Aktuelle Meldungen

Do

02

Jul

2020

Zeitgemäße Schulen

Bild: pixabay
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Als Schulleiterin hatte ich das Glück, meine Funktion in einem Neubau ausüben zu können. Er war unter Berücksichtigung der Anforderungen der Schulbaurichtlinie geplant und errichtet worden. Leitgedanke einer solchen Richtlinie ist die Erkenntnis, dass der Lernerfolg von Schüler*innen nicht unwesentlich von den räumlichen Gegebenheiten am Lernort beeinflusst wird.

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Do

02

Jul

2020

Spiel mit dem Feuer?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Wenn die Schüler*innen nach den Sommerferien in ihre Klassenräume zum Präsenz-Unterricht zurückkehren, soll zumindest dort wieder Normalzustand herrschen. Also keine Maskenpflicht mehr – und auch kein Mindestabstand von 1,5 Metern. Außerhalb der Klassenräume gilt aber nach wie vor die Maskenpflicht. So der jetzt von Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig vorgestellte Plan für den Start ins neue Schuljahr.

Die bisher gemachten Erfahrungen haben gezeigt, dass Mund-Nasen-Schutz und Abstandsregeln eine wirksame Maßnahme gegen Infektionen mit dem Corona-Virus waren. Klar ist aber auch, dass unsere Gesellschaft nicht auf Dauer mit diesen Maßnahmen leben kann. Eine schrittweise und behutsame Rückkehr zur Normalität – auch im schulischen Alltag – ist also angesagt.

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Di

30

Jun

2020

Corona-Opfer ÖPNV?

Bild: pixabay
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Am 24. Juni wartete die Allgemeine Zeitung mit der Schlagzeile auf „ORN will aussteigen“. Das Unternehmen hat einen Entbindungsantrag gestellt, um vorzeitig aus dem Beförderungsvertrag mit den Landkreisen Bad Kreuznach und Mainz-Bingen auszusteigen. Betreffen würde dies den ÖPNV auf der Straße. Als Begründung für den „Ausstieg“ hat das Unternehmen angeblich angeführt, dass der Busverkehr durch den starken Rückgang der Fahrgastzahlen und die höheren Tarif-löhne für die Busfahrer*innen nicht mehr wirtschaftlich durchzuführen sei.

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Di

30

Jun

2020

Populistischer Vorschlag

Bild: pixabay
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In diesen Tagen wird viel über mangelnde Wertschätzung geredet, die manchen Berufsgruppen entgegengebracht wird. Meist geht es dabei um „systemrelevante Gruppen“, um diesen Begriff einmal zu gebrauchen. Gemeint sind Gruppen, die „den Laden am Laufen halten“. Dazu zählen definitiv auch Lehrer*innen!

Nun erfreut sich dieser Berufsstand immer wieder Klischees wie „Lehrer haben doch einen schönen Beruf. Vormittags haben sie immer recht, nachmittags immer frei – und dazu ständig Ferien.“.Eigentlich könnte man solche Witzchen als dummes Geschwätz von Menschen abhaken, die keine Ahnung vom Lehramt haben (oder haben wollen!).

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Di

30

Jun

2020

Grenzen des digitalen Lernens

Bild: pixabay
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Das Corona-Virus hat auch den Schulbetrieb gründlich durcheinander gewirbelt. Wohl den Schüler*innen und Lehrer*innen, die Zugriff auf die Hardware haben, die Home-Schooling überhaupt erst ermöglichen. Doch eines hat sich in den letzten Monaten auch gezeigt – ganz ohne Präsenz-Unterricht geht es doch nicht!

Denn auch die ausgefeiltesten Lern-Programme können den Schüler*innen zwar sagen, dass sie etwas falsch gemacht haben – aber (noch) nicht, wo ihr Fehler liegt. Genau dieses Eingehen auf den unrichtigen Lösungsansatz der Schüler*innen und die Erklärung, warum dieser nicht zielführend ist, kann (noch) am ehesten von Lehrkräften im persönlichen Kontakt mit den Schüler*innen geleistet werden.

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Di

30

Jun

2020

Nachhilfe-Pläne

Bild: pixabay
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Lesen, Schreiben und Rechnen sind Fähigkeiten, die Kindern spätestens in der Schule vermittelt werden sollen. In der Beherrschung und Anwendung dieser Fähigkeiten zeigen Schülerinnen und Schüler aber teils gravierende Unterschiede. Taschenrechner, Rechtschreibkorrektur-Programme und Hörbücher können Mängel in der Beherrschung dieser „skills“ zwar teilweise kaschieren – aber eigentlich ist das nicht das, was man unter Bildung versteht. Was also tun?

Das Bildungsministerium des Landes will mit speziellen Nachhilfe-Kursen in den Sommerferien zumindest den gröbsten Mängeln in Deutsch und Mathematik entgegenwirken. Dafür sollen die Lehrkräfte mit 300 Euro entlohnt werden.

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Sa

27

Jun

2020

Besuch beim "Königsmacher"

Wenn es stimmt, dass die Orgel die „Königin der Instrumente“ ist, dann kann man ihn mit Fug und Recht als „Königsmacher“ bezeichnen – Wolfgang Oberlinger, seines Zeichens Orgelbauer. Er baut aber nicht nur diese Instrumente – er will die Vielfalt dieser Kunstwerke einem breiten Publikum näher bringen, ohne dass dazu gleich ein Besuch in einer Kirche notwendig ist. Ein Besuch im orgel ART museum rhein-nahe – seinem Lebenswerk – genügt, um anhand der dort gezeigten Exponate, die alle bespielbar sind, einen Überblick über mehr als fünf Jahrhunderte Orgelbau zu gewinnen.

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Do

25

Jun

2020

Corona stoppt Landtag

Die 17. Wahlperiode des rheinland-pfälzischen Landtags hat für die Parlamentarier – und auch die Landtagsverwaltung – einiges an Ungewöhnlichem bereit. Es begann damit, dass wir nicht im Deutschhaus tagen – sondern im Landesmuseum. Das war ja noch vorhersehbar, da das angestammte Domizil gerade saniert wird.

Dann kam das Corona-Virus – und mit ihm erst einmal Sitzungen in reduzierter Zahl von anwesenden Abgeordneten, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Dann fand man mit dem Gutenberg-Saal der Rheingoldhalle ein Ausweichquartier, in dem die Abstands- und Hygienevorschriften besser umgesetzt werden konnten. So ging es bis gestern.

Und dann bot sich mir heute dieses Bild, welches Sie oben links sehen.

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Mi

24

Jun

2020

Plenarrede zum neuen Schulgesetz

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Mi

24

Jun

2020

Tierisch gut …

Bild: privat
Bild: privat

… fand offenbar Rony meine Stellungnahme zum Schulgesetz in der heutigen Landtagsdebatte. Zumindest bedurfte es nach Aussage seines Frauchens keiner Leckerli, um ihn vors iPad zu locken. Auch war von ihm kein Knurren als Missfallensbekundung zu vernehmen. Überhaupt ist der Vierbeiner ein durch und durch politisch bewusster Hund. Da er es im Ungarn eines Viktor Orbάn nicht länger aushielt, genießt er jetzt quasi politisches Asyl in Ingelheim.

Wie er auf andere Redebeiträge im Plenum reagierte, soll an dieser Stelle – aus Gründen der Höflichkeit – lieber unerwähnt bleiben …

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Mo

22

Jun

2020

Teure Sanierung

Bild: Schimmel auf einer Wandoberfläche
Bild: Schimmel auf einer Wandoberfläche

So sieht eine Innenwand aus, wenn es in Innenräumen zu einem Schimmelbefall gekommen ist. Mein Mann beschäftigt sich im Rahmen seiner Gutachtertätigkeit immer wieder mit dieser Thematik. Von daher weiß ich auch, dass es sich hier nicht bloß um einen optischen Mangel handelt, den man mit irgendwelchen Hausmittelchen auf die Schnelle beseitigen kann.

Ein Schimmelbefall birgt – je nach Art und Umfang – auch ein nicht zu unterschätzendes gesundheitsgefährdendes Potenzial. Und es ist unerlässlich die Ursache für den Befall – meist ein Feuchteproblem – zu finden und abzustellen. Im Fall der Berufsbildenden Schule (BBS) Bingen sind Ursache(n) und Ausmaß des Befalls bekannt.

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Mo

22

Jun

2020

Abenteuer beginnen im Kopf …

...lautet das Motto des Lesesommers Rheinland-Pfalz 2020, der u.a. vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur gefördert wird. Heute war der Auftakt in der Bibliothek Sprendlingen-Gensingen. Dort hätten aber die geladenen Gäste wohl kaum die in Zeiten von Corona geltenden Abstandsregeln einhalten können. So wich man in die Wißberghalle aus, was der Veranstaltung aber einen zusätzlichen „Reiz“ verlieh. Auch Minister Prof. Dr. Konrad Wolf (im Bild neben mir) konnte sich eine launische Anspielung auf die Fantasie, die gerade jetzt gefordert sei, nicht verkneifen. So sei das Leseabenteuer eine schöne Alternative zu realen Reisen, die ja momentan vielfach nicht wie geplant stattfinden könnten.

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Fr

19

Jun

2020

Fridays for Corona?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Es ist eines der üblichen Klischees über Verwaltungen – freitags nach 12 Uhr ist da keiner mehr zu erreichen. In Zeiten von Corona scheint genau das Gegenteil der Fall zu sein. Das zeigen zumindest die Gespräche, die ich mit dem Personal von Schulen jüngst hatte. Dabei wurde mir berichtet, dass freitags nachmittags in den Schulsekretariaten die Vorschriften eintrudelten, nach denen montags der Schulbetrieb laufen solle.

