Aktuelle Meldungen

Di

31

Jan

2023

Letzer Lebensabschnitt

Bild: privat
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Der letzte Lebensabschnitt älterer Menschen ist oft von Einsamkeit geprägt. Wo früher oft drei Generationen im engen Familienverbund lebten, sind heute die engsten Angehörigen oft in alle Winde verstreut – mit negativen Auswirkungen auf diejenigen, die die letzte Etappe ihres Lebenswegs beschreiten. Diesen Menschen ein „Leben in Würde und Geborgenheit bis zuletzt“ zu ermöglichen, ist das Ziel der Hospizgruppe Ingelheim.

 

Bisher übte sie ihre Tätigkeit ambulant aus. Heute aber war es endlich soweit – der Spatenstich für den Bau eines stationären Hospizes konnte gefeiert werden. Auch ich nahm daran teil – hatte ich doch im eigenen familiären Umfeld erfahren, wie – gerade in Zeiten der Corona-Pandemie – für diese Menschen ihr letzter Weg noch zu einem unwürdigen Hindernislauf werden konnte.

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Mo

30

Jan

2023

Kein Geld verbrennen!

Bild: pixabay
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Dass der Kreis Mainz-Bingen künftig den Gürtel enger schnallen muss, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Auch die Kreistagsmitglieder haben dies verinnerlicht und in einer fraktionsübergreifenden „AG Finanzen“ das Einsparpotenzial im Haushalt sorgfältig ausgelotet. Dabei haben sie es sich nicht leicht gemacht und schmerzliche Einschnitte – insbesondere bei den freiwilligen Leistungen – vorgenommen.

 

Wenn nun aber die Kreisverwaltung und die sie tragenden Koalitions-Fraktionen nun noch einen zusätzlichen „Blick von außen“ durch einen externen Gutachter wollen, dann lehnt die FDP-Fraktion dies entschieden ab. Wir sehen in den Kosten für dieses Gutachten – wir reden immerhin von 100.000 Euro – schlichtweg „verbranntes“ Geld, das man an anderer Stelle sinnvoller einsetzen könnte.

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Mo

30

Jan

2023

Schöne neue Welt?

Bild: pixabay
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Der Landkreis Mainz-Bingen rühmt sich  und das nicht ganz ohne Grund – der vorbildlichen Ausstattung der Schulen in seiner Trägerschaft. Dazu gehören auch die rund 17.000 iPads, die Schüler*innen gegen eine monatliche Leihgebühr zur Verfügung gestellt werden. Doch mit dem Auslaufen der Förderung im Rahmen des „Digitalpakts“ scheint der Kreis diese „Wohltat“ nicht mehr stemmen zu können. Die Eltern sollen nun privat Verträge mit einem externen Anbieter abschließen.

 

Die Kreisverwaltung räumt zwar ein, dass man sich mit dem Projekt offenbar etwas überhoben habe – sieht aber in der nun vom Kreisausschuss mehrheitlich abgesegneten Lösung keine Probleme.

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Mi

25

Jan

2023

Zum Wegwerfen zu schade

Bild: pixabay
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Unsere Gesellschaft wird oft als „Wegwerf-Gesellschaft“ gescholten. Und das zeigt sich auch beim Umgang mit Lebensmitteln. Der Apfel mit etwas Schorf – um nur ein Beispiel zu nennen – wird dann schon als nicht mehr genießbar angesehen und landet im Biomüll. Ganz zu schweigen von den Produkten, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist.

 

Vielfach müssen solche Lebensmittel nicht im Abfall landen – sondern können einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden. Zahlreiche Initiativen engagieren sich - mit unterschiedlichen Zielsetzungen – gegen die Wegwerf-Mentalität bei Lebensmitteln. Sie gehen dabei unterschiedliche Wege. Die „Platten“ geben Lebensmitteln an Bedürftige aus. Im Ingelheimer „LebensMittelPunkt“ kann man „abgelaufene“ Lebens-mittel für 2 € pro Kunde erwerben. Im Rahmen von „To good to go“ kann man in vielen Regionen – auch bei uns im Landkreis Mainz-Bingen – zu einem Schnäppchen-Preis wahre Wundertüten mit z.B. Backwaren vom Vortag oder Reste vom Frühstücks-Büffet eines Hotels „ergattern“.

 

So unterschiedlich diese Aktionen auch sein mögen – sie alle sind ein Schritt auf dem Weg zu einem sorgsameren Umgang mit Lebensmitteln.

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So

22

Jan

2023

„Wann fährt mein Bus?“

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Der ÖPNV soll attraktiver werden, damit mehr Menschen aus Bus und/oder Bahn umsteigen. Zu dieser Attraktivität gehört auch ein gewisses Maß an Verlässlichkeit der Fahrpläne – egal ob als Aushangfahrplan oder in einer App.

 

Wenn aber - wie bei der kommunalen Busgesellschaft des Landkreises Mainz-Bingen – diese Fahrpläne nicht aktuell sind, dann verlassen sich Pendler doch lieber aufs Auto (auch wenn sie dann im Stau stehen). So schafft man keine „Verkehrswende“. Und wenn dann auch noch der Fahrgastbeirat des Kreistags seit Februar 2019 (!) nicht mehr einberufen wurde, kann man nur noch den Kopf schütteln.

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So

22

Jan

2023

Grundkenntnisse

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr! Dieser alte Spruch scheint sich auch in der Schule der Jetztzeit zu bewahrheiten. Um die Grundkenntnisse des Lesens, Schreibens und Rechnens zu vermitteln, gibt es die Grundschule (daher auch der Name!). Wenn man aber den Grundschüler*innen auch noch Englisch-stunden anbietet, dann gehen die dafür benötigten Stunden vom eigentlichen pädagogischen Auftrag der Grundschule ab.

 

Ich begrüße daher ausdrücklich die bildungspolitische Diskussion um einen Ersatz der für Englisch vorgesehenen Stunden um solche für die Verbesserung der Beherrschung des Lesens und Schreibens in Deutsch sowie des Rechnens. Das mag manchen zwar als „aus der Zeit gefallen“ erscheinen – doch die Defizite, die bei vielen Auszubildenden hinsichtlich dieser Grundkenntnisse bestehen, sprechen eine deutliche Sprache.

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Mi

11

Jan

2023

Freiheitsrecht?

Bild: pixabay
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Das Corona-Virus bescherte uns eine permanente Diskussion um die Notwendig-keit oder gar Pflicht des Tragens eines Mund-Nase-Schutzes. Viele – gerade bei den Liberalen – sahen darin einen massiven Eingriff in ihre Freiheitsrechte. Auch ich empfinde das Tragen dieser Masken nicht als angenehm. Ich sehe darin aber auch eine gute Maßnahme zum Schutz meiner Mitmenschen. Ich werde also auch nach dem Weg fall der Maskenpflicht dort eine solche Masken tragen, wo die Gefahr einer Übertragung von Viren vergleichsweise groß ist – auch wenn ich dabei fragende Blicke ernte …

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Mo

09

Jan

2023

Ein Mann der Diplomatie wird 90

Bild: FDP Rheinland-Pfalz
Bild: FDP Rheinland-Pfalz

Noch vor wenigen Tagen führte er ein langes Telefonat mit meinem Mann – Helmut Schäfer, der gebürtige Mainzer, den einst Hans-Dietrich Genscher als Staatsminister ins Auswärtige Amt geholt hatte. Auch Genschers Nachfolger Klaus Kinkel wusste die Fähigkeiten des Mainzer FDP-Mannes zu schätzen. Über ein Jahrzehnt – von 1987 bis 1998 - gestaltete Schäfer die deutsche Außenpolitik mit. Und das oft in „heiklen“ Missionen bei Politikern, mit denen sein Minister sich nicht in aller Öffentlichkeit präsentieren konnte – wie etwa Fidel Castro. Helmut Schäfer war der ideale Mann für solche Missionen im außenpolitischen Minenfeld.

 

Was kluge geräuschlose Diplomatie bewirken kann, zeigte sich am Beispiel des Falls der Mauer. Mir sind noch die Fernsehbilder der riesigen Menschenmenge aus den einst getrennten Teilen der Stadt in Erinnerung, die gemeinsam mit den politischen Machern am Brandenburger Tor den Abschluss des denkwürdigen Jahres 1989 feierten. Mit dabei war jener Mann, der meinen Schülerinnen und Schülern in Oppenheim im Sozialkunde-Unterricht bereitwillig erklärt hatte, wie Diplomatie zu greifbaren Ergebnissen führt – Helmut Schäfer, der in der heutigen deutschen Außenpolitik eben jene Diplomatie so schmerzlich vermisst. Die Rückbesinnung auf solche politischen Tugenden ist sicher einer seiner Geburtstagswünsche.

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Fr

06

Jan

2023

Sinnvoller Ringtausch

Bild: pixabay
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Den Begriff „Höhere Fachschule Sozialassistenz“ können sicher nicht alle Bürgerinnen und Bürger mit konkreten Vorstellungen füllen. Und doch werden dort die Menschen ausgebildet, die vielen von uns in ganz entscheidenden Lebensabschnitten zur Seite stehen – als Betreuer*innen in Kitas oder als Pflegekräfte.

 

Diese Ausbildung findet nun in Bingen statt – im Berufsschulzweig der Hildegardisschule. Als die Entscheidung zur Diskussion stand, diese Ausbildung künftig in Bingen – statt wie bisher in Ingelheim – anzubieten, überwogen für mich die Argumente für den Wechsel. Zumal die BBS Ingelheim ja im Gegenzug den Ausbildungsgang „Mechatronik“ von Bingen bekommt. Der „Ringtausch“ ermöglicht somit an beiden Strandorten die Realisierung in sich schlüssiger Konzepte statt eines „Weiter so“ mit konkurrierenden Standorten für zwei Ausbildungsgänge, die miteinander kaum Berührungspunkte aufweisen.

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Mo

02

Jan

2023

Sparen an der falschen Stelle

Bild: pixabay
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Sorgsamer Umgang mit dem Geld des Steuerzahlers sollte für politische Entscheidungsträger eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Dabei sollten sie es aber nicht zu einfach machen und nach der Rasenmäher-Methode überall kürzen. Wenn man jüngst beim Etat der Universitätsmedizin Mainz aber nach genau dieser Methode vorgehen und dabei auch im Bereich Forschung und Lehre die Mittel kürzen wollte, war dies sicher der falsche Weg.

