Aktuelles zum Thema Bildung

Mo

30

Jan

2023

Schöne neue Welt?

Bild: pixabay
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Der Landkreis Mainz-Bingen rühmt sich  und das nicht ganz ohne Grund – der vorbildlichen Ausstattung der Schulen in seiner Trägerschaft. Dazu gehören auch die rund 17.000 iPads, die Schüler*innen gegen eine monatliche Leihgebühr zur Verfügung gestellt werden. Doch mit dem Auslaufen der Förderung im Rahmen des „Digitalpakts“ scheint der Kreis diese „Wohltat“ nicht mehr stemmen zu können. Die Eltern sollen nun privat Verträge mit einem externen Anbieter abschließen.

 

Die Kreisverwaltung räumt zwar ein, dass man sich mit dem Projekt offenbar etwas überhoben habe – sieht aber in der nun vom Kreisausschuss mehrheitlich abgesegneten Lösung keine Probleme.

Die sieht aber die FDP-Fraktion, in deren Namen ich dieser Lösung die Zustimmung verweigerte. Und eine Petition der Schülerschaft bestätigt unsere Auffassung. Die Befürchtung, dass nicht alle Eltern bereits sind, einen solchen Vertrag abzuschließen, ist naheliegend. Ebenso wie die Befürchtung, dass es im Fall eines Eingehens auf diese Lösung zu qualitativ unterschiedlicher Ausstattung der Schüler*innen kommen wird. Ganz zu schweigen von dem Risiko, dass diese Geräte dann nicht bloß zum „E-Learning“ benutzt werden – ein Risiko, das von der Schülerschaft in der erwähnten Petition selbst angesprochen wird …

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So

22

Jan

2023

Grundkenntnisse

Bild: pixabay
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Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr! Dieser alte Spruch scheint sich auch in der Schule der Jetztzeit zu bewahrheiten. Um die Grundkenntnisse des Lesens, Schreibens und Rechnens zu vermitteln, gibt es die Grundschule (daher auch der Name!). Wenn man aber den Grundschüler*innen auch noch Englisch-stunden anbietet, dann gehen die dafür benötigten Stunden vom eigentlichen pädagogischen Auftrag der Grundschule ab.

 

Ich begrüße daher ausdrücklich die bildungspolitische Diskussion um einen Ersatz der für Englisch vorgesehenen Stunden um solche für die Verbesserung der Beherrschung des Lesens und Schreibens in Deutsch sowie des Rechnens. Das mag manchen zwar als „aus der Zeit gefallen“ erscheinen – doch die Defizite, die bei vielen Auszubildenden hinsichtlich dieser Grundkenntnisse bestehen, sprechen eine deutliche Sprache.

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Fr

06

Jan

2023

Sinnvoller Ringtausch

Bild: pixabay
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Den Begriff „Höhere Fachschule Sozialassistenz“ können sicher nicht alle Bürgerinnen und Bürger mit konkreten Vorstellungen füllen. Und doch werden dort die Menschen ausgebildet, die vielen von uns in ganz entscheidenden Lebensabschnitten zur Seite stehen – als Betreuer*innen in Kitas oder als Pflegekräfte.

 

Diese Ausbildung findet nun in Bingen statt – im Berufsschulzweig der Hildegardisschule. Als die Entscheidung zur Diskussion stand, diese Ausbildung künftig in Bingen – statt wie bisher in Ingelheim – anzubieten, überwogen für mich die Argumente für den Wechsel. Zumal die BBS Ingelheim ja im Gegenzug den Ausbildungsgang „Mechatronik“ von Bingen bekommt. Der „Ringtausch“ ermöglicht somit an beiden Strandorten die Realisierung in sich schlüssiger Konzepte statt eines „Weiter so“ mit konkurrierenden Standorten für zwei Ausbildungsgänge, die miteinander kaum Berührungspunkte aufweisen.

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Do

17

Nov

2022

„Trau Dich!“

Bild: privat
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So lautet der Titel eines Präventionsprojekts, mit dem sowohl Kinder als auch Eltern und Lehrkräfte für das Thema „sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen“ sensibilisiert werden sollen. Die Kreisverwaltung Mainz-Bingen stellte dieses Projekt heute in Ingelheim in der „kING“ vor. Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen von vier Ingelheimer Schulen konnten dabei u.a. in einem Theaterstück des Ensembles „Bauchgefühl“ des Schultheater-Studios Frankfurt lernen, wie wichtig es ist, sich an eine Vertrauensperson zu wenden, wenn man sexuellen Übergriffen ausgesetzt wurde. Schamhaftes Verschweigen des Vorgefallenen ist nämlich der falsche Weg.

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung bedeutete für mich ganz persönlich die logische Fortsetzung eines Weges, den ich schon im Verlauf meiner schulischen Tätigkeit als auch später im rheinland-pfälzischen Landtag konsequent gegangen war – das Eintreten gegen eine Kultur des Wegsehens. Das sind wir nämlich den Betroffenen schuldig...

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Mi

16

Nov

2022

Schulen nicht allein lassen

Bild: pixabay
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Stolz verkündeten Politikerinnen und Politiker das Ende der „Kreidezeit“ in Deutschlands Schulen. Mit dem „Digitalpakt“ wurde richtig Geld in die Hand genommen, um die Ausstattung der Schulen mit digitalen Endgeräten zu verbessern. Was dabei aber auf der Strecke blieb, war die Unterstützung mit professionellen IT-Kräften.

 

Das gilt auch für die Schulen in Trägerschaft des Landkreises Mainz-Bingen. Die FDP-Kreistagsfraktion wird die nächste Sitzung des Schulträgerausschusses nutzen, um dieses Problem erneut im politischen Raum zu diskutieren. Die dabei anwesenden Vertreter der Schulen werden sicher Einblicke in eine Realität geben können, die so gar nicht zu den Lobpreisungen der Politik passen mag.

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Mi

16

Nov

2022

Schulbus-Chaos

Bild: pixabay
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Was einige befürchtet hatten, hat sich leider bewahrheitet. Seit Beginn des neuen Schuljahres häufen sich im Landkreis Mainz-Bingen die Beschwerden über Probleme im Schulbusverkehr. Dabei sollte mit der Kommunalisierung doch alles besser werden. Doch wenn Schulen die Klassenarbeiten in spätere Schulstunden verlegen müssen, weil sie nicht wissen, ob die Schülerinnen und Schüler überhaupt pünktlich zur Schule kommen können, ist der Schulträger – hier also der Landkreis - gefordert.

Mit Erstaunen musste die FDP-Fraktion des Kreistags allerdings feststellen, dass die nächste Sitzung des zuständigen Schulträgerausschusses heute einfach von der Kreisverwaltung abgesagt wurde. Das konnten wir nicht hinnehmen und legten massiv Protest ein – mit Erfolg. Die Sitzung findet nun doch statt. Und dabei werden alle Probleme auf den Tisch kommen. Denn eines ist klar – so kann es nicht weitergehen!

 

Und die Kreisverwaltung muss endlich lernen, dass man bei solch gravierenden Problemen die politischen Gremien nicht einfach außen vor lassen kann. 

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Sa

24

Sep

2022

Mehr Lehrer für „Beste Bildung“

Bild: privat
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In meiner Zeit als Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion führte ich zahlreiche Gespräche mit den Bildungsverbänden in Rheinland-Pfalz. Deren Klagen konnte ich aufgrund meiner früheren Tätigkeit als Lehrerin und Schulleiterin nur allzu gut nachvollziehen. Und so war es folgerichtig, dass ich der Bildungspolitik der Landesregierung nicht kritiklos Beifall spendete, wie manche es von mir als Mitglied der Fraktion einer der Parteien, die diese Regierung bildeten, gerne gesehen hätten.

 

Als ich heute einer Einladung des Landesverbandes des VBE (Verband Bildung und Erziehung) zu dessen Delegiertenversammlung gefolgt war, belegten neue Zahlen, dass der Lehrermangel kein Hirngespinst ist.

 

Ein Beispiel: Wenn in Rheinland-Pfalz in einem Schuljahr 982 Lehrerinnen und Lehrer in Rente oder Pension gehen und gleichzeitig aber nur 662 Neueinstellungen vorgenommen werden (siehe Mainzer Allgemeine Zeitung vom 28.09.2022), so spricht das nicht gerade für eine konsequente Verfolgung des politischen Ziels „Beste Bildung für alle“.

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So

04

Sep

2022

Taube Ohren?

Bild: pixabay
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Als ich noch als bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag das Wort ergriff, machte ich mich bei der Landesregierung nicht gerade beliebt. Denn ich hinterfragte die Aussagekraft der statistischen Angaben zur Lehrerversorgung an den Schulen im Land. Die Bildungsverbände teilten meine Skepsis. Doch jede noch so vorsichtig ausgesprochene Mahnung wurde gleich als Majestätsbeleidigung missverstanden.

 

Jetzt steht das Schuljahr 2022/23 an – und nach wie vor operiert die Landesregierung mit Zahlen zum Unterrichtsausfall, die nichts mit der Realität zu tun haben. Denn in ihrer Statistik ist der Unterrichtsausfall, der durch Krankheiten, Schwangerschaften und Schulveranstaltungen u.ä. entsteht, nicht erfasst.

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Fr

10

Jun

2022

Fordern und fördern

Bild: pixabay
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Um ein Ziel zu erreichen, kann der Weg schon ganz schön fordernd sein. Das gilt auch in der Schule. Nicht alle Kinder sind gleich. Damit die, die sich auf dem Weg zum Ziel – vielleicht wegen eines persönlichen Handicaps - schwerer tun, aber nicht abgehängt werden, gibt es Förderschulen.

 

Heute erhielt die FDP-Fraktion im Kreistag Mainz-Bingen die Antwort auf ihre Anfrage zur Situation dieser Schulen im Kreisgebiet. Und diese Antwort zeigt, dass die Anmeldezahlen stark steigen. Und das hat zur Folge, dass die Förderschulen auch räumlich erweitert werden müssen.

Der Kreis als Schulträger ist hier gefordert. Die Angaben der Schulleitungen der Förderschulen haben dies hoffentlich jedem klargemacht.

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Sa

07

Mai

2022

Ich mache weiter ...