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Do

18

Jun

2020

Heikles Thema

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Kindesmissbrauch und sexualisierte Gewalt gegen Kinder sind ein Thema, das viel zu lange totgeschwiegen wurde. Und wenn man es anspricht, hat man das Gefühl, man habe in ein Wespennest gestochen. Aber man muss es ansprechen – denn die Opfer haben einen Anspruch darauf, dass unsere Gesellschaft alles tut, um solche Taten zu verhindern. Wohl kaum jemand hat das so einfühlsam zum Ausdruck gebracht wie die Liedermacherin Bettina Wegner in ihrem 1976 erschienen Lied „Sind so kleine Hände“ („Kinder“):

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Do

18

Jun

2020

Kulturveränderung

Bischofsstab (Bild: pixabay)
Bischofsstab (Bild: pixabay)

Als ich im September 2016 als einer der Ehrengäste aus der Politik an der Weihe von Dr. Georg Bätzing zum neuen Bischof von Limburg teilnahm, war ich erst einmal neugierig. Als evangelische Christin war mir vieles am Procedere einer Bischofsweihe neu. Und natürlich hatte ich die Berichterstattung um seinen Amtsvorgänger – den Skandalbischof Tebartz-van Elst – mit ungläubigem Staunen verfolgt. Und da die Kirchen zum Kerngebiet meiner parlamentarischen Arbeit im Landtag gehören, verfolgte ich natürlich auch die Berichte über die Aufarbeitung der Fälle von sexuellem Missbrauch durch katholische Priester aufmerksam.

Als ich – damals noch als Mitglied der FDP-Landtagsfraktion – in einem Landtagsausschuss die Frage stellte, ob denn das Beamtenrecht im Fall von sexuell übergriffig gewordenen Lehrkräften genügend Möglichkeiten einer angemessenen Sanktionierung dieses Fehlverhaltens bietet, löste ich damit bei einigen einen Sturm der Entrüstung aus, der in meinem Ausschluss aus der Fraktion gipfelte.

 

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Mi

17

Jun

2020

Landarzt - nur im TV?

Bild: pixabay
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„Der Landarzt“ – fast 30 Jahre lang schilderte das ZDF in knapp 300 Episoden dieser Serie die kleinen und großen Probleme in einer fiktiven Landarztpraxis. Doch gibt es ihn überhaupt noch – den Landarzt? Oder werden wir bald nur noch in den Wartezimmern von Facharztpraxen sitzen?

Gebraucht wird er nach wie vor – der Allgemeinmediziner, der vor Ort erreichbar ist und erster Ansprechpartner ist, wenn wir ein gesundheitliches Problem haben. Doch sehen Medizinstudent*innen in einer Landarztpraxis überhaupt ein erstrebenswertes Ziel?

In Rheinland-Pfalz startet mit dem Wintersemester 2020/21 ein interessantes Experiment, das unter dem Schlagwort „Landarztquote“ Schlagzeilen macht. Ein bestimmtes Kontingent der heiß begehrten Medizin-Studienplätze wird für Studien-willige reserviert, die zum Beispiel durch ihre bisherige berufliche Tätigkeit ihre besondere Eignung für den Studiengang Medizin nachweisen können und einen fachspezifischen Studierfähigkeitstest erfolgreich bestanden haben.

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Di

16

Jun

2020

Exit auf "Teufel komm raus"?

Bild: pixabay
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Der „Druck im Kessel“ wuchs von Tag zu Tag. Die Öffnung von Kitas und Schulen wurde quasi zum Symbol für den Exit aus dem Corona-Lockdown. Und tatsächlich – die Rückkehr zum Normalbetrieb wurde in Aussicht gestellt. Doch die Abstandsregeln und Hygienevorschriften sollen nicht außer Kraft gesetzt werden. Soweit die Theorie...

Doch deren Umsetzung wirft neue Fragen auf. Etwa die nach dem Personal, das dann in den Einrichtungen zur Verfügung steht. Bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie gab es nicht genügend Erzieher*innen in den Kitas. Jetzt gehören viele wegen ihres Alters und/oder Vorerkrankungen zu den so genannten „Risikogruppen“, die man eigentlich keinem unnötigen Infektionsrisiko aussetzen will. Ähnliches gilt für den Schulbetrieb mit Präsenzunterricht.

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Sa

13

Jun

2020

Knochen-Job

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Egal ob beim Gang über den Wochenmarkt oder an einem der Verkaufsstände am Straßenrand – überall lachen sie mich förmlich an: Spargel und Erdbeeren! Und ein Blick auf den Kalender zeigt mir, dass ihre Saison schon bald wieder zu Ende geht.

Doch bis diese beiden kulinarischen Freudenbringer uns so einladend präsentiert werden, ist harte Arbeit angesagt. Erdbeer-Pflücken und Spargel-Stechen ist nämlich ein echter Knochen-Job! Und der wäre ohne die vielen Erntehelfer – überwiegend aus Osteuropa – nicht zu schaffen. Die Einreisebeschränkungen während der Corona-Krise haben uns dies drastisch vor Augen geführt.

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Do

11

Jun

2020

Vorbild Hessen?

Kita (Bild: pixabay)
Kita (Bild: pixabay)

Die Stimmen derer mehren sich, die nach einer Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus rufen. Und sie werden lauter. Der Druck auf „die Politik“ wächst. Besonders stark wird dieser Druck von Eltern artikuliert, die ihre Kinder lieber heute als morgen wieder im Normalbetrieb von Kita oder Schule sehen möchten. Doch rechtfertigen die momentan niedrigen Zahlen von Neuinfektionen bereits jetzt ein solches Umlegen des Schalters?

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Do

11

Jun

2020

Bildung lohnt sich!

Bild: pixabay
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Die Wirtschaft befindet sich bereits spürbar im Würgegriff der Corona-Krise. Ein Beleg dafür sind steigende Arbeitslosenzahlen. Natürlich sind nicht alle Sektoren der Wirtschaft gleichermaßen betroffen. Doch ein genauerer Blick auf die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen vor Ausbruch der Corona-Pandemie sollte uns zu denken geben.

Das IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) legte Ende letzten Jahres eine Statistik „Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten in Deutschland“ vor. Für 2018 als letztes darin erfasstes Jahr zeigt sich, dass 17,4 % der Menschen ohne Berufsabschluss keinen Job haben. Bei Menschen mit einer Lehre oder einem Fachschulabschluss liegt dieser Wert hingegen nur bei 3,4 % (bei Akademikern sogar nur bei 2,0 %)

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Mi

10

Jun

2020

Sozialkunde - wichtiger denn je

Bild: pixabay
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In diesen Tagen beherrscht neben Corona plötzlich auch ein anderes Thema die Schlagzeilen – Rassismus! Auslöser war der durch einen weißen Polizisten verursachte Tod eines Afro-Amerikaners. Weltweit gehen – trotz Corona – Menschen auf die Straße und demonstrieren gegen Rassismus. Dabei haben sie weit mehr im Fokus als die Verurteilung der Ausübung brachialer Gewalt gegen einen Farbigen. Ihr Protest richtet sich gegen jedwede Form der Benachteiligung von Menschen anderer Hautfarbe. Die Protestwelle hat auch Deutschland erfasst – und unter den Protestierenden befinden sich erfreulich viele Jugendliche.

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Mi

10

Jun

2020

Mehr Demokratie wagen?

Bild: pixabay
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Unter Demokraten sollte Konsens herrschen über diese Forderung, die einst Willy Brandt erhoben hatte. Doch demokratisches Verhalten will geübt werden – am besten so früh wie möglich. Und so ist es nachvollziehbar, dass im Entwurf des neuen Schulgesetzes für Rheinland-Pfalz bereits für die Grundschule Demokratieerziehung verankert ist.

Doch das Erlernen und Einüben des Ausbalancierens von Meinung und Gegenmeinung und des Schließens von Kompromissen ist ein Prozess, der gerade in der Grundschule eine intensive pädagogische Betreuung erfordert. Darauf wiesen bei der Anhörung im Bildungsausschuss die anwesenden Vertreter der Lehrerverbände hin.

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Di

09

Jun

2020

Heute hü - morgen hott?

Irgendwie haben wir uns fast schon an das Tragen des Mundschutzes gewöhnt. Wir haben auch kapiert, dass er nicht uns vor dem Eindringen des Corona-Virus in unseren Körper schützen soll – sondern unsere Mitmenschen davor, dass wir sie z.B. beim Husten mit dem Virus „beglücken“. Selbst mein Teddy trägt in meinem häuslichen Wahlkreisbüro einen solchen „Spuck-Schutz“ – und wundert sich über die derzeit geforderten Preise für diesen Artikel, der vor Monaten noch für wenige Cent zu kaufen war. Aber vor allem findet er das Ding nicht gerade bequem.

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Di

09

Jun

2020

Nein heißt Nein!

Bild: pixabay
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Männer können oft nicht verstehen, dass Frauen sich schon beim harmlosen „Auf-die-Schulter-Klopfen“ durch sie in wahrsten Sinn des Wortes unangenehm „berührt“ fühlen. Auch die Reduzierung ihrer Qualitäten auf ihr äußeres Erscheinungsbild empfinden Frauen als herabwürdigend. Dass sie da erst recht bei typischem „Macho-Gehabe“ oder gar plumpem „Anbaggern“ ablehnend reagieren, versteht sich wohl von selbst. Und beim „Gegrapsche“ ist die „rote Linie“ dann endgültig überschritten.

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Mo

08

Jun

2020

Sommerferien?

