladen hatte. Als kulturpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion nahm ich an dem spannenden Diskurs teil.

Im Grundgesetz ist die Freiheit der Kunst verankert. Doch in der öffentlichen Debatte werden der Kunst gerne gesellschaftliche Aufgaben zugeordnet. Und gerade wir als Kulturpolitiker*innen geraten – spätestens bei der Rechtfertigung der Billigung von Haushaltsmitteln zur Kunstförderung – in Versuchung, dies mit der Erfüllung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben durch Künstler*innen zu erklären. Doch wie frei kann eine so „legitimierte“ Kunst überhaupt noch sein?

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Mo

09

Dez

2019

Kuba von innen

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Sind wir ehrlich – schon bei der bloßen Nennung des Wortes „Kuba“ tauchen vor unserem geistigen Auge jede Menge Bilder auf: Rum, Zigarren, bunte US-Oldtimer und bröckelnde Fassaden. Und nicht zu vergessen – Fidel Castro und Ernesto „Che“ Guevara als Ikonen der Revolution.

Sicherlich gehören solche Bilder zum Gesamtbild der Insel. Die Revolutionshelden von einst sind tot und die Insel, auf der die Stationierung sowjetischer Atomraketen um ein Haar den Dritten Weltkrieg ausgelöst hätte, sucht immer noch ihren Weg in eine „neue Zeit“.

Welche Verwerfungen dieser Umbruch, der als Übergang vom Sozialismus zum Kapitalismus ebenso klischeehaft wie unzutreffend beschrieben wird, für die kubanische Gesellschaft mit sich bringt, können wohl einheimische Literaten am treffendsten beschreiben. Einer von Ihnen – Marcial Gala – ist zur Zeit auf einer Lesereise durch Deutschland.

Heute machte er Station in Mainz bei der Landeszentrale für politische Bildung. Diese Gelegenheit zu einem tieferen Einblick in ein Land und eine Gesellschaft, die ich bisher nur „von außen“ kenne, ließ ich mir nicht entgehen.

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Sa

07

Dez

2019

Medicus

„Medicus – Die Macht des Wissens“ – unter diesem Titel präsentiert das Historische Museum der Pfalz in Speyer eine Sonderausstellung, die ein echter Publikumsmagnet zu werden verspricht. Multimedial wird dabei der Wandel der Heilkunst von der Antike bis heute dargestellt – aber auch die unterschiedlichen Vorstellungen über Ursache und Wesen von Krankheiten. Und so erlebt der Besucher Quacksalber und Scharlatane des Mittelalters ebenso wie neuzeitliche „Halbgötter in Weiß“ in ihrem Bemühen um die Heilung und Gesundung ihrer Kundschaft.

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Fr

06

Dez

2019

KulturWinterReise 2

Heute führte mich die zweite Etappe meiner „KulturWinterReise“ durch die rheinland-pfälzische Museumslandschaft praktisch gerade einmal „um die Ecke“ vom Abgeordnetenhaus - ins Landesmuseum Mainz. Dort wurde ich zusammen mit meinem Mitarbeiter Matthias Fehl schon von Museumsleiterin Dr. Birgit Heide und Thomas Metz von der GDKE (Generaldirektion Kulturelles Erbe RLP) erwartet.

Von beiden erhielten wir als „Sahnehäubchen“ auf ohnehin schon interessante Gespräche auch noch eine exklusive Führung durch die aktuelle Sonderausstellung, die dem „Bauhaus“-Jubiläum gewidmet ist. Wer das Foto in diesem Beitrag genauer anschaut, wird auch gleich auf drei Bereiche hingewiesen, denen der „Bauhaus“-Stil seinen markanten Stempel aufgedrückt hat: Architektur, Design und Schrift. Noch bis Januar 2020 können Sie in der Ausstellung zahlreiche Exponate sehen, die Ihnen irgendwie bekannt vorkommen – obwohl sie schon ein gutes Jahrhundert „auf dem Buckel“ haben. Und so wirken die Schwingerstühle oder gläserne Teetassen wie aus dem aktuellen Angebot einer Geschenkboutique – eben zeitlos modern und überhaupt nicht museal. 

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Do

05

Dez

2019

Politik ohne Frauen?

v. l. n. r.:  MdL Helga Lerch, Prof. Dr. Rita Süssmuth, Katharina Franke u. Hendrik Hering
v. l. n. r.: MdL Helga Lerch, Prof. Dr. Rita Süssmuth, Katharina Franke u. Hendrik Hering

Unter diesem bewusst provokanten Titel hatte „Hausherr“ Hendrik Hering zur 5. Demokratie-Veranstaltung in den rheinland-pfälzischen Landtag eingeladen. „Was muss sich verändern, damit sich mehr Frauen politisch engagieren?“ – dieser Frage ging er mit der ehemaligen Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth in einer Podiumsdiskussion nach. Und einige weibliche Landtagsabgeordnete – darunter auch ich – gaben Einblicke in ihren ganz persönlichen Weg in die Politik.

Beim anschließenden get-together in der Steinhalle traf ich Katharina Franke, die ich schon in meiner Zeit als Schulleiterin am Gymnasium Nackenheim als sehr engagierte Lehrkraft kennengelernt hatte. Jeder der Frauen auf dem Bild ist klar, dass es für sie in ihrer Berufswelt keinen „Frauen-Bonus“ gibt – und den beanspruchen sie auch nicht.

Im Politikbetrieb wird gerade ein „Paritätsgesetz“ als probates Mittel zur Anhebung des Frauenanteils in Parlamenten ins Spiel gebracht. Ich lehne eine solche Lösung des Problems ab, durch die ich bei meinen männlichen Kollegen schnell als „Quotenfrau“ abgestempelt wäre. Da ecke ich schon lieber durch eine nicht immer stromlinienförmige Haltung an. Landtagspräsident Hering hat mich schon häufiger in dieser konsequenten Haltung erlebt. Und auch Frau Prof. Dr. Süssmuth haftet sicher nicht das Image einer konformistischen Politikerin an.

Vielleicht sind wir – was das angeht – „Schwestern im Geiste“. Und daher mein Rat an alle Frauen, die in die Politik gehen wollen: Seid einfach ihr selbst.

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Mi

04

Dez

2019

Pisa-Schock

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Als ich heute in die Sitzung des Bildungsausschusses des Landtags ging, war mir klar, dass die Ergebnisse der Pisa-Studie 2018, die am Vortag veröffentlicht worden waren, zwangsläufig zur Sprache kommen würden. Im internationalen Vergleich waren deutsche Schüler*innen in allen drei erfassten Kernkompetenzen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften abgerutscht.

Da hilft Schönreden ebenso wenig wie das Zuschieben eines politischen „Schwarzen Peters“ an die Adresse des politischen Gegners. Jeder, der vollmundig „weltbeste Bildung“ in Deutschland fordert, muss wissen, dass er dafür Geld in die Hand nehmen muss – und zwar richtig viel. Da die finanziellen Ressourcen aber – nicht nur in Rheinland-Pfalz – begrenzt sind, müssen Mehrausgaben im Bildungsbereich zwangsläufig zu Lasten anderer Bereiche erfolgen. Und im Gegensatz zu manch anderem Bereich, in dem nach der Schaffung zusätzlicher Stellen das Problem besteht, diese mit geeignetem Personal zu besetzen, haben wir genügend gut ausgebildete Lehrkräfte, die sofort eingesetzt werden könnten – zum Wohle unserer Kinder. Man muss das nur politisch wollen!

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Di

03

Dez

2019

Beliebt bei Studis

Mit ihren drei Standorten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken ist die Hochschule Kaiserslautern (HSKL) ein praktischer Beleg für die Bemühungen der Politik in Rheinland-Pfalz, dem Bundesland „aus der Retorte“ auch durch die ausgewogene Berücksichtigung der Regionen bei der Auswahl von Hochschul-Standorten ein „Wir-Gefühl“ zu vermitteln. Der Standort Kaiserslautern der HSKL kann in diesem Jahr bereits seinen 60. Geburtstag feiern. Die rund 2.500 Studierenden setzen dabei eine mehr als 160-jährige Tradition pfälzischer Ingenieur-Ausbildung fort – und das auf einem ebenso traditionsreichen Gelände. Der Torbogen auf dem Bild markierte früher den Eingang zur „Kammgarn“, der Spinnerei, die 1981 in Konkurs gegangen war. 

