Bild: padrinan / pixabay
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Bildung

Durch meine langjährige berufliche Erfahrung als Lehrerin und Schulleiterin bringe ich viele Erfahrungen mit, die es mir ermöglichen einen fachlich versierten Zugang zu den Themen der Bildungspolitik zu haben.

Ich setze mich für eine Bildungspolitik ein, die allen Menschen die gleichen Chancen ermöglicht.

 

Vier Säulen sind dabei für mich von herausragender Bedeutung:

  • Frühkindliche Bildung
  • Kompetenz- und anforderungsorientiertes Schulsystem
  • Gleichberechtigung beruflicher und akademischer Bildung
  • Mehr Mitsprache- und Gestaltungsspielraum der Schulen (Schulfreiheitsgesetz)
  • Gegliedertes Schulwesen

 

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Aktuelles zum Thema

Mi

29

Mai

2024

Gut gedacht, aber…

Bild: pixabay
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Jährlich wird in der Bildungspolitik des Landes Rheinland-Pfalz „eine neue Sau durchs Dorf getrieben“. Der Reichtum an Ideen scheint unerschöpflich zu sein. Die beabsichtigten Ziele sind auch meist lobenswert. An allen Ecken und Enden fehlen aber die Ressourcen zur Um-setzung dieser Ideen: Räumlichkeiten, Personal – und vor allem Geld! Dieser Realität muss auch das Bündnis „Bildungswende jetzt“ ins Auge sehen, das sich heute in der Allgemeinen Zeitung zu Wort meldete.

Wenn beispielsweise Kinder mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ künftig vermehrt in Regel-schulen – statt in einer Förderschule – unterrichtet werden sollen, so trägt das sicher dem Gedanken der Inklusion Rechnung. Aber wie soll eine Lehrkraft den unterschiedlichen Ansprüchen der zu Unterrichtenden in einer solchen Klasse gerecht werden? Es bräuchte hier „multiprofessionelle Teams“ – statt einer einzelnen Lehrkraft.

 

Die „Ideenschmiede“ Bildungsministerium liefert zwar jede Menge Neuerungen – aber leider nicht die Mittel zu deren Umsetzung!

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Di

07

Mai

2024

Geringer Redebedarf?

Bild: pixabay
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Wer die Berichterstattung in den Medien verfolgt, müsste eigentlich davon ausgehen, dass in Sachen Bildungspolitik akuter Handlungs- und Redebedarf besteht. Entsprechend erwartungsvoll blickte ich denn auch der heutigen Veranstaltung im Ingelheimer WBZ entgegen, bei der Schüler- und Elternvertreter den Kandidatinnen und Kandidaten auf den Zahn fühlen konnten, die sich im Kreis Mainz-Bingen am 9.Juni zur Wahl stellen.

 

Die Zahl der Fragesteller war – gelinde gesagt – überschaubar. Wie soll ich das deuten? Als Ausdruck der Zufriedenheit mit der Situation? Oder als Ausdruck von Resignation? Die Themen hätten doch wohl eine größere Resonanz verdient!

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Mi

10

Apr

2024

Berufschance Handwerk

In diesen Tagen werden wieder die aktuellen Zahlen über die Abschlüsse vorgelegt, die Schülerinnen und Schüler erreichen. Mit diesem Abschluss werden die Weichen für den späteren Berufsweg der jungen Men-schen gestellt. Im Landkreis Mainz-Bingen weisen fast 50 % der Schülerinnen und Schüler ein „Abi“ als Abschluss nach. Aber wohin führt sie dann ihr weiterer Weg? Da viele von ihnen nach wie vor das Abitur als Zugangsberechtigung für ein Hochschulstudium sehen, reihen sie sich in die Schar der „Erstis“ ein, die dann die Qual der Wahl zwischen rund 300 Studiengängen haben …

 

Bereits 1968 machte die Deutsche Bundespost mit einer Sonderbriefmarke auf eine Alternative aufmerksam, die immer noch leider nur wenige Schulabgänger „auf dem Schirm“ haben – das Handwerk!

 

Es ist an der Zeit, dass – auch an den Gymnasien – in einem berufsorientierenden Unterricht diese Alternativen zur akademischen Laufbahn den Jugendlichen nähergebracht werden!