Bild: pixabay
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Das Schuljahr 2019/20 war geprägt von einer unvorhersehbaren Vollbremsung – ausgelöst durch das Corona-Virus. „Home-Schooling“ war plötzlich in aller Munde, als auch das Schulwesen seinen ganz speziellen Lockdown erfuhr. War dieses denkwürdige Schuljahr für Schülerinnen und Schüler ein verlorenes Jahr? Kann man es einfach abhaken und sich stattdessen gedanklich lieber auf die nahenden Sommerferien einstellen, um Abstand zu dem ganzen Durcheinander zu gewinnen?

Diese Frage stellt sich auch denen, die Bildungspolitik zum Schwerpunkt ihrer politischen Arbeit gemacht haben.

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Fr

05

Jun

2020

Gemeindeschwester?

Bild: pixabay
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Gut gemeint bedeutet noch lange nicht gut gemacht. So sieht zumindest die FDP-Fraktion im Kreistag Mainz-Bingen – und da ist sie mit ihrer Meinung nicht alleine – die Idee der Kreisverwaltung, sich an einem Modellprojekt „Gemeindeschwester“ des Landes Rheinland-Pfalz zu beteiligen.

Der Beschlussvorlage im Sozialausschuss des Kreises konnte ich daher nicht zustimmen. Denn es wurde nicht klar, was konkret die Aufgaben dieser „Gemeindeschwester“ sein sollten – und wie weit sie überhaupt medizinisch relevante Tätigkeiten wahrnehmen soll und darf.

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Fr

29

Mai

2020

Händewaschen

Bild: pixabay
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In Zeiten von Corona gehört sorgfältiges Händewaschen zum Standard-Procedere beim Einhalten der Hygiene-Vorschriften – auch bei der von vielen herbeigesehnten Öffnung von Kitas und Schulen. Urheber solche Hygiene-Vorschriften sind Bund und/oder Länder. Umgesetzt werden müssen sie von den Trägern der betreffenden Einrichtungen und deren Personal – also dem letzten Glied in der Kette. Die jeweiligen Bundes- und Landespolitiker*innen besuchen dann publikumswirksam eine solche Einrichtung und suggerieren damit das Gefühl, doch alles Menschen-mögliche getan zu haben. Vielleicht fällt in ihren Statements noch ein kurzes Lob für Kita- und Schulpersonal ab – und dann gehts weiter zum nächsten Termin.

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Do

28

Mai

2020

Plenarrede zum AfD-Antrag "Der Wissenschaft vertrauen - KiTas und Schulen möglichst vollständig öffnen, Risikogruppen schützen"

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Do

28

Mai

2020

Plenarrede zur Lohngleichheit

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Do

28

Mai

2020

Plenarrede zur aktuellen Debatte "Rückkehr zum geregelten Schul- und Kitaalltag - Grundrecht auf Bildung sichern"

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Do

28

Mai

2020

Gender Pay Gap

Bild: pixabay
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„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ – so lautet eine Forderung, die nicht nur von Gewerkschaftsseite immer wieder erhoben wird. Und ein ganz besonderer Aspekt dieser Forderung drängt sich einem geradezu auf, wenn man vergleicht, wie es mit der Entlohnung von Frauen und Männern im Berufsleben aussieht. In den „Statistischen Monatsheften Rheinland-Pfalz“ finden sich für 2019 aufschlussreiche Angaben. So liegt der Gender Pay Gap (= Differenz zwischen dem Brutto-Stunden-verdienst von Frauen und Männern) in Rheinland-Pfalz immer noch bei 19 %. Für die westlichen Flächen-Bundesländer ist dieser Wert gar nicht mal so schlecht. Aber er liegt immer noch weit über den Werten in den östlichen Bundesländern. In Thüringen etwa, wo ja immerhin einmal ein Rheinland-Pfälzer Ministerpräsident war, beträgt dieser Wert nur 8 %. 

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Do

28

Mai

2020

Meine Wünsche an den ÖPNV

Bild: pixabay
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Früher gehörte ich auch zu dem Personenkreis, für den die Nutzung von Bussen und Bahnen eher die Notlösung darstellte. Doch die ständige Parkplatzsuche in der Stadt sowie das zunehmend rücksichtslosere Verhalten zahlreicher Teilnehmer am Straßenverkehr trüben zusehends die Freude am Autofahren. Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind da entschieden entspannter.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung ist gerade dabei, ein neues Nahverkehrsgesetz auf den Weg zu bringen. Als ÖPNV-Teilnehmerin habe ich in diesem Zusammenhang einen großen Wunsch.

Am Bahnhof in Ingelheim muss ich immer wieder den Kopf schütteln, wenn ich am Automaten einen Fahrschein lösen will. Nicht nur, dass es für eine simple Fahrt von A nach B schon diverse Preise gibt. Nein – jeder Verkehrsträger hat auch noch seinen eigenen Ticket-Automaten. Ein übersichtlicheres System würde den ÖPNV auf jeden Fall noch attraktiver machen. Und dazu gehört nach meiner Meinung ein Ticket-Preis, der unabhängig vom benutzten Verkehrsträger ist (Bus oder Bahn). Auch die Träger innerstädtischer Verkehre (Stadtbusse, Straßenbahnen) sollten in ein solches Tarif-System einbezogen sein. Dass ein solches System nicht an der Grenze von Rheinland-Pfalz Halt machen darf, versteht sich eigentlich von selbst. Sonst wird der Rhein noch mehr zur Grenze!

Und wenn dann auch noch die Bahncard von all diesen Verkehrsträgern akzeptiert würde, wären einige meiner Wünsche an den ÖPNV erfüllt.

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Do

28

Mai

2020

Ende gut - alles gut?

Bild: pixabay
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Heute stand im Landtag die Neustrukturierung der Hochschullandschaft auf der Tagesordnung. Die Doppel-Universität Koblenz-Landau soll bald der Vergangenheit angehören. Der Campus in Koblenz soll zur eigenständigen Universität Koblenz werden. Und der Campus in Landau soll mit der Universität Kaiserslautern fusionieren. Damit wird ein Vorhaben, das im Koalitionsvertrag der Ampel-Koalition fixiert ist, in die Praxis umgesetzt. Doch was sich so unspektakulär anhört, war ein Prozess, bei dem es bei den betroffenen Standorten jede Menge Bedenkenträger gab. Mit ihnen führte ich im Laufe des parlamentarischen Prozesses zahlreiche Gespräche – zuletzt wegen der Einschränkungen durch Corona nur noch per Telefon.

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Mi

27

Mai

2020

Provisorien

Irgendwie scheint die 17. Wahlperiode des Landtags von Rheinland-Pfalz dadurch gekennzeichnet zu sein, dass man auf Räumlichkeiten zurückgreift, die eigentlich einmal für ganz andere Verwendungszwecke gedacht waren.

Die Landtagsverwaltung ist im Isenburg-Karree untergebracht. Nicht nur die Mainzer wissen, dass dort früher Häftlinge in der Justizvollzugsanstalt einsaßen.

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Mi

27

Mai

2020

Wir machen Musik...

Bild: pixabay
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... auch wenn es in der Schule nur ein „Nebenfach“ ist. Den Mitgliedern von Schulchor und/oder Schulorchester macht das Musizieren jedenfalls Spaß. Und sie sind durchaus nicht der Meinung von Wilhelm Busch, der in einer seiner Bildgeschichten den Gärtner Knoll die Maulwurfplage in seinen Beeten mit Musik be-kämpfen lässt – denn „Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.“

Damit musikalische Darbietungen aber vom Publikum nicht als störende „Katzenmusik“ empfunden werden, sollten Schüler*innen bereits in der Grundschule einen qualifizierten Musikunterricht erfahren

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Mi

27

Mai

2020

Pack die Badehose ein...

Bild: pixabay
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...und dann nichts wie raus ins Freibad? Möglich wäre es in Rheinland-Pfalz im Prinzip ab heute schon. Aber wie bitteschön sollen die Freibad-Betreiber das mit den Hygiene-Vorschriften und Abstands-Regelungen hinkriegen? Da hat sich die Landesregierung nicht sehr konkret geäußert. Und die dünnen Empfehlungen kamen noch dazu sehr kurzfristig. Genügend Vorlaufzeit für die aufwändigen Vorbereitungen zur Eröffnung der Freibad-Saison – Fehlanzeige!

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Mi

27

Mai

2020

Plenarrede zum Landesgesetz zur Neustrukturierung von Universitätsstandorten

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Sa

23

Mai

2020

Lehrpläne und Corona

Bild: pixabay
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Allmählich wird wohl allen klar, dass das laufende Schuljahr kein normales sein kann. Und das gilt nicht nur für die Ausbalancierung zwischen Präsenz-Unterricht und Home-Schooling. Auch die aktuell gültigen Lehrpläne können nicht in vollem Umfang abgearbeitet werden. Doch wo können und dürfen überhaupt Abstriche gemacht werden, ohne dass dieses „Corona-Schuljahr“ zum Total-Ausfall wird?

Vom Bildungsministerium wurde dazu bisher keine verbindliche Aussage getroffen. Die Entscheidung darüber ins Ermessen der jeweiligen Schule beziehungsweise der Lehrkräfte zu stellen, kann aber auch nicht die Lösung sein.

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Fr

22

Mai

2020

Corona-Helden

Bild: pixabay
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In der Berichterstattung über die Corona-Krise sind martialische Formulierungen an der Tagesordnung. Da wird das Corona-Virus „bekämpft“ – ja man befindet sich sogar in einem regelrechten „Krieg“ gegen den tückischen Winzling. Und in jedem Kampf gibt es eben auch „Helden“ – vor allem im Gesundheitswesen. Dabei wollen diese „Helden“ gar keine Lorbeerkränze – eher die Anerkennung, die wir ihnen schon lange schulden.