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Di

26

Nov

2019

Medikamente für Athen

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Jeder dritte Grieche kann sich heute die staatliche Krankenversicherung nicht mehr leisten. Wird er dennoch krank, bleibt ihm nur noch der Weg zu einer der kostenfreien und ehrenamtlich geführten Sozialkliniken. Mit einem Ausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags hatte ich vor einigen Wochen die Athener Sozialklinik Elliniko besucht – eine letzte Anlaufstelle für viele und Symbol der Verzweiflung, die seit Ausbruch der Krise vor über 5 Jahren die Bevölkerung Griechenlands kennzeichnet. Diese Klinik ist auf Sachspenden angewiesen – zum Beispiel „gebrauchte“ Medikamente aller Art, d.h. angebrochene oder neue Packungen von Medikamenten, die aus irgendeinem Grund nicht weiter eingenommen wurden und noch nicht verfallen sind.

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Di

26

Nov

2019

Ganztag machts möglich

Bild (v. l. n. r.): Marco Müller u. Heribert Schieler (beide Schulleitung), Ulrich van Bebber (FDP),  MdL Helga Lerch, André Nursinski-Stolberg (FDP), Christina Steinhausen (FDP),  Hellmut Meinhof (FDP), Berthold Phiesel (FDP) u. Nina Pfeil (Schulleitung)
Bild (v. l. n. r.): Marco Müller u. Heribert Schieler (beide Schulleitung), Ulrich van Bebber (FDP), MdL Helga Lerch, André Nursinski-Stolberg (FDP), Christina Steinhausen (FDP), Hellmut Meinhof (FDP), Berthold Phiesel (FDP) u. Nina Pfeil (Schulleitung)

„Sicherung der Chancengleichheit“ wird als oberstes Ziel auf der Homepage des Are-Gymnasiums in Bad Neuenahr genannt. Dieses Ziel wird zum Beispiel bei den Fünftklässlern auf ungewöhnliche Weise umgesetzt. Wer noch nicht schwimmen kann, muss verpflichtend die AG „Schwimmen“ belegen.

Das war aber nur einer der überraschenden Einblicke, die ich bei meinem heutigen Besuch in den pädagogischen Alltag dieser Schule gewinnen konnte. Und auch meine Begleiter von der örtlichen FDP erhielten überzeugende Antworten auf die oft gestellte Frage „Was machen Schüler*innen denn eigentlich den ganzen Tag über in einer Ganztagsschule?“.

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Sa

23

Nov

2019

Für einen sparsamen Haushalt

Wie immer vor der Debatte um den Haushalt begab sich die erweiterte FDP-Fraktion des Kreistags Mainz-Bingen in Klausur. Auch in diesem Jahr traten wir in Heidesheim zusammen, um die Marschrichtung für diese Debatte festzulegen.

 

Und auch wenn uns andere Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz – einschließlich der Landeshauptstadt – um unsere finanzielle Situation beneiden mögen, werden wir nicht übermütig. So werden wir keine kostenintensiven Anträge zum Haushalt einbringen. Sparsames Haushalten ist angesagt – gerade angesichts einer Konjunkturentwicklung, die nicht garantiert, dass die Steuereinnahmen der öffentlichen Hand in Zukunft in unverminderter Höhe weiter sprudeln werden.

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Mi

20

Nov

2019

Auch das ist Pirmasens

Wenn die Landesschau des SWR über Pirmasens berichtet, dann geht es dabei meist um Negatives wie hohe Verschuldung der Kommune oder hohe Arbeitslosigkeit. Doch die Stadt hat auch andere Seiten. Und die lernten meine Fraktionskollegen Thomas Roth (links im Bild) und Steven Wink (rechts im Bild) und ich im Anschluss an unsere Fraktionssitzung kennen.

Oder hätten Sie gewusst, dass ein neues Verfahren zur schnellen Erkennung des Vorhofflimmerns als Auslöser von Schlaganfall und Demenz aus Pirmasens stammt? Der „SRA-Check-Up“ wurde hier entwickelt – von der Firma apoplex medical technologies GmbH. Es basiert auf einem EKG, das über einen Zeitraum von 1 Stunde in der Arztpraxis aufgenommen wird. Während früher ein Vorhofflimmern nur erkannt wurde, wenn es gerade während dieser Untersuchung auftrat, erlaubt die neu entwickelte Methode das Erkennen von Herzrhythmusstörungen, die bereits einmal zu einem früheren Zeitpunkt aufgetreten waren.

Und das Tollste – diese Untersuchung kostet nur etwa 60 Euro.

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Mi

20

Nov

2019

Schatzkammer

Normalerweise finden die Sitzungen der FDP-Landtagsfraktion im „heimischen“ Ambiente des Abgeordnetenhauses in Mainz statt. Aber ab und zu tagen wir auch einmal außerhalb der Landeshauptstadt. Ein solches „Auswärtsspiel“ hatten wir heute in Pirmasens. Das Hotel der Familie Kunz erwies sich dabei als eine ideale Location – nicht nur wegen des exzellent bestückten Weinkellers.

Aber wir waren ja an diesem Tag zum Arbeiten gekommen – und widerstanden tapfer der Versuchung. So beschränkte sich unser Getränkekonsum auf Nicht-Alkoholisches. Und das in der Pfalz...

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Mo

18

Nov

2019

Schülerfragen

Michael Hütter (SPD), Pia Schellhammer (Grüne), Helga Lerch (FDP) und Jenny Groß (CDU)
Michael Hütter (SPD), Pia Schellhammer (Grüne), Helga Lerch (FDP) und Jenny Groß (CDU)

Sie hatten jede Menge Fragen an uns Landtagsabgeordnete – die Schüler*innen der 10. Klassen des Binger Stefan-George-Gymnasiums, die uns zu einer Podiumsdiskussion eingeladen hatten. Natürlich standen dabei Themen im Vordergrund, die an der Politik interessierte Jugendliche in diesen Wochen ganz besonders bewegen: Klimawandel, Elektromobilität, Wahlalter – um nur einige zu nennen.

Vielleicht lag ich mit meinen Antworten nicht immer auf der gleichen Linie mit den Fragestellern – aber sie waren ehrlich. Und diese Ehrlichkeit schulden wir als Politiker*innen allen Bürger*innen – auch wenn sie noch nicht wahlberechtigt sind. Und ich glaube, dass die jungen Menschen ein feines Gespür dafür haben, ob man mit ihnen bei einer solchen Diskussion auf Augenhöhe begegnet oder sich nur plump anbiedern will. Und wenn sie lediglich die Meinung unserer jeweiligen Partei hätten erfragen wollen, dann hätten sie diese bequem im Internet gefunden. So aber konnten sie heute die Gelegenheit nutzen, den Menschen auf den Zahn zu fühlen, die solche Parteiprogramme in konkrete Politik umsetzen wollen.

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So

17

Nov

2019

Volkstrauertag

Seit 1952 hat der Volkstrauertag einen festen Platz im deutschen Kalender, Zwei Sonntage vor dem 1. Advent gedenken wir der Toten der beiden Weltkriege. Diesem Gedenken hat sich der „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge verschrieben. Die heutige Landesfeier dieses Gedenktags fand in der Binger Basilika Sankt Martin statt. Zusammen mit meinem Mann war ich der Einladung gefolgt.

 

 

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Sa

16

Nov

2019

Bauernprotest

Im Alpenvorland lernte ich schon vor Jahren eine originelle Form des Protests in der Agrarwirtschaft kennen. An ihren Höfen warben Milchbauern mit Aufstellern in Form einer schwarz-rot-goldenen Kuh für faire und auskömmliche Milchpreise. Seit einiger Zeit ist auch bei uns eine andere auffällige Form des Protests von Landwirten und Bauern zu sehen. Mit grünen Kreuzen, die sie gut sichtbar für Autofahrer und Spaziergänger in ihren Wingerten und Obstgärten oder auf ihren Feldern aufgestellt haben, wehren sie sich gegen die Verunglimpfung ihres Berufsstands in der öffentlichen Diskussion als „Naturzerstörer“.

Leider zeugt die Argumentation vieler dieser Gut-Menschen, die Tierhalter und Landwirte so wortreich an den Pranger stellen, von wenig Sachkenntnis. Man sieht sich selbst lieber auf der Seite der Guten – und die Agrarbranche eben auf der Seite der Bösen, die ihrem Profitstreben Tierwohl und Umwelt bereitwillig opfern.