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Do

28

Mär

2024

Mehr Deutschunterricht

Bild: pixabay
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Es braucht eigentlich keine mit großem Aufwand erstellte Studien, um festzu-stellen, dass die Beherrschung der deutschen Sprache zu wünschen übrig lässt. Diese Erfahrung kann jeder von uns im Alltag machen. Und wie so oft liegt die Wurzel des Problems in den ersten Jahren, in denen der Umgang mit unserer Sprache geübt werden soll – im Elternhaus, in der Kita und in der Grundschule.

 

Wenn jetzt das rheinland-pfälzische Bildungsministerium in der Grundschule eine zusätzliche Deutschstunde einführen will, regt sich sofort Widerstand bei Lehrkräften, die fürchten, dass dies auf Kosten „ihrer“ Fächer gehen wird.

 

Dabei ist Sprache der Schlüssel zur Integration in unsere Gesellschaft – nicht nur bei Menschen mit Migrationshintergrund. Auch so manchem, der von sich behauptet, ein „waschechter“ Deutscher zu sein, täte etwas mehr Beherrschung seiner Muttersprache gut …

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Mi

06

Mär

2024

Lebenslanges Lernen

Bild: pixabay
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„Was Hänschen nicht lernt – lernt Hans nim-mermehr“. Diese „Volksweisheit“ würde sich die Kreisvolkshochschule (KVHS) Mainz-Bingen sicher nicht als Motto wählen. Denn ihr Programm richtet sich an all diejenigen, die eben nicht auf der Stufe des einmal Er-lernten stehen bleiben wollen. Und dieses Programm, über dessen aktuelle Auflage ich heute mit KVHS-Leiterin Petra Strehle sprach, zeigt, welchen Gewinn die Teilnahme am Prozess des „Lebenslangen Lernens“ bringen kann.

 

In meiner politischen Arbeit habe ich die KVHS mit ihrem Weiterbildungsangebot schon immer als das Element einer bürgerorientierten Bildungsinfrastruktur des Landkreises Mainz-Bingen ge-sehen. Und dabei spielen zunehmend Aspekte wie das Nachholen von Bildungsabschlüssen oder die Vermittlung der Grundlagen für eine erfolgreiche Integration zugewanderter Menschen in unsere Gesellschaft eine nicht hoch genug einzuschätzende Rolle.

 

Investitionen in diesen Bereich bringen eine hohe gesellschaftliche Rendite, deren ich mir bewusst bin!

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Mo

12

Feb

2024

Unterricht in Muttersprache – eine gute Lösung?

Bild: pixabay
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Eigentlich besteht weitestgehend Übereinstimmung in der Zielsetzung, Migranten und Migrantinnen möglichst schnell in unsere Gesellschaft zu in-tegrieren. Ein Schlüssel dazu ist die Sprache. Und genau hier zeigt sich im schulischen Alltag die Problematik der Verwirklichung dieser löblichen Absicht.

 

Wenn bis zur Einschulung der Kinder deren Sprachkompetenz weitgehend durch die im Elternhaus praktizierte Muttersprache des Herkunftslandes bestimmt wurde, darf man sich nicht wundern, wenn diese Kinder dem Schulunterricht in deutscher Sprache nur schwer folgen können. Und das betrifft dann nicht bloß die deutsche Sprache – sondern auch die in Deutsch vermittelten Inhalte. Was also tun?

Im Schuljahr 2022/23 erhielten in Rheinland-Pfalz daher rund 14.000 Schülerinnen und Schüler Unterricht in ihrer Herkunftssprache. Die meisten davon in Türkisch. Ein solches Bildungsangebot in insgesamt 19 Sprachen erfordert einen hohen Aufwand.

 

Ob damit die Integration in unsere Gesellschaft erleichtert wird? Oder ob damit eher der Bildung von Parallelgesellschaften Vorschub geleistet wird? Auch ich habe darauf keine klare Antwort...

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So

28

Jan

2024

Förderschulen in RLP nicht erwünscht?