 

Es ist scheinheilig, auf der einen Seite mehr Studienplätze für Mediziner zu fordern und gleichzeitig der einzigen Ausbildungsstätte in Rheinland-Pfalz die Mittel für Forschung und Lehre zu beschneiden. Dass da der Fachbereichsrat ein Zeichen setzte und den vorgelegten Etat ablehnte, ist ein Aufschrei, der nicht überhört werden darf!

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So

01

Jan

2023

Vorsätze für 2023

Bild: pixabay
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Wenn der Jahreswechsel mehr oder minder lautstark und farbenfroh gefeiert wird, wird im Bekanntenkreis auch die fast schon obligatorische Frage nach den „guten Vorsätzen“ fürs neue Jahr gestellt. Erwartet werden dann Antworten im Sinne von Dingen, die man anders oder besser machen will. Mein Mann verblüffte mich mit der lapidaren Äußerung, er wolle nichts anders oder besser machen - sondern einfach so bleiben, wie er sei.

 

 

Ganz in diesem Sinne werde ich in meiner politischen Arbeit so bleiben wie ich bin und wie sie mich kennengelernt haben – kritisch hinterfragend und am Wohl der Menschen orientiert. Daran können Sie mich auch im Jahr 2023 messen.

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Mo

21

Nov

2022

Katastrophenschutz

Bild: privat
Bild: privat

Die Flutkatastrophe im Ahrtal in der Nacht des 14. Juli 2021 hat die Bedeutung des Katastrophenschutzes – und insbesondere eines zuverlässigen Warnsystems für die Bevölkerung – schlagartig in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

 

Die Kreisverwaltung Mainz-Bingen stellte heute im Rahmen eines Pressegesprächs zum Bundesweiten Warntag am 8. Dezember ihre Vorkehrungen für einen solchen Notfall vor. Ein Element der Warnung sind dabei die vielerorts bereits abgeschafften Sirenen. Sie sollen künftig wieder Alarm geben, wenn Gefahr für die Bevölkerung besteht. Eine zweite Säule sind die digitalen Warnsysteme. Hier setzt der Kreis auf ein System, das nicht an eine zuvor heruntergeladene App gebunden ist.

 

Die vorhandenen Warnsysteme sollen am 8. Dezember einem Funktionstest unterzogen werden.

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Do

17

Nov

2022

„Trau Dich!“

Bild: privat
Bild: privat

So lautet der Titel eines Präventionsprojekts, mit dem sowohl Kinder als auch Eltern und Lehrkräfte für das Thema „sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen“ sensibilisiert werden sollen. Die Kreisverwaltung Mainz-Bingen stellte dieses Projekt heute in Ingelheim in der „kING“ vor. Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen von vier Ingelheimer Schulen konnten dabei u.a. in einem Theaterstück des Ensembles „Bauchgefühl“ des Schultheater-Studios Frankfurt lernen, wie wichtig es ist, sich an eine Vertrauensperson zu wenden, wenn man sexuellen Übergriffen ausgesetzt wurde. Schamhaftes Verschweigen des Vorgefallenen ist nämlich der falsche Weg.

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Mi

16

Nov

2022

Schulen nicht allein lassen

Bild: pixabay
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Stolz verkündeten Politikerinnen und Politiker das Ende der „Kreidezeit“ in Deutschlands Schulen. Mit dem „Digitalpakt“ wurde richtig Geld in die Hand genommen, um die Ausstattung der Schulen mit digitalen Endgeräten zu verbessern. Was dabei aber auf der Strecke blieb, war die Unterstützung mit professionellen IT-Kräften.

 

Das gilt auch für die Schulen in Trägerschaft des Landkreises Mainz-Bingen. Die FDP-Kreistagsfraktion wird die nächste Sitzung des Schulträgerausschusses nutzen, um dieses Problem erneut im politischen Raum zu diskutieren. Die dabei anwesenden Vertreter der Schulen werden sicher Einblicke in eine Realität geben können, die so gar nicht zu den Lobpreisungen der Politik passen mag.

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Mi

16

Nov

2022

Schulbus-Chaos

Bild: pixabay
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Was einige befürchtet hatten, hat sich leider bewahrheitet. Seit Beginn des neuen Schuljahres häufen sich im Landkreis Mainz-Bingen die Beschwerden über Probleme im Schulbusverkehr. Dabei sollte mit der Kommunalisierung doch alles besser werden. Doch wenn Schulen die Klassenarbeiten in spätere Schulstunden verlegen müssen, weil sie nicht wissen, ob die Schülerinnen und Schüler überhaupt pünktlich zur Schule kommen können, ist der Schulträger – hier also der Landkreis - gefordert.

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Do

20

Okt

2022

Ende der fetten Jahre

Bild: pixabay
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Im Vergleich zu anderen Landkreisen in Rheinland-Pfalz zählt der Kreis Mainz-Bingen sicher nicht zu den „Armenhäusern“ im Land. Doch auch hier ist jetzt in Zeiten weniger üppig sprudelnder Einnahmen Sparsamkeit angesagt. Darüber waren sich alle Fraktionen im Kreistag bei den Beratungen zum Nachtragshaushalt einig. Das betrifft nicht nur Investitionen, bei denen man noch genauer auf die damit ausgelösten Folgekosten schauen wird. Auch bei den freiwilligen Leistungen wird man in Zukunft kürzer treten müssen. Alles andere wäre unseriös und hieße, den Bürgerinnen und Bürgern Sand in die Augen zu streuen.

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Mi

19

Okt

2022

Mehr Busse

Bild: privat
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Das interkommunale Zusammenarbeit funktionieren kann, will der Landkreis Mainz-Bingen zusammen mit der Stadt und dem Landkreis Bad Kreuznach in einem ambitionierten Projekt beweisen. Gemeinsam hat man die KRN GmbH (Kommunal-verkehr Rhein-Nahe) gegründet, die als Aufgabenträger für den Busverkehr fungieren soll. Die ersten der auffälligen blauen Busse sind bereits auf den Straßen in der Region zu sehen.

 

Mit einem attraktiven Angebot sollen mehr Menschen in den ÖPNV gelockt werden. Im Landkreis Mainz-Bingen strebt man eine Verdoppelung des Liniennetzes an. Der ländliche Raum soll sich nicht länger als „abgehängt“ sehen müssen.

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Do

13

Okt

2022

„Flutopfer“?

Bild: pixabay
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Es war ein längst überfälliger Schritt, den der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz jetzt (endlich!) vollzog. Wochenlang hatte er versucht, den Eindruck zu erwecken, in der Nacht der Flutkatastrophe an der Ahr alles richtig gemacht zu haben. Und selbst als die Videos eines Polizeihubschraubers – aufgenommen in der Flutnacht – jedem klarmachten, dass es sich hier nicht um irgendein „Hochwasser“ handelte, weigerte sich der Minister beharrlich, darin Anzeichen für das wahre Ausmaß der Katastrophe zu erkennen.

 

Selbst in seiner Rücktrittserklärung konnte er sich nicht dazu durchringen, eigene Fehler einzugestehen. Und diese Fehler haben Menschenleben gekostet. Mit dieser Schuld wird Roger Lewentz leben müssen – ob er will oder nicht! Er ist somit auch kein politisches „Flutopfer“.

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So

09

Okt

2022

Grabstätte in Nysa

Bild: privat
Bild: privat

Unsere Reisegruppe aus dem Landkreis Mainz-Bingen hatte vor dem Transfer von Nysa zum Flughafen Wroclaw noch einige Stunden Zeit. Auf meine Anregung hin nutzten einige in der Gruppe die Zeit zu einem Besuch einer Grabstätte, die sie hier nicht vermutet hatten. Joseph von Eichendorff (1788 – 1857), der bedeutende Dichter der deutschen Romantik hatte seine letzten Lebensjahre in Nysa verbracht und war dort an einer Lungenentzündung gestorben. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Jerusalemer Friedhof der Stadt.

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Sa

08

Okt

2022

PS und Wein im Landkreis Nysa

Bild: privat
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Wohl nur eingefleischte Rennsport-Fans können mit dem Namen Marcin Biernacki etwas anfangen. Unsere polnischen Gastgeber aus dem Landkreis Nysa schlossen die Bildungslücke ihrer politischen Gäste aus dem Landkreis Mainz-Bingen auf äußerst gekonnte Weise – durch einen Besuch in Paczków. Unter dem „Metamuseum“ hatten wir uns erst einmal nichts vorstellen können. Dann aber glänzten uns in einer umgebauten Scheune Dutzende blitzender Oldtimer entgegen, die der Rennfahrer Biernacki gesammelt hatte.

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Sa

08

Okt

2022

Unerwartete preußische Spur im Landkreis Nysa

Bild: privat
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Wer bringt schon Wilhelm von Humboldt mit dem Landkreis Nysa in Verbindung? Zumindest die Delegation aus dem Landkreis Mainz-Bingen jetzt schon! Beim Besuch des Schlosses in Otmuchów (Ottmachau) erfuhren wir, dass Schloss und Herrschaft 1821 von König Friedrich Wilhelm III. dem damaligen Staatsminister für seine Verdienste um den preußischen Staat zum Geschenk gemacht worden waren.

 

Wenigstens eine nicht so martialische preußische Spur bei unseren polnischen Freunden...

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Fr

07

Okt

2022

Preußisches Erbe in Nysa

Bild: privat
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Noch heute sind in und um Nysa herum die Spuren seiner Geschichte als ehemalige preußische Festungsstadt allgegenwärtig. Ein bauliches Zeugnis der jüngeren preußischen Vergangenheit der Stadt ist der Wasserturm der Festung, der bei Stadtführungen auch wieder mit dem Namen erwähnt wird, der eigentlicher  Anlass für seine Errichtung war – „Bismarckturm“.

 

Als Ingelheimerin kann ich in meiner Heimatstadt ein ähnliches Bauwerk bewundern, das damals allerdings aus Geldmangel nicht in der ursprünglich geplanten Pracht vollendet werden konnte.

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Fr

07

Okt

2022

Deutsch-polnische Partnerschaft

Der Aufbau gutnachbarschaftlicher Beziehungen zwischen Deutschen und Polen ist durch die leidvollen Erfahrungen der Geschichten alles andere als selbstverständlich. Umso wichtiger ist es, wenn auch auf kommunaler Ebene Bemühungen um ein partnerschaftliches Miteinander unternommen werden. Die beiden Landkreise Mainz-Bingen und Nysa tun genau das nun schon seit Jahren.