Eine sehr bequeme Haltung – frei nach dem Motto „Was interessieren mich Fakten, wenn ich eine Meinung habe!“. Leider ist dies alles gar nichts Neues. Schon vor Jahrzehnten bediente ein Büttenredner der Mainzer Fassenacht das Klischee vom Bauern, der nur so im Geld schwimmt, mit dem Vers „Kauft nur bei deutsche Bauersleit´- sonst macht Mercedes Kurzarbeit!“.

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Fr

15

Nov

2019

KulturWinterReise 1

Herbert Speyerer, Prof. Dr. Andreas Schmauder, MdL Helga Lerch, Thomas Metz (GDKE), Sven Schillings, Arnold Thieltges u. Günther Bomm (v. l. n. r.)
Herbert Speyerer, Prof. Dr. Andreas Schmauder, MdL Helga Lerch, Thomas Metz (GDKE), Sven Schillings, Arnold Thieltges u. Günther Bomm (v. l. n. r.)

Rheinland-Pfalz hat eine vielfältige Museumslandschaft. Die zu erkunden macht einfach Spaß. Und wenn wir im Landtag über Anliegen der Museen beraten, ist es sicher kein Fehler, diese Museen aus eigener Anschauung zu kennen. Also fasste ich den Entschluss, mich im Winter-Halbjahr auf eine „KulturWinterReise“ zu begeben.

Den Anfang machte ich heute in Koblenz, wo ich zusammen mit meinem Mitarbeiter Matthias Fehl und Parteifreunden aus der Region dem dortigen Landesmuseum einen Besuch abstattete.

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Sa

09

Nov

2019

Schicksalstag

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Als „Schicksalstag der Deutschen“ wird er oft bezeichnet – der 9. November. Und in der Tat markiert er Ereignisse, die richtungsweisend für unsere Geschichte waren. An diesem Tag rief 1918 Philipp Scheidemann von einem Fenster des Berliner Reichstags die erste deutsche Republik aus. Am 9. November 1989 fiel die Mauer, die die Menschen in der DDR von den Deutschen im Westen trennte. Ein 9. November markiert aber auch den Beginn des wohl dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte. 1938 entlud sich – geschürt von einer perfide gelenkten Stimmungsmache – blanker Hass gegen die jüdischen Mitbürger*innen.

Die Aktionen der „Reichskristallnacht“ führten schnurstracks zum Holocaust, dem dann nicht nur Juden zum Opfer fielen. Die wahnwitzigen Vorstellungen von Maß-nahmen zur Erhaltung einer vermeintlichen „Reinheit der arischen Rasse“ führten zum barbarischen Abschlachten von Menschen, die diesen Vorstellungen nicht entsprachen.

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Sa

09

Nov

2019

Mauerfall

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Wenn ich heute durch Berlin spaziere, dann habe ich noch die Bilder vor Augen, wie die Stadt beim meinem ersten Besuch aussah. Die Mauer verdeutlichte die Spaltung Deutschlands – und eine Überwindung dieses Zustands schien in unendlicher Ferne zu liegen. War damals die Mauer – noch in tristem Grau und ohne mehr oder minder sinnreiche Graffiti – quasi allgegenwärtig, so ist sie jetzt fast nur noch an in den Boden eingelassenen Markierungen nachvollziehbar.

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Mi

06

Nov

2019

Singendes Rheinland-Pfalz

Wenn wir im Landtag beraten, geht es um mehr als abstrakte Themen. Es geht immer auch um Menschen – Menschen, auf deren Leben sich das Ergebnis unserer Beratungen auswirkt. Wir sollten uns über diese Auswirkungen bewusst sein. Nun sind wir als Abgeordnete nicht Fachleute auf jedem Gebiet, das Gegenstand unserer politischen Arbeit ist. Wir müssen uns also fachkundig machen. Dazu bieten „Parlamentarische Abende“ eine zwanglose Gelegenheit.

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Mo

04

Nov

2019

Mobilität...

war einer der Schwerpunkte der diesjährigen Mitgliederversammlung des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz in Bingen, an der ich heute teilnahm. Das signalisierte bereits die Einladung.

In einem Bundesland, in dem rund ¾ der Arbeitnehmer*innen zwischen Wohnort und Arbeitsstätte pendeln müssen, greifen die überwiegend für urbane Räume diskutierten Vorstellungen kaum – darüber waren sich alle Teilnehmer weitgehend einig. Ländliche Räume brauchen andere Lösungen.

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Mo

04

Nov

2019

Hass und Gewalt...

Bild: pixabay
Bild: pixabay

scheinen in unserer Gesellschaft immer mehr um sich zu greifen. Auch wenn dies nicht das Thema der heutigen Mitgliederversammlung des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz war, griffen es Landtagspräsident Hendrik Hering und Innenminister Roger Lewentz dennoch auf. Beide beklagten eine Verrohung in Teilen der Gesellschaft.

Darunter haben auch Politiker*innen zu leiden. Längst bleibt es in den sozialen Medien nicht bei „Dislikes“. An ihre Stelle treten immer stärker Hass-Postings – bis hin zur Androhung von Gewalt. Geschieht dies meist noch in der Anonymität des Internets, so kommt es immer öfter auch zur tatsächlichen Ausübung verbaler oder gar physischer Gewalt gegen gewählte Volksvertreter.

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So

03

Nov

2019

Bonifatiuswerk

Das Pontifikalamt im Hohen Dom zu Mainz stand auch im Zusammenhang mit dem 170. Geburtstag von Bonifatius, dem „Missionar der Deutschen“. In der Briefmarkensammlung meines Mannes findet sich die 2004 herausgegebene Sondermarke aus Anlass der Wiederkehr seines Todestages. Zu Mainz hatte er eine besondere Beziehung. Immerhin war er von 745 bis 754 dort Erzbischof.

Sein Entschluss, seine englische Heimat zu verlassen und auf dem Festland die Menschen zum christlichen Glauben zu bekehren, prädestiniert ihn geradezu zum Namensgeber für das 1849 gegründete Bonifatiuswerk, das seine Aufgabe heute darin sieht, Menschen in einer zunehmend an profanen Werten ausgerichteten Gesellschaft einen an christlichen Idealen orientierten Wertekompass an die Hand zu geben.

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So

03

Nov

2019

Bischöfe in der Diaspora

Die von Gundula Gause charmant moderierte Feier zur Verleihung des Bonifatius-Preises brachte gleich zu Beginn einige der „weltlichen“ Besucher zum Schmunzeln. Als zum Beispiel die Band „Patchwork“, die schon beim morgendlichen Pontifikalamt im Dom für „flotte“ Musik gesorgt hatte, zu den Instrumenten griff, konnte sich Zbigņevs Stankevičs, Erzbischof von Riga, einige swingende Bewegungen nicht verkneifen. Nicht nur mich erinnerte das an eine Szene aus dem Film „Sister Act“.

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So

03

Nov

2019

Tradition und Moderne

Für mich als evangelische Christin ist die Teilnahme an einem Pontifikalamt im Hohen Dom zu Mainz nichts Alltägliches. Nicht alltäglich war auch der Anlass – nämlich die Eröffnung der „Diaspora-Aktion 2019“. Sie steht unter dem Motto „Werde Glaubensstifter!“ und hat in diesem Jahr insbesondere die Katholiken im Fokus, die in Regionen leben, in denen sie eine religiöse Minderheit darstellen. Dies gilt zum Beispiel für Nordeuropa. Daher wirkten neben dem „Hausherrn“ Bischof Dr. Peter Kohlgraf auch zahlreiche Bischöfe aus den nordischen Ländern beim Zelebrieren des Pontifikalamts mit.

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Do

31

Okt

2019

Visionen für Ludwigshafen

Konrad Reichert, MdL Helga Lerch und Intendant Beat Fehlmann
Konrad Reichert, MdL Helga Lerch und Intendant Beat Fehlmann

Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ist ein Klangkörper, der weit über die Grenzen des Landes hinaus einen exzellenten Ruf genießt. Das belegen nicht zuletzt Weltstars der Opernbühne wie Anna Netrebko, Elīna Garanča oder Juan Diego Flόrez, die bei Tourneen gerne mit diesem Orchester zusammenarbeiten.

Seit gut einem Jahr zeichnet Beat Fehlmann als Intendant für den Philharmonie-Betrieb verantwortlich. Zeit für einen Besuch also.