 

 

Denn ihre Arbeit ist geprägt von Elementen, die viele von uns als belastend empfinden: 

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Do

21

Mai

2020

Jugendaustausch

Bild: pixabay
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Der internationale Jugendaustausch bietet eine einzigartige Chance zum Aufbau einer friedlichen Welt, in der Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, Kultur und Religion einander mit gegenseitigem Respekt begegnen. Ich habe selbst bei einer Tagung erlebt, wie Teilnehmer solcher Austauschprogramme mit Begeisterung von den gewonnenen Eindrücken berichteten – und wie diese ihren eigenen Werdegang prägten.

Die Corona-Pandemie hat solche internationalen Begegnungen schlagartig gestoppt. Und die gemeinnützigen Veranstalter stehen von einem Tag auf den andern vor massiven finanziellen Problemen. Es werden keine Einnahmen erzielt – aber die Kosten laufen weiter. Und Rücklagen konnten sie wegen ihres Status nicht bilden.

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Di

19

Mai

2020

(Überlebens)künstler?

Bild: pixabay
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Viele Eltern freuen sich, wenn ihre Kinder künstlerisches Talent zeigen – und sind bereit, dieses auch zu fördern. Wenn die so Geförderten dann ihr Hobby zum Beruf machen wollen, äußern viele Eltern Bedenken und nehmen schon mal das Wort von der „brotlosen Kunst“ in den Mund.

Der durch die Corona-Krise ausgelöste „Lockdown“ scheint diese Mahnung nun zu bestätigen. Speziell im Musikbereich sind Chorleitern, Dirigenten, Musikpädagogen und freien Musiker*innen von einem Tag auf den andern die Einnahmen weggebrochen. Heute machte Peter Stieber, Präsident des Landesmusikrats, in einem Zeitungs-Interview auf die prekäre Situation aller in der Kulturszene tätigen Freiberufler aufmerksam.

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Mo

18

Mai

2020

Corona-Fakten

Bild: pixabay
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In Zeiten von Corona haben wir uns an vieles gewöhnt, so auch an das „Corona-TV“ mit seinen täglichen Updates der Zahl von Infizierten, Genesenen und Corona-Toten. Dahinter steckt im Grunde die lobenswerte Absicht nach Information und Schaffung von Transparenz. Und vielleicht auch die Schaffung von Verständnis für die Maßnahmen, mit denen die Regierungen unsere gewohnten Freiheiten einschränken (müssen).

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Mo

18

Mai

2020

Kita-Öffnung?

Bild: pixabay
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In unserer Gesellschaft hat sich über Jahrzehnte ein Wandel im Familienbild vollzogen. Wenn beide Elternteile berufstätig sind, ist die Kindertagesstätte (Kita) ein wesentliches Element, das diese Familienstruktur erst möglich macht. Und genau dieses Element droht(e) in der Corona-Krise wegzubrechen. Eltern versuch(t)en ver-zweifelt, Arbeit – egal ob im Home-Office oder an ihrem eigentlichen Arbeitsplatz – und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen.

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Sa

16

Mai

2020

Fußballfieber?

Bild: pixabay
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Endlich kehrte bei meinem Mann am heutigen Samstag so etwas wie Fernseh-Normalität ein – Sportschau mit Fußball-Bundesliga. Doch sein Gesichtsausdruck verriet mir, dass sich seine Begeisterung doch arg in Grenzen hielt. Geisterspiele vor praktisch leeren Rängen lassen einfach keine Stimmung aufkommen.

Ein anderer TV-Anbieter hatte da eine „zündende“ Idee – auf einer separaten Tonspur konnte man sich „passende“ Fan-Gesänge einspielen lassen. Corona fördert Kreativität.

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Do

14

Mai

2020

Schule in Zeiten von Corona

Bild. pixabay
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Als Schülerin erlebte ich die noch die „Kurzschuljahre“ 1966/67. Grund dafür waren die Verlängerung der Schulpflicht auf 9 Jahre und die Umstellung auf den Schuljahresbeginn nach den Sommerferien. Was damals für Diskussionen sorgte, wirkt heute eher als Kleinigkeit im Vergleich zu dem, was das Corona-Virus mit unserer Schullandschaft anstellt: „Home-Schooling“ statt „Präsenz-Unterricht“! Und plötzlich sehnen sich die Kids danach, wieder in ihrer Schule zu sein. „Hurra – die Schule brennt“ drückte da ein ganz und gar anderes Schulgefühl aus.

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Mi

13

Mai

2020

Gut aufgestellt

Bild: pixabay
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Als Ende Februar die Kreisverwaltung ankündigte, die Schulen im Landkreis Mainz-Bingen schrittweise im Rahmen einer Zweckvereinbarung in Sachen IT mit einer eigenen Abteilung unterstützen zu wollen, waren Begriffe wie „Corona“ und „Homeschooling“ noch fremd. Jetzt zwingt das Corona-Virus eine ganze Schülergeneration zum abrupten Wechsel gewohnter Unterrichtsformen. Und der IT-Support durch die Kreisverwaltung erleichtert „Homeschooling“ ganz wesentlich.

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Mo

11

Mai

2020

IGS in Zeiten von Corona

Bild: pixabay
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Als Schultyp erfreut sich die Integrierte Gesamtschule (IGS) großer Beliebtheit. Dem Umstand, dass nicht alle Schüler*innen in allen Fächern gleich leistungsstark sind, trägt man durch Kurse auf unterschiedlichem „Level“ Rechnung. Diese Kurse können entweder in getrennten Klassen unterrichtet werden – oder aber in unter-schiedlichen Lerngruppen innerhalb einer Klasse. Die Befürworter der IGS sehen darin einen Schlüssel zum Erreichen dessen, was in der Politik gerne als „beste Bildung“ propagiert wird.

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Mo

11

Mai

2020

Grenzen der Freiheit

Bild: pixabay
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Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich diejenigen lautstark Gehör verschafften, die kein Verständnis für die Maßnahmen aufbringen, mit denen versucht wird, die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen. Da sieht etwa ein junger Mann durch Kontaktverbote seine Freiheit bedroht und artikuliert vor laufender Kamera, dass Freiheit doch unser höchstes Gut sei.

Als Liberale müsste ich da eigentlich „Bravo“ ausrufen – eigentlich …

 

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So

10

Mai

2020

Denkwürdiger Muttertag

Bild: pixabay
Bild: pixabay

In Zeiten von Corona steht auch der Besuch zum Muttertag unter dem Diktat der Vorgaben wie „Mundschutz tragen“, „Abstand halten“ und „Keine Umarmung“. Wenigstens darf ein Blumengruß überreicht werden (auch größere Geschenke sind erlaubt …). Die verordnete „soziale Distanz“ (im Neu-Hochdeutschen „social distance“) hinterlässt an einem solchen Tag schon einen Kloß im Hals.

Wenigstens die Blumengeschäfte dürften am heutigen Tag frohlocken – wie schon am 13. März 1923. Damals wurde nämlich deutschlandweit mit einer Plakataktion „Ehret die Mutter“ die Tradition des Muttertags bei uns begründet – vom Verband deutscher Blumengeschäftsinhaber …

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Sa

09

Mai

2020

Verdienter Dank

Bild: unsplash
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Corona zwingt mich dazu, meine politische Arbeit größtenteils im „Home Office“ zu erledigen. Es gibt sicher Schlimmeres. Aber eines habe ich in diesen Wochen zunehmend zu schätzen gelernt – nämlich, dass Zeitungen und Post zuverlässig zugestellt werden. Auch wenn jetzt die Verfechter des „papierlosen“ Büros die Nase rümpfen werden – für mich sind Printmedien unverzichtbar. Und ein Schreiben, das ich in Händen halten kann, ist mir immer noch lieber als eine Mail, die ich erst ausdrucken muss.

Danke liebe Zusteller*innen, dass ihr mir meine Arbeit tagtäglich – bei Wind und Wetter – erst ermöglicht – auch in Zeiten von Corona!

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Fr

08

Mai

2020

Wird man je versteh'n?

Bild: pixabay
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Heute vor 75 Jahren ging mit der Unterzeichnung der Kapitulations-Dokumente in Karlshorst der Zweite Weltkrieg für Deutschland zu Ende – oder zumindest für das, was von diesem „Land der Dichter und Denker“ noch übrig war.

Seither leben wir in Frieden – wenn man Frieden als die Abwesenheit von Krieg definiert. Doch das zarte Pflänzchen Demokratie, das dieses Leben in Frieden sichern soll, ist auch heute – wieder? – bedroht.

Und so gilt leider auch heute die Frage, die in dem Lied „Sag mir, wo die Blumen sind“ so eindringlich gestellt wird: „Wann wird man je versteh`n?“ 

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Mi

06

Mai

2020

Endlich!

Bild: pixabay
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Wie lebenswert ist eigentlich ein Leben, dessen Ablauf scheinbar nur noch von epidemologischen Überlegungen bestimmt wird? Schon der antike Philosoph Aristoteles definierte den Menschen als „zoon politikon“, ein Wesen, das die Gemeinschaft sucht.

Heute nun endlich die von den meisten sehnsüchtig erwartete Nachricht. Die strengen Maßnahmen, die unsere persönlichen Freiheiten so einengten, sollen schrittweise gelockert werden.

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So

03

Mai

2020

Debattenkultur?

Bild: pixabay
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In Zeiten von Corona mussten unzählige Veranstaltungen abgesagt werden. Auch die praktische Ausübung der parlamentarischen Demokratie war – und ist noch – von den Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus betroffen. Eine völlige Absage ist hier aber nicht möglich. Die Notlösung waren – und sind noch – Videokonferenzen.