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Fr

07

Okt

2022

Stadt der Zwerge

Bild: privat
Bild: privat

Die Reise der kleinen politischen Delegation des Landkreises Mainz-Bingen in den Landkreis Nysa (Neisse) führte zuerst einmal nach Wroclaw (Breslau). Dort blieb etwas Zeit für einen Stadtbummel, bevor es dann zum eigentlichen Ziel ging.

 

Auf unserem Stadtbummel stießen wir auf seltsame Bronze-Figuren. Mittlerweile finden sich im Stadtbild über 600 dieser Zwerge an Stellen, wo man sie nicht vermuten würde. Schöpfer der Kobolde sind Studierende der Kunsthochschule, die damit ursprünglich ihrem politischen Protest Ausdruck verleihen wollten.

 

Aus der studentischen Protestaktion ist mittlerweile eine Touristenattraktion geworden.

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Sa

24

Sep

2022

Frust im Ahrtal

Bild: Wikipedia / Lizenz CC BY-SA 4.0 / Palauenc05
Bild: Wikipedia / Lizenz CC BY-SA 4.0 / Palauenc05

Dass der Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe im Ahrtal Zeit brauchen würde, war von Anfang an klar. Mittlerweile steigt allerdings bei den Betroffenen der Frust über den schleppenden Fortschritt.

 

Und dieser Frust wird sicher nicht geringer, wenn die Menschen sehen, wie der Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags Freitag für Freitag immer neue Peinlichkeiten in der langen Liste der Versäumnisse bei den Verantwortlichen in Regierung und Verwaltung ans Tageslicht bringt. Kaum jemand von denen hat bisher den Mut besessen, eigene Fehler einzugestehen.

 

 

Wie sollen die Menschen – nicht nur ihm Ahrtal – da wieder Vertrauen in „die Politik“ zurückgewinnen?

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Sa

24

Sep

2022

Mehr Lehrer für „Beste Bildung“

Bild: privat
Bild: privat

In meiner Zeit als Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion führte ich zahlreiche Gespräche mit den Bildungsverbänden in Rheinland-Pfalz. Deren Klagen konnte ich aufgrund meiner früheren Tätigkeit als Lehrerin und Schulleiterin nur allzu gut nachvollziehen. Und so war es folgerichtig, dass ich der Bildungspolitik der Landesregierung nicht kritiklos Beifall spendete, wie manche es von mir als Mitglied der Fraktion einer der Parteien, die diese Regierung bildeten, gerne gesehen hätten.

 

Als ich heute einer Einladung des Landesverbandes des VBE (Verband Bildung und Erziehung) zu dessen Delegiertenversammlung gefolgt war, belegten neue Zahlen, dass der Lehrermangel kein Hirngespinst ist.

 

Ein Beispiel: Wenn in Rheinland-Pfalz in einem Schuljahr 982 Lehrerinnen und Lehrer in Rente oder Pension gehen und gleichzeitig aber nur 662 Neueinstellungen vorgenommen werden (siehe Mainzer Allgemeine Zeitung vom 28.09.2022), so spricht das nicht gerade für eine konsequente Verfolgung des politischen Ziels „Beste Bildung für alle“.

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Sa

24

Sep

2022

Der Staat als Entsorger?

Bild: privat
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Die gestrige Sitzung des Kreistags Mainz-Bingen begann ungewöhnlich. Schon vor dem Betreten des Sitzungssaals begrüßte uns eine große Gruppe von Mitarbeitern des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) des Kreises. Unmissverständlich brachten sie ihre Ablehnung der Kommunalisierung der Müllentsorgung zum Ausdruck, wie sie von der Stadt Mainz ins Spiel gebracht worden war. Stadt und Landkreis sollten dafür eine „Anstalt des öffentlichen Rechts“ (AöR) bilden.

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Do

22

Sep

2022

Verriss für „Neue Mitte“

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Nach dem Muster des „Literarischen Quartetts“ diskutierte heute das „Mainzer Architektenquartett“ über die neue Stadtmitte Ingelheims. Schwerpunkt der Ausführungen waren dabei die Veranstaltungshalle „kING“, die Mediathek und das Weiterbildungszentrum WBZ sowie deren Einbindung in die angrenzenden Bereiche. Der Tenor der Ausführungen der vier architektonischen „Scharfrichter“ war eindeutig und ließ kaum ein gutes Haar an der Gestaltung des mit viel Mühe endlich erreichten Zentrums meiner Heimatstadt.

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Mo

19

Sep

2022

Mehr Tempo bitte !!!

Bild: privat
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Die Sicherstellung der notärztlichen Versorgung in der Region Rheinhessen ist ein Thema, das die FDP-Fraktion im Kreistag Mainz-Bingen seit vielen Monaten umtreibt. Beharrlich forderten wir ein schlüssiges Konzept von der Kreisverwaltung. Bisher liegt uns lediglich eine Auswertung der Einsatzzeiten von Notfalleinsatzfahr-zeugen vor. Das ist nicht das, was wir brauchen.

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So

18

Sep

2022

Endlich großer Wurf für Unimedizin

Bild: Universitätsmedizin Mainz / Peter Pulkowski
Bild: Universitätsmedizin Mainz / Peter Pulkowski

Wer durch den Haupteingang der Universitätsmedizin Mainz schreitet, landet in einer Welt, die von ihrer Bausubstanz her nur sehr bedingt den Eindruck eines modernen Klinikums vermittelt. Vielen der Gebäude sieht man an, dass sie in die Jahre gekommen sind. Eine Sanierung wirkt da eher wie ein Ausbessern einer Straße, die eigentlich von Grund auf neu angelegt werden müsste.

 

In meiner Zeit als Landtagsabgeordnete gewann ich einen tieferen Einblick in die Nöte der Klinikleitung, für die die Landesregierung zwar immer wieder Verständnis zeigte – aber nicht die Mittel zur Verfügung stellte, die für eine durchgreifende Verbesserung der Situation nötig gewesen wären.

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So

18

Sep

2022

Seltenes Jubiläum

Bild: privat
Bild: privat

Beim heutigen Kreisparteitag der FDP Mainz-Bingen kam es zu einer denkwürdigen Ehrung. Inge Buchmeier (Budenheim) wurde für ihre langjährige Mitgliedschaft bei den Liberalen geehrt. Sie ist eine von nur 4 Personen in Deutschland, die sich seit mehr als 75 Jahren aktiv zu der Partei bekennen.

 

Wolfgang Kubicki, stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP, merkte in seiner Laudatio auf die Jubilarin an, es sein für ihn ein Novum, jemanden zu ehren, der mit der Dauer seiner Mitgliedschaft ihn an Lebensjahren übertreffe. Und er erinnerte daran, dass damals in der Sowjetischen Besatzungszone ein offenes Bekenntnis zu den Liberalen mit der Gefahr für Leib und Leben verbunden war. Auch Inge Buchmeier und ihr späterer Ehemann konnten sich nur durch die Flucht nach Berlin in Sicherheit bringen – ebenso wie Karl-Hermann Flach, der spätere Vordenker der Partei. Nicht jeder konnte sich dem Zugriff der Sowjetischen Militäradministration entziehen. Inge Buchmeiers Mitstreiter Arno Esch wurde verhaftet und zum Tode verurteilt.

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Fr

16

Sep

2022

70 anni de gemellaggio

Bild: pixabay
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Es ist eine der ältesten Partnerschaften, die nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen zwei Regionen in den Gründungsstaaten der Europäischen Union geschlossen wurden – die Partnerschaft zwischen der Provinz Verona und dem Landkreis Mainz-Bingen besteht nun schon 70 Jahre. Grund genug für eine würdige akademische Feier, an der auch ich heute teilnahm.

 

Vittorini Beifiori, Partnerschaftsbeauftragter der Provinz Verona, brachte den Grund für die Stabilität dieser Partnerschaft mit den Worten auf den Punkt „Das Dach der Partnerschaft sind der Landkreis und die Provinz, ihre Säulen sind die Gemeinden, die in der Zeit weitere sehr lebendige Partnerschaften geschlossen haben.“.

 

Und so hat diese Partnerschaft Modellcharakter für das so oft in Reden beschworene gemeinsame „Haus Europa“.

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Mo

12

Sep

2022

Mehr als bloße Absichtserklärung?

Bild: pixabay
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Die Flutkatastrophe im Ahrtal hat eines deutlich gezeigt: der Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz hat nicht so funktioniert, wie es nötig gewesen wäre. Die Landes-regierung hat daraus offenbar die Lehren gezogen und will den Katastrophenschutz neu organisieren. Kernpunkt ist dabei ein rund um die Uhr besetzt

es Lagezentrum beim Land.

 

Das klingt erst einmal vernünftig. Bleibt nur zu hoffen, dass der Absichtserklärung auch schleunigst die Umsetzung folgt, die nicht ganz billig werden wird. Doch den politisch Verantwortlichen sollte klar sein, dass Extremereignisse wie Überschwemmungen und Flächenbrände als Begleiterscheinungen des Klimawandels jederzeit wieder auftreten können.

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Sa

10

Sep

2022

Weiteres Kreishaus

Bild: pixabay
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Dieser Tage war Richtfest für den Erweiterungsbau der Mainz-Binger Kreisverwaltung. 2023 soll er bezugsfertig sein. Lange war über eine Erweiterung des bestehenden „Kreishauses“ nachgedacht worden. 2018 fiel dann die Entscheidung für einen Erweiterungsbau an einem neuen Standort – nicht allzu weit vom alten entfernt. Dafür misste der Kreis 43 Mio. Euro in die Hand nehmen – eine stolze Summe.

 

Bereits jetzt ist die Kreisverwaltung mit rund 1.400 Beschäftigten ein wichtiger Arbeitgeber. Bleibt zu hoffen, dass diesem Arbeitgeber bei der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Erfolg beschieden ist als bisher. Denn schon jetzt können viele Stellen nicht besetzt werden. Es wäre ein Fiasko, wenn in die neuen Räume niemand einziehen würde.