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Di

29

Okt

2019

Mehr Demokratie wagen...

auch in der Schule. Mit diesem politischen Motto, das die Schülerinnen und Schüler unserer Tage bestenfalls noch aus Berichten über die Zeit des Entstehens der ersten sozialliberalen Koalition der Bundesrepublik Deutschland kennen, könnte man ein Anliegen im Entwurf der Landesregierung zur Änderung des rheinland-pfälzischen Schulgesetzes skizzieren – eines Gesetzes, das im Kern auf das Jahr 2004 zurückgeht.

Unter dem Begriff „Demokratisierung“ ist hier in erster Linie die gesetzliche Verankerung der Mitwirkungsrechte von Schülerinnen und Schülern zu verstehen, was auch meine heutigen Gesprächspartner Jean Matthias Dilg (im Bild links) und Lucas Fomsgaard (im Bild rechts) von der Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz (LSV) begrüßen.

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So

27

Okt

2019

Arrivederci Verona

Heute geht es schon wieder zurück. Am Morgen bestand noch einmal die Gelegenheit, sich persönlich von der Stadt zu verabschieden – jener Stadt, mit der ihre Besucher so Unterschiedliches in Verbindung bringen:

  • Dante, den Autor der „Göttlichen Komödie“, der hier lebte.
  • Romeo und Julia, das wohl bekannteste Liebespaar der Weltliteratur.
  • die Opernfestspiele in der Arena di Verona.

Mein Abschiedsfoto entstand an der Etsch (Adige), über die man in die historische Altstadt gelangt. Aber mit diesem Abschied ist keine Sentimentalität verbunden …

... denn ich werde wieder hierher kommen – oder wie es bei meinem „Stamm-Italiener“ in Ingelheim so schön heißt: Alla prossima volta!

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Sa

26

Okt

2019

Noch ein Highlight...

erwartete die Mitglieder des Kreisausschusses des Kreistags Mainz-Bingen am Nachmittag dieses Tages, der in der Stadt mit dem herzlichen Empfang durch die Provinzregierung schon so verheißungsvoll begonnen hatte.

Es ging mit dem Bus in Richtung Monte Baldo – vorbei an den Wassern des Gardasees. In Malcesine vertrauten wir uns der Seilbahn Funivia Malcesine Monte Baldo an, die uns mit ihren drehenden Kabinen (toller Rundum-Blick!) auf 1.760 m Höhe brachte.

Dort erwarteten uns ein grandioses Panorama und eine reizvolle Landschaft mit einer einzigartigen Pflanzenwelt. Beides wird nicht ohne Grund in der Tourismuswerbung in höchsten Tönen angepriesen.

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Sa

26

Okt

2019

Veroneser Impressionen 2

Bereits 1405 kam Verona unter venezianische Herrschaft, die erst 1797 durch den „Frieden von Campoformio“ und das Ende der Republik Venedig nunmehr von den Österreichern abgelöst wurde. Das venezianische Erbe der Stadt Verona begegnet jedem Besucher der Stadt auch an den Marktständen auf der „Piazza delle Erbe“. Hier war schon zu Zeiten der Römerherrschaft das Forum, auf dem sich das öffentliche Leben abspielte. Schon damals dürften Händler dort ihre Waren angeboten haben.

Auch heute ist das Angebot farbenprächtig und verlockend. Und die venezianischen Masken sind zumindest ein beliebtes Fotomotiv.

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Sa

26

Okt

2019

Veroneser Impressionen 1

Das Stadtbild von Verona ist nicht nur durch die Bautätigkeit der Skaliger geprägt, die die Stadt von 1260 bis 1387 regierten und ihr mit dem „Palazzo degli Scaligeri“ einen Prachtbau hinterließen, in dem heute die Provinzregierung Gäste wie die Delegation aus dem Landkreis Mainz-Bingen würdevoll empfängt.

Praktisch um die Ecke zeigt die Säule mit dem geflügelten Löwen, dass die Stadt auch ein venezianisches Erbe hat.

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Sa

26

Okt

2019

Buoni amici...

Helga Lerch mit Manuel Scalzotto
Helga Lerch mit Manuel Scalzotto

sind sie schon seit 1952. Damals begründeten der Landkreis Bingen und die Provinz Verona die erste kommunale Partnerschaft einer Gebietskörperschaft der noch jungen Bundesrepublik. Mit der Verwaltungsreform 1969 entstand der neue Landkreis Mainz-Bingen, der diese Partnerschaft übernahm.

Von Beginn an wurde diese Partnerschaft von den Menschen „gelebt“ – auf der Ebene von Gemeinden, Vereinen und Familien. Dass dies auch künftig so sein wird, daran ließ Manuel Scalzotto, der neue Präsident der Provinz Verona, beim Empfang seiner politischen Gäste im traditionsreichen Ambiente des Skaliger-Palastes keinen Zweifel. Dass es sich dabei nicht um irgendwelche Floskeln handelt, nimmt man dem sympathisch und herzlich auftretenden Gastgeber sofort ab. Und die Tatsache, dass er – nicht zuletzt wegen seines Studiums in Deutschland – perfekt Deutsch spricht, lässt auf zusätzliche Impulse für eine ohnehin schon rege Zusammenarbeit hoffen. Erste Ideen wurden beim heutigen Treffen schon einmal ausgetauscht.

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Do

24

Okt

2019

Und noch einmal Danke!

„Ein Indianer kennt keinen Schmerz …“ – so ein flapsiger Spruch, wenn man trotz Schmerzen an seinem Arbeitsplatz erscheint. Dies traf gestern auch auf den „Indianer“ Helga Lerch zu, der einen Tag nach einer schmerzhaften mehrstündigen Zahn-OP pflichtbewusst den Arbeitsplatz Landtag aufsuchte, um dort an der Debatte im Plenum teilzunehmen. Wenig Nachtschlaf und eine hauptsächlich aus Pudding bestehende Nahrungszufuhr waren keine solide Grundlage für diesen Tag. Und das Trinkverbot im Plenarsaal (sollte man vielleicht doch noch einmal überdenken!) trug auch nicht gerade zur Stärkung meiner Konstitution bei. Meine Redebeiträge schaffte ich noch – aber dann …

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Mi

23

Okt

2019

Plenarrede zu Regulierungsmethoden des Unterrichtsausfalls

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Mi

23

Okt

2019

Plenarrede zum IQB-Bildungstrend

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Mo

21

Okt

2019

Hebammen

Bild: pixabay
Bild: pixabay

So romantisch die Vorstellung auch sein mag – es ist nicht Adebar, der die Babys quasi per Luftfracht überbringt. Noch müssen Schwangere ohne seine Hilfe auskommen. Dafür stehen ihnen Hebammen vor, während und nach der Geburt eines neuen Erdenbürgers mit Rat und Tat zur Seite. Das war schon immer so und ist nicht erst eine Errungenschaft der Neuzeit. Der Beruf der Hebamme ist einer der ältesten Frauenberufe – und bereits in Wandmalereien im Ägypten der Pharaonen-Zeit dokumentiert.

 

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Fr

18

Okt

2019

Danke!

Die vier Tage in Athen waren für mich und sicher auch alle anderen Mitglieder der Delegation des Landtagsausschusses für Gleichstellung und Frauenförderung ebenso aufschlussreich wie angenehm. Dafür möchte ich an dieser Stelle Dank sagen an alle, die dazu beigetragen haben – von der Landtagsverwaltung über unsere Dolmetscherin bis hin zu unseren interessanten Gesprächspartnerinnen und –partnern. Und natürlich auch der Deutschen Botschaft in Athen, die uns zu einem Empfang in den Vorort Vrilissia eingeladen hatte. Selbst Fee, der Hund der Ständigen Vertreterin der Botschaft, Frau Heike Dettmann, stellte dabei geschliffenes diplomatisches Auftreten unter Beweis.

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Fr

18

Okt

2019

Akropolis adieu...

... ist der Titel eines Schlagers, mit dem Mireille Mathieu 1971 beim deutschen Publikum Griechenland-Sehnsüchte weckte. Beim abendlichen Blick von Athens Stadtberg kam mir dieses Lied unwillkürlich in den Sinn. Es war zwar nicht – wie einst getextet – September in Athen. Doch auch mein Aufenthalt im Oktober hat bei mir eine Menge an Eindrücken hinterlassen, die sicher in meine politische Arbeit in heimischen Gefilden einfließen werden.

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Fr

18

Okt

2019

Wege aus der Krise 3

Am letzten Tag unseres Besuchs konnten wir als Mitglieder des Landtagsausschusses für Gleichstellung Frauenförderung noch einen Aspekt der griechischen Krise kennen lernen – und wie man ihr durch persönliches Engagement begegnet. Georgios Vichas (im Bild) verabschiedete gerade eine seiner Patientinnen in der Sozialklinik Elliniko.