Die „Digitalos“ mögen begeistert sein und hierin die Debattenform der Zukunft sehen. Ich kann mich dieser Begeisterung nicht anschließen. Für mich ist und bleibt eine Videokonferenz eine Notlösung, die eine „Live-Debatte“ nicht ersetzen kann – weder im Kreistag noch im Landtag. Sie kann nämlich vieles nicht erfassen, was eine „lebendige“ Debatte ausmacht – seien es Zwischenrufe, Mienenspiel und vor allem Spontanität. Ganz zu schweigen von den kurzen Gesprächen „am Rande“ der Sitzungen. Ohne all dies ist eine Videokonferenz bloß eine blutleere Veranstaltung.

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Do

30

Apr

2020

Wege und Irrwege

Bild: pixabay
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Die Vorstellungen, die viele Deutsche vom Islam und von Muslimen haben, sind oft ein Sammelsurium aus den unterschiedlichsten Mosaiksteinchen. Da vermischen sich Erinnerungen an die Helden aus den Romanen von Karl May mit den Bildern aus „Lawrence von Arabien“, Eindrücke aus dem letzten Tunesien-Urlaub oder der Besichtigung der Alhambra und – nicht zu vergessen -  der schnelle Imbiss im Döner-Laden um die Ecke zu einem doch eher diffusen Bild.

Und wenn dann noch im Kopf eines solchen „Islam-Kenners“ der geistige Link zum Islamismus angeklickt wird, dann darf man sich über so manche unqualifizierte Meinungsäußerung nicht wundern.

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Do

30

Apr

2020

Español por favor!

Bild: pixabay
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Mit „España por favor!“ bringt der Urlaubs-Hit „Eviva España“ seine Botschaft unüberhörbar auf den Punkt. Offenbar gilt Ähnliches auch für den Fremdsprachen-Unterricht an weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz.

Zumindest lassen die Zahlen, die ich heute auf meine Kleine Anfrage zur „Neu einsetzenden 2. Fremdsprache an Gymnasien und IGSn in der Oberstufe“ vom Bildungsministerium erhielt, diesen Schluss zu. Überall dort, wo Spanisch als eine Option neben einer Alternative wie Latein und/oder Französisch angeboten wird, geht Spanisch eindeutig als „Sieger“ hervor. Und mehr noch – der Vergleich der Zahlen in der Schulstatistik des Statistischen Landesamtes belegt für die letzten drei Schuljahre eine steigende Tendenz in diese Richtung.

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Mi

29

Apr

2020

Kehrseite der Medaille

Bild: pixabay
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„Abstand halten“ gilt als das wichtigste Gebot im Maßnahmenbündel zur Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus. Die täglichen Meldungen über die Opferzahlen scheinen die Richtigkeit dieses Gebots auch zu bestätigen.

Doch wie sieht es mit den Menschen aus, deren berufliche Existenz durch diese Abstandsregelung – egal ob 1,5 oder 2 m – auf dem Spiel steht? Allen soll geholfen werden – das verkünden Politiker*innen täglich. Klingt erst einmal beruhigend. Aber bei näherer Betrachtung kommen nicht nur mir erhebliche Zweifel, ob die in Aussicht gestellten Maßnahmen wirklich greifen.

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Mi

29

Apr

2020

Straßenausbaubeiträge

Bild: pixabay
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Wenn ein solches Ungetüm in einer rheinland-pfälzischen Kommune in der Ortsstraße auftaucht, dann kann das für die Anwohner finanzielle Folgen haben: Straßenausbaubeiträge. Schon immer wurde leidenschaftlich darüber diskutiert, zu wie viel Prozent die Allgemeinheit und zu wie viel Prozent die direkten Anwohner vom Ausbau einer innerörtlichen Straße profitieren.

Und ebenso lange wurde auch in Rheinland-Pfalz über Einmalbeiträge oder wiederkehrende Beiträge gestritten. Oder sollte man sie besser nicht gleich ganz abschaffen?

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Mi

29

Apr

2020

Plenarrede zum Schulgesetz

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So

26

Apr

2020

Masken-Pflicht

Nun also doch – ab Montag gilt auch in Rheinland-Pfalz Maskenpflicht bei Fahrten im ÖPNV und beim Einkaufen. Den Träger schützen sie nicht vor dem Corona-Virus. Das ist nämlich so winzig, dass es ohne Probleme durch die feinen Poren des Gewebes durchschlüpfen kann. Aber die Maske schützt immerhin die Umgebung des Trägers vor den Viren, die dieser beim Husten oder Niesen – an Flüssigkeitströpfchen angelagert – an die Raumluft abgibt.

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Sa

25

Apr

2020

Typisch Deutsch?

Bild: pixabay
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„Alles Sch …“ mag der eine oder andere schon denken, wenn er in Zeiten der Corona-Krise auf liebgewordene Gewohnheiten verzichten muss. Aber deswegen gleich in rauen Mengen Toilettenpapier horten? Heute fand ich in der Werbeanzeige einer Supermarktkette ein Inserat für eine zweilagige Variante des neuen „weißen Goldes“. Vor Corona hätte man seinen Allerwertesten mit drei- oder vierlagigem verwöhnt … 

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Sa

25

Apr

2020

Durchhalten - aber wie?

Bild: pixabay
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Heute schlenderte ich mit meinem Mann über den samstäglichen Wochenmarkt in Ingelheim. Es herrschte Betrieb – fast wie immer. Doch zwei Dinge waren anders. Viele der Marktbesucher trugen einen Mund/Nasen-Schutz. Und die Tische und Stühle, an denen man sich sonst bei diesem Wetter noch einen Kaffee im Freien gönnte, fehlten.

Wir können uns zur Not mit einem „Coffee to go“ behelfen oder daheim die Kaffeemaschine anwerfen. Aber wie sollen sich die Inhaber der unzähligen kleinen gastronomischen Betriebe „behelfen“, die mit ihrem Angebots unseren Alltag ein Stück lebenswerter machen?

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Fr

24

Apr

2020

Chance für die BBS Ingelheim

Bild: pixabay
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Die Berufsbildende Schule (BBS) in Ingelheim wird im kommenden Schuljahr eine Ausbildung im Fach „Altenpflege“ anbieten. Dass hier Fachkräfte mittlerweile mit der Lupe gesucht werden müssen, ist hinreichend bekannt.

Umso naheliegender finde ich die ergänzende Einrichtung eines „Berufsvorbe-reitungsjahrs für junge Erwachsene“ (BVJ-E) an diesem Standort. Gerade für junge Migrant*innen, von denen es im Landkreis Mainz-Bingen eine beträchtliche Anzahl gibt, könnte sich hier ein Einstieg für einen späteren Job in der Altenpflege bieten.

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Di

21

Apr

2020

Hilferuf

Bild: pixabay
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Seit 1951 bringen die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter des Netzwerks von Youth for Understanding (YfU) Jugendliche aus aller Welt – bevorzugt Schüler*innen – im Rahmen von Austauschprogrammen zusammen. Das Corona-Virus hat diesen Treffen nun einen Riegel vorgeschoben. Und öffentliche Mittel, die für die Arbeit von YfU überlebenswichtig sind, drohen wegzubrechen.

Als Landtagsabgeordnete konnte ich mir anlässlich eines Treffens in Nizza einen Einblick in die Arbeit von YfU verschaffen. Speziell für die Förderung des europäischen Gedankens sind die Austauschprogramme von YfU ein nicht hoch genug einzuschätzender Baustein. Er darf nicht ein Opfer von Corona werden.

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Mo

20

Apr

2020

Home-Schooling

Bild: pixabay
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Das Corona-Virus zwang viele von uns von einem Tag auf den anderen zur Nutzung der Möglichkeiten der Digitalisierung. Die Erwachsenen arbeiteten nun im Home-Office“ – und die Schüler*innen paukten im „Home-Schooling“.

Der Kreisausschuss (KA) des Landkreises Mainz-Bingen konnte sich heute hingegen fast schon ganz „konventionell“ zu seiner Sitzung treffen. Im Kreis-Saal konnte der nötige Mindestabstanden zwischen den Personen eingehalten werden. Und beim Betreten des Sitzungssaals wurde ein Mund-Nasen-Schutz ausgehändigt.

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Mo

20

Apr

2020

Vorsichtiger Neubeginn

Bild: pixabay
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Das Corona-Virus hatte in den Schulen zu einem Umschalten von Normalbetrieb auf „Notbetreuung“ geführt. „Home-Schooling“ sorgte für eine völlig ungewohnte Form des Unterrichtsbetriebs, die allen Beteiligten einiges abverlangte.

Da waren die Probleme, vor die wir als Mitglieder des Bildungsausschusses des Landtags in seiner heutigen als Videokonferenz gestalteten Sitzung zu bewältigen hatte, dagegen nur ein Klacks.

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Fr

17

Apr

2020

Jüdisches Leben

Bereits am ersten Tag meines Aufenthalts in Bad Buchau waren mir Straßenschilder wie „Synagogenplatz“ und „Judengasse“ aufgefallen. Das Städtchen pflegt die Erinnerung an sein reiches jüdisches Erbe. Im Mittelalter war die Buchauer jüdische Gemeinde die zweitgrößte im Königreich Württemberg.

Die Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof legen Zeugnis ab von bewegten und bewegenden Schicksalen der Gemeindemitglieder. Da ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Gästeführerin in Ingelheim auch Führungen zur Bestattungskultur im Wandel der Zeiten anbiete, war meine Neugier sofort geweckt. Und da der Jüdische Friedhof in Bad Buchau für jedermann zugänglich ist, nahm ich heute die wohltuende Stille dieses Ortes gerne in mich auf.

 

Welcher Kontrast zu den Bildern von der Befreiung von Konzentrationslagern vor 75 Jahren oder von den Anfeindungen Kippa tragender Mitbürger in deutschen Städten dieser Tage … 

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Fr

17

Apr

2020

Auf Einsteins Spuren

Sein Name sagt wohl nicht nur den Verfechtern einer Ausbildung in den MINT-Fächern etwas: Albert Einstein, der Begründer der Relativitätstheorie. Dass seine Wurzeln in Oberschwaben liegen, wurde mir heute beim Gang über den Jüdischen Friedhof in Bad Buchau bewusst, wo etliche Grabsteine auf Familienmitglieder hinweisen. Die Eltern des berühmten Jahrhundert-Genies lebten vor dem Umzug nach Ulm in Buchau (damals noch nicht Bad!).