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Do

08

Sep

2022

Neues aus der Kaiserpfalz

Bild: privat
Bild: privat

Als Ingelheimer Gästeführerin bringe ich Interessierte immer wieder zu den steinernen Zeugen der ehemaligen Kaiserpfalz Karls des Großen. Natürlich wurde das Areal im Lauf der Jahrhunderte stark überbaut. Doch wenn sich die Gelegenheit für archäologische Grabungen ergibt, legen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grabungsstelle bei der Kaiserpfalz immer wieder neue Befunde frei.

 

Heute konnte ich mir im Rahmen einer Fortbildung selbst ein Bild von dem machen, was nur wenig unterhalb der aktuellen Siedlungsflächen schlummert und das Bild der ehemaligen Residenz des „Vaters Europas“ immer mehr komplettiert.

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So

04

Sep

2022

Taube Ohren?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Als ich noch als bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag das Wort ergriff, machte ich mich bei der Landesregierung nicht gerade beliebt. Denn ich hinterfragte die Aussagekraft der statistischen Angaben zur Lehrerversorgung an den Schulen im Land. Die Bildungsverbände teilten meine Skepsis. Doch jede noch so vorsichtig ausgesprochene Mahnung wurde gleich als Majestätsbeleidigung missverstanden.

 

Jetzt steht das Schuljahr 2022/23 an – und nach wie vor operiert die Landesregierung mit Zahlen zum Unterrichtsausfall, die nichts mit der Realität zu tun haben. Denn in ihrer Statistik ist der Unterrichtsausfall, der durch Krankheiten, Schwangerschaften und Schulveranstaltungen u.ä. entsteht, nicht erfasst.

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Sa

03

Sep

2022

Über die Brücke geh´n …

Bild: privat
Bild: privat

möchten wohl viele Besucherinnen und Besucher der Bundesgartenschau (BUGA), die 2029 im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal stattfinden wird. Linkes wie rechtes Rheinufer sollen dabei in die Gestaltung einbezogen werden. Da liegt es nahe, zu Fuß oder per Rad mal kurz auf die andere Rheinseite zu wechseln. Doch wie soll das gehen, wenn der Rhein mal wieder wegen Niedrigwasser den Fährbetrieb einschränkt? Und Brücken gibt es ja bekanntlich zwischen Mainz und Koblenz keine!

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Fr

02

Sep

2022

Musikerlebnis in der „kING“

Bild: Wikipedia / Lizenz CC BY-SA 4.0 / Marco Berggreve
Bild: Wikipedia / Lizenz CC BY-SA 4.0 / Marco Berggreve

Bei den Benefizkonzerten des LandesJugendOrchesters (LJO) Rheinland-Pfalz demonstrieren junge Musikerinnen und Musiker immer wieder, zu welchen musikalischen Höchstleistungen sie imstande sind. Am heutigen Abend hatten sie dazu in der Ingelheimer „kING“ prominente Unterstützung.

 

Zusammen mit dem international gefragten Violinisten Kirill Troussov spielten sie unter anderem das Violinkonzert in D-Dur op. 35 von Peter Tschaikowsky. Bei der Uraufführung des Werks 1881 in Wien hatten sich einige Geiger geweigert, den ungewöhnlichen und herausfordernden Part zu übernehmen. Adolph Brodsky sprang schließlich ein – und spielte ihn auf einer 1702 gebauten „Stradivari“. Genau diesem Instrument entlockte Troussov heute Töne, die dem Publikum schier den Atem raubten. Orchestermitgliedern und Gast-Star war die Freude über das gelungene Zusammenspiel förmlich in den Gesichtern abzulesen.

 

Peter Stieber, der Präsident des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz, hatte in seiner Begrüßung bereits zu erkennen gegeben, dass er nichts gegen eine Aufstockung der Fördermittel des Landes für die jungen Musik-Ensembles einzuwenden hätte. Nach diesem unvergesslichen Abend war wohl jedem klar, welche Früchte eine solche Förderung tragen kann.

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Do

01

Sep

2022

Ende gut – alles gut?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Der Fall des jungen Marokkaners Ssamad Ramli bestimmte wochenlang die Schlagzeilen der lokalen Presse. Da wollte ein bestens integrierter junger Mann in einer Ingelheimer Pizzeria seine Ausbildung beginnen – doch die Ausländerbehörden monierten fehlende Dokumente. Also musste er – kurz vor Beginn der geplanten Ausbildung – erst einmal zurück in sein Heimatland.

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Do

01

Sep

2022

Not sehen und handeln!

Bild: privat
Bild: privat

Nach diesem Motto handelt der Caritasverband nun schon seit über 125 Jahren. Er ist damit für Menschen, die eher am Rande der Gesellschaft stehen, ein enorm wichtiger Ansprechpartner, der Hilfestellung in vielen Lebenslagen bietet.

 

In meiner Arbeit als Mitglied des Kreistags Mainz-Bingen habe ich die wertvolle Arbeit der Caritas kennen und schätzen gelernt. Daher bin ich gerne der Einladung zum Jahresempfang auf den Jakobsberg nach Ockenheim gefolgt. Das dortige klösterliche Ambiente bot einen würdevollen Rahmen für ein Treffen, bei dem leider nicht alle Fraktionen des Kreistags vertreten waren, um so ihre Wertschätzung für die Arbeit der Caritas zum Ausdruck zu bringen.

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Mi

31

Aug

2022

Ein Hoch auf das Ticket

Bild: privat
Bild: privat

Mit einem Hauch von Wehmut habe ich heute mein 9-Euro-Ticket für den Monat August entsorgt. In den Sommermonaten habe ich weidlich von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Deutschland per ÖPNV zu erkunden.

 

Ich gehöre zu den knapp 40 % der Befragten, die angaben, das Ticket überwiegend für Ausflüge genutzt zu haben. Zugegeben - meine persönlichen Lebensumstände gestatteten mir bei der Planung meiner Exkursionen eine gewisse Flexibilität. Und meine ganz persönliche Bilanz des 9-Euro-Tickets fällt positiv aus.

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Mo

15

Aug

2022

Kontrollierter Rückbau im Rhein-Selz-Park?

Bild: pixabay
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Der kontaminierte Bauschutt im Niersteiner „Rhein-Selz-Park“ entwickelt sich immer mehr zum politischen Ärgernis. Dass das beim Abriss von Gebäuden auf der ehemaligen Liegenschaft der US Army anfallende Material partiell mit Schadstoffen belastet sein würde, hätte damals eigentlich den politisch Verantwortlichen klar sein müssen.

 

In einer solchen Situation ist es gängige Praxis, durch eine Voruntersuchung der abzureißenden Gebäude die möglicherweise schadstoffbelasteten Bereiche der Bausubstanz zu ermitteln und beim Abriss das dort anfallende Material separat zu erfassen, um es dann einer geordneten Entsorgung zuführen zu können. Das spart übrigens auch in erheblichem Umfang Kosten.

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Fr

24

Jun

2022

Freundliche Iren

Bild: privat
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Auf meiner Rundreise mit den rheinhessischen Landfrauen traf ich bei den unter-schiedlichsten Gelegenheiten auf jede Menge freundliche und aufgeschlossene Menschen. Natürlich erleichterten mir meine Englischkenntnisse den Kontakt ungemein.

 

In den zahlreichen Gesprächen fiel mir eine ganz und gar „undeutsche“ Lebenseinstellung vieler Iren auf. Wo wir in Deutschland das „Jammern auf hohem Niveau“ praktizieren, hört man in Irland ein kurzes „Could be worse“ als Beschreibung des eigenen Befindens.

 

Und auch dieser „bärige“ Ire meinte, ich solle doch einfach wiederkommen, um noch mehr über die Mentalität der Menschen auf der „Grünen Insel“ zu erfahren. Keine schlechte Idee... 

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Do

23

Jun

2022

Irlands Küsten

Bild: privat
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Zu den nachhaltigsten Erinnerungen meiner Irland-Rundreise zählen zweifelsohne die Eindrücke der Küstenlandschaften. Das ständig wechselnde Wetter lässt den Himmel und das Meer immer wieder anders erscheinen. Der Wechsel zwischen mild und wild sorgt für immer neue Stimmungen – auch beim Betrachter.

 

Je nachdem wo man gerade ist, erblickt man am Horizont bereits Schottland – oder man ahnt, dass das nächste Festland im Westen der amerikanische Kontinent ist. So oder so beflügeln diese Eindrücke die Phantasie...

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Mi

22

Jun

2022

Iren lieben Musik

Bild: privat
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Dass die Iren Musik lieben, wird Touristen gerne in einem der „Singing Pubs“ demonstriert. Wer Augen und Ohren offenhält, wird dies aber auch ohne diese gezielten Veranstaltungen feststellen. Besonders leicht gelingt dies in Galway, der heimlichen Musik-Hauptstadt Irlands. Beim Schlendern in der Fußgängerzone trifft man immer wieder auf Gruppen wie diese.

 

Da CDs im Reisegepäck nicht viel Platz beanspruchen, habe ich mich mit entsprechenden akustischen Erinnerungen an meine tolle Irland-Reise eingedeckt.

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Mi

22

Jun

2022

Das Richtige für Irlands Küsten

Bild: privat
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An Irlands Küsten ist es selten windstill. Da sollte man schon seine Kleidung für einen Küstenspaziergang entsprechend auswählen. In diesem Geschäft in der Fußgängerzone in Galway konnte ich mich davon überzeugen, dass die irische Textilindustrie jede Menge zweckmäßige Lösungen offeriert, die noch dazu modisch sind.

 

Wer irische Stoffe verallgemeinernd mit dem Adjektiv „derb“ belegt, wird hier eines Besseren belehrt. Ganz besonders gilt dies für die Erzeugnisse aus irischer Schafswolle, die auch im rheinhessischen Herbst und Winter gute Dienste leisten würden.

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Mi

22

Jun

2022

Chaplin in Irland?

Bild: privat
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Im Rahmen meines „Irischen Tagebuchs“ hatte ich Ihnen einen Beitrag mit zwei-sprachigen Hinweisschildern präsentiert. Eines der Schilder zeigte den Weg nach Waterville. Das idyllisch in der Region des Ring of Kerry gelegene Örtchen hatte die Familie des berühmten Charlie Chaplin als Refugium für ihren jährlichen Sommerurlaub gewählt.

 

Daran erinnert aber nicht nur diese Bronze-Statue. Alljährlich im August findet dort ein Comic-Film-Festival statt.

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Mi

22

Jun

2022

Körbe gefällig?