2011 richtete eine Gruppe von Ärzten und Apothekern Baracken auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens für die medizinische Versorgung von Menschen her, die durch die Maschen der staatlichen Einheitsversicherung EOPYY gefallen waren. Und das waren in der Krise des Landes immerhin rund ein Drittel der Bevölkerung. Sie konnten sich diese Versicherung einfach nicht mehr leisten!

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Do

17

Okt

2019

Wege aus der Krise 2

Ihre Häufung im Athener Stadtbild ist schon auffällig. Unsere Gastgeber erklärten den Besuchern vom Landtagsausschuss für Gleichstellung und Frauenförderung, was es mit diesen Kiosken auf sich hat. Denn es sind keine normalen Verkaufsstellen für Touristenbedarf oder ähnliche Artikel.

Früher konnten sich Kriegsversehrte mit solchen Kiosken ein bescheidenes Zubrot verdienen. Heute können Arbeitslose eine Genehmigung für einen Kiosk beantragen und so den Sprung in die Selbstständigkeit wagen. Und wenn ihr Kiosk sich an einem stark frequentierten Punkt der Stadt befindet, kann sich ihr „Start-up“ zu einer kleinen Goldgrube entwickeln.

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Do

17

Okt

2019

Wege aus der Krise 1

Gleich zu Beginn unseres Athen-Aufenthalts hatte uns das Team von der Obdachlosen-Zeitung „Shedia“ mit den Schattenseiten der griechischen Hauptstadt bekanntgemacht – und mit den Menschen, die durch die Krise des Landes zuerst ihre Arbeit und dann auch noch ihre Wohnung verloren.

Wenn diese Menschen aus Papier Lampen fertigen und diese dann auch noch verkaufen können, ist dies ein erster – wenn auch kleiner – Schritt, der ihnen hilft, nicht auch noch den Glauben an sich selbst zu verlieren.

 

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Do

17

Okt

2019

Griechische Krise

Hier blicken mein Kollege Sven Teuber (SPD) und ich noch entspannt in die Kamera. Doch was uns und den anderen Mitgliedern der Delegation des Landtagsausschusses für Gleichstellung und Frauenförderung wenig später vom Leiter des Sozialausschusses des griechischen Parlaments an Fakten präsentiert wurde, war ernüchternd.

Von 2009 bis 2016 war das Bruttoinlandsprodukt in Griechenland um 25 % (!) zurückgegangen. Der Staat musste mit einem rigiden Programm gegensteuern: Erhöhung von Steuern und Sozialabgaben bei gleichzeitiger Kürzung der Leistungen der Sozialversicherung. In der Wirtschaft kam es zudem zum massiven Abbau von Arbeitsplätzen. Und als ob dies allein nicht schon zu massiven Problemen in der Gesellschaft geführt hätte, drängten dann auch noch Zehntausende von Flüchtlingen aus Krisenregionen und Kriegsgebieten ins Land.

Welche Wege aus der Krise die Mitglieder einer dermaßen gebeutelten Gesellschaft suchen und auch finden – darüber erfahren Sie mehr in den folgenden Beiträgen auf meiner Website.

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Do

17

Okt

2019

Vorbild Deutschland

OAED-Leiter Protopsaltis bei seinen Ausführungen
OAED-Leiter Protopsaltis bei seinen Ausführungen

Er hat im Augenblick im Land einen Job, um den ihn wohl kaum jemand beneiden wird – Spyridon Protopsaltis, der Leiter der griechischen Arbeitsagentur OAED.

Er schilderte uns – der Delegation des Landtagsausschusses für Gleichstellung und Frauenförderung – die Herkules-Aufgabe, vor der er steht. Was fand er vor, als er vor 6 Wochen sein neues Amt antrat?

Die Statistiken vermeldeten für das erste Quartal 2019 eine Arbeitslosenquote von 15,4 % bei den Männern und 24,0 % bei den Frauen. Dem gegenüber standen Unternehmen, die händeringend nach qualifizierten Arbeitskräften suchen. Und genau an dieser Qualifikation mangelt es in dem Heer der Arbeitslosen. Auch bei den Jugendlichen. Berufliche Bildung wurde in Griechenland offenbar lange sträflich vernachlässigt.

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Do

17

Okt

2019

Wenig Frauenpower

Das Bild täuscht. Natürlich hatten wir als Mitglieder des Landtagsausschusses für Gleichstellung und Frauenförderung bei unserem heutigen Besuch im griechischen Parlament weibliche Abgeordnete als Gesprächspartner. Doch der Frauenanteil unter den Parlamentariern ist nach wie vor erschreckend niedrig.

In der Antike war die Gesellschaft streng patriarchalisch – mit nur geringfügigen Unterschieden in den einzelnen Stadtstaaten. Und auch in der dritten Phase der Umsetzung des Frauenwahlrechts in Europa – nach dem Zweiten Weltkrieg – dauerte es in Griechenland immerhin bis 1952 (!), bis den Griechinnen das uneingeschränkte Wahlrecht eingeräumt wurde.

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Mi

16

Okt

2019

Baustelle Demokratie

Heute stand für den Landtagsausschuss u.a. ein Besuch der Akropolis auf dem Programm. Für Politikerinnen und Politiker, die in einer Demokratie ihr Mandat ausüben, ist das ein ganz besonderer Ort. Wie sagte schon Theodor Heuss 1950 bei der Einweihung einer Schule in Heilbronn:

Es gibt drei Hügel, von denen das Abendland seinen Ausgang genommen hat: Golgatha, die Akropolis in Athen, das Capitol in Rom. Aus allen ist das Abendland geistig gewirkt …“.

 

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Di

15

Okt

2019

Das andere Athen...

bekamen die Mitglieder des Landtagsausschusses für Gleichstellung und Frauenförderung gleich nach ihrer Ankunft im Hotel zu Gesicht – auf einer alternativen Stadtführung von „Shedia“, dem Obdachlosen-Magazin, dessen Profilbild auf Facebook sehr aussagekräftig ist (hier links zu sehen).

Wer des Griechischen nicht mächtig ist, erkennt, dass „Shedia“ nichts anderes als „Floß“ bedeutet. Und in der Tat sahen wir auf unserem Gang durch Straßen der Stadt, in die sich wohl kaum ein Tourist verirren würde, immer wieder jene Menschen, die wohl auf ihrer Flucht aus Not und Elend mit solchen oder ähnlichen alles andere als seetüchtigen Transportmitteln hier angekommen waren. Zusammen mit den Griechinnen und Griechen, die Opfer der wirtschaftlichen Misere des Landes geworden sind, bilden sie eine ganz spezielle „community“ gestrandeter Existenzen.

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Di

15

Okt

2019

Nach Athen

Reisen soll ja bekanntlich bilden. Und so verspreche ich mir auch von der Reise des Landtagsausschusses für Gleichstellung und Frauenförderung nach Athen wert-volle Informationen für meine Arbeit in diesem Gremium. Das Programm ist jedenfalls vielversprechend – und hat so gar nichts vom Charakter eines Betriebsausflugs von Parlamentariern auf Kosten des Steuerzahlers.

Ich werde auf dieser Website aus Athen berichten.

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Fr

11

Okt

2019

Gold für Lerch & Strutz

Goldmedaille für Helga Lerch und Walter Strutz! Aber in welcher Disziplin? Nein – es handelt sich nicht um eine Auszeichnung für sportliche Leistungen. Heute erhielten wir beide die Ehrenmedaille des Landkreises Mainz-Bingen für unser langjähriges kommunalpolitisches Engagement.

Für unser Auftreten im Kreistag attestieren uns die Vertreterinnen und Vertreter anderer politischer Gruppierungen – ebenso wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung – eine Haltung, die Engagement in der Sache mit Respekt vor dem Andersdenkenden verbindet. Für Liberale eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Dass bei unserer rheinhessischen Herkunft dabei der Humor nicht auf der Strecke bleibt, ist unser Beitrag zur Entkrampfung hitziger Debatten.

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Do

10

Okt

2019

Musikgenuss

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Mit ihrer 80 Meter hohen Kuppel ist sie sicher einer der auffälligsten Sakralbauten im Mainzer Stadtbild – die Christuskirche. Ihr Inneres bietet aber auch ein ganz besonderes Ambiente für musikalische Aufführungen.