Seinen schwäbischen Dialekt legte der spätere Nobelpreisträger nie ab. Auch für ihn galt der Spruch aus der Werbekampagne des Landes Baden-Württemberg: „Wir können alles – außer Hochdeutsch!“.

Als Bildungspolitikerin und Ex-Lehrerin verkneife ich mir an dieser Stelle lieber jeden Kommentar …

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Do

16

Apr

2020

Geht doch

Bild: pixabay
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Als vor einem Monat die FDP-Fraktion im Mainz-Binger Kreistag einen Antrag auf Lockerung der strengen Regeln für die Annahme von Grünschnitt bei den Wertstoffhöfen im Landkreis stellte, sah sie diesen Vorstoß nicht auf dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Doch das Virus löste bei den meisten Gartenbesitzern einen schier unbändigen Drang zur Pflege des heimischen Gartenreichs aus. Doch wohin mit dem anfallenden Grünschnitt? Die Wertstoffhöfe waren nun plötzlich komplett geschlossen. Und die Biotonne hatte nicht die benötigte Aufnahmekapazität.

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Mo

13

Apr

2020

Moderne Eiszeit

Heute ging es nach Oberschwaben. Dort unterstützte ich meinen Mann bei einem geschäftlichen Termin (Gefahrgutschulung bei einer Firma). Welche Auswirkungen würde die Corona-Pandemie dort auf den Alltag zeigen?

Es begann mit einer fast schon gespenstisch leeren Autobahn, auf der die Anzahl der LKW deutlich über der der PKW lag. Am Zielort Bad Buchau angekommen dann die Gewissheit: Ja – Übernachtungen aus geschäftlichem Anlass sind gestattet! Jetzt erst mal einen Happen essen. Unter dem Motto „Support your locals“ werden hungrige Mäuler auf gastronomische Betriebe vor Ort hingewiesen, die Essen außer Haus liefern oder zur Abholung anbieten. Verzehr im Außenbereich der Betriebe ist – trotz herrlichem Wetter – nicht gestattet. Zuwiderhandlung der Gäste kann den Gastronomen bis zu 25.000 Euro Strafe kosten! Also genossen wir unsere Pizza auf den Stufen des Postamts sitzend. War irgendwie ein Gefühl wie zu Studentenzeiten.

Auch ein Kaffee zum Abrunden des Genusses war noch drin. Nur die verwegene Frage nach einem Eis als Dessert wurde von dem Gastronomen auf unerwartete Weise beantwortet. Mit einer ausladenden Handbewegung verwies er auf die im Bild gezeigte „Installation“. Beim Einwurf von 2 € macht es „Klack“ und man erhält eine Waffeltüte. Positioniert man diese dann an der richtigen Stelle, wird sie mit erfrischendem Schoko- und Vanilleeis gefüllt.

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Mi

08

Apr

2020

Ungeahnte Fragen

Bild: pixabay
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Auch im schulischen Bereich hat das Corona-Virus vorübergehende Schließungen verursacht. Und nun wird immer vernehmlicher gefragt, wie es denn nun „danach“ weitergehen soll. Doch da taucht bereits das erste Problem auf – nämlich die Festlegung des exakten Zeitpunkts für „danach“. Weder Virologen noch Politiker können derzeit hierfür ein konkretes Datum benennen. Und der Umstand, dass für den Schulbereich die Bundesländer zuständig sind, macht die Sache auch nicht gerade einfacher.

Dennoch – für Rheinland-Pfalz muss „die Politik“ irgendwann eine Antwort geben. Als Landtagsabgeordnete bin ich dann auch gefragt. Zu zwei Fragen habe ich mir bereits jetzt eine Meinung gebildet.

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Mi

08

Apr

2020

Er kommt doch...

Bild: pixabay
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der Osterhase! Zwar muss er bei seiner Liefer-Tour für Ostereier aktuell einen Mundschutz tragen – doch er lässt sich durch das Corona-Virus nicht aus seinem Job drängen!

Und wenn Sie ihn eventuell bei Ihrem ganz persönlichen Osterspanziergang – natürlich unter Beachtung aller Corona-Regeln – sehen sollten, winken Sie ihm ganz einfach freundlich zu. Denn auch für ihn ist es wohl das ungewöhnlichste Ostern seinen Lebens …

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Mi

08

Apr

2020

Bereitschaft auf Dauer nötig

Wie schnell sich doch die Zeiten ändern. Es ist noch nicht allzu lange her, da bangte man in Ingelheim um den Fortbestand des örtlichen Krankenhauses. Jetzt wurde ihm eine unvermutete neue Rolle als „Corona-Krankenhaus“ zuteil. Und dann löste der Beschluss der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), die benachbarte Ärztliche Bereitschaftspraxis (ÄBP) wegen angeblich mangelnder Auslastung zu schließen, einen Sturm der Entrüstung aus. Ebenso unvermutet, wie die Nachricht von der Schließung zum 1. Juli wie eine Bombe einschlug, nahm die KV nun ihre Entscheidung wieder zurück – wegen Corona.

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Mi

08

Apr

2020

Corona-Opfer der anderen Art

Bild: pixabay
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Mittlerweile haben wir uns schon fast daran gewöhnt, dass die TV-Nachrichten von den „üblichen“ Meldungen zur Corona-Pandemie dominiert werden. Die Bilder von der kreativen Gestaltung des „Zwangsaufenthalts“ in den eigenen vier Wänden sollen zeigen, wie man auch damit klarkommen kann. Doch es gibt auch Aspekte, die weniger Mut machen.

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Di

07

Apr

2020

Sterben in Würde

Bild: pixabay
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In den Nachrichten werden uns in diesen Tagen Bilder gezeigt, die uns zutiefst schockieren. Bilder von Kühlfahrzeugen, die bereitstehen, um die Leichen Corona-Toter aufzunehmen, weil die Bestattungsunternehmen an die Grenzen ihrer Kapazität stoßen. Ein Ende in Würde?

Eine Begleitung des Sterbenden auf dem letzten Abschnitt seines Lebenswegs ist das Ziel der Hospiz-Bewegung. Das Wort „Hospiz“ leitet sich vom Lateinischen „hospes“ (= Gast) ab. Und es erinnert uns daran, dass wir letztlich „Gast auf Erden“ sind – wie es in Thomas Negers „Im Schatten des Doms“ so treffend heißt.

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Di

07

Apr

2020

Pressemitteilung: Ein wichtiges Projekt für Ingelheim

Landtagsabgeordnete Helga Lerch begrüßt, dass der Bau eines stationären Hospizes in Ingelheim in greifbare Nähe rückt. An den Kosten von rund vier Millionen Euro müssten sich Stadt und Landkreis angemessen beteiligen, fordert die Abgeordnete aus dem Wahlkreis Ingelheim.

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Mo

30

Mär

2020

Aus für Spargel und Erdbeeren?

Bild: pixabay
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Sie sind die ersten kulinarischen Vorboten des Frühlings – Spargel und Erdbeeren, die uns an den Marktständen förmlich bereits das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Auch für mich ist das ein untrügliches Indiz für sonnigere Zeiten.

Doch für die heimischen Obst- und Gemüsebauern sind in Zeiten von Corona die Aussichten alles andere als sonnig. Bundes-Innenminister Seehofer hat einen Einreisestopp für die dringend benötigten osteuropäischen Erntehelfer verhängt. Und Bundes-Landwirtschaftsministerin Klöckner glaubt allen Ernstes, die so entstandene Lücke durch inländische „Freiwillige“ schließen zu können.

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Sa

28

Mär

2020

Geänderte Prioritäten

Bild: pixabay
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Ein Virus schafft es, von heute auf morgen einen radikalen Wechsel politischer Prioritäten auszulösen. Als vor etwas mehr als einem Monat der Landesrechnungshof mehr Investitionen z.B. für den Straßenbau im Landeshaushalt anmahnte, war „Corona“ noch kein Thema. Gestern beschlossen wir im Landtag ein umfangreiches finanzielles Maßnahmenpaket, um das komplexe Räderwerk von Wirtschaft und Gesundheitswesen am Laufen zu halten. „Schuldenbremse“ und „Schwarze Null“ scheinen mit einem Schlag Begriffe zu sein, die ihre Gültigkeit verloren haben.

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Fr

27

Mär

2020

Ungewöhnliche Sitzung

Die heutige Sitzung des rheinland-pfälzischen Landtags war gleich in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich. Einmal war es die 100. Plenarsitzung in dieser Legislaturperiode. Gleichzeitig war es aber auch die 1. In Zeiten von Corona – mit ungewohnter Sitzordnung der Abgeordneten.

Und dann war es – aus gegebenem Anlass – eine Sondersitzung, die als beherrschendes Thema die Verabschiedung eines Nachtragshaushalt zur Bewältigung der Folgen der „Corona-Krise“ hatte. Mit einem Volumen von 3,25 Mrd. Euro passierte er einstimmig (!) das Plenum.

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Fr

27

Mär

2020

Ungewohntes Gefühl

Heute war für mich „Premiere“ – war es doch die erste Landtagssitzung, an der ich als nunmehr fraktionslose Abgeordnete teilnahm. Nach meinem Ausschluss aus der FDP-Fraktion hatte mir die Landtagsverwaltung in einem neuen Sitzplan mitgeteilt, wo ich künftig meinen Platz einnehmen würde.