Bild: privat
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Wir saßen gerade wieder im Bus und spürten die wohltuende Wirkung des „Irish Coffee“, als wir beim Verlassen des „Kerry Bog Village“ auf dieses originelle Gespann trafen – ein Korbflechter hatte sich gerade mit seinen tierischen Begleitern platziert.

 

Es blieb für uns allerdings in Anbetracht der Gepäckbestimmungen unserer Fluggesellschaft bei einer netten Zufallsbekanntschaft und bei einem Erinnerungsfoto.

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Mi

22

Jun

2022

Irish Coffee

Bild: privat
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Da unser Bus, der uns durch Irland chauffierte, keine Bordtoilette hatte, war öfter ein „Erleichterungs-Halt“ angesagt. Einer dieser Stopps führte uns unerwartet in ein bezauberndes kleines Museumsdorf, das „Kerry Bog Village“.

 

Dort bot sich auch die Gelegenheit, einen „Original Irish Coffee“ zu sich zu nehmen. Was Sie auf dem Bild sehen, ist der großzügig bemessene Anteil an Whiskey. Neben einem solchen Getränk ist ein „Rüdesheimer Kaffee“ eben nur … Kaffee!

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Di

21

Jun

2022

Irische Weidemilch

Bild: privat
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Das saftige Grün irischer Weiden mögen auch die Kühe. Der Hinweis „Irische Weidemilch“ findet sich daher auch auf Butter, die den Weg in deutsche Supermärkte geschafft hat. Und auch Käse irischer Milchbauern ist bei uns längst kein Exot mehr.

 

Meist sind diese Produkte mit dem Namen der Grafschaft Kerry verbunden. Der bei uns wohl bekannteste Erzeuger ist eine Genossenschaft mit ca. 14.000 Milchbauern.

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Mo

20

Jun

2022

„Pulverfass“ Nordirland?

Bild: privat
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Auch eine Irland-Rundreise mit den rheinhessischen Landfrauen spart das Thema „Nordirland-Konflikt“ nicht aus. So sahen wir gestern bei der Fahrt nach Londonderry dieses Plakat.

 

Natürlich steht die Frage eines Referendums zur Vereinigung der beiden „Irlands“ aktuell nicht zur Debatte. Doch gerade die Handhabung des „Brexit“-Abkommens macht deutlich, dass der Status von Nordirland auch viele praktische Probleme aufwirft – jenseits aller prinzipiellen …

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Mo

20

Jun

2022

Irland ist zweisprachig

Bild: privat
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Ein weiterer Hinweis auf die Verschiedenheit von Iren und Engländern begegnet dem Reisenden auf den Hinweisschildern am Straßenrand. Ja – Irland ist ein zwei-sprachiges Land. Laut Art. 8 der Verfassung der Republik Irland ist Irisch/Gälisch die erste Amtssprache – Englisch die zweite. Auch die EU hat Irisch/Gälisch als offizielle Amtssprache anerkannt.

 

Der Irland-Urlauber kommt allerdings mit Englisch ganz gut durch – er muss nicht des Irischen/Gälischen mächtig sein. Und dennoch war ich froh, mich bei meiner Rundreise ganz unserem Busfahrer anvertrauen zu können. Die Vorstellung, diese Tour mit dem eigenen Auto zu machen und dann mein Navi – auf Irisch/Gälisch? – programmieren zu müssen, führte mir die Vorteile dieser geführten Rundreise mehr als deutlich vor Augen …

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Mo

20

Jun

2022

Iren sind katholisch

Bild: privat
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Sie sind steinerne Zeugen des Glaubens der Iren – die Hochkreuze. Eines der ein-drucksvollsten Exemplare sahen wir bei unserer Rundreise in Monasterboice. Dort stehen mehrere solcher Hochkreuze auf dem Friedhof einer ehemaligen Klosteranlage. Die Bilder auf den über 1.000 Jahre alten Hochkreuzen sollten den Menschen die Bibel in bildlicher Form näherbbringen.

 

Ob die heute lebenden Iren besonders fromm sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Fakt ist aber, dass 2016 bei einer Befragung knapp 80 % der Bevölkerung sich zur römisch-katholischen Kirche bekannten – hingegen noch nicht einmal 3 % zur anglikanischen. Iren und Engländer sind eben sehr verschieden …

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Mo

20

Jun

2022

Schafe 4

Bild: privat
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Schon in Dublin und Belfast war mir aufgefallen, dass die Iren sehr erfindungsreich sind, wenn es darum geht, Besucherinnen und Besucher dazu zu animieren, an touristischen Hotspots passende Souvenirs zu erwerben.

 

Ihre Landsleute außerhalb der großen Städte stehen ihnen da in nichts nach – wie wir heute gleich mehrfach feststellen konnten. Auch in unserer Reisegruppe hinderte wohl lediglich der Gedanke an das Limit beim Fluggepäck am Erwerb des einen oder anderen „süßen“ Mitbringsels …

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Mo

20

Jun

2022

Schafe 3

Bild: privat
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Mein Lob hatte sich der „Star“ der Hüte-Vorführung redlich verdient. Und er schien dieses Lob auch sichtlich zu genießen.

 

Als gelernte Pädagogin wäre ich natürlich an ein paar Tipps interessiert gewesen, ob man seine Hüte-Fähigkeiten auch auf menschliche Gruppen übertragen kann. Aber da schwieg er eisern …

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Mo

20

Jun

2022

Schafe 2

Bild: privat
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Die Glenkeen Farm ist eine der größten Schaffarmen in Irland. Sie befindet sich in Privatbesitz. Natürlich müssen die Schafe gehütet werden. Und das geschieht durch ein eingespieltes Team von Mensch und Hütehund – wie uns eindrucksvoll demonstriert wurde.

 

Es war schon beeindruckend zu sehen, wie der Hütehund eine ganze Schafherde „in Schach halten“ und lenken kann. Und ebenso beeindruckend war zu erleben, wie wenig Kommandos der menschliche Partner im Hüte-Team erteilen muss, damit die Herde das tut, was sie tun soll.

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Mo

20

Jun

2022

Schafe 1

Bild: privat
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Irland heißt nicht ohne Grund die „Grüne Insel“. Das Angebot an saftigem Grün wird zum Beispiel gerne von Schafen angenommen. Ihnen war der heutige Tag der Irland-Rundreise der rheinhessischen Landfrauen gewidmet.

 

Auf dem Programm stand der Besuch einer Schaf-Farm im County Mayo. Was mich da wohl erwarten würde?

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Fr

17

Jun

2022

Belfast 5

Bild: privat
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Manchmal sind es die eher zufälligen Begegnungen, die Reiseeindrücke noch lange nachwirken lassen. So wie die Begegnung mit diesen beiden Schülerinnen, die bereitwillig für ein Erinnerungsfoto posierten.

 

Dass die Touristin aus Deutschland, die sich als ehemalige Schulleiterin outete, ihr Outfit mit dem Schulpullover chic fand, fanden die beiden wiederum cool und konnten ihren Stolz kaum verbergen.

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Fr

17

Jun

2022

Belfast 4

Es ist ein architektonischer Hingucker und erinnert nicht ohne Grund an ein Schiff. 2012 wurde das „Titanic Belfast Museum“ eröffnet. Es steht auf dem Gelände der Werft, die die „unsinkbare“ RMS „Titanic“ gebaut hatte.

 

1912 sank sie dennoch - nach der Kollision mit einem Eisberg. Die Verfilmung dieses tragischen Unglücks sorgte dafür, dass jede/r schon bei der bloßen Nennung des Namens „Titanic“ bestimmte Bilder vor Augen hat.

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Fr

17

Jun

2022

Belfast 3

„Wehret den Anfängen“ dachte sich wohl die Stadtverwaltung von Belfast und stellte den Genuss von Alkohol im öffentlichen Raum in „Problembezirken“ unter Strafe.

 

Unter „Problembezirken“ sind dabei wohl die zu verstehen, in denen man die größte Gefahr für das Aufflammen von Auseinandersetzungen in dem noch immer latent schwelenden Nordirland-Konflikt sieht. Und Alkohol senkt ja bekanntlich die Hemmschwelle zum Aufeinander-Losgehen...

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Fr

17

Jun

2022

Belfast 2

Bild: privat
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Natürlich stoßen die Besucherinnen und Besucher im heutigen Belfast immer noch auf Stellen, an denen – wie hier – an die „Märtyrer“ erinnert wird, die im Nordirland-Konflikt ihr Leben verloren.

 

Irgendwie beschleicht einem angesichts solcher Orte ein mulmiges Gefühl. Man fühlt sich an einen Vulkan erinnert, der momentan zwar weder Feuer noch Asche speit – aber unter dessen Oberfläche immer noch glühende Magma brodelt. Es braucht – auf beiden Seiten – besonnene Politikerinnen und Politiker, damit es nicht zu einem erneuten Ausbruch kommt!

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Fr

17

Jun

2022

Belfast 1

Bild: privat
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Heute stand Belfast auf unserem Reiseprogramm. Natürlich waren wir alle gespannt, ob wir hier die Spannungen des Nordirland-Konflikts nachvollziehen würden. Auf den ersten Blick fielen lediglich die vielen pro-englischen Beflaggungen an zahlreichen Gebäuden auf.

 

Wenn ein Pub allerdings schon in seinem Namen „The Diamond Jubilee“ ein klares Bekenntnis zur englischen Königin und ihrem Thronjubiläum abgibt, ist dies nicht weiter verwunderlich.

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Fr

17

Jun

2022

Irish Whiskey

Bild: privat
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Der erste Tag der Irland-Rundreise mit den rheinhessischen Landfrauen konfrontierte mich gleich mit einem weiteren Getränk, das typisch für die „Grüne Insel“ ist. Bei Teeling erfuhren wir eine Menge über die Herstellung eines guten Whiskeys. Bei einer Probe lernten wir die unterschiedlichen geschmacklichen Varianten kennen. Meinen Favoriten fand ich auf Anhieb.

 

Mein Mann muss seinen noch herausfinden. Eine Probe „en miniature“ habe ich ihm mitgebracht.

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Do

16

Jun

2022

Ulysses 2

Bild: privat
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Da hatte mich also meine irisch-literarische Vergangenheit mit einem Schlag gleich zu Beginn meiner Reise eingeholt. Schon während meine Studiums hatte ich zu dem Roman „Ulysses“ von James Joyce nicht den rechten Zugang gefunden. Voller Frust hatte ich damals auf mein Exemplar eine Fundstelle aus einem Zeitungsartikel aufgeklebt „Es gibt Bücher, meinte Goethe, die sehr lesenswürdig, aber nicht lesbar sind.“. Das Taschenbuch mit meiner damals angebrachten Verunzierung steht noch heute in meiner Bibliothek.