Bild: pixabay
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Es ist eigentlich eine Binsenweisheit: Menschen sind unterschiedlich. Und das zeigt sich auch in der Schule. Lernen ist nun einmal keine Einbahnstraße, auf der alle im gleichen Tempo in die gleiche Richtung fahren. Und dem muss Bildungspolitik Rech-nung tragen.

 

In Rheinland-Pfalz ist man nun wieder einmal dabei, an Bewährtes die Axt anzulegen. Mit neuen Schulverordnungen soll den Schüler-innen und Schülern der Förderschulen Lernen nämlich die Möglichkeit genommen werden, dort einen berufsqualifizierenden Abschluss zu erwerben. Genau diese Abschlussklasse soll ihnen nun gestrichen werden. Stattdessen sollen sie dafür in das Korsett einer Regelschule gepresst werden – wo ihnen die benötigte individuelle Förderung nicht zuteil kommen kann …

 

In seinen Bemühungen, diesen Unsinn zu verhindern, darf sich der Verein „Pro Förderschule e.V.“ meiner Unterstützung sicher sein!

 

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Mi

17

Jan

2024

Schulgesundheit

Bild: pixabay
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Landläufig nennt man sie „Schul-schwestern“. Die korrekte Bezeichnung lautet „Schulgesundheitsfachkraft“ (kurz: SGF). Ihre Aufgabe ist klar – sie sollen sich um die großen und kleinen Wehwechen der Kinder in der Schule kümmern. Und die dabei auftretenden Beschwerden sind vielfältig. Sie reichen von der Erstversorgung einer kleinen Wunde über die Verabreichung von Medikamenten bis hin zur Früherkennung eventueller chronischer Erkrankungen oder auch psychischer Störungen.

 

2018 startete in Rheinland-Pfalz ein Pilotprojekt an zwei Mainzer Grund-schulen. Mittlerweile sind es 26 Grundschulen im Land, die mit der Hilfe einer SGF dafür Sorge tragen, dass „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ für einen guten Start ins schulische Leben ermöglicht.

Heute beschäftigte sich der Bildungsausschuss des Landtags mit dem Thema. Es herrschte Einigkeit darüber, dass man das Projekt ausweiten will. Für mich ist das ein klares Signal, dass ich meine Anstrengungen weiter fortsetzen werde, dass sich auch der Landkreis Mainz-Bingen um die Teilnahme an diesem Projekt bewirbt.

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Mo

15

Jan

2024

Wintervergnügen Abi ???

Bild: pixabay
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In der rheinland-pfälzischen Bildungspolitik ist manches zum Heulen. Da kann ich diesen Wolf sehr gut verstehen. Ähnlich dürfte dieser Tage auch den Schülerinnen und Schülern zumute gewesen sein, die ein „Alleinstellungsmerkmal“ dieser Politik zu spüren bekamen – das vorgezogene Abitur im Winter. Um dies in vollen Zügen so richtig genießen zu können, starteten der Wettergott und gleich zwei Gewerkschaften noch eine konzertierte Aktion aus Wetterkapriolen und Streiks.

Vielleicht lernt die Landesregierung daraus etwas und kehrt zu den bewährten Abi-Terminen zurück. Diese wären dann zumindest nicht mehr durch Schnee und Eis gefährdet.

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Sa

09

Dez

2023

Nur ein stumpfes Schwert?

Bild: pixabay
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Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit, wird gerne mit einem Schwert dargestellt. Es soll ein scharfes Schwert sein, das Missetäter vor Gericht die ganze Härte des Gesetzes spüren lässt. Eindeutige Beweise sind im Gerichtsverfahren dann quasi diese Schwerter.

 

So sehen das sicher auch diejenigen, die sich dafür einsetzen, dass sexuell übergriffig gewordene Pädagogen ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. Stellen sie dafür den Justizbehörden Beweismaterial – etwa Handyvideos – zur Verfügung, geraten sie aber selbst ins Visier der Justiz. Nach den Paragraphen des Strafgesetzbuchs haben sie sich nämlich damit selbst des „Erwerbs oder Besitzes“ kinderpornografischer Darstellungen schuldig gemacht.

 

Ich unterstütze daher die Aufrufe der Lehrerverbände, die den Bundesjustizminister zu einer Änderung dieser Paragraphen auffordern – damit Justitias Schwert nicht stumpf bleiben muss!

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