Bild: privat
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und das ist keine Drohung – sondern ein Versprechen. Vielleicht liegt es daran, dass man den im Sternzeichen Widder Geborenen eine gewisse Hartnäckigkeit nachsagt. Vielleicht ist es aber auch mein Verständnis von politischer Arbeit. Wie dem auch sei – ich werde auf jeden Fall weiter dafür kämpfen, dass die Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch an staatlichen Schulen in einer solch traumatischen Situation die notwendige Hilfe bekommen.

 

Da ich dies nach meinem „Rausschmiss“ aus der FDP-Landtagsfraktion nicht mehr im Landtag tun kann, nutze ich andere Möglichkeiten. Ein Mosaikstein ist dabei das Buch „Schul(d)zeit“, zu dem ich einen Beitrag beigesteuert habe. Erste öffentliche Lesungen daraus sind schon geplant.

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Sa

09

Apr

2022

Mehr Eigenständigkeit wagen

Bild: pixabay
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Heute konstituierte sich der Landesfachausschuss „Bildung“ der FDP Rheinland-Pfalz neu. Mit Freude durfte ich feststellen, dass vielen der Erschienen „ein Licht auf-gegangen“ war. Mit größerem Selbstbewusstsein will man sich aus den Fesseln von Koalitionszwängen befreien und offensiv für das eintreten, was „FDP pur“ ist.

 

Nur so können die Menschen das bildungspolitische Profil der Liberalen klar erkennen. Und sich bei künftigen Wahlentscheidungen gezielt dafür einsetzen, dass die FDP mehr Gewicht erhält, um ihre bildungspolitischen Ziele zu verwirklichen – im Sinne einer „besten Bildung für alle“. Denn der „Rohstoff Bildung“ ist eine Ressource, die unser Land stark macht.

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Sa

12

Mär

2022

Schule mit Maske?

Bild: pixabay
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Wir erleben gerade wieder einmal die fast schon gebetsmühlenartig vorgetragenen Argumente pro und contra Lockerungsmaßnahmen in der immer noch nicht beendeten Corona-Pandemie. Und wir erleben die zig-te neue Verordnung dazu. Und wie wird es an den Schulen in Rheinland-Pfalz weiter? „Zahlen rauf, Masken runter“ titelte die Allgemeine Zeitung treffend in ihrer gestrigen Ausgabe.

 

Ich bin sehr skeptisch angesichts des beabsichtigten Verzichts auf eine Pflicht zum Tragen einer Maske im Unterricht. Gewiss wäre ohne Maske vieles leichter – aber auch riskanter! Ohne Maske kann jede Person beim Husten oder Niesen zur Viren-Schleuder werden und andere infizieren. Dieser Aspekt wird in der Debatte leider nicht ausreichend bedacht.

Und noch etwas treibt mich um: Nur eine Tagesreise entfernt von uns werden Schulen zerbombt und müssen Jugendliche daher komplett auf jeglichen Unterricht verzichten. Ist da das Jammern über lästigen Mund-Nasen-Schutz in unseren Schulen nicht etwas deplatziert?

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Mo

07

Mär

2022

Schul(d)zeit...

Bild: pixabay
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ist der treffende Titel eines Buches, das von der „Initiative gegen Gewalt e.V.“ herausgegeben wurde. Es fasst Erfahrungsberichte aus 30 Jahren des Umgangs mit Übergriffen von Lehrpersonal an staatlichen Schulen auf Schülerinnen und Schüler zusammen. Auch ich habe meine ganz persönlichen Erfahrungen dazu beigesteuert. Wegen unbequemer Nachfragen an die Schulbürokratie wurde ich damals aus meiner eigenen Fraktion ausgeschlossen. Dennoch steht für mich fest: ich würde wieder so handeln! Denn nur durch unangenehme Fragen können Missstände offengelegt – und letztlich auch behoben – werden.

Ich werde im Rahmen von Lesungen zusammen mit Johannes Heibel, dem Vorsitzenden der bundesweit agierenden Initiative dieses Buch vorstellen. Wir wollen so den Druck auf die politisch Verantwortlichen erhöhen, dass endlich konsequenter gegen diejenigen vorgegangen wird, die Schutzbefohlene demütigen, drangsalieren oder gar missbrauchen.

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Fr

10

Dez

2021

Gesetze und ihre Folgekosten

Bild: pixabay
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Es ist (leider!) politischer Alltag: Bundestag und/oder Landtag beschließen in guter Absicht Gesetze, deren Umsetzung dann auf der kommunalen Ebene geschehen muss. Und diese Umsetzung kostet Geld – Geld, das in den Kassen der Kommunen meist fehlt.

 

Auch ein „reicher“ Landkreis wie Mainz-Bingen ächzt mittlerweile unter diesen Folgekosten. Jüngstes Beispiel: das Kita-Gesetz. Der Betrieb der derzeit 146 Kindertagesstätten im Landkreis Mainz-Bingen verursachte bereits im Jahr 2020 Personalkosten in Höhe von 40 Millionen Euro. Die ab nächstem Jahr geltenden Bestimmungen (durchgängige Betreuung über 7 Stunden + ein Mittagessen pro Tag) führen zu einem zusätzlichen Personalbedarf von rund 200 Mitarbeiter*innen.

Doch leider gilt in der Politik immer noch nicht der Grundsatz „Wer bestellt, der bezahlt“. Denn danach müssten Bund und Land den Kommunen nämlich die Kosten erstatten, die ihre „großzügige“ Gesetzgebung verursacht.

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Do

21

Okt

2021

Inklusion ja – aber wie?

Bild: pixabay
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Bildungs-Statistiken, in denen die einzelnen Bundesländer verglichen werden, sorgen stets für politischen Diskussionsstoff. Die jüngste Studie des Wissenschaftszentrums Berlin zur Inklusion von Kindern mit speziellem Förderbedarf in den schulischen Alltag macht da keine Ausnahme. Und da in der Studie dem Land Rheinland-Pfalz mit dem letzten Platz im Ranking der Bundesländer kein gutes Zeugnis ausgestellt wird, melden sich auch gleich die „üblichen Verdächtigen“ mit ihrer Kritik zu Wort. Wenn es doch nur so einfach wäre …

 

Inklusion muss eben nicht nur körperlichen Beeinträchtigungen Rechnung tragen, wie sie in den Piktogrammen wiedergegeben sind. Auch Handicaps in Lernen, Sprache und sozial-emotionaler Entwicklung sind in geeigneter Weise zu berücksichtigen.

Die Abschaffung der Förderschulen, wie sie die Inklusions-Initiative „Eine Schule für alle“ fordert, ist meiner Meinung nach nicht der richtige Weg. Für das breite Spektrum an Beeinträchtigungen brauchen wir ein ebenso breites Spektrum an schulischen Antworten. Vor allem aber brauchen wir mehr sonderpädagogisch ausgebildete Lehrkräfte.

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Do

21

Okt

2021

Angebot mit Folgen

Bild: pixabay
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Der Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung an den Grundschulen ist per se zu begrüßen. Wenn man diese „Betreuung“ aber mit pädagogischen Inhalten füllen will, dann braucht es dazu vor allem … Lehrkräfte! Alleine in Rheinland-Pfalz ist mit einem Mehrbedarf von 1200 bis 2500 Lehrerstellen zu rechnen – so die Schätzung des Deutschen Jugendinstituts und der TU Dortmund.

 

Ein Angebot, das „die Politik“ den Bürgerinnen und Bürgern macht, hat – wie fast immer – eins zur Folge … Kosten. Und das sind nicht nur die Kosten für Lehrpersonal, Auch die Schaffung und der Erhalt der baulichen Voraussetzungen für einen schulischen Ganztagsbetrieb kosten Geld … das den finanziell klammen Kommunen meist fehlt.

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So

17

Okt

2021

„Digitalos“ keine „Realos“?

Bild: pixabay
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Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran - was für uns im Alltag zahlreiche Vorteile bringt. Aber es gibt auch Situationen, in denen wir als Nutzer wutentbrannt vor dem Monitor unseres digitalen Endgeräts sitzen. Zum Beispiel wenn mitten in einer Anwendung gerade ein Update der Software geladen wird – und wir mit unseren Eingaben wieder bei Null beginnen müssen.

 

In meiner Zeit als Schulleiterin hatte ich bei der Einführung von Schulverwaltungs-Software des Öfteren solche Erlebnisse. Daher kann ich den Frust gut nachvollziehen, den aktuell die Schulleitungen empfinden, die bei der Übermittlung der Daten der Schulstatistiken mit der vom Land Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellten Software kämpfen.

Eigentlich könnte alles so schön einfach und unkompliziert sein. Doch leider sind eben nicht alle „Digitalos“ (= Software-Entwickler) auch gleichzeitig „Realos“ (= Schulverwaltungskräfte). Aber das Problem der mangelnden Praxistauglichkeit kennen wir auch von Programmen aus anderen Bereichen …

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Mi

13

Okt

2021

Starthilfe

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Nicht immer gelingt der Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung reibungslos. Vielen Jugendlichen fällt die Wahl des für sie „richtigen“ Berufs schwer. Trauriges Indiz dafür ist unter anderem eine „Abbrecherquote“ von rund 25 Prozent.

 

Der Landkreis Mainz-Bingen will hier gezielt gegensteuern – mit der Teilnahme am Programm „Jugendarbeitsagentur Plus“ des Europäischen Sozialfonds (ESF). Damit sollen alle Maßnahmen gebündelt werden, um für die jungen Menschen individuelle Lösungswege für einen guten Start ins Berufsleben zu finden, damit „aus arbeitslosen Jugendlichen nicht arbeitslose Erwachsene werden“. Mit diesen Worten begründete ich namens der FDP-Kreistagsfraktion die Zustimmung zu dem Vorhaben.

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Fr

06

Aug

2021

Neue Aufgaben

kING und WBZ (Bild: pixabay)
kING und WBZ (Bild: pixabay)

Meine Heimatstadt Ingelheim hat in puncto Kultur und Touristik einiges zu bieten. Die Veranstaltungshalle „kING“ und das Weiterbildungszentrum (WBZ) sind nur ein Beispiel für die Orte, an denen man dies nachvollziehen kann. Als zertifizierte Gäste-führerin zeige ich Besucherinnen und Besuchern aus nah und fern gerne die Highlights der Rotweinstadt.

 

Als frischgebackenes Mitglied im Ausschuss für Kultur und Touristik des Stadtrats kann ich mich nun dafür einsetzen, dass dieses Potenzial meiner Stadt noch besser genutzt wird.