 

Nach der Rückkehr von meiner Irland-Reise griff ich erwartungsvoll zu einer deutschen Übersetzung des vielgelobten Werks. Nach gut 50 Seiten gab ich auf. „Ulysses“ und ich – das wird wohl nichts mehr werden. Das Schicksal teilt der Roman übrigens mit einer anderen irischen Spezialität -  bis heute benetzte noch kein Pint „Guinness“ meine Kehle …

 

 

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Do

16

Jun

2022

Ulysses 1

Bild: privat
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„Irland – Landeskunde und Literatur“ war mein Spezialgebiet während des Studiums der Anglistik/Amerikanistik umschrieben. Und gleich am ersten Tag der Reise mit den rheinhessischen Landfrauenwurde mir dies überreichlich geboten. Beim Bummel durch Dublin fielen mir diese Herrschaften auf, die etwas aus der Zeit gefallen zu sein schienen. Die Erklärung lautete „Bloomsday“. Der Roman „Ulysses“ von James Joyce (1882 – 1941) schildert in 18 Episoden die Erlebnisse von Leopold Bloom, der als Anzeigenakquisiteur für eine Dubliner Tageszeitung in der Stadt am 16. Juni 1904 unterwegs ist.

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Do

16

Jun

2022

Trinity College II

Bild: privat
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Die Ehrfurcht vor den „heiligen Hallen“ war noch nicht ganz abgeschüttelt, als wir auf dem Gelände Zeugen eines akademischen Ereignisses wurden. Die Verleihung der Diplome an die Studierenden geht mit einem traditionsreichen „Dress Code“ einher. Natürlich ist das auch für die Verwandten ein ganz besonderer Anlass.

 

Dass sich den Besuch des Trinity College nicht jeder x-beliebige Studienwillige leisten konnte, dafür sorgten schon die happigen Gebühren. Ein Vorteil der EU-Mitgliedshaft Irlands: für EU-Bürger ist das Erststudium nun kostenfrei.

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Do

16

Jun

2022

Trinity College I

Bild: privat
Bild: privat

Gleich am ersten Tag unserer Rundreise wurde ich mit wehmütigen Erinnerungen konfrontiert. Da stand ich nun ich nun in dem altehrwürdigen Trinity College, das 1592 von der englischen Königin Elisabeth I. nach dem Vorbild der Universitäten von Oxford und Cambridge gegründet worden war. Im Lesesaal der Bibliothek ist praktisch die gesamte irische Literatur in Ausgaben von teils unschätzbarem Wert präsent.

 

Der kostbarste Schatz muss allerdings vor Tageslicht geschützt werden und ist nur als Kopie zugänglich – das „Book of Kells“, eine mit exquisiten Buchmalereien ausgestattete Handschrift aus dem 8. oder 9. Jahrhundert.

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Mi

15

Jun

2022

Lieber spät als nie

Bild: pixabay
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Unter diese Überschrift hatte ich vor einigen Tagen einen Website-Beitrag zu einem ganz anderen Thema gestellt. Die Überschrift passt aber auch zu dem Beitrag, mit dem ich mich wieder bei meiner Leserschaft zurückmelden möchte.

 

Während meines Studiums der Anglistik/Amerikanistik hatte ich ein Spezialgebiet gewählt „Irland – Literatur und Landeskunde“. Quasi als „Sahnehäubchen“ war der Besuch einer „Summer School“ am renommierten Trinity College in Dublin geplant. Die Veranstaltung wurde leider kurzfristig abgesagt. So blieb es für mich bei der Teilnahme an „Summer Schools“ in England.

 

Als nun die rheinhessischen Landfrauen eine Irland-Reise anboten, zögerte ich nicht lange und meldete mich an.

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Mi

15

Jun

2022

Heiliger St. Bürokratius

Bild: pixabay
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Das Auge trinkt mit – das gilt besonders bei einem Kaffee, den ein Barista uns serviert. Genau das macht ein junger Marokkaner derzeit bei uns in Ingelheim. Er jobbt, büffelt nebenbei noch Deutsch und will demnächst eine Ausbildung in einer Pizzeria beginnen - ein Musterbeispiel dafür, wie sich junge Migranten in unsere Gesellschaft integrieren wollen.

 

Doch diese Gesellschaft tut sich schwer, das Angebot des jungen Mannes anzunehmen. Für die Dauer der Ausbildung würde eine „Ausbildungsduldung“ gelten. Doch Dafür müsste er schon über eine mindestens dreimonatige „Vorduldungszeit“ verfügen. Seinen Duldungsantrag, den er gestellt hatte, bevor er seinen Ausbildungsvertrag in der Tasche hatte, aber hatte die Ausländerbehörde des Landkreises Mainz-Bingen abgelehnt.

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Sa

11

Jun

2022

Lieber spät als nie

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Als ich 2016 mein Mandat als FDP-Abgeordnete im Mainzer Landtag antrat, ahnte ich nicht, dass das Bemühen um ein resoluteres Vorgehen gegen sexualisierte Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen einmal mein „Schicksals-Thema“ werde würde. Eine simple Nachfrage in einem Landtagsausschuss war dann der Auslöser, mich aus der Fraktion auszuschließen.

 

Wenn ich nun aus den Medien entnehme, dass die jetzige FDP-Landtagsfraktion einen CDU-Antrag zur Schaffung von „Childhouses“ als erste Anlaufstelle für Betroffene nicht gleich rundweg ablehnt (nur weil er nicht von den „Ampel-Fraktionen“ kommt), erfüllt mich dies mit doppelter Freude.

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Sa

11

Jun

2022

Nacht der Kunst

Denkmal Sebastian Münsters (Bild: pixabay)
Denkmal Sebastian Münsters (Bild: pixabay)

Sicher zogen heute viele der Besucher der „Nacht der Kunst“ an ihm vorbei auf ihrem Weg zu dem Areal rund um das Alte Rathaus in Ingelheim. Die Veranstaltung im Rahmen der „Internationalen Tage“ erfreut sich großer Beliebtheit.

 

Als Ingelheimer Gästeführerin war ich heute auch im Einsatz, um den Interessenten die nahegelegenen Reste der ehemaligen Kaiserpfalz Karls des Großen zu zeigen. Die spezielle Atmosphäre dieses Events hatte zahlreiche Besucherinnen und Besucher – quer durch alle Altersklassen – angelockt. Gerade die jungen Gäste konnten so erfahren, dass Geschichte alles andere als „verstaubt“ vermittelt werden kann. Und wer wollte, konnte auch noch die „Munch-Ausstellung“ im Kunstforum als „Taschenlampen-Führung“ genießen.

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Sa

11

Jun

2022

Schwarzer Peter

Bild: pixabay
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Er tagt nun schon seit Monaten – der Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags zur Aufarbeitung der Geschehnisse im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe im Ahrtal. Ich verfolge die Berichterstattung dazu mit zunehmendem Frust.

 

Eigentlich sollte es doch darum gehen, aus den Fehlern von damals die richtigen Konsequenzen zu ziehen, um bei künftigen ähnlichen Ereignissen besser vorbereitet zu sein. Was das betrifft, hat die Arbeit des U-Ausschusses eine Menge Erkenntnisse geliefert.

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Fr

10

Jun

2022

Fordern und fördern

Bild: pixabay
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Um ein Ziel zu erreichen, kann der Weg schon ganz schön fordernd sein. Das gilt auch in der Schule. Nicht alle Kinder sind gleich. Damit die, die sich auf dem Weg zum Ziel – vielleicht wegen eines persönlichen Handicaps - schwerer tun, aber nicht abgehängt werden, gibt es Förderschulen.

 

Heute erhielt die FDP-Fraktion im Kreistag Mainz-Bingen die Antwort auf ihre Anfrage zur Situation dieser Schulen im Kreisgebiet. Und diese Antwort zeigt, dass die Anmeldezahlen stark steigen. Und das hat zur Folge, dass die Förderschulen auch räumlich erweitert werden müssen.

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So

05

Jun

2022

Personalmangel beim Kreis

Bild: pixabay
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Wohin man auch hört – alle klagen über den Mangel an qualifiziertem Personal. Auch die Kreisverwaltung Mainz-Bingen macht da keine Ausnahme. Für zu besetzende Stellen gibt es immer weniger Bewerberinnen und Bewerber – und die muss man fast schon mit der Lupe suchen.

 

Dass man angesichts einer solchen Situation nicht einfach achselzuckend zur Tagesordnung übergehen kann, ist uns in der FDP-Kreistagsfraktion schon lange klar. Jetzt wollen wir aber von der Kreisverwaltung als potenziellem Arbeitgeber ganz konkret wissen,

 

a) in welchen Bereichen Fachkräfte fehlen und

b) welche Maßnahmen die Kreisverwaltung in den letzten Jahren ergriffen hat, um für sich als attraktiver Arbeitgeber zu werben.

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So

29

Mai

2022

Kino für die Ohren…

Bild: pixabay
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versprach Christian Ferel dem Publikum in der Ingelheimer „kING“. Und er und sein Sinfonieorchester Rhein-Main hielten Wort. Als Programm für den Abend hatten sie sich Filmmusiken erarbeitet. Der Untertitel „Von Zauberwesen und ganzen Kerlen“ umriss dabei den Schwerpunkt der cineastischen Soundtracks. Und auf der „Leinwand im Kopf“ erweckten die brillant aufspielenden Musikerinnen und Musiker (allesamt engagierte Laien!) den Paten und James Bond ebenso zum Leben wie Miss Marple oder ET und den rosaroten Panther. Dazu gab es aus dem Munde des witzig und charmant moderierenden Dirigenten Wissenswertes und Anekdotisches zu den betreffenden Filmen, Darstellern und Komponisten.

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Di

24

Mai

2022

Cello + Klavier

Bild: pixabay
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Als „Reise durch die Romantik“ war das heutige Konzert in der Ingelheimer „kING“ angekündigt. Die Cellistin Sol Gabetta und der Pianist Bertrand Chamayou nahmen ihr Publikum mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms und César Franck mit auf diese ungewöhnliche kammermusikalische Reise. Und die „Reiseleitung“ erwies sich dabei als ein bis ins Kleinste aufeinander ab- und eingestimmtes Duo. Ohne Zugaben wurden sie vom begeisterten Publikum nicht von der Bühne gelassen.