Regelmäßige Besucher meiner Website wissen, dass ich diesen Fraktionsausschluss nicht unwidersprochen lasse. Beim Verfassungsgerichtshof lasse ich die Recht-mäßigkeit dieses gegen mich unternommenen Schritts überprüfen. Gleichzeitig bemüht sich seitens der Bundes-FDP ein Dreiergremium um eine Lösung, die zerschlagenes Porzellan wieder kitten könnte.

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Di

24

Mär

2020

Ingelheimer Krankenhaus

Die Corona-Pandemie und die Auflagen zur Vermeidung unnötiger sozialer Kontakte halten mich nicht davon ab, das schöne Wetter zu einem kurzen Spaziergang an der frischen Luft zu nutzen. Dabei kam ich an dem nahegelegenen Ingelheimer Krankenhaus vorbei. Dort werden sämtliche 134 Betten zur Aufnahme von Corona-Patienten umgerüstet. Noch vor wenigen Wochen stand die Zukunft des Krankenhauses auf der Kippe – und jetzt diese Situation!

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Di

24

Mär

2020

Trotz Corona – die Hilfe geht weiter

Bild: Helga Lerch mit Antje Angelroth (Midas Pharma GmbH)
Bild: Helga Lerch mit Antje Angelroth (Midas Pharma GmbH)

Wir leben in einem Land, in dem sich angesichts der „Corona-Krise“ viele Menschen zu Hamsterkäufen von Toilettenpapier, Haushaltsrollen, Dosensuppen, Mehl oder Hefe hinreißen lassen. In einem Land wie Griechenland haben die Menschen ganz andere Probleme. Die hatte ich auf einer Informationsreise eines Landtagsausschusses aus nächster Nähe kennengelernt – und mich spontan zu einer Hilfsaktion „Medikamente für Griechenland“ entschlossen.

Bei meiner Aktion wurde ich auch von vielen Menschen in meiner Region unterstützt. Die in Ingelheim ansässige Firma Midas Pharma GmbH organisierte im Kreis ihrer Mitarbeiter*innen ebenfalls eine Sammel-Aktion, deren „Ausbeute“ mir übergeben wurde. Mittlerweile sind mehr als 30 Pakete bei der Sozialklinik Elliniko in Athen angekommen.

Eine Frage, die mir von vielen Spendern gestellt wurde, möchte ich hier beantworten:

 

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Fr

20

Mär

2020

Aufgabe des Gymnasiums

Bild: pixabay
Bild: pixabay

So ärgerlich manche Begleitaspekte der „Corona-Krise“ für meine politische Arbeit auch sind – es gibt auch positive Auswirkungen. So lichtet sich auf meinem Schreibtisch allmählich der Stapel mit dem Label „Landtags-Post“. Und da sammelt sich bei mir als Landtagsabgeordnete gerade zum Thema „Bildungspolitik“ eine ganze Menge an.

So las ich heute die Ausgabe 1/2020 von „Gymnasium in Rheinland-Pfalz“, der Zeitschrift des Philologenverbands (PhV). Schon seit Jahrzehnten bin ich Mitglied des PhV – wie so viele Lehrkräfte an Gymnasien. Dass ich seit Annahme meines Landtagsmandats nicht mehr im Schuldienst bin, hat an meiner Mitgliedschaft im PhV nichts geändert. Als Landtagsabgeordnete sehe ich die bildungspolitischen Forderungen des Verbandes nun aber noch aus einem zusätzlichen Blickwinkel.

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Mi

18

Mär

2020

Baustein S4

Bild: pixabay
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„Wir schaffen das“ meinte 2015 Kanzlerin Merkel, als sie die Grenzen für Hunderttausende von Flüchtlingen öffnete. Doch wie schaffen wir die Integration dieser Menschen in unsere Gesellschaft – speziell in der Schule? Wie kann man Schüler*innen mit Migrationshintergrund in den deutschen Schulalltag integrieren, wenn im Elternhaus nicht Deutsch gesprochen wird und die Eltern einer guten Schul-bildung nur geringe Wertschätzung entgegenbringen?

 

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Di

17

Mär

2020

Corona-Opfer Kultur

Sie erfreuen uns immer wieder mit ihren Darbietungen und Werken aufs Neue – die Kulturschaffenden im Land. Die weitaus meisten von ihnen können mit ihrem Schaffen keine Reichtümer ernten. Fast schon sprichwörtlich ist der Applaus des Publikums ihr Lohn. Doch von Beifall allein können sie und ihre Familien nicht leben. Und wenn jetzt in Zeiten der „Corona-Krise“ Auftritte und Engagements bis auf Weiteres abgesagt werden, dann zieht ihnen das den Boden unter den Füßen weg.

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Mo

16

Mär

2020

Pressemitteilung: Das Corona-Virus legt den Museumsbetrieb auch in der Kaiserslauterer Pfalzgalerie lahm

Die neunte und letzte Station ihrer KulturWinterReise führte Landtagsabgeordnete Helga Lerch in die Pfalzgalerie nach Kaiserslautern. Die Kultur- und Bildungspolitikerin nutzte die vorerst letzte Gelegenheit, einen Blick auf die jüngste Sonderausstellung des Museums zu werfen. Bis auf Weiteres ist das komplette Haus für den Publikumsverkehr geschlossen.

 

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Mo

16

Mär

2020

Besuch trotz Corona

Bild: MdL Helga Lerch, Dr. Sören Fischer u. Jacqueline Michelle Rhein
Bild: MdL Helga Lerch, Dr. Sören Fischer u. Jacqueline Michelle Rhein

Als ich im letzten Jahr meine „KulturWinterReise“ begann, herrschte – zumindest kalendarisch – tatsächlich noch Winter. Heute kam ich auf der letzten Station dieser Reise in der Pfalzgalerie Kaiserslautern an. Kalendarisch und auch meteorologisch nähern wir uns unaufhaltsam dem Frühling. Doch die Gedanken scheinen nur noch um die Corona-Pandemie zu kreisen. Die Chefin der Pfalzgalerie praktizierte notgedrungen „home office“ – und mit meiner Ankunft heute hatte man wohl nicht mehr gerechnet.

Umso erfreulicher war es für meine Mitarbeiterin und mich, dass sich Jacqueline Michelle Rhein und Dr. Sören Fischer die Zeit nahmen, uns durch die derzeitige Sonderausstellung des Museums zu führen. Sie zeigt Druckgrafiken aus der umfangreichen Sammlung des Hauses. Diese wurden von Marianne und Heinrich Lenhardt über Jahrzehnte zusammengetragen und befinden sich im Besitz des Museums. Dieser reiche Fundus erlaubt immer wieder die Gestaltung von Ausstellungen unter neuen Aspekten – seien es nun Drucktechnik, Sujet oder auch die Wirkung im Kopf des Betrachters.

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Mi

11

Mär

2020

Corona

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Seit Tagen beginnen die Nachrichtensendungen mit Meldungen über das, was ein winziges Virus anrichten kann. „Corona“, „Covid-19“ oder auch„Sars-CoV-2“ ist sein Name – und es beeinflusst immer stärker das öffentliche Leben bei uns. Im Bestreben, sich ja keine Infektion mit dem Winzling einzufangen, verzichten selbst ansonsten höfliche Menschen auf eine Begrüßung per Handschlag. Und bei Reiseplänen erhält der Begriff „no go area“ plötzlich eine ganz neue Bedeutung.

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Di

10

Mär

2020

Weiter aktiv

Von Anfang an habe ich mich im Landtag zu bildungspolitischen Themen geäußert. Dabei eckte ich manchmal an – aber bildungspolitische Kompetenz wurde mir nie abgesprochen. Nach Jahrzehnten im Schuldienst – zuletzt als Schulleiterin – ist das auch nicht weiter verwunderlich.

Wer nun gemeint hatte, nach meinem Ausschluss aus der FDP-Landtagsfraktion sei diese bildungspolitische Stimme verstummt, dem darf ich sagen: mitnichten!

Auch als fraktionslose Abgeordnete darf ich nicht nur im Plenum des Landtags Stellung nehmen (und nicht nur zur Bildungspolitik). Überdies darf ich auch in einem Landtagsausschuss mitwirken. Das Präsidium hat heute meinem Wunsch entsprochen und mir die Mitwirkung im Bildungsausschuss gestattet.

Und Sie dürfen sicher sein, dass ich von den mir zustehenden Mitwirkungsrechten und –möglichkeiten regen Gebrauch machen werde. Es gibt viel zu tun – und ich packe es an!

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Mo

09

Mär

2020

Dritter Pädagoge?

Bild: pixabay
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Wohl jeder von uns versucht, sich seine häusliche Umgebung als „Wohlfühl-Ambiente“ zu gestalten. Ähnliche Maßstäbe sollten dann aber auch an den „Lernort Schule“ angelegt werden. Schließlich verbringen Schüler*innen, Lehrer*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen dort einen Großteil des Tages.

Schulgebäude und –gelände haben damit einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Arbeitsklima am „Lernort Schule“. Sie können maßgeblich zum Erfolg der schulischen Arbeit beitragen – sowohl bei Lernenden als auch bei Lehrenden.

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So

08

Mär

2020

Frauen in die Politik!

Als ich mich für die Landtagswahl 2016 um ein Mandat bewarb, konnte ich bereits auf eine fast dreißigjährige Erfahrung in der Kommunalpolitik (Kreistag Mainz-Bingen) zurückblicken. Mein Verständnis von politischer Arbeit dort wollte ich auch zur Richtschnur meiner politischen Arbeit im Landtag machen. In einem kurzen Statement brachte ich diese Richtschnur damals so zum Ausdruck: Den Weg planen und auch gehen!