Und damit die Bildungspolitikerin Helga Lerch nicht „einrostet“, schickten meine Parteifreunde mich auch gleich in den Schulträgerausschuss des Stadtrats. Genügend Praxiserfahrung kann ich da auf jeden Fall einbringen.

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Di

11

Mai

2021

Mädchenförderung in der Schule

Bild: pixabay
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Mädchen haben bei vielen Dingen eine andere Herangehensweise als Jungs. Das muss eine Lehrkraft im Schulunterricht berücksichtigen – nicht nur in den naturwissenschaftlichen Fächern. Eine reine Mädchenschule (neuhochdeutsch: monoedukative Schule) wie die Binger Hildegardisschule („Higa“) bietet die Möglichkeit, dass Mädchen ohne Konkurrenzdruck der „anders tickenden“ Jungs sich zu Forscherinnen entwickeln können.

 

Auf meine letzte Kleine Anfrage als Landtagsabgeordnete hin erklärte aber das rheinland-pfälzische Bildungsministerium unmissverständlich, dass diese Form der Mädchenförderung beim Übergang der Schule in staatliche Trägerschaft – und ein solcher wird wohl kommen - ausgeschlossen sei.

Die Schule arbeitet nach dieser ernüchternden Auskunft mit Hochdruck an einem neuen pädagogischen Konzept, das der Förderung von Mädchen höchste Priorität einräumt – ohne Jungs dabei zu benachteiligen. Dabei habe ich meine Mithilfe angeboten. Schließlich hat mich diese Schule in meiner Persönlichkeitsentwicklung mitgeprägt. Und mir einen Wertekanon vermittelt, ohne den ich nicht die geworden wäre, die ich heute bin.

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Fr

30

Apr

2021

Lackmus-Test für Digitalpakt

Bild: pixabay
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17.833 Tablets für Schülerinnen und Schüler an 20 weiterführenden Schulen in Trägerschaft des Landkreises. Für die politischen Entscheidungsträger im Kreis Mainz-Bingen aber kein Grund, sich nun zufrieden zurück zu lehnen und an das Ganze ein Häkchen zu machen.

 

Nun wurden zusätzlich auch die Mittel bereitgestellt für die Durchführung einer wissenschaftlichen Begleitstudie zum Einsatz der Geräte. Nur so kann man feststellen, was die Aktion im Rahmen des Digitalpakts gebracht hat – und was man gegebenenfalls verbessern kann.

Auf die Ergebnisse dieser Studie bin ich sehr gespannt. Nicht nur als Bildungspolitikerin – sondern auch als ehemalige Lehrerin und Schulleiterin. Schließlich habe ich meine eigenen schulischen Erfahrungen ausschließlich in Form des Präsenzunterrichts gesammelt. Dabei habe ich den Übergang von der „Kreidezeit“ ins „Digital-Zeitalter“ selbst hautnah miterlebt. Nicht aber das „Homeschooling“, das sicher ein wichtiger Aspekt der Studie sein wird.

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Fr

16

Apr

2021

Klarheit für „Higa“

Bild: pixabay
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Nachdem das Bischöfliche Ordinariat sich aus der Trägerschaft der Binger Hildegardisschule (Higa) zurückgezogen hat, läuft es nun auf eine Übernahme der Trägerschaft durch den Landkreis Mainz-Bingen hinaus. Doch da sind noch einige Punkte zu klären: - wie zum Beispiel:

 

• Kann die Schule nach wie vor als reine Mädchenschule betrieben werden?

 

• Wie sieht es mit der Weiterbeschäftigung des kirchlichen Personals der Schule aus?

 

Da dies Fragen sind, die das Land Rheinland-Pfalz beantworten muss, habe ich mich heute als Landtagsabgeordnete an die Landesregierung gewandt und um Auskunft gebeten.

Denn es muss nun möglichst schnell Klarheit für alle Beteiligten und Betroffenen herrschen, wie die Zukunft dieser Schule aussieht, die nebenbei gesagt auch meine ehemalige Schule war.

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Do

15

Apr

2021

Schöner Schein

Bild: pixabay
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Da vermittelten die Fernsehbilder mal wieder einen Eindruck davon, wie das Land Rheinland-Pfalz es im Umgang mit Corona „den anderen zeigt“. Die Schülerinnen und Schüler führen im Klassenzimmer Schnelltests durch – und so kann man auch den Präsenz-Unterricht gewährleisten. Zufrieden strahlen Ministerpräsidentin Dreyer und ihre Bildungsministerin Dr. Hubig in die TV-Kameras.

 

Dass das Testen beim Entnehmen des Abstrichs durchs „in der Nase bohren“ öfters zu Nies-Anfällen führt, berichten Schülerinnen und Schüler in einem anderen Beitrag. Es braucht keine Erläuterung durch Virologen – man kann sich auch so vorstellen, dass das Niesen eine wahre „Viren-Schleuder“ ist. Und wenn dann zum Beispiel Schulsekretärinnen, die den Kids bei der Testdurchführung helfen, diesem „Viren-Schauer“ ausgesetzt sind, dann fragt man sich schon, ob dieser Personenkreis nicht besser vor dem Risiko einer Infektion geschützt werden sollte – etwa durch die entsprechende Impfung.

Die heutige Sitzung des Schulträgerausschusses nahm ich daher zum Anlass, um die Kreisverwaltung Mainz-Bingen als Arbeitgeber dieses Personenkreises – zumindest an den Schulen in seiner Trägerschaft – auf seine diesbezügliche Fürsorgepflicht hinzuweisen.

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Do

25

Mär

2021

Kita in freier Natur

Nein – dieses Tipi steht nicht irgendwo in der Prärie des Wilden Westens. Es findet sich auf einer Wiese auf dem Binger Rochusberg. Es ist Bestandteil eines ungewöhnlichen Projekts der Stadt Bingen.

 

Dort steht seit August letzten Jahres 20 Kita-Kindern ein Areal in freier Natur für ihren Wald- und Naturkindergarten zur Verfügung. In Verbindung mit einem extra herge-richteten angrenzenden Waldstück sind der Betätigung an frischer Luft keine Grenzen gesetzt. Wettergeschützte Ruhe- und Rückzugsbereiche sorgen dafür, dass es den Kleinen auch dann noch gefällt, wenn Petrus es mal nicht gut mit ihnen meint.

Beigeordneter Sebastian Hamann zeigte mir kürzlich– nicht ganz ohne Stolz – die Einrichtung, für die auch die Eltern voll des Lobes sind. An den Kosten für die Erweiterung – es geht um eine Holzhütte – wird sich der Landkreis Mainz-Bingen mit 15.000 Euro beteiligen.

 

Mit dieser Kita in freier Natur und ihrem ausgefeilten pädagogischen Konzept wird den Eltern ein attraktives Angebot gemacht, das auch die Vielfalt der Kita-Landschaft im Landkreis stärkt.

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Fr

19

Mär

2021

Schärferes Dienstrecht nötig

Bild: pixabay
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Nicht nur die Kirche tut sich schwer mit der Ahndung sexuellen Missbrauchs jugendlicher Schutzbefohlener durch ihr Personal. Auch die Schulaufsicht in Rheinland-Pfalz hat bisher die gebotene Konsequenz gegen übergriffig gewordene verbeamtete Lehrkräfte vermissen lassen.

 

Mit einer kritischen Nachfrage in einem Landtagsausschuss hatte ich mein politisches Schicksal besiegelt. Weil „nicht sein kann, was nicht sein darf“ galt ich fortan in meiner eigenen Fraktion als „Störenfried“ und wurde sogar ausgeschlossen.

 

Wenn ich gestern in der „Westerwälder Zeitung“ lesen konnte, dass eine Initiative die Einrichtung einer unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung zurückliegender Fälle und eine Verschärfung des Dienstrechts für Beamte fordert, so war das schon damals meine Intention. Ich musste für mein Engagement einen hohen Preis bezahlen – was mich aber nicht daran hindert, der Initiative auch jetzt meine volle Unterstützung zuzusagen!

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Do

11

Mär

2021

Zum zweiten Mal Opfer

Bild: pixabay
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An jeder Schule müssen Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler als Schutzbefohlene sehen, denen gegenüber sie zu einem respektvollen Umgang verpflichtet sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um noch minderjährige oder bereits erwachsene Schülerinnen und Schüler handelt. Schulaufsicht und Bildungsministerium müssen einschreiten, wenn es an einer Schule seitens einzelner Mitglieder des Lehrkörpers zu Fehlverhalten kommt. Für Schlagzeilen sorgten hier die Vorfälle am Koblenz-Kolleg, die letztlich zur Ablösung des Schulleiters führten. Ans Licht gebracht hatten die Vorfälle vor allem zwei junge Frauen, die sich in ihrer Not auch an mich als Landtagsabgeordnete gewandt hatten.

Das Lob für ihr mutiges Verhalten erhält nun aber einen bitteren Beigeschmack dadurch, dass ihnen Anwaltsschreiben ins Haus flattern, in denen sie unter Strafandrohung zur Unterlassung öffentlicher Äußerungen über die Vorfälle aufgefordert werden.

 

Und wie reagieren Schulaufsicht und Bildungsministerium auf diese Situation?

 

Sie betrachten diese massive juristische Bedrängung der Schülerinnen als deren „Privatsache“. Ihnen geht es um den „belasteten Ruf“ der Schule, deren „Fortbestand gefährdet“ sei.

 

Verkehrte Welt, in der man die Betroffenen lieber ein zweites Mal zu Opfern werden lässt – anstatt durch konsequentes und transparentes Aufarbeiten ein Zeichen zu setzen …

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Fr

05

Mär

2021

Gesundheit in der Schule

Bild: pixabay
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Seit Jahren engagiere ich mich für die Etablierung von Schulgesundheitsfachkräften in Rheinland-Pfalz. Dabei geht es um mehr als Erste Hilfe oder Medikamentengabe. Wer in Gesundheit nicht bloß die Abwesenheit von Krankheit sieht, der sieht auch das Potenzial, das in einer solchen Kraft an einer Schule steckt. Durch ihr Fachwissen kann eine solche Kraft in idealer Weise viele gesundheitliche Aspekte im Mikrokosmos Schule vernetzen – zum Wohle aller, die viele Stunden täglich dort verbringen.