Davon konnte ich mich mit meinem Mann heute wieder einmal überzeugen. Das LandesJugendOrchester Rheinland-Pfalz (LJO) hatte in einer zweiwöchigen Arbeitsphase in der Landesmusikschule Engers ein anspruchsvolles Programm einstudiert, das von der „Carmen Suite“ (Georges Bizet) bis hin zu den „Enigma Variationen“ (Edward Elgar) reichte. Dazwischen eingebettet war ein Auftritt der belgischen Star-Flötistin Gaby Pas-Van Riet, die mit dem LJO das „Concerto Symphonique“ ihres Landsmanns Hendrik Waelput darbot. Als dann noch der Dirigent Enrico Delamboye – übrigens ein gebürtiger Wiesbadener – das LJO zu einem in atemberaubenden Tempo vorgetragenen Klassiker der „Last Night of the Proms“ aus Henry Woods „Fantasia on British Sea Songs“ anspornte, war auch dem letzten Besucher klar geworden, zu welchen Leistungen diese jungen Musikerinnen und Musiker fähig sind. Das Durchschnittsalter des Ensembles liegt übrigens bei 16 Jahren! Und für so manches ehemalige Mitglied des 1973 entstandenen LJO startete dort eine musikalische Karriere.

Allen, die dieses Konzert nicht miterleben konnten, empfehle ich die Links in diesem Beitrag.

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Mi

09

Okt

2019

Gewalt gegen Frauen

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Am 01.02.2018 wurde in Deutschland die Istanbul-Konvention in geltendes Recht überführt. Grundlage ist das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt – ein völkerrechtlich verbindliches Instrument für den gesamten europäischen Raum.

In Art. 22 dieser Konvention ist festgeschrieben, dass es für alle von geschlechtsspezifischer Gewalt Betroffenen Hilfseinrichtungen geben muss, die gut erreichbar und mit angemessenen Ressourcen ausgestattet sind.

Der Frauennotruf Mainz ist eine solche Einrichtung, die auch vom Landkreis Mainz-Bingen unterstützt wird. Mit Frau Eva Jochmann führte ich heute ein Gespräch über ihre Arbeit. Natürlich waren wir uns darüber einig, dass der persönliche Kontakt zwischen ihr und den Hilfesuchenden im Vier-Augen-Gespräch das Beste wäre. Doch scheuen viele Betroffene diesen Schritt. Die anonyme Kontaktaufnahme per Telefon ist dagegen mit einer niedrigeren Hemmschwelle verbunden. Eine Beratung und Hilfestellung wird auch auf diesem Weg gegeben.

Die „MeToo“-Debatte hat einer breiten Öffentlichkeit vor Augen geführt, dass Frauen und Mädchen auch in unserem Land – unabhängig vom Kulturkreis, aus dem sie stammen – nicht nur Opfer körperlicher Gewaltanwendung oder sexueller Übergriffe werden können. Das ehrenamtliche Team des Frauennotrufs kennt auch die seelischen Verletzungen der Betroffenen, die um Hilfe suchen.

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So

06

Okt

2019

Reisekönigtum

Wenn Kanzlerin Merkel wegen eines defekten Regierungsfliegers erst verspätet zu einer Konferenz erscheinen kann, setzt in den Medien gleich ein großes Wehklagen über veraltetes Fluggerät ein. Solche Probleme hatten die Regierenden des Mittelalters sicher nicht. Ihre Tagesreisen waren auf die Distanz beschränkt, die mit Pferden und Ochsengespannen zurückgelegt werden konnte. Sie waren also im wahrsten Sinn des Wortes dauernd „auf Achse“. Eine Hauptstadt brauchten sie daher auch nicht. Dafür aber „Pfalzen“, wo sie ihre Regierungsgeschäfte abwickeln konnten.

In Ingelheim befand sich eine solche „Pfalz“, wo sich nicht nur Karl der Große gerne aufhielt. Ihre Reste sind bis heute im Stadtbild zu sehen und werden auch von Touristen bewundert.

Eine zusätzliche Attraktion ist sicherlich die Ausstellung „Der charismatische Ort“, die dem Besucher vor Augen führt, wie „Regieren“ damals funktionierte. Nach meinem heutigen Besuch kann ich diese Ausstellung wärmstens empfehlen. Sie bietet nicht nur einen reizvollen Blick in die Vergangenheit. Sie regt auch zum Nachdenken an … zum Beispiel darüber, ob die heutigen Möglichkeiten, Politik zu „machen“, wirklich in allen Punkten besser sind als damals. Zumindest hatten die "Politikmacher“ damals mehr Zeit zum Reflektieren über ihre Tätigkeit. Diese Zeit vermisse ich heute manchmal

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So

06

Okt

2019

Frauenpower

Zum 16. Mal wollten heute Unternehmerinnen aus dem Kreis Mainz-Bingen im Rahmen einer Messe ihr Angebot einem breiten Publikum präsentieren. Leider war der Besucherandrang recht überschaubar. Ein Grund war sicher, dass man wegen der Verlegung des verkaufsoffenen Sonntags auf einen ungewohnten Termin ausweichen musste. Und zu allem Überfluss meinte es der Wettergott nicht gut mit den Ausstellerinnen.

Da hatte das Besucherinnen-Trio aus Angela Schneider-Braun (im Bild rechts), der Leiterin des Büros für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung in unserem Landkreis, Daniela Schmitt (Bildmitte), der Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium, und mir es drinnen im Kreishaus erheblich angenehmer als diejenigen Ausstellerinnen, die ihre Stände im Außenbereich aufgebaut hatten.

Auch wenn Petrus sich heute eher von seiner unfreundlichen Seite zeigte … wir alle drei werden die tatkräftigen Unternehmerinnen jedenfalls nicht im Regen stehen lassen!

 

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Fr

04

Okt

2019

Meisterpflicht

Das waren noch Zeiten, als diese Marke genügte, um einen Brief portogerecht zu frankieren … und zur Eröffnung eines Handwerksbetriebs die Meisterpflicht gefordert war.

Zumindest auf Letzteres sprach mich heute meine Friseurin an. Sie klagte darüber, dass heutzutage „Hinz und Kunz einen Friseurladen aufmachen können“. Und die Qualität sei dann dementsprechend. Wie denn die FDP das sehe, wollte sie von mir wissen.

2004 hatte die Bundesregierung unter Kanzler Schröder aus arbeitsmarktpolitischen Gründen für eine Vielzahl von Gewerken in der Handwerksordnung die Meisterpflicht abgeschafft. Unter dem Aspekt der Qualitätssicherung in meinen Augen keine gute Entscheidung. Dass die jetzige Bundesregierung mit der Wiedereinführung der Meisterpflicht in einigen Gewerken gegensteuern will, finde ich gut. Noch (!) zählt das Friseurhandwerk nicht dazu.

Auf Landesebene hat die FDP aber bereits das umgesetzt, was sie vor der Wahl versprochen hatte – nämlich die finanzielle Unterstützung derjenigen, die sich als Meister selbstständig machen wollen. Und Qualität „von Meisterhand“ ist gerade im Friseurhandwerk etwas, was ich all denen empfehle, die mich danach fragen, zu welcher Friseurin ich denn gehe. Eine gute Frisur ist zwar noch kein Indiz für gute politische Arbeit einer Mandatsträgerin – aber sie schadet auch nicht …

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Do

03

Okt

2019

Lehrer-Star von morgen?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Eigentlich bin ich ja nicht der Typ, der gebannt vor dem Fernseher sitzt, um ein Sportereignis zu verfolgen. Und mein heutiges Interesse an der Leichtathletik-WM in Doha war auch eher der Tatsache geschuldet, dass im Zehnkampf Niklas Kaul antrat. Seinen Vater Michael kenne ich als Referatsleiter in der Gymnasialabteilung des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums. Und spätestens mit dem ersten Speerwurf seines Sohnes war bei mir aus reiner Neugier echtes Mitfiebern geworden.

Dass dieser jüngste „König der Athleten“ aus Rheinhessen – also meiner Region – kommt, ist natürlich ein schöner Aspekt. Dass dieser junge Mensch zudem aber bereits eine ungewöhnlich gereifte Persönlichkeit ist, erscheint mir als ehemalige Lehrerin und Schulleiterin noch viel interessanter. Denn Niklas Kaul will Lehrer werden und studiert Sport und Physik. Und dass er als Schüler bereits für seine Teilnahme am Wettbewerb „Jugend debattiert“ der Hertie-Stiftung ausgezeichnet wurde, lässt mich auf einen künftigen Pädagogen hoffen, der seinen Schülerinnen und Schülern eine ganze Menge mitgeben kann

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Mi

02

Okt

2019

Wir sind das Volk...