 

Und dabei lieferte die aus Argentinien stammende Sol Gabetta einen eindrucksvollen Beleg für ihre lateinamerikanische Herkunft – mit einem Stampfen am Schluss eines Tangos.

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So

22

Mai

2022

Geheimtipp Murnau

Bild: privat
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Urlaub im Ammergau ohne einen Besuch von Murnau am Staffelsee – für meinen Mann und mich undenkbar! Das Städtchen mit seiner Marktstraße strahlt nicht nur mediterranes Flair aus. Es ist auch untrennbar mit dem Namen Ödön von Horváth verbunden, der hier lebte und arbeitete. Im Schlossmuseum zeigt eine Dauerausstellung, wie der Schriftsteller ob seiner Haltung mit dem aufkommenden Nationalsozialismus immer stärker in Konflikt geriet.

 

Besonders sein Werk „Jugend ohne Gott“ war den Nazis ein Dorn im Auge. Am 1. Juni 1938 hatte Horváth in Paris ein Treffen mit dem Hollywood-Regisseur Robert Siodmak wegen der Verfilmung des Romans. Bei einem Spaziergang am Abend des gleichen Tages wurde er während eines Unwetters von einem herabstürzenden Ast erschlagen.

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Fr

20

Mai

2022

Unerwartete Solidarität

Bild: privat
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An vielen Stellen stießen mein Mann und ich während unseres Bayern-Urlaubs auf Zeichen der Solidarität mit der Ukraine. Als wir im Hof der Brauerei des Klosters Ettal nach dem Weg zur Destillerie der Likörmanufaktur fragten, antworteten uns junge Ukrainer, die dort einen Job gefunden hatte. Ein großes Banner wies zudem auf das jeden Freitag stattfindende Friedensgebet in der Basilika hin.

 

Als wir das erst kürzlich eröffnete Museum zur Geschichte der Wittelsbacher am Fuß der Königsschlösser besuchten, war die ukrainische Flagge am Schloss Hohenschwangau nicht zu übersehen.

 

Ob da wohl so mancher russische Besucher dieser touristischen Hotspots schlucken muss?

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Mi

18

Mai

2022

Wetterkapriolen

Bild: privat
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Wer meine Website regelmäßig besucht, dem ist sicher aufgefallen, dass ich da plötzlich von einem Erlebnis in Bayern berichtete (Dorfladen). Ja – ich verbrachte mit meinem Mann ein paar erholsame Tage in Bad Bayersoien. Von unserem Hotelzimmer bot sich uns der bayrische Himmel in stets neuen blau-weißen Facetten – ganz analog zu den bayrischen „Nationalfarben“.

 

Dass dieser Himmel auch ganz anders kann, hatten wir am Abend des 5. Mai erlebt, als ein Unwetter noch nie erlebten Ausmaßes über der Region niederging. In einer überfluteten Ortsumgehung stieg das Wasser auf fast 5 Meter (!) und wurde für den Fahrer eines Kleintransporters zur tödlichen Falle. Einheimische, mit denen wir sprachen, meinten spontan: So muss es bei euch an der Ahr gewesen sein!

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Di

17

Mai

2022

Notarzt Ingelheim

Bild: pixabay
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Zu kaum einem anderen Thema erschienen in der Lokalpresse so viele Leserbriefe wie zu der notärztlichen Versorgung in der Region Rheinhessen. Dass es sich dabei keineswegs um eine reine Ingelheimer Angelegenheit handelt, ist jedem klar. Oder doch nicht? Die „Regierungskoalition“ des Kreises Mainz-Bingen gibt in der öffentlichen Diskussion ein Bild ab, das an die berühmten drei Affen erinnert: nichts hören – nichts sehen – nichts sagen“.

 

Und wenn die Herren Spiegler (SPD) und Hamann (SPD) doch einmal etwas sagen, dann leugnen sie schlichtweg das Problem. Und die Landrätin Schäfer (CDU) versteckt sich hinter einer „Studie“ der TU Kaiserslautern, die bei einer Anhörung externer Experten förmlich in der Luft zerrissen wurde.

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Sa

14

Mai

2022

Ein ganz besonderer Dorfladen

Heute ist der Tag unserer Abreise aus dem Ammergau. Im Dorfladen von Grafen-aschau decken wir uns noch mit regionalen Produkten ein. Schließlich wollen wir die bayrische Küche im heimischen Rheinhessen noch etwas nachwirken lassen.

 

Dass die mitgebrachten Weißwürste „mit Petersil“ waren, versteht sich von selbst. O-Ton der freundlichen Dame an der Theke „Dös iss bei uns immer so“. Weniger selbstverständlich allerdings der Aufdruck auf der Papiertüte - eine Initiative der Zonta-Gruppe Murnau-Staffelsee. Bayern hat eben viele unerwartete Facetten

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Sa

07

Mai

2022

Ich mache weiter ...

Bild: privat
Bild: privat

und das ist keine Drohung – sondern ein Versprechen. Vielleicht liegt es daran, dass man den im Sternzeichen Widder Geborenen eine gewisse Hartnäckigkeit nachsagt. Vielleicht ist es aber auch mein Verständnis von politischer Arbeit. Wie dem auch sei – ich werde auf jeden Fall weiter dafür kämpfen, dass die Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch an staatlichen Schulen in einer solch traumatischen Situation die notwendige Hilfe bekommen.

 

Da ich dies nach meinem „Rausschmiss“ aus der FDP-Landtagsfraktion nicht mehr im Landtag tun kann, nutze ich andere Möglichkeiten. Ein Mosaikstein ist dabei das Buch „Schul(d)zeit“, zu dem ich einen Beitrag beigesteuert habe. Erste öffentliche Lesungen daraus sind schon geplant.

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Fr

06

Mai

2022

Rhein-Selz-„Park(?)“

Bauschutt aus einem Abrissprojekt (Bild: pixabay)
Bauschutt aus einem Abrissprojekt (Bild: pixabay)

Ortsunkundige mögen bei der Nennung dieses Namens an ein idyllisches Fleckchen Erde im schönen Rheinhessendenken. Dabei handelt es sich aber eher um einen Schandfleck. Von der Verwirklichung der hochfliegenden Pläne für eine Konversion der ehemaligen „Anderson Barracks“ zwischen Nierstein und Dexheim ist nach wie vor nichts zu sehen. Dafür aber jede Menge Bauschutt aus dem Abriss von Gebäuden auf der aufgegebenen US-Army-Liegenschaft.

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Mi

27

Apr

2022

Trauerspiel

Bild: pixabay
Bild: pixabay

So betitelte der anwesende AZ-Journalist seinen Kommentar über die Sitzung des Kreisausschusses des Kreistags Mainz-Bingen. Auf der Tagesordnung stand der Antrag der FDP-Fraktion zur Beteiligung des Kreises an den Mehrkosten, die dadurch entstehen würden, dass die Ingelheimer Notarztwache auch nachts besetzt ist. Ein berechtigtes Anliegen, die eine Petition zeigt, die von mehr als 6.300 Personen unterzeichnet worden war.

 

Die Debatte im Kreisausschuss war leider ein Beleg dafür, dass die Gegner einer solchen Lösung offensichtlich immer noch nicht verstanden haben – oder verstehen wollen -, dass es hier nicht um eine rein Ingelheimer Angelegenheit geht. Vielmehr steht die notärztliche Versorgung der ganzen Region Rheinhessen auf dem Prüfstand.

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Mi

20

Apr

2022

Ausländerbehörde

Bild: pixabay
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Wenn Behörden wegen schleppender Bearbeitung von Vorgängen in die Kritik geraten, reagieren sie meist mit zwei Argumenten: zu viel Arbeit, zu wenig Personal. Da macht auch die Ausländerbehörde des Landkreises Mainz-Bingen keine Ausnahme. Problematisch wird es aber dann, wenn aufgrund solcher Engpässe zum Beispiel ein arbeitswilliger Flüchtling die für seine Einstellung notwendigen Papiere nicht rechtzeitig bekommt – und es nichts mit der Arbeitsaufnahme wird.

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Fr

15

Apr

2022

Ostern mit Maske?

Bild: pixabay
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Auch dieses Jahr zieht es der Osterhase vor, lieber mit einem Mund-Nasen-Schutz unterwegs zu sein. Hasen sind eben doch schlaue Tiere!

 

Mein Mann und ich nehmen uns an Meister Lampe ein Beispiel. Beim Einkaufen etwa benutzen wir nach wie vor eine FFP2-Maske. Denn das Corona-Virus ist immer noch unter uns – und mit der übereilten Rückkehr zu mehr „Freiheit“ (?) würden wir ihm nur einen Gefallen tun. Also halten wir uns lieber an einen alten Wahlkampf-Slogan der rheinland-pfälzischen FDP: Vorfahrt für Vernunft!“.

 

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern dieses Beitrags

 

Frohe Ostern!

 

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So

10

Apr

2022

Hilfe für Kommunen

Bild: pixabay
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Auf der kommunalen Ebene – also dort, wo die Menschen leben – wird ihnen „Staat“ hautnah erfahrbar. Oft macht sich dies an kleinen Dingen fest. Die Kassenwarte der Kommunen sprechen dabei haushaltstechnisch von den so genannten „freiwilligen Leistungen“. Für die müssen sie aber das Geld fast schon mit der Lupe suchen. Die Erfüllung der Pflichtaufgaben frisst fast alles auf und sorgt für Ebbe im örtlichen Portemonnaie.

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Sa

09

Apr

2022

Mehr Eigenständigkeit wagen

Bild: pixabay
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Heute konstituierte sich der Landesfachausschuss „Bildung“ der FDP Rheinland-Pfalz neu. Mit Freude durfte ich feststellen, dass vielen der Erschienen „ein Licht auf-gegangen“ war. Mit größerem Selbstbewusstsein will man sich aus den Fesseln von Koalitionszwängen befreien und offensiv für das eintreten, was „FDP pur“ ist.

 

Nur so können die Menschen das bildungspolitische Profil der Liberalen klar erkennen. Und sich bei künftigen Wahlentscheidungen gezielt dafür einsetzen, dass die FDP mehr Gewicht erhält, um ihre bildungspolitischen Ziele zu verwirklichen – im Sinne einer „besten Bildung für alle“. Denn der „Rohstoff Bildung“ ist eine Ressource, die unser Land stark macht.