Mit meinem Engagement renne ich bei Bildungsverbänden wie zum Beispiel dem VBE (= Verband Bildung und Erziehung) offene Türen ein. Aber auch bei den politisch Verantwortlichen wächst die Erkenntnis der Notwendigkeit solcher Fachkräfte. Corona hat hier sicherlich zur Stärkung dieser Erkenntnis beigetragen...

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Fr

05

Mär

2021

Es gibt noch viel zu tun

Bild: pixabay
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Schülerinnen und Schüler – egal welchen Alters oder Geschlechts – sind im schulischen Bereich von den Lehrkräften stets als deren Schutzbefohlene anzusehen. Damit verbietet sich jedwede Form von sexistischem Verhalten ihnen gegenüber – in Worten wie auch in Taten.

 

Durch mein striktes Eintreten für dieses Prinzip hatte ich mir als Landtags-abgeordnete nicht nur Freunde gemacht. Von meiner eigenen Fraktion wurde ich sogar ausgeschlossen. Meiner Linie bin ich dennoch treu geblieben. Das Thema war und ist mir zu wichtig, um es der eigenen „Karriere“ willen unter den Teppich zu kehren.

So nutzte ich in den vergangenen Tagen die Gelegenheit zur Teilnahme an einem vom Friedrich-Verlag angebotenen Web-Seminar zu Fragen sexueller Gewalt im schulischen Bereich. Im Mittelpunkt standen dabei Präventionskonzepte an den Schulen.

 

Auch in Zukunft bin ich bereit, meine Erfahrungen aus dem schulischen und dem politischen Bereich zu diesem Thema zur Verfügung zu stellen. Denn es gibt noch viel zu tun...

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Sa

27

Feb

2021

Vom Fach

Bild: pixabay
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Als Bildungspolitikerin bringt mich manches regelrecht „auf die Palme“. Zum Beispiel die Statistiken über den Unterrichtsausfall in den Schulen. Und dabei geht es um mehr als die Frage, ob etwa eine Mathe-Stunde ausgefallen ist. Es geht bei einer abgehaltenen Mathe-Stunde auch darum, ob sie tatsächlich von einem für dieses Fach ausgebildeten Mathe-Lehrer unterrichtet wurde. Dann – und auch nur dann – war es eine „echte“ Mathe-Stunde.

 

Im Landtag habe ich mich mit dem Anlegen eines solch strengen Maßstabs bei der Bildungsministerin nicht immer beliebt gemacht.

Aber was es bedeutet, wenn zum Beispiel das Fach Sozialkunde von einer Lehrkraft unterrichtet wird, die nicht die Lehrbefähigung für dieses Fach hat, konnte ich vor Jahren vor einer Kreistagswahl erleben. Die betreffende Lehrerin wollte ihren Schüler*innen das Kommunalwahlsystem erklären und nahm als Anschauungsmaterial einen Wahlzettel zur Hand. Der stammte allerdings von einer Bundestagswahl – mit Erst- und Zweitstimme. Die gibt es aber bei Kommunalwahlen nicht. 

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Mi

24

Feb

2021

Corona-Abi?

Bild: pixabay
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Die Vergleichbarkeit der Schulabschlüsse in den einzelnen Bundesländern war schon immer Stoff für Diskussionen. Begriffe wie „A- und B-Länder“, „Bonus bzw. Malus bei der Abiturnote“ oder die skeptische Kommentierung des „Hessen-Abi´s“ sind mir gut in Erinnerung.

 

Auch meine Gymnasialzeit war durch die Einführung der Mainzer Studienstufe und die Kurzschuljahre von einer Besonderheit geprägt, die es so in anderen Bundesländern nicht gab.

Manche sehen in einem bundeseinheitlichen Zentralabitur die Ideallösung für die Vergleichbarkeit der Abiturnoten. Für die Abiturient*innen des Schuljahrgangs 2020/21 wäre das keine gute Lösung. Denn zu unterschiedlich war die Handhabung des Unterrichts im Lockdown in den einzelnen Bundesländern.

 

Und so ist es nur konsequent, wenn die Bundesländer nun – wenn auch in gegenseitiger Abstimmung – individuelle Wege zur Abfederung der durch den Lockdown bedingten unterschiedlichen Voraussetzungen in der Vorbereitung aufs Abitur beschreiten.

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Di

23

Feb

2021

Das Buch ist nicht tot

Bild: pixabay
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Was das Thema „Bücher lesen“ angeht, darf ich mich mit Fug und Recht auch heute noch als eifrige „Leseratte“ bezeichnen. Und so ziehe ich ein gutes Buch auch gerne einem guten Film im Fernsehen vor. Aber als Bildungspolitikerin darf ich meine persönlichen Vorlieben nicht so einfach zum Maßstab meines politischen Handelns machen.

 

Da führe ich bei meinem Engagement für das Medium „Buch“ doch schon lieber eine Statistik an – wie zum Beispiel die JIM-Studie 2020 (JIM = Jugend, Information, Medien). Und die sagt aus, dass immerhin 35 % der Jugendlichen angeben, täglich oder mehrfach pro Woche in einem Buch zu lesen – und damit sind keine Schulbücher gemeint. Von wegen „Die daddeln doch nur am Handy rum“!

 

Mädchen (42 %) sind übrigens eindeutig Buch-affiner als Jungs (28 %) …

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Mo

22

Feb

2021

Chaotischer Schul(neu)start

Bild: pixabay
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Heute wird in den Schulen ein Neustart gewagt – trotz noch immer beunruhigender Infektionszahlen mit dem Corona-Virus. Und am Start bietet sich ein Bild, das man selbst bei allem Verständnis für die schwierige Situation nur noch mit einem Wort beschreiben kann – CHAOS!

 

Statt einer einheitlichen Linie, die für alle nachvollziehbar ist – ein Sammelsurium von Einzelregelungen. Präsenzunterricht oder doch besser Homeschooling oder ein Mix aus beiden? In den Klassenräumen Stoßlüften oder doch besser Lüftungsanlagen? Impfung der Lehrkräfte wann und mit welchem Impfstoff?

 

Klarheit sieht anders aus!

 

Und als „Sahnehäubchen“ auf dem „Chaos-Kuchen“ dann noch das:

Für den Fernunterricht lieber eine Software, die zwar nicht richtig funktioniert, die aber das Wohlwollen der Datenschützer genießt.

 

Wieviel Praxisferne wollen die schulpolitischen Entscheidungsträger denn noch demonstrieren?

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Fr

12

Feb

2021

Ungeliebte MINT-Fächer?

Bild: pixabay
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Zugegeben – auch in meiner Schulzeit zählten die Fächer, die man heute als MINT-Fächer bezeichnet, nicht gerade zu meinen Lieblingsfächern. Meine alten Chemie-Hefte lieferten meinem Ehemann (promovierter Chemiker) auch gleich eine mögliche Erklärung – zumindest das Fach Chemie betreffend. Mit dem sturen Auswendiglernen der Strukturformeln diverser Zucker kann man junge Menschen wohl kaum für dieses Fach begeistern.

 

Und so ist es auch kein Wunder, dass das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz bei den Studienanfängern im Wintersemester 2020/21 feststellt, dass sich 50 % der männlichen „Erstis“ in den MINT-Fächern einschrieben – aber nur 28,6 % der weiblichen!

Nun kann man der rheinland-pfälzischen Bildungspolitik wahrlich nicht unterstellen, in Sachen MINT-Fächer untätig gewesen zu sein. Doch müssen vielleicht noch andere Wege beschritten werden, um die Attraktivität der MINT-Fächer für Schülerinnen zu steigern.

 

Wer diesen Beitrag liest und konkrete Vorschläge hat – bitte bei mir melden. Ich bin für jede Anregung dankbar!

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Do

28

Jan

2021

Plenarrede zum Thema „Prävention, Beratung und Intervention in Bezug auf sexualisierte Gewalt- Kinder und Jugendliche effektiv und nachhaltig schützen“

In der heutigen Plenarsitzung sprach ich zum Thema "Prävention, Beratung und Intervention in Bezug auf sexualisierte Gewalt - Kinder und Jugendliche effektiv schützen".

Ich spreche mich weiterhin für eine*n Missbrauchsbeauftragte*n für Rheinland-Pfalz aus. Vorfälle, wie z.B. am Koblenz-Kolleg, haben gezeigt, dass das Land eine solche Anlaufstelle braucht.

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Mo

25

Jan

2021

Austausch leidet

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Eine offene Gesellschaft war schon immer das Leitbild des Liberalismus. Eine solche Gesellschaft lebt davon, dass man miteinander redet – nicht übereinander. Eine solche Gesellschaft sieht sich auch nicht an Staatsgrenzen gebunden – sie sucht den Austausch über diese Grenzen hinweg. Der internationale Schüler- und Jugendaustausch ist ein wichtiges Element dieses Prozesses, dem sich auch Youth for Understanding (YfU) verpflichtet fühlt.

 

In dieser Legislaturperiode konnte ich an einem Treffen nationaler politischer Entscheidungsträger*innen, das von YfU veranstaltet worden war, teilnehmen – in Nizza! Das Folgetreffen konnte wegen Corona nur als Online-Länderkonferenz durchgeführt werden.

Die jetzt vorliegende Ergebnisdokumentation offenbarte noch einmal das tiefe Bedürfnis nach einer möglichst baldigen Wiederaufnahme der tollen Austauschprogramme, die für die Teilnehmer eine großartige Chance für ihre Persönlichkeitsentwicklung bieten – und sie damit zu aktiven und gestaltenden Mitgliedern der Gesellschaft werden lässt.

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Sa

23

Jan

2021

Mehr Schul“krankenschwestern“ …

wünscht sich meine frühere „Chefin“ Helga Lerch. In ihrer Zeit als Schulleiterin eines Gymnasiums betreute ich das dortige Krankenzimmer. Es sind eben nicht nur Grundschüler*innen, die gesundheitliche Probleme haben können – auch an weiter-führenden Schulen braucht es einen fachkundigen Ansprechpartner in medizinischen Fragen. Nun gut – ich war da eher für die Psyche der Schüler*innen zuständig. Aber meine Tätigkeit war so erfolgreich, dass ich schließlich zum Schul-Maskottchen avancierte.