In meiner Zeit als Sozialkundelehrerin versuchte ich meinen Schülerinnen und Schülern im Rahmen einer Unterrichtsreihe „Von der Teilung zur Wiedervereinigung“ die wohl interessanteste Epoche deutscher Nachkriegsgeschichte näherzubringen. Prominente Zeitzeugen wie Egon Bahr waren dabei zu Gast. Bei einem Berlin-Aufenthalt konnten sie im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen nach-vollziehen, wie der SED-Staat mit seinen Gegnern umgegangen war. Mit zunehmendem zeitlichem Abstand zu den Ereignissen, die schließlich zur „Wende“ führten, drohen diese in Vergessenheit zu geraten. Was können Jugendliche heute zum Beispiel mit dem Motiv dieser Briefmarke anfangen?

Auch jetzt als Politikerin versuche ich, im Rahmen meiner Möglichkeiten gegen dieses Vergessen anzugehen. Manchmal bedarf es dazu noch nicht einmal großer Aktionen. So habe ich heute als Vorsitzende der FDP-Fraktion im Kreistag Mainz-Bingen einen Antrag zur Präsentation einer Ausstellung im Foyer des Ingelheimer Kreishauses überbracht. Diese Ausstellung soll auf Plakaten wesentliche Aspekte des Wegs hin zur „Friedlichen Revolution“ beleuchten. Aber auch die Bedeutung des mit der „Wende“ einhergehenden Umbruchs für die Menschen in der ehemaligen DDR soll dabei thematisiert werden.

Den Text des Antrags finden Sie auf der Homepage unserer Fraktion.

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So

29

Sep

2019

Lecker, lecker...

Wenn man schon an einem Sonntag auf die Kochkünste des Ehemanns verzichtet und stattdessen das Freilichtmuseum in Bad Sobernheim aufsucht, dann sollte man dem Daheimgebliebenen wenigstens ein adäquates Souvenir mitbringen.

Und wenn dann dort beim „Tag der offenen Tür“ der „Backes“ beschickt wird, fällt die Wahl eines passenden Mitbringsels nicht schwer.

Aber auch sonst gibt es in diesem Freilichtmuseum allerhand zu sehen – und bei der Vorführung alter Handwerkskünste auch zu erleben. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall – für Eltern und Kinder!

Neugierig geworden? Dann informieren Sie sich doch einfach einmal auf www.freilichtmuseum.rlp.de.

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Fr

27

Sep

2019

Junge Talente fördern...

... kann man in der Schule zum Beispiel dadurch, dass ihnen die Möglichkeit eingeräumt wird, das Fach, für das sie sich als besonders talentiert erwiesen haben, als Hauptfach zu wählen. Am Landeskunstgymnasium Alzey ist dies der Fall.

Dort können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9, die einen besonderen Schwerpunkt auf das Fach „Kunst“ legen wollen, sich um einen Platz bewerben. Dazu müssen sie eine Arbeitsmappe vorlegen, mit der sie ihre künstlerische Begabung unter Beweis stellen. Dazu gibt es noch eine Aufnahmeprüfung.

Wenn diese Hürden genommen sind, haben sie damit einen der begehrten Plätze ergattert. Und dass ein solcher Platz so begehrt ist, liegt unter anderem daran, dass dieses Gymnasium in seiner Form einzig ist – in ganz Deutschland!

Grund genug für mich als Bildungspolitikerin aus der Region, mir diese Einrichtung einmal näher anzuschauen.

Und was mir Schulleiterin Dagmar Ried zeigte, hat mich zutiefst beeindruckt. Die talentierten jungen Künstlerinnen und Künstler werden nicht nur ermuntert, ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen. Ihnen wird zugleich eine Menge an handwerklichen Fähigkeiten vermittelt, wie sie ihre Vorstellungen in die Praxis umsetzen können. Dabei wird auch fächerübergreifend – Kunst ist schließlich nicht das alleinige Fach – unterrichtet. Im Chemie-Unterricht lernen die jungen Talente zum Beispiel viel über Farbpigmente und deren mögliche Veränderungen durch den Maluntergrund oder Lichteinwirkung.

Wie groß die Bandbreite der künstlerischen Tätigkeit der Schülerinnen und Schüler ist, zeigt eindrucksvoll ein von einer Gruppe im Herbst 2016 erstellter Trailer, der auf YouTube zu sehen ist.

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Do

26

Sep

2019

Erntedank

Bild: pixabay
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Herbstzeit ist Erntezeit. Und in vielen ländlich geprägten Regionen haben sich die unterschiedlichsten Traditionen des Danks für eine gute Ernte herausgebildet.

Doch längst ernten Landwirte, Bauern und Winzer nicht nur die Produkte ihrer mühevollen und mit unkalkulierbaren Risiken behafteten Arbeit. – sondern auch massive Kritik von Seiten der Konsumenten dieser Produkte. Mit der moralinsauren Attitüde des Gutmenschen wird da die gesamte Landwirtschaft in zwei Kategorien eingeteilt: ökologisch arbeitend = gut, konventionell arbeitend = böse. Wenn es so einfach wäre...

Wer wie ich in dieser Woche mit dem Auto in die Stadt Mainz hineinfuhr, dem fielen am Straßenrand zahlreiche grüne Kreuze auf. Sie waren ein unübersehbares Zeichen des Protests der in der Landwirtschaft Tätigen. Sie sind es leid, sich als „böse Buben“ an den Pranger stellen zu lassen. Insektizide, Pestizide, Herbizide, Mineraldünger – alles „Teufelszeug“, das doch nur die Umwelt belastet? Und den Rückgang der Bienenpopulation haben sie doch auch zu verantworten?

Wenn in einer solchen Stimmungslage sich auch noch die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner diesen Agrar-Kritikerin anzubiedern scheint, ist es umso wichtiger, wenn der zuständige rheinland-pfälzische Minister kraftvoll dagegenhält. Das hat Dr. Volker Wissing bei der Agrarministerkonferenz mit klaren Worten getan – auch eine Art von Erntedank!

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Mi

25

Sep

2019

Menschenwürde ... nicht für Politiker?

Bild: pixabay
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In diesem Jahr feiert unser Grundgesetz seinen 70. Geburtstag. Als es 1949 beraten wurde, hatten die Parlamentarier zweifelsohne noch all die Schrecken der menschenverachtenden Schrecken der NS-Herrschaft vor Augen. Und so formulierten sie in Artikel 1 des Grundgesetzes unmissverständlich als Leitmotiv:

"Die Würde des menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt...".

Gilt dieser Schutzanspruch auch für diejenigen, die in unserem Land sich durch die Übernahme eines politischen Mandats in den Dienst der Allgemeinheit stellen?

Ein Urteilsspruch des Berliner Landgerichts lässt daran zumindest massive Zweifel aufkommen. Die Kammer wies eine Klage der Grünen-Politikerin Renate Künast ab, die in den Sozialen Medien in übelster Weise als „Stück Scheiße“, „Sondermüll“ und „Geisteskranke“ (die noch schlimmeren Formulierungen möchte ich hier lieber nicht wiedergeben!) beleidigt wurde. In ihrer Urteilsbegründung ordneten die Richter die diffamierenden Äußerungen des anonymen Verfassers als „den Rahmen des Zulässigen nicht überschreitend“ ein.

Meine Auffassung ist klar:

Artikel 1 des Grundgesetzes bindet mit seiner Verpflichtung zum Schutz der Menschenwürde ausdrücklich alle staatliche Gewalt – also auch die Rechtsprechung! Mit ihrem Urteil haben diese Richter sich nicht nur gegen die Klägerin gestellt und damit Politikerinnen und Politiker quasi zum Freiwild für verbale Attacken erklärt. Sie haben sich auch gegen ein elementares Prinzip unserer Verfassung gestellt und das Vertrauen in den Rechtsstaat erschüttert.

 

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Mo

23

Sep

2019

Wir sind dann mal weg...

Bild: pixabay
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... zur „Fridays for Future“-Demo! So ähnlich wie auf dem Bild könnte es dann in dem einen oder anderen Klassensaal aussehen.