Den heutigen Weltfrauentag möchte ich nutzen, um einen Appell an alle Frauen zu richten, die bereit sind, sich für eine Sache zu engagieren und dafür auch zu kämpfen:

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Sa

07

Mär

2020

Fremdsprachen-Unterricht

Bild: pixabay
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Ja – der Föderalismus ist ein wesentliches Element unseres Staatssystems. Ja – unser Schulsystem muss dem Rechnung tragen. Aber dieses Schulsystem kann zum Problem werden – wie folgendes Beispiel zeigt:

Eine Familie wohnt in Hessen. Die Kinder gehen dort zu Schule. Auf dem Gymnasium haben sie in der Mittelstufe als zweite Fremdsprache Spanisch - nicht Französisch oder Latein (wie in Rheinland-Pfalz üblich). Der Vater bekommt ein tolles Berufsangebot in Rheinland-Pfalz. Aber dort können die Kinder nicht die Mittelstufe eines Gymnasiums oder einer IGS besuchen – weil sie die „falsche“ zweite Fremdsprache haben. Sie müssten also in die Realschule plus gehen. Ihre Bildungschancen scheitern also an Ländergrenzen!

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Sa

07

Mär

2020

Endlich eine klare Statistik?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Wer die Diskussion um Unterrichtsausfall an rheinland-pfälzischen Schulen verfolgt, wird verwirrt feststellen, dass das Bildungsministerium offenbar von anderen Zahlen ausgeht als etwa die Lehrerverbände. Auch ich geriet bei meinen Stellung-nahmen im Rahmen der politischen Debatten öfter in die Situation, diese Diskrepanz erklären zu müssen. Als ehemalige Schulleiterin sind mir allerdings die Tücken der Statistiken zum Unterrichtsausfall bestens bekannt.

Eigentlich ist der Grundanspruch von Schüler*innen und Eltern klar: die Erteilung des geplanten Unterrichtsfachs durch entsprechend ausgebildete Fachlehrkräfte. Dass dies in der Realität nicht immer umgesetzt werden kann, ist wohl jedem klar. Auch Lehrkräfte können einmal krank werden oder müssen sich fortbilden.

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Fr

06

Mär

2020

Offene Tür

Regelmäßige Besucher*innen meiner Website werden vielleicht sagen „Das Bild kenne ich doch schon …“. Beim zweiten Hingucken werden sie aber eine kleine Veränderung wahrnehmen: auf dem Schild wurde der Zusatz „FDP-Fraktion“ entfernt – sichtbare Folge des gegen mich ausgesprochenen Fraktionsausschlusses.

Wer aber mit mir ins Gespräch kommen will, der findet nach wie vor bei mir eine offene Tür – das „Willkommen“ gilt nach wie vor. Daran ändert auch mein momentaner Status als fraktionslose Abgeordnete nichts.

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Do

05

Mär

2020

Bauern-Power

Irgendwie passte der Himmel über Mainz zu der Stimmungslage der Bauern, die mit ihren Traktoren ein weiteres Mal ein Zeichen des Protests setzten. Protest gegen Bürger*innen, die gesunde Lebensmittel fordern – am besten aus der Region, dann aber dies bitteschön zu Billigpreisen!

Dass regionales Obst und Gemüse ein Saison-Produkt ist, das eben nicht immer dann zur Verfügung steht, wenn dem Verbraucher gerade danach ist, wird da oft übersehen. Genau wie die Tatsache, dass die Erzeuger auch dann ihre Betriebe und ihre Familie am Leben erhalten müssen, wenn gerade nicht Produkte der Saison vermarktet werden können. Dass diese dann notgedrungen auf ihren landwirtschaftlich genutzten Flächen ertragreiche und einfacher zu bewirtschaftende Monokulturen anlegen, ist nachvollziehbar.

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Do

05

Mär

2020

Mehr Quantität, mehr Qualität

Im Rahmen eines „Werkstattgesprächs“ trafen sich heute Vertreter*innen der Handwerkskammer und der IHK Rheinhessen mit Landtagsabgeordneten der Region zum Meinungsaustausch. Schon der Veranstaltungsort – das Berufsbildungszentrum der HWK in Mainz-Hechtsheim – zeigte, um was es bei dem Treffen ging.

Nun sind Klagen über den Fachkräftemangel – speziell im Handwerk – nicht neu. Aber selten wurden die Probleme so klar auf den Punkt gebracht wie heute. Dazu genügen zwei Begriffe: Quantität und Qualität!

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Di

03

Mär

2020

Vorsichtige Reformen?

Als Landtagsabgeordnete führte ich in der Vergangenheit zahlreiche Gespräche mit Vertreter*innen der verschiedenen Religionsgemeinschaften in Rheinland-Pfalz. Da war es natürlich für mich eine spannende Frage, ob der Nachfolger von Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz möglicherweise jemand sein würde, der einen Bezug zu unserem Bundesland hat. Und tatsächlich – mit Bischof Georg Bätzing fiel die Wahl auf eine Persönlichkeit, die diesen Bezug gleich in mehrfacher Hinsicht hat.

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Sa

29

Feb

2020

Besuch an der Basis

Oftmals werden Politiker*innen als „die da oben“ gesehen – als Menschen also, die den Kontakt zur Basis verloren haben. Ich bemühe mich, meine politische Arbeit so zu gestalten, dass ich dieses Klischee nicht bediene.

Und so freute ich mich über die Einladung zum heutigen Kreisparteitag der FDP Neuwied, wo ich mit engagierten Mitgliedern ausgiebig über bildungspolitische Themen diskutieren konnte. Erst vor wenigen Tagen hatte das Team um den Kreisvorsitzenden Alexander Buda Bildungspolitik als eines der zentralen Themen für den bevorstehenden Landtagswahlkampf ausgemacht.

Dass man in Sachen Bildungspolitik aber auch selbst initiativ werden kann, stellten die Neuwieder Liberalen beim Thema „Gesunde Ernährung“ eindrucksvoll unter Beweis. Ulrike Puderbach und Ingrid Runkel publizierten mit „Vitaminzwerg und Kräuterkobold“ ein Buch, das Kindern in altersgerechter Sprache Geschichten, Wissen und Rezepte rund um gesunde Nahrung nahebringt – ganz ohne erhobenen Zeigefinger!

Do

27

Feb

2020

Green Office

Während meines Studiums an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz war dieser Torbogen für mich quasi der Haupteingang zum Campus. Allerdings hing damals dort kein Willkommens-Banner. Und das Logo der Uni sah auch anders aus. Und der AStA hatte damals den Ruf einer Spielwiese für – mehrheitlich linksorientierte – angehende Berufspolitiker*innen.

Heute durfte ich bei meinem Gespräch im Abgeordnetenhaus einen gänzlich anderen Typus von Vertreter*innen studentischer Interessen kennenlernen – nämlich junge Menschen, die sich ernsthaft bemühen, Nachhaltigkeit auf dem Campus zu etablieren. Und damit ist nicht die Nachhaltigkeit in der Vermittlung von Wissen gemeint – sondern Nachhaltigkeit beim Umgang mit Ressourcen und der Umwelt. Ein Nachhaltigkeitsbüro soll dazu in der Uni-Verwaltung eingerichtet werden – angesiedelt beim AStA. Die im vorigen Jahr angestoßene Initiative hat auch gleich einen passenden Namen gefunden: „Green Office“!

Da derzeit das rheinland-pfälzische Hochschulgesetz überarbeitet wird, wünschen sich die jungen „Eltern“ der Nachhaltigkeits-Kampagne eine Verankerung von „Green Offices“ in dieser Neufassung des Gesetzes.

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Di

25

Feb

2020

Beratung fürs "Gewerbe"

Lena Behringer mit MdL Helga Lerch
Lena Behringer mit MdL Helga Lerch

Es gilt als „ältestes Gewerbe“ der Welt – die Prostitution. Nach wie vor ist diese Form der sexuellen Dienstleistung „ein gesellschaftliches Tabuthema mit zahlreichen Mythen und Klischees“. So formuliert es Lena Behringer im Vorwort des Jahresberichts 2018 von Luna Lu, der in Ludwigshafen ansässigen Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution. Nach Koblenz und Trier ist die 2018 an den Start gegangene Einrichtung die dritte ihrer Art in Rheinland-Pfalz.

Bei meinem heutigen Informationsbesuch erfuhr ich von Frau Behringer viel über die vielfältigen Aspekte ihrer Arbeit, die sie mit großem Engagement angeht. Großen Wert legt sie auf die Beratung vor Ort – also da, wo die Frauen ihrem Gewerbe nachgehen (Mehr als die Hälfte der Beratungsgespräche).

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Fr

21

Feb

2020

Weg mit Lerch?

Am 25. April letzten Jahres beschloss der Bundesvorstand der FDP „Leitlinien liberalen Miteinanders - Für einen respektvollen Umgang miteinander“. Offensichtlich halten die 6 Personen, die heute für meinen Ausschluss aus der FDP-Landtagsfraktion votierten, nicht viel von diesem Beschluss. Denn sonst hätten sie sich in den vergangenen Wochen die Mühe gemacht, sich mit mir einmal eingehend über die Themen zu unterhalten, zu denen ich mich nach ihrer Auffassung in „fraktionsschädigender“ Weise geäußert hatte. Aber daran waren sie offenbar weniger interessiert als am kritischen Hinterfragen von Problemen im schulischen Bereich.

Und so griffen sie gleich zum äußersten Mittel gegen den „Störenfried“ Lerch – den Ausschluss aus der FDP-Landtagsfraktion. Selbst das Angebot aus der Bundes-geschäftsstelle, etwa im Rahmen einer Mediation zu einer Konfliktlösung zu kommen, wurde von den 6 Fraktionsmitgliedern nicht angenommen. Dabei hatte ich mich im Vorfeld ausdrücklich zu einem solchen Weg bereit erklärt.

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