 

Jetzt bin ich im wohlverdienten Ruhestand und kann dem Bildungsministerium unseres Landes nur ans Herz legen, das Projekt „Schulgesundheitsfachkraft“ auch auf weiterführende Schulen auszuweiten. Es geht dabei nicht um die Versorgung medizinischer Notfälle – sondern um präventive Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit der Schüler- und vielleicht auch der Lehrerschaft. Und für chronisch Kranke wäre eine ausgebildete Fachkraft ebenfalls ein Segen. Denn einen solchen Service können und dürfen Lehrkräfte nicht leisten.

Schon wenige „Sprechstunden“ pro Woche könnten viel bewirken! 

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Fr

22

Jan

2021

Pressemitteilung

Schulkrankenschwestern vorerst nur im Grundschulbereich

Der Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften in Rheinland-Pfalz soll ausgeweitet werden. Wie das Bildungsministerium auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Helga Lerch (Wahlkreis Ingelheim) jetzt mitgeteilt hat, können an dem Modellprojekt 15 weitere Grundschulen teilnehmen. Auch im Landkreis Mainz-Bingen könnten schon bald Schulkrankenschwestern zum Einsatz kommen - sofern die Voraussetzungen vorliegen.

 

Die frühere Schulleiterin Helga Lerch plädiert schon lange dafür, die Schulen möglichst flächendeckend mit Schulkrankenschwestern zu versorgen, um das Personal bei medizinischen Notfällen zu entlasten. Das Bildungsministerium hat die Notwendigkeit durchaus erkannt, will das Modellprojekt aber zunächst nur im Grundschulbereich fortführen.

 

Gestartet wurde das Modell im September 2018 an zwei Mainzer Grundschulen als Teil eines Forschungsprojekts der Universitätsmedizin Mainz. Die Studie befasste sich mit der Etablierung von Schulgesundheitsfachkräften zur Akut- und Unfallversorgung sowie zur spezifischen Versorgung und Förderung chronisch kranker Kinder. Hintergrund war eine Zunahme chronischer Erkrankungen im Kindesalter.

 

Die Studie förderte zutage, dass sich rund 80 Prozent der Lehrkräfte im Umgang mit chronisch kranken Kindern nicht ausreichend vorbereitet sahen. Durch den Einsatz von medizinischem Fachpersonal an der Schule fühlten sich Lehrkräfte, aber auch Eltern betroffener Kinder spürbar entlastet. Angesichts dessen hat sich das Land entschlossen, das Modellprojekt in Kooperation mit der Universitätsmedizin auszuweiten und weiter zu entwickeln. Schulgesundheitsfachkräfte trügen dazu bei, die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern zu erhalten, drohende Gesundheitsrisiken zu erkennen und Probleme in Kooperation mit anderen Akteuren zu bewältigen, so die Begründung des Bildungsministeriums.

 

Eine gute Nachricht für die teilnehmenden Schulen ist, dass die Personalkosten vom Land übernommen werden. Die jeweiligen Schulträger müssen allerdings geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stellen und an einer projektbegleitenden Evaluation teilnehmen. Bewerben können sich die Schulen für das Modellprojekt nicht. „Infrage kommende Schulen werden vom Ministerium für Bildung direkt angesprochen“, beantwortet das Bildungsministerium Lerchs entsprechende Anfrage. Zu den Auswahlkriterien zähle unter anderem der schulische Bedarf - zum Beispiel der Anteil chronisch kranker Schülerinnen und Schüler.

 

Landtagsabgeordnete Helga Lerch begrüßt die Ausweitung des Modellprojekts ausdrücklich, wünscht sich aber, dass Schulkrankenschwestern perspektivisch auch an weiterführenden Schulen zum Einsatz kommen, wo der Bedarf an medizinisch-pflegerischer Versorgung ebenfalls gegeben ist.

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Do

21

Jan

2021

Reine Mädchenschule noch zeitgemäß?

Bild: pixabay
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In den naturwissenschaftlich-technischen Berufen arbeiten deutlich weniger Frauen als Männer. Mit ein Grund dafür mag sein, dass sich schon in der Schule Mädchen weniger zu den MINT-Fächern hingezogen fühlten als Jungs. Auch in meiner Schulzeit gehörte das, was man heute unter dem Begriff MINT-Fächer zusammenfasst, nicht gerade zu meinen Lieblingsfächern. Allerdings blieben mir als Schülerin der Binger Hildegardisschule – einer reinen Mädchenschule – demotivierende Vergleiche mit mehr MINT-affinen Jungs erspart.

Heute ist die Zukunft meiner ehemaligen Schule ein Thema im politischen Raum, da das Bistum Mainz sich aus seiner Trägerschaft der Schule zurückziehen will. Vieles deutet jetzt auf eine Fortführung als staatliche Schule hin. In diesem Fall müsste die Schule aber auch für Jungs geöffnet werden, „sodass auch kein monoedukatives Profil möglich wäre“ – wird Bildungsministerin Dr. Hubig in der Presse zitiert.

 

Was die Zukunft der Hildegardisschule angeht, so liegt der Ball momentan beim Bistum – und nicht bei der Politik. Eine Lösung, die das Alleinstellungsmerkmal der Schule als reine Mädchenschule beibehält, halte ich dennoch für erstrebenswert – nicht zuletzt im Sinne einer besseren Heranführung von Mädchen an die MINT-Fächer.

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Do

21

Jan

2021

Endlich...

Bild: pixabay
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… scheint sich auch in den Reihen der Schulaufsichtsbehörden die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass Milde vielleicht doch das falsche Signal gegenüber den Pädagogen ist, die sich gegenüber Schüler*innen eklatantes Fehlverhalten leisteten.

 

In den letzten Monaten beschäftigten konkret die Vorgänge am „Koblenz-Kolleg“ sogar mehrfach den rheinland-pfälzischen Landtag. Die Anschuldigungen vor allem früherer Kollegiatinnen (Sexismus, Diskriminierung, Demütigungen, Drohungen) richteten sich dabei immerhin gegen den Schulleiter selbst. Die Schulaufsicht leitete ein Disziplinarverfahren ein und verhängte ein sofortiges „Dienstgeschäftsführungs-verbot“ gegen ihn. Sein juristisches Vorgehen dagegen hatte keinen Erfolg.

Die Causa „Koblenz-Kolleg“ ist ein Beispiel dafür, wie man die lange praktizierte „Mauer des Schweigens“ zum Einsturz bringen kann. Es begann mit mutigen jungen Frauen, die das an die Öffentlichkeit brachten, was ihnen in ihrer Zeit am Kolleg widerfahren war. Es ging weiter mit Menschen, die ihren Schilderungen Glauben schenkten. Dazu gehörte ich als Landtagsabgeordnete ebenso wie einige Journalisten, die akribisch in dieser „schmutzigen“ Sache recherchierten.

 

Und so gelang es, einen Druck aufzubauen, dem die „Mauer des Schweigens“ nicht mehr standhalten konnte.

 

Mit unserer Hartnäckigkeit konnten wir ein Signal senden an all die Lehrkräfte, die Tag für Tag in einem schwierigen Umfeld einfach nur ihr Bestes bei der Erfüllung ihres pädagogischen Auftrags geben. Und sie sind die Mehrheit – nicht die schwarzen Schafe, die für Schlagzeilen sorgen …

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Sa

16

Jan

2021

Herausforderung Integration

Bild: pixabay
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Unsere Gesellschaft basiert auf einem Konsens über ein Mindestmaß an gemeinsamen Wertvorstellungen. Diese sollen Kindern und Jugendlichen möglichst frühzeitig vermittelt werden, um sie in diese Gesellschaft zu integrieren. Elternhaus, Kita und Schule sollten diese Aufgabe – möglichst gemeinsam – wahrnehmen. In einer zunehmend bunten Gesellschaft, in der viele junge Menschen einen Migrationshintergrund haben, gestaltet sich die Erfüllung dieser Aufgabe nicht ganz so einfach.

Die jüngste Statistik der Einschulungen weist für Rheinland-Pfalz mit rund 36.900 die höchste Zahl seit zwölf Jahren auf. Im Vergleich zu den Vorjahren ist dabei der Anteil der Schüler*innen mit einem Migrationshintergrund stetig gewachsen – auf nunmehr 29 Prozent!

 

Für die Bildungspolitik bedeutet dies vermehrte Anstrengungen, um zu verhindern, dass diese jungen Menschen in eine Parallelgesellschaft abdriften, die durch andere Wertvorstellungen gekennzeichnet ist. Dabei steht die Vermittlung von Sprachkompetenz – Deutsch in Wort und Schrift – an erster Stelle.

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Mi

30

Dez

2020

Unterricht 2021?

Bild: pixabay
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Auch wenn mittlerweile dank (hoffentlich!) effizienter Impfstoffe der Kampf gegen das Corona-Virus nicht mehr so aussichtslos erscheint wie noch vor Monaten – ein Zurück zu gewohnter Normalität ist nur schrittweise möglich. Das gilt auch für den Schulbetrieb.

 

Auch 2021 werden AHA-Regeln und Home-Schooling noch nicht der Vergangenheit angehören. Und nach wie vor wird ein notwendiger Fernunterricht nicht nur mit digitalen Endgeräten möglich sein.

 

Umso mehr begrüße ich es daher, dass in Rheinland-Pfalz das Pädagogische Landesinstitut Lehr- und Lerninhalte auch in analoger Form für den Fernunterricht zur Verfügung stellt. So haben auch Haushalte, die nicht über digitale Hardware verfügen, eine reelle Chance darauf, dass ihre Kinder bei der Teilhabe an Bildung nicht abgehängt werden.

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Mi

30

Dez

2020

Pressemitteilung

Schulkrankenschwestern als Pilotprojekt?

Schon lange fordert Landtagsabgeordnete Helga Lerch (Wahlkreis Ingelheim), die zugleich Vorsitzende der FDP-Fraktion im Kreistag Mainz-Bingen ist, Schulgesundheitsfachkräfte an den Schulen in Trägerschaft des Kreises. Nachdem das Land nun erstmals Mittel hierfür bereitstellen will, richtet Lerch eine Kleine Anfrage an die Landesregierung zur Klärung der Rahmenbedingungen.

 

Offene Wunden, Schwindel, Übelkeit oder chronische Krankheiten wie Diabetes, Asthma und Epilepsie: Wenn schulisches Personal mit Krankheitsfällen konfrontiert wird, ist guter Rat teuer. Sekretariate und Lehrkräfte müssen ad hoc entscheiden, was zu tun ist. Genügt Ruhezeit im Sanitätsraum, muss das Kind medizinisch versorgt werden, wird es nach Hause geschickt, oder muss gar der Notarzt kommen? All das sind Fragen, die aus Sicht der Landtagsabgeordneten Helga Lerch (Wahlkreis Ingelheim) am besten von einer Schulgesundheitsfachkraft zu beantworten wären. Als ehemalige Schulleiterin weiß Lerch sehr genau, wie man unter Druck gerät, wenn sich ein Schüler oder eine Schülerin schwer verletzt oder plötzlich über starke Schmerzen klagt.