Wie aber sollen die Schulen mit dieser Situation umgehen? Auf der Suche nach einer Antwort verweist die Kultusministerkonferenz auf ihre Beschlusslage – doch die stammt von 1973, als noch kaum jemand vom Klimawandel sprach. In meiner Zeit als Regionale Fachberaterin (1997 – 2008) wäre ich sicher von den Schulen in meinem Betreuungsbereich auf die Problematik des Umgangs mit demonstrationswilligen Schülerinnen und Schülern angesprochen worden. Was würde ich ihnen heute sagen?

Wahrscheinlich hätte ich ihnen das Beispiel des Leiters des Oppenheimer Gymnasiums zur Nachahmung empfohlen. Ihn besuchte ich heute, da er mir den Erweiterungsbau seiner Schule einmal persönlich zeigen wollte. Auf „Fridays for Future“ angesprochen legte er mir seine Vorgehensweise dar. Und nach der gilt primär die Schulpflicht – auch wenn das Anliegen der Demonstrationswilligen im Kern noch so verständlich sein mag. Dies habe er im Vorfeld Schüler- und Elternschaft wie auch dem Kollegium dargelegt und damit für Klarheit gesorgt.

Als Politikerin und ehemalige Sozialkundelehrerin möchte ich an dieser Stelle zudem die engagierten Jugendlichen zu einem kritischen Hinterfragen der Motive der Initiatoren von „Fridays for Future“ (FFF). Da genügt schon ein Blick auf den FFF-Auftritt bei Facebook vom 24. März. Dort heißt es wörtlich „Wir müssen die Schule bestreiken, um Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken …“. Die Schule als die Institution, gegen die sich die Streiks richten? Und im gleichen Beitrag findet sich ein Bild von einer FFF-Demo. Darauf groß ein handgemachtes Plakat „SYSTEM CHANGE NOT CLIMATE CHANGE“. Also die unverhohlene Forderung nach einem Systemwechsel!

Dazu passt das, was ich am letzten Freitag als Augen- und Ohrenzeuge der FFF-Demo in Mainz erlebte – nämlich Sprechchöre „Revolution“ und eine aggressive Grundstimmung.

Daher mein Appell an die Jugendlichen, denen es wirklich um mehr Klimaschutz geht: Lasst euch nicht von Agitatoren missbrauchen, die in Wahrheit ganz andere Ziele verfolgen!

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Do

19

Sep

2019

Plenarrede zur Neuordnung der Universität Koblenz-Landau

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Do

19

Sep

2019

Plenarrede zum AfD-Antrag "Bildungswende"

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Mi

18

Sep

2019

Plenarrede zur Kulturpolitik

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Mo

16

Sep

2019

Bauhaus

Heute war ich einer Einladung des Museumsverbandes Rheinland-Pfalz gefolgt. Dieser Tag stand ganz unter dem Motto „Bauhaus“.

100 Jahre Bauhaus waren für die Bundespost Anlass für die Herausgabe einer Sondermarke aus der Serie „Design aus Deutschland“. Beim Betrachten der Marke fällt einem natürlich der klassische Bauhaus-Stil des Gebäudes ins Auge. Aber der Schriftzug „Bauhaus“ auf dem Gebäude zeigt noch ein weiteres charakteristisches Merkmal des „Bauhaus-Stils“ – die damals geradezu revolutionär erscheinenden Schrift-Typen.

Dass der Museumsverband Rheinland-Pfalz beim heutigen Museumstag in der Gutenberg-Stadt Mainz der „Bauhaus-Schrift“ breiten Raum widmete, ist folglich naheliegend. Und die Exponate im Gutenberg-Museum führten uns vor Augen, wie diese klare Schrift in all ihren Anwendungen Ästhetik und Praktikabilität aufs Beste vereint – bis heute!

Und wer diese Schrift noch nicht in der Fonts-Sammlung seines PC haben sollte – kostenlose Downloads sind verfügbar.

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Sa

14

Sep

2019

2 x Grund zum Feiern

Gleich doppelten Anlass zum Feiern gab es heute im Merkurweg in Mainz-Finthen. Die dortige Freie Waldorfschule Mainz konnte mit Stolz auf ihre Anfänge vor 40 Jahren zurückblicken. Gleichzeitig konnte man an 100 Jahre Waldorf-Pädagogik erinnern.

Alles begann damit, dass 1919 der Direktor der Stuttgarter Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik den Anthroposophen Rudolf Steiner mit dem Aufbau einer Schule für die Kinder seiner Mitarbeiter betraute. Seine schulischen Vorstellungen bedeuteten einen totalen Bruch mit dem Schulsystem des untergegangenen Kaiserreichs. 

Steiners Schule auf der Uhlandshöhe war die erste Gesamtschule in Deutschland. Heute gibt es in Deutschland 245 Waldorf-Schulen (Stand 2018). Grund genug für mich, mich heute in die Schar der Gratulanten einzureihen.

Ich sehe in den Waldorf-Schulen - wie überhaupt in allen Freien Schulen – eine wertvolle Bereicherung des bildungspolitischen Angebots. Denn dieses Angebot sollte von Vielfalt geprägt sein – und nicht von nebulöser Einheitlichkeit. Warum? Weil jedes Kind verschieden ist!

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Do

12

Sep

2019

Berlin – janz stille

In ihrem Lied „Ich hab so Heimweh nach dem Kurfürstendamm“ beschreibt Hildegard Knef in einer Zeile so „Berliner Tempo, Betrieb und Tamtam!“. Das war der Zustand, als die Stadt noch geteilt war. Heute gilt diese Charakterisierung noch weit mehr. Auch die rheinland-pfälzische Landesvertretung bot beim Sommerfest mit rund 2.500 Gästen sicher keine Oase der Ruhe. Gibt es eine solche überhaupt in der Hauptstadt? Ja – es gibt sie. Und zwar an einer Stelle, wo sie die wenigsten vermuten würden. Im Brandenburger Tor!

1993 konstituierte sich in der nunmehr wiedervereinigten Stadt ein Initiativkreis, der einen „Raum der Stille“ einrichten wollte. Vorbild war ein Raum, den 1954 Dag Hammerskjöld, der damalige UNO-Generalsekretär, am Sitz der Vereinten Nationen in New York für die Mitarbeiter als Meditationsraum schuf. Am 27. Oktober 1994 wurde das Berliner Pendant eines solchen Raums im Brandenburger Tor eröffnet. Es ist ein schlichter Raum, dessen Lage an der ehemaligen Trennlinie zweier sich feindlich gegenüberstehender Systeme zusätzlichen Symbolcharakter hat. Die ursprüngliche Symbolik als Ort der Stille kommt in dem von P. Franz Prentke geschaffenen Relief klar zum Ausdruck.

Schirmherrin der Initiative zur Einrichtung dieses ungewöhnlichen Raumes war damals übrigens die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses. Warum ich das erwähne? Nun – bei besagter Person handelt es sich um Hanna-Renate Laurien. Und die ist für Rheinland-Pfälzer keine Unbekannte. Schließlich war sie vor ihrem Weggang nach Berlin von 1976 bis 1981 Kultusministerin unseres Bundeslandes. Und während dieser Jahre wohnte sie in Nackenheim – wo ich bis zu meinem Eintritt in den Landtag Schulleiterin war.

Mein heutiger Besuch im „Raum der Stille“ hier in Berlin hatte von daher auch eine gewisse symbolhafte Bedeutung.

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Mo

09

Sep

2019

„Berlin, Berlin …

wir fahren nach Berlin!“. So klingt es bei DFB-Pokalspielen auf den Rängen, wenn die Fans hoffen, dass ihre Mannschaft das Pokalfinale im Berliner Olympiastadion erreicht. Meine Motivation für die heutige Fahrt nach Berlin war ganz anderer Art – nämlich die Teilnahme an einer gemeinsamen Sitzung der rheinland-pfälzischen FDP-Landtagsfraktion mit den FDP-Bundestagsabgeordneten aus unserem Bundesland. Und bei der Gelegenheit durften wir natürlich auch beim Sommerfest in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung nicht fehlen.

Fehlen durfte auch nicht mein Berliner Bär „Steppke“, ein Geschenk meines Mannes, das er vor Jahrzehnten im „KaDeWe!“ erworben hatte. „Steppke“ besuchte denn auch gleich einmal seine heutigen Kollegen in dem berühmten Konsumtempel. Deren Outfit kommentierte er typisch berlinerisch „Nicht mal Krone un Schärpe hamn´se – kieken aus wie Knastbrüder …“.

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