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So

03

Apr

2022

Weingeschichte(n) und mehr...

Bild: privat
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... bietet die Ausstellung „Kellergenossen“ im Ingelheimer Winzerkeller. Wo früher die ortsansässigen Klein- und Nebenerwerbswinzer ihre Trauben zur Weiterverarbeitung anlieferten, begrüßt die Gäste heute eine wahre Weinerlebniswelt. Beim Gang durch die Ausstellung nehmen sie Tuchfühlung auf mit allen wesentlichen Schritten der Weinbereitung und auch der Vermarktung des Endprodukts. Das Ganze auf dem Hintergrund einer eigentlich im 19. Jahrhundert aus einer schwierigen Situation der bäuerlichen Bevölkerung entstandenen „Notlösung“ – dem Genossenschaftswesen.

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Do

31

Mär

2022

Unabhängiges Amt längst überfällig

Bild: pixabay
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In Fällen von Gewalt und sexuellem Missbrauch an Schutzbefohlenen an staatlichen Schulen fehlt den Betroffenen oft der geeignete Ansprechpartner. Der Teddybär ist da eher Ausdruck von Verzweiflung und Hilflosigkeit. Ein unabhängiges Amt für Opferschutz, Aufklärung und Prävention ist längst überfällig.

 

Der bisherige Missbrauchsbeauftragte bei der Bundesregierung Johannes-Wilhelm Rörig legte sein Amt vorzeitig nieder. Seine Nachfolge tritt nun Kerstin Claus an, die ich aus dem Mainz-Binger Kreistag kenne. Sie möchte „etwas dafür tun, dass sexueller Missbrauch effektiv bekämpft wird“ (Mainzer Allgemeine Zeitung).

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Do

31

Mär

2022

Nicht länger unter den Teppich kehren!

Bild: pixabay
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Sexueller Missbrauch kann Jungs und Mädchen treffen. Die Formen des Missbrauchs reichen von sexistischen Verbalattacken bis hin zu körperlichen Übergriffen. Besonders schlimm ist es, wenn diese Taten in einem Umfeld geschehen, in dem sich Kinder und Jugendliche eigentlich sicher fühlen sollten – wie zum Beispiel in der Schule.

 

Als Landtagsabgeordnete hatte ich es „gewagt“, kritisch zu hinterfragen, ob denn solche Missbrauchsfälle im schulischen Bereich mit der nötigen Konsequenz geahndet würden. Damit hatte ich offenbar in ein Wespennest gestochen und den „Koalitionsfrieden“ gestört. Was folgte, war mein Ausschluss aus der FDP-Fraktion.

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Fr

25

Mär

2022

Lasst endlich Fakten sprechen!

Bild: pixabay
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Heute fand endlich die mit Spannung erwartete zweite Anhörung zur Situation der notärztlichen Versorgung in Rheinhessen statt. Und die ergab ein gänzlich anderes Bild als das, das die von der Kreisverwaltung Mainz-Bingen bestellten Experten in der ersten Anhörung entworfen hatten. Die Fachleute, die die Fraktionen des Kreistags für heute benannt hatten, rückten einige Dinge zurecht.

 

Mitnichten geht es hier um eine Besserstellung der Stadt Ingelheim – wie einige Parlamentarier aus dem „Regierungslager“ stur behaupten. Notarzteinsatzfahrzeuge decken den Bedarf einer Region ab – und nicht den ihres jeweiligen Standorts. Das sollte jetzt auch den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Teilen des Kreisgebiets klar sein. Und die von der Kreisverwaltung gebetsmühlenartig angeführte Studie der TU Kaiserslautern kann nicht länger als Argument gegen eine „Rund-um-die-Uhr“-Besetzung der Ingelheimer Notarzteinsatzzentrale angeführt werden. Diesen Anspruch hatten die Autoren der Studie übrigens auch nie erhoben.

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Do

17

Mär

2022

Abendstimmung vor Corona-Lockerungen

Eigentlich wollte ich mich gerade zum Fernseher begeben, um die „Landesschau“ im SWR anzusehen. Doch dann dieses faszinierende Schauspiel am Abendhimmel. Mein Mann erklärte mir auch gleich den Grund dafür … und am nächsten Morgen war er auch auf den Terrassenmöbeln zu entdecken: feinster Sahara-Staub!

 

Im Gegensatz zu dem Corona-Virus legen diese Sandpartikel deutlich größere Strecken zurück. Aber ein wenig komme ich dann doch ins Grübeln, ob die Corona-Abstandsregeln mit ihren 1,5 Metern nicht doch im wahrsten Sinn des Wortes „zu kurz gedacht“ sind...

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Do

17

Mär

2022

Werbetrommel

Bild: pixabay
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Dass Politikerinnen und Politiker eifrig die Werbetrommel rühren, gehört zum politischen Geschäft und ist legitim. Der Gesetzgeber schaut aber ganz genau hin, wie und aus welchen Mitteln solche Werbemaßnahmen finanziert werden. Dass eine Landesregierung oder eine Landtagsfraktion über ihre Arbeit informiert, ist nicht zu beanstanden. Auch nicht, dass sie dies letztlich mit Steuergeldern tut. Dafür stehen ihr Mittel in einem im Rahmen eines transparenten Prozesses genehmigten Umfang zur Verfügung.

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So

13

Mär

2022

Es könnte so einfach sein...

Bild: pixabay
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doch leider hat Mutter Natur das bei uns Menschen anders vorgesehen. Und so wird auch manche werdende Mutter angesichts der Probleme rund um das freudige Ereignis sich gewünscht haben, lieber einfach ein Ei legen zu können.

 

In einer solchen Lebenslage ist die Hebamme (es muss übrigens nicht immer eine weibliche Person sein!) eine segensreiche Hilfe. Nach jahrelanger Vorarbeit konnte nun endlich die „Geburt“ der gemeinsamen Hebammenzentrale für den Landkreis Mainz-Bingen und die Stadt Mainz verkündet werden. Es war keine einfache Geburt.

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Sa

12

Mär

2022

Für Frieden

Für den heutigen Vormittag hatten u.a. die Ingelheimer Kirchen zu einem Friedensgebet auf den Platz vor der Veranstaltungshalle „kING“ aufgerufen. Viele Bürgerinnen und Bürger waren wie ich diesem Aufruf gefolgt.

 

Mit Aktionen wie dieser wird man dem Despoten im Kreml kaum Einhalt gebieten können. Aber schweigen und achselzuckend die schrecklichen Bilder aus der Ukraine zur Kenntnis nehmen kann keine Alternative sein. Zu oft hat uns die Geschichte leider schon gezeigt, zu welch bitterem Ende Schweigen führte. Das darf sich nicht wiederholen.

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Sa

12

Mär

2022

Schule mit Maske?

Bild: pixabay
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Wir erleben gerade wieder einmal die fast schon gebetsmühlenartig vorgetragenen Argumente pro und contra Lockerungsmaßnahmen in der immer noch nicht beendeten Corona-Pandemie. Und wir erleben die zig-te neue Verordnung dazu. Und wie wird es an den Schulen in Rheinland-Pfalz weiter? „Zahlen rauf, Masken runter“ titelte die Allgemeine Zeitung treffend in ihrer gestrigen Ausgabe.

 

Ich bin sehr skeptisch angesichts des beabsichtigten Verzichts auf eine Pflicht zum Tragen einer Maske im Unterricht. Gewiss wäre ohne Maske vieles leichter – aber auch riskanter! Ohne Maske kann jede Person beim Husten oder Niesen zur Viren-Schleuder werden und andere infizieren. Dieser Aspekt wird in der Debatte leider nicht ausreichend bedacht.

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Fr

11

Mär

2022

Spieglein, Spieglein...

Bild: pixabay
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Was da an Chat-Protokollen aus der Kommunikation zwischen denen, die in der Juni-Nacht der schrecklichen Hochwasserkatastrophe im Ahrtal durchsickert, macht viele Menschen fassungslos. Statt alle Hebel in Bewegung zu setzen, um Menschenleben zu retten, werden Mitteilungen verschickt ohne zu kontrollieren, ob und wie diese umgesetzt werden. Und nachdem „das Kind in den Brunnen gefallen ist“ (eigentlich ein zynisches Bild) sorgt man sich eher darum, man Schaden vom eigenen Image abwenden kann

 

Wie können diese Politiker und Politikerinnen überhaupt noch in den Spiegel gucken ohne vor sich selbst zu erschrecken? Das gilt nicht nur für Ministerin Spiegel.

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Do

10

Mär

2022

Konzertfrühling

Bild: pixabay
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Der „Konzertfrühling Ingelheim“ hat sich mittlerweile als Bestandteil des „Rheingau Musik Festivals“ etabliert. Er bietet Kammermusik auf höchstem Niveau –dargeboten in teils ungewohnter Kombination von Instrumenten.

 

Beim heutigen Konzert waren dies Oboe (Solist: Albrecht Mayer) und Klavier (Solist: Fabian Müller). Beide interpretierten dabei in perfekter Harmonie die unter-schiedlichen Stimmungen, die diese besondere Jahreszeit in uns hervorruft. Dabei überwog naturgemäß die positive Grundstimmung, wie sie auch Goethe in seinem „Osterspaziergang“ in Worte kleidete. Das kongeniale Duo Mayer/Müller kleidete sie in Töne und zeigte so seinem Publikum, dass es auch in Zeiten von Corona und Ukraine-Krieg noch Positives gibt.

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Do

10

Mär

2022

Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge

Bild: pixabay
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Der Aggressor Putin und seine Truppen haben eine Flüchtlingswelle ungeahnten Ausmaßes aus der Ukraine ausgelöst. Mütter mit Kindern und alte Menschen wollen sich vor dem gnadenlosen Bombardement in Sicherheit bringen.

 

In dieser Situation zeigt auch meine Heimatstadt Ingelheim eine außerordentliche Hilfsbereitschaft. Das Krankenhaus der Stadt, das Ende 2020 geschlossen wurde, wird jetzt wieder belegt – mit Flüchtlingen aus der Ukraine, die hier wenigsten in Sicherheit sind. Dass ihre zurückgebliebenen Angehörigen und Freunde nach wie vor um ihr Leben fürchten müssen, ist schlimm genug.

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