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So

27

Dez

2020

Wunschdenken?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Irgendwie hatte die letzte Sitzung des Bildungsausschusses des rheinland-pfälzischen Landtags bei mir ungeahnte Nachwirkungen. Da erschien mir doch tatsächlich im Traum eine gute Fee und fragte mich, ob sie mir einen Wunsch erfüllen könne. Ich musste etwas länger überlegen – denn Wünsche habe ich als Bildungspolitikerin viele. Da war es nicht ganz einfach, aus dieser großen Menge den einen herauszugreifen, der noch dazu ohne großen finanziellen Aufwand zu realisieren wäre.

 

Doch ich glaube, meine Überlegung führten zu einem Wunsch, den viele mit mir in der von Corona arg gebeutelten Bildungslandschaft teilen – den Wunsch nach besserer Planbarkeit. Denn das ständige „Fahren auf Sicht“ ist für alle Adressaten der Vorgaben der Kultusbürokratie zermürbend und demotivierend.

 

Ist dieser Wunsch denn wirklich so schwer zu erfüllen ?

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Mi

16

Dez

2020

Nichts dazu gelernt?

Bild: pixabay
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So oder ähnlich stellt sich der Alltag in einer Kita dar. Das Personal ist in engem Kontakt mit den Kindern. Diese körperliche Nähe ist unvermeidbar. Aber er ist unvereinbar mit den Abstandsregeln, die die Gefahr einer Infektion mit dem Corona-Virus vermindern sollen.

 

Wenn in Rheinland-Pfalz – anders als in anderen Bundesländern – auch nach dem 16. Dezember Eltern ihre Kinder in die Kita schicken dürfen, dann ist das zwar schön für die Eltern. Doch hat Ministerin Dr. Hubig auch das Risiko bedacht, dem sie durch diese Vorgehensweise das Kita-Personal aussetzt?

Auch Kinder und Jugendliche können mit dem Corona-Virus infiziert sein. Das sollten Politiker*innen mittlerweile gelernt haben. Damit können Kita-Kinder ebenso wie Schüler*innen erwachsene Kontaktpersonen mit dem Virus anstecken. Und nicht erst die aktuellen Infektionszahlen zeigen, dass eine Politik der bloßen Appelle an die Vernunft keine nachhaltigen Erfolge gebracht hat.

 

Es müssen klare unmissverständliche Vorgaben gemacht werden – auch wenn diese unpopulär sein mögen. Die Furcht vor möglichen negativen Auswirkungen solcher Entscheidungen auf die Chancen der Entscheider bei der nächsten Wahl darf nicht den Blick für die Realität und ihre Erfordernisse verstellen!

 

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Mo

14

Dez

2020

Pressemitteilung

Auf der Suche nach einem neuen Schulträger

Anfang Oktober hatte das Bistum Mainz angekündigt, die Trägerschaft für die Binger Hildegardisschule abzugeben. Was das für die Schule bedeutet, darüber informierte sich Landtagsabgeordnete und Kreistagsmitglied Helga Lerch bei einem Besuch in Bingen. Christian Ahrens, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums, und Hans-Peter Lorscheider, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, gaben einen Überblick über die aktuelle Lage.

 

„Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich gelesen habe, dass das Bistum die Trägerschaft abgibt.“ Nicht nur der Landtagsabgeordneten Helga Lerch ging das so, auch die Hildegardisschule selbst wurde von der Entscheidung kalt erwischt. Im Gespräch mit der Abgeordneten berichteten Christian Ahrens, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums, und Hans-Peter Lorscheider (Öffentlichkeitsarbeit), vor welchen Herausforderungen das Mädchengymnasium jetzt steht.

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Do

10

Dez

2020

Offene Schulen?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Politiker*innen müssen Entscheidungen treffen – auch in Fragen, in denen ihnen die dafür notwendige fachliche Grundlage fehlt. Da dies nun einmal so ist, ziehen sie für ihre Entscheidungshilfe fachkundige Berater*innen zu Hilfe. Das ist auch jetzt in der Corona-Pandemie nicht anders. Hier ist der Rat von Virolog*innen gefragt – auch wenn es um die heiß diskutierte Frage geht, wie der Schulbetrieb durchgeführt werden soll, um die Infektionszahlen mit dem Corona-Virus so niedrig wie möglich zu halten.

 

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin und amtierende Präsidentin der Kultus-ministerkonferenz Dr. Stefanie Hubig hält fast schon gebetsmühlenartig an der Notwendigkeit des Präsenzunterrichts fest und wird nicht müde zu betonen, Schulen seien „keine Treiber der Pandemie“. Und als Zeugen für ihre Behauptung benennt sie Epidemiologen.

Nun ist es in der Wissenschaft üblich, dass es zu vielen Fragen mehr als eine Meinung gibt. Davon lebt letztendlich der wissenschaftliche Diskurs. Es ist aber „Rosinen-Pickerei“, wenn die Ministerin sich aus den divergierenden Meinungen der Fachleute genau die heraussucht, die ihr ins Bild passen.

 

Geradezu unglaublich ist aber das, worüber heute die „Rhein-Zeitung“ berichtet. Gleich mehrere Experten, die von Ministerin Dr. Hubig – auch im Bildungsausschuss des Landtags – als Kronzeugen für ihre These von der Unbedenklichkeit des Präsenzunterrichts benannt wurden, erheben nun massive Vorwürfe gegen die Ministerin und das von ihr geführte Haus. Verzerrte Wiedergabe von Expertenäußerungen ist da noch eine der milderen Formulierungen. Der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz nennt die Erklärung aus dem Hubig-Ministerium gar „reine Propaganda statt ernsthafte inhaltliche Auseinandersetzung mit dieser Problematik“ und wehrt sich gegen „diese Art der Vereinnahmung und Verfälschung“.

 

Irgendwie scheint die Ministerin offenkundige Probleme nach dem Motto zu behandeln, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. So kann man aber die Bürger*innen nicht „mitnehmen“ bei den schwierigen Entscheidungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie!

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Mo

07

Dez

2020

Ungewisse Zukunft

vlnr: Hans-Peter Lorscheider, MdL Helga Lerch, Christian Ahrens
vlnr: Hans-Peter Lorscheider, MdL Helga Lerch, Christian Ahrens

In diesen Tagen schauen überall im Land Schulleitungen und Lehrerschaft mit bangen Blicken in die Zukunft. Wie wird es mit dem Schulbetrieb weitergehen? Bleiben die Schulen offen oder gibt es eine Rückkehr zum „Home Schooling“? In der Binger Hildegardisschule kommt dazu noch eine ganz andere Frage: Wie wird es mit unserer Schule weitergehen, nachdem das Bistum sich aus seiner Trägerschaft „verabschiedet“ hat?

 

Bei meinem heutigen Treffen mit den beiden Schulleitungsmitgliedern Christian Ahrens und Hans-Peter Lorscheider war die Anspannung bei den Betroffenen deutlich spürbar. Wer wird die Trägerschaft der Schule übernehmen? Wird der neue Träger das Konzept eines reinen Mädchen-Schule übernehmen? Was wird mit den Lehrkräften, die bisher im kirchlichen Dienst waren?

Fragen über Fragen. Fragen aber, über die andernorts entschieden wird – bisher ohne Einbeziehung der Betroffenen. Und da kommen bei diesen keine vorweihnachtlichen Gefühle auf.

 

Gewissheit über die Zukunft der Schule konnte auch ich heute nicht geben. Aber ich konnte zumindest klarmachen, wofür ich mich einsetze – nämlich die Übernahme der Trägerschaft durch den Landkreis Mainz-Bingen und den Fortbestand der Schule als Mädchen-Schule.

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Do

03

Dez

2020

ADD handelt endlich

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Das, was in 47 schriftlichen Erklärungen aktueller und ehemaliger Kollegiat*innen des Staatlichen Koblenz-Kollegs ans Tageslicht kam, ist alles andere als ein harmloser Fauxpas eines Lehrers. Sollten die Anschuldigungen gegen eine Lehrkraft des Kollegs zutreffen, so hat der Betreffende seit 2012 immer wieder – vor allem Schülerinnen – durch sexistische Äußerungen gedemütigt und beleidigt.

 

Natürlich gilt auch für den fraglichen Lehrer zuerst einmal die Unschuldsvermutung. Aber in persönlichen Gesprächen mit Betroffenen gewann ich den Eindruck, dass die erhobenen Vorwürfe alles andere als „aus der Luft gegriffen“ sind. Die zuständige Schulaufsicht hätte längst in angemessener Form reagieren und den Vorwürfen nachgehen müssen.

Jetzt endlich scheint die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion zu handeln. Für die Dauer der laufenden Untersuchungen wurde der beschuldigte Lehrer vom Koblenz-Kolleg abgezogen. Die Schäden, die er durch sein Fehlverhalten bei seinen Schutzbefohlenen vermutlich angerichtet hat, sind wohl nicht so einfach aus der Welt zu schaffen.

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Do

03

Dez

2020

Vorbild Mainz-Bingen

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Jetzt – im „Lockdown light“ – kocht die Debatte um den Schulbetrieb so richtig hoch. Während die einen gebetsmühlenartig von der Unverzichtbarkeit des Präsenzunterrichts reden, fordern die andern vehement den Wechselunterricht. Dabei würden die Klassen halbiert. Eine Hälfte wird in dabei in den nur noch halbvollen Klassenräumen unterrichtet – die andere Hälfte ist dem Unterricht von daheim per iPad zugeschaltet. Die Vorteile hinsichtlich der Minderung des Infektionsrisikos mit dem Corona-Virus liegen auf der Hand.

 

Die Umsetzung eines solchen Vorgehens steht und fällt aber mit der Ausstattung von Schülerschaft und Lehrkräften mit der notwendigen Hardware. Im Landkreis Mainz-Bingen hatten sowohl die Verwaltung wie auch die politischen Gremien geahnt, dass es mit dieser Umsetzung auf dem von Bund und Land geplanten Weg nicht schnell genug gehen würde. Man ergriff selbst die Initiative und handelte.

Ergebnis?

 

An den weiterführenden Schulen im Landkreis verfügen alle Schüler*innen und Lehrer*innen über die notwendigen digitalen Endgeräte. Und mehr noch: der Landkreis kümmert sich auch um die Weiterbildung der Lehrkräfte für den sinnvollen Einsatz dieser Ausstattung.

 

Merke: nicht lange reden – sondern handeln!

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So

29

Nov

2020

Pressemitteilung

Quo vadis Hildegardisschule?

Wie geht es mit der Binger Hildegardisschule weiter? Diese Frage steht im Raum, seitdem Anfang Oktober bekannt geworden ist, dass sich das Katholische Bistum Mainz aus finanziellen Gründen aus der Trägerschaft zurückzuziehen wird. Die Entscheidung, gerade bei der Bildung den Rotstift anzusetzen, hat Betroffenheit und Irritationen ausgelöst. Auch bei der Landtagsabgeordneten Helga Lerch, die zugleich Fraktionsvorsitzende der FDP im Kreistag Mainz-Bingen ist. „Ich bedauere die plötzliche - für alle überraschende - Entscheidung des Bistums“, erklärt die Bildungspolitikerin aus dem Wahlkreis Ingelheim. Aus Lerchs Sicht muss nun schnell eine Lösung gefunden werden.

 

Künftig Kreisschule?

Als mögliche Option gehandelt wird unter anderem die Übernahme der Trägerschaft durch den Landkreis Mainz-Bingen. Grund für FDP-Fraktionsvorsitzende Lerch, eine Anfrage an Landrätin Dorothea Schäfer zu richten. Darin erkundigt sich Lerch, ob es bereits Gespräche mit dem Bistum und der Schule gegeben hat. Außerdem will sie vom Landkreis wissen, wie eine mögliche Trägerschaft für die Hildegardisschule von der Kreisverwaltung beurteilt wird. Gefragt wird schließlich auch nach den Kosten, die auf den Landkreis zukommen könnten. Gemeint sind damit nicht nur die laufenden Kosten, sondern auch die Investitionen, die erforderlich wären, um den Sanierungsstau an den diversen Gebäuden der Hildegardisschule zu schultern. Im Haushalt des Kreises für 2021 sind jedenfalls keine Mittel hierfür vorgesehen, weshalb die FDP-Fraktion wissen will, warum das Thema „ausgeklammert“ worden ist. 

 

Auch Bistum in der Verantwortung!

Eine Beantwortung der Fragen zur Binger Hildegardisschule soll im Rahmen der Haushaltssitzung des Landkreises Mainz-Bingen im Dezember erfolgen. „Nur im Dialog kann der nunmehr eingeleitete Prozess einer Lösung zugeführt werden - im Interesse der gesamten Schulgemeinschaft“, ist Bildungspolitikerin Helga Lerch überzeugt. „Dabei kann sich auch das Bistum von Verantwortung nicht freisprechen.“

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Do

26

Nov

2020

Schulgesundheits-Fachkräfte

In meiner Zeit als Schulleiterin war das Krankenzimmer ein wichtiger Aufenthaltsort, in dem so manches „medizinische Wunder“ bewirkt wurde – gerade bei den Schüler*innen der unteren Jahrgangsstufen. Übelkeit, Bauch- oder Kopfschmerzen waren häufige Beschwerden. Oft waren bevorstehende Klassen-arbeiten oder früher Liebeskummer die Ursache für solche Beschwerden. Und der große Plüschbär im Krankenzimmer ersetzte die Gesundheits-Fachkraft. Er avancierte sogar zum Schul-Maskottchen „Zuck“. Kleinere Verletzungen als Folge von Pausenhofraufereien verarztete die Schulsekretärin.

Doch für Fälle von schwereren Verletzungen oder dem plötzlichen Hyperventilieren ist mehr als das Knowhow eines Erste-Hilfe-Kurses gefragt. Und das Verabreichen von Medikamenten – egal ob oral oder intravenös – bei chronisch kranken Schüler*innen darf von Laien nicht vorgenommen werden.

 

Für solche Fälle ist eine Schulgesundheits-Fachkraft der einzig richtige Adressat. Denn das Recht auf „beste Bildung“ beinhaltet mehr als pädagogische und didaktische Aspekte.

 

Die FDP-Kreistagsfraktion Mainz-Bingen kämpft daher seit Jahren für die Etablierung von Schulgesundheits-Fachkräften an Schulen – in einem ersten Schritt an denen in Trägerschaft des Landkreises. So ist ihr Antrag nur konsequent – findet auch mein Bär „Bobby“.

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Mi

25

Nov

2020

Quo vadis Hildgardisschule

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Die Nachricht, dass das Bistum Mainz sich aus der Trägerschaft der Binger Hildegardisschule verabschieden will, berührte mich ganz persönlich. Schließlich hatte ich dort mein Abitur gemacht. Und die dort vermittelten Werte prägen mich bis heute.

 

Doch auch in der katholischen Kirche sind die Geldmittel knapper geworden – man muss den Rotstift ansetzen (oder in diesem Fall den Schwarzstift?). Wie soll es nun mit dieser Schule weitergehen?

 

Die Namensgeberin der Schule – Hildegard von Bingen – hatte schon zu ihrer Zeit im 12. Jahrhundert mit Finanzproblemen ihres Konvents zu kämpfen gehabt. Mit Tatkraft und Gottvertrauen konnte sie diese jedoch meistern. Ob diese Tugenden allerdings heute für eine gute Zukunft der Hildegardisschule reichen, ist mehr als fraglich.

Eine gute Lösung wäre die Übernahme der Trägerschaft dieser Schule durch den Landkreis Mainz-Bingen. Die FDP-Kreistagsfraktion erkundigt sich jetzt nach dem Stand entsprechender Gespräche – in der Hoffnung, dass der Weg der Schule in eine gesicherte Zukunft führt...

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Fr

20

Nov

2020

Verlierer Förderschule?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Mit der Begründung, dass Kinder schließlich ein Recht auf Bildung hätten, soll auch in Zeiten von Corona der Schulbetrieb nicht heruntergefahren werden. Wie aber soll das gelingen – speziell in Förderschulen?

 

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) stellte jetzt die Ergebnisse einer Umfrage vor, die belegen, wie Anspruch und Wirklichkeit bei der Inklusion auseinander klaffen. Es sei hinlänglich bekannt, dass Schüler*innen mit Behinderung und einem besonderen Förderbedarf spezielle schulische Rahmenbedingungen bräuchten.

 

Doch immer noch hapere es an der Barrierefreiheit von Schulgebäuden. Die Doppelbesetzung (Lehrkraft plus Sonderpädagoge) sei immer noch nicht umgesetzt. Ganz zu schweigen von den nach wie vor zu großen Lerngruppen, Und dann noch das Dauerthema – der Mangel an ausgebildeten Lehrkräften für den Förderschulbereich.

Eigentlich brachte die Umfrage nichts Neues – aber sie machte noch einmal deutlich, dass in diesem Bereich akuter Handlungsbedarf besteht, vor dem die Bildungspolitik nicht die Augen verschließen darf.

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Mo

16

Nov

2020

Was wird aus dem Jugendaustausch?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Youth for Understanding (YfU) – der Name ist Programm. Und das Programm hat den internationalen Jugendaustausch zum Inhalt. Denn durch das Zusammen-treffen von Jugendlichen aus verschiedenen Ländern können auf beiden Seiten vorhandene Klischees und Vorurteile abgebaut und Verständnis für die alltäglichen Sorgen und Nöte des anderen geweckt werden. Doch mittlerweile drücken Sorgen und Nöte YfU selbst. Und der Grund dafür hat ebenfalls einen Namen – Corona!

Als ich als Landtagsabgeordnete mit dem Schwerpunkt „Bildungspolitik“ erstmals in Kontakt mit YfU kam, berichteten Teilnehmer des Austauschprogramms „Erasmus“ voller Begeisterung, wie ein Auslandsaufenthalt ihr Leben und ihre weitere Persönlichkeitsentwicklung bereichert habe.

 

Und heute?

 

Wegen Corona fand das heutige Treffen nur als Videokonferenz statt – und das Virus hat den internationalen Jugendaustausch lahmgelegt. Eine Teilnehmerin der heutigen Video-„Schalte“ brachte es auf den Punkt: Die Generation „Erasmus“ droht von einer Generation „Corona“ abgelöst zu werden …“.Noch so ein Kollateralschaden der Pandemie, um dessen Behebung sich die Politik kümmern muss!

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Fr

06

Nov

2020

Für eine friedliche und tolerante Gesellschaft...

engagiert sich die Bildungs- und Begegnungsstätte Givat Haviva in Israel. Mit ihr gibt es seit vielen Jahren eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem rheinland-pfälzischen Bildungsministerium. Im Rahmen eines Austauschprogramms sollen Schüler*innen bei Begegnungen vor allem lernen, die in den jeweiligen Ländern immer noch vorherrschenden stereotypen Sichtweisen der jeweils anderen Gesellschaft abzubauen.

 

Auf meine Kleine Anfrage (Drucksache 17/13362) musste mir das Ministerium heute leider mitteilen, dass die eigentlich für dieses Jahr geplanten Jugendbegegnungen wegen der Corona-Pandemie ins nächste Jahr verschoben wurden. Wieder einmal musste also die Strichliste der Kollateralschäden der Pandemie um einen neuen Strich erweitert werden.

 

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Do

05

Nov

2020

Mehr Schüler – was nun?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Die Zahlen des Statistischen Landesamts in Bad Ems sind für uns als Politiker eine wichtige Grundlage für unsere Arbeit. Es sind zwar nur Zahlen – aber manchmal steckt hinter diesen Zahlen Brisanz. So auch hinter der Meldung, dass zum Schuljahr 2020/21 rund 36.900 Kinder eingeschult wurden – immerhin die höchste Zahl seit 2008. Und die Bevölkerungsentwicklung in Rheinland-Pfalz lässt keine Trendwende erkennen.

 

Für die Bildungspolitik bedeuten diese Zahlen eine echte Herausforderung. Denn für diese Schüler*innen brauchen wir Lehrkräfte. Die Zeiten, in denen über eine „Lehrerschwemme“ gewitzelt wurde, sind aber längst vorbei.

Und noch eine Zahl gibt zu denken: rund 29% dieser „ABC-Schützen“ haben einen Migrationshintergrund. Ihre „Beschulung“ erfordert bei den Lehrkräften eine über das „Normale“ hinausgehende Qualifikation.

 

Knifflige Hausaufgaben also für Bildungspolitiker*innen jedweder Couleur...

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Mo

02

Nov

2020

Schulbesuche IX

Eigentlich hatte ich schon nicht mehr zu hoffen gewagt, dass der heutige Abschlusstermin meiner „Sommer-Reise“ durch die regionale Schullandschaft überhaupt zustande kommen würde – befinden wir uns doch in der zweiten Welle der Corona-Pandemie. Umso gespannter war ich auf das, was mich im Theresianum Mainz erwarten würde.

 

Schuleiter Stefan Caspari und sein Stellvertreter Stephan Kurz-Gieseler mussten meinen Blick erst gar nicht auf die ungewöhnliche Innenarchitektur ihres Schulgebäudes lenken. Sie ist wohl für jeden ein echter „Hingucker“. Dahinter steckt die bauliche Umsetzung eines in dieser Art ungewöhnlichen pädagogischen Konzeptes. Es ist zentriert um eine Aula, von der – ähnlich wie bei einem Marktplatz – der Zugang zu den wichtigen Schulbereichen möglich ist. Für die Schüler*innen sind dies ihre „Lern-Ebenen“ (jede Jahrgangsstufe hat eine eigene). Dort stehen ihnen neben den normalen Unterrichtsräumen auch Räume für Teamarbeiten sowie Stillarbeitsräume zur Verfügung.

Mein Eindruck – und als ehemalige Schulleiterin weiß ich, wovon ich spreche – ist, dass die hier investierten Mittel in ein wirklich zukunftsfähiges Schulumfeld geflossen sind. Und als ehemalige Lehrerin füge ich noch hinzu: Abkupfern (von dieser Planung) ausdrücklich erwünscht!

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Fr

16

Okt

2020

Grenzen des Föderalismus

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Schon als Schülerin empfand ich den Föderalismus mit seinen Auswirkungen auf das Schulwesen als befremdlich. Da war die Rede von „A- und B-Ländern“. Und das Wort „Hessen-Abitur“ war gleichbedeutend mit einer Geringschätzung eines dort erworbenen Abschlusses. Der Versuch, durch ein „Bonus- bzw. Malus-System“ für eine bessere Vergleichbarkeit des Abiturs in den einzelnen Bundesländern zu sorgen, war faktisch das Eingeständnis eines vorhandenen Unterschieds im Bildungsniveaus in den einzelnen Bundesländern.

Grundlegende Verbesserungen konnte ich auch in später in meiner Arbeit als Bildungspolitikerin nicht feststellen. Und auch der unterschiedliche Umgang mit den Regeln zur Eindämmung des Corona-Virus in den Schulen offenbarte einmal mehr die Auswirkungen der föderalen Struktur unseres Staates.

 

Als jetzt die KMK sich zu ersten Schritten zu einer Vereinheitlichung des Bildungssystems durchringen konnte, entfuhr mir spontan ein „Na endlich“. Um nicht missverstanden zu werden – ich bin kein Verfechter eines Zentralabiturs. Und Wettbewerb tut dem Bildungssystem sicher insgesamt gut. Doch dürfen Schülerinnen und Schülern keine Nachteile dadurch entstehen, dass sie in einem bestimmten Bundesland die Schule besuchen …

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Di

06

Okt

2020

Pressemitteilung

An der Grundschule Am Frankenwall in Asbach hat digitaler Unterricht einen hohen Stellenwert

Im Rahmen ihrer „BildungsSommerReise“ besuchte Landtagsabgeordnete Helga Lerch (Wahlkreis Ingelheim) die Grundschule Am Frankenwall in Asbach. Auf Einladung von Alexander Buda (FDP-Fraktionsvorsitzender im Verbandsgemeinderat Asbach) informierte sich die Bildungspolitikerin über den digitalen Unterricht an der Pilotschule für Medienkompetenz.

 

Auf den ersten Blick wirkt die Grundschule Am Frankenwall in Asbach wie jede andere Grundschule. Doch ein Blick in den Klassenraum von Frederic Heumann zeigt, dass man hier in Sachen Digitalisierung bereits einen Schritt weiter ist. Die Grundschule gilt als Vorreiterschule für Medienkompetenz und digitales Lernen. 

 

Wie sich das in der Praxis vollzieht, ließ sich Landtagsabgeordnete Helga Lerch bei einem Ortstermin erläutern. Grundschullehrer und Medienkoordinator Frederic Heumann gewährte der Besucherin einen Blick ins digitale Klassenzimmer. Beeindruckt zeigte sich Helga Lerch von den Rahmenbedingungen, die digitales Lernen im Grundschulbereich möglich machen. Motivierte und engagierte Lehrkräfte, innovatives Arbeitsmaterial und kompetente Betreuung durch die Verwaltung sind wichtige Mosaiksteine.

 

Helga Lerch, die selbst acht Jahre lang Schulleiterin im Landkreis-Mainz war, und die für die FDP im Mainz-Binger Kreistag sitzt, kam auf Einladung von Alexander Buda (FDP-Fraktionsvorsitzender im VG-Rat Asbach) an die Schule. An dem Gedankenaustausch nahmen auch Markus Harf, Erster Beigeordneter der VG, sowie Florian Gombert und Herbert Limbach, Fachleute aus der Verwaltung, teil.

 

Grundschullehrer Frederic Heumann geht in seinem Unterricht erfolgreich neue Wege. Er arbeitet mit dem interaktiven Schulbuch, nutzt Visualisierungen an der Leinwand, setzt Apps, Lern- und Erklärvideos ein. Diese Form des Unterrichts wirkt nicht nur motivierend, sie hat auch andere Vorzüge: „Mit einer App kann die ganze Klasse differenziert werden“, erklärte der Pädagoge. Ohne großen Aufwand könnten leistungsschwächere oder leistungsstärkere Kinder mit individuell auf sie zugeschnittenen Aufgaben versorgt werden. Zugleich liefert die App dem Lehrer Aufschlüsse darüber, was die Kinder gearbeitet haben, was richtig und was falsch gelaufen ist, und wieviel Zeit die Schüler wofür gebraucht haben. Wichtig ist dem Koordinator, dass der digitale Unterricht eine Ergänzung zum klassischen Lehren und Lernen ist. „Es ist ein Hilfsmittel“, verdeutlichte Heumann anhand einer Schreib-Lern-App. „Das Digitale ist eine Motivation“, so Heumann. „Danach bekommen es die Kinder auch mit dem Arbeitsblatt gut hin.“ Wert legt die Schule obendrein darauf, dass im Unterricht nur solche Apps zum Einsatz kommen, die einen tatsächlichen Mehrwert haben. Daher wird im Kollegium viel getestet und ausprobiert.

 

„Ich bin sehr beeindruckt, was an Ihrer Schule geleistet wird“, kommentierte Landtagsabgeordnete Lerch die Präsentation. „Und ich bin gespannt, welche Hausaufgaben Sie mir mitgeben.“ Als Mitglied im Kreistag Mainz-Bingen interessierte sich die Bildungspolitikerin natürlich auch für auch die Rolle des Schulträgers (Verbandsgemeinde Asbach), die Alexander Buda beleuchtete. „Wir sind in einem guten Fluss der permanenten Weiterentwicklung der Digitalen Schule“, stellte der FDP-Fraktionschef im VG-Rat fest. An der Asbacher Grundschule funktioniere es besonders gut, weil das persönliche Engagement vorhanden sei. Zudem sei das Zusammenspiel zwischen Schule und Schulträger höchst effizient. Das betrifft auch den IT-Support, den die Verwaltung den Schulen anbietet. Allerdings bringt die fortschreitende Digitalisierung eine hohe personelle Belastung mit sich. Die Verwaltung arbeite inzwischen am Anschlag, bemerkte Beigeordneter Markus Harf.

 

Die Verbandsgemeinde Asbach hat die Digitalisierung der Schulen also zur Chefsache gemacht, und dennoch gibt es an einigen Stellen noch Luft nach oben. Die Strukturen müssen weiter ausgebaut und mehr Endgeräte zur Verfügung gestellt werden. An die Adresse der Landespolitik gibt es weitere konkrete Forderungen: weniger administrativer Aufwand - etwa bei der Beantragung von Fördermitteln und eine Aufstockung der Lehrerfortbildung im Digitalbereich. Wichtig wären aus Sicht des Schulträgers außerdem eine bessere Bezahlung der Grundschullehrer, von denen viele aus finanziellen Gründen nach NRW abwanderten, sowie mehr Lehrkräfte, denn der Vorreiterschule in Sachen Digitalisierung fehlen derzeit 25 Wochenstunden.

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Mo

05

Okt

2020

Schulbesuche VIII

Schon vor Corona war fast jede bildungspolitische Debatte vom Schlagwort „Digitalisierung“ beherrscht. Doch die wenigsten derer, die dieses Schlagwort in den Mund nahmen, hatten konkrete Vorstellungen davon, wie dies in der schulischen Praxis aussehen könnte. Bei meinem heutigen Schulbesuch in der Grundschule am Frankenwall in Asbach bekam ich einen mehr als überzeugenden Eindruck davon, was im Zusammenwirken von engagierten Lehrkräften und einem Schulträger, der das Thema zur Chefsache gemacht hat, auf die Beine gestellt werden kann.

Was mir Medienkoordinator Frederic Heumann in seinem Klassenraum vorführte, war in der Tat beeindruckend. Kein Wunder, dass diese Schule als Vorreiterschule für Medienkompetenz und Digitales Lernen gilt.Die eingesetzten Lern-Apps erlauben ein individuelles Eingehen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schüler*innen und die Erfassung ihrer Lernfortschritte. Bei aller Begeisterung für die technischen Möglichkeiten verfällt man an der Schule aber nicht in den mancherorts zu beobachtenden „Digitalisierungswahn“ – sondern sieht Digitalisierung vor allem als Hilfsmittel zur Motivation der Lernenden.

 

Mit einem Blick zurück auf meine eigene Schulzeit, die noch von Tafel und Kreide beherrscht war, wurde mir bewusst, in welchem Tempo sich Schule fortentwickelt. Es ist wichtig, auch die Lehrer*innen auf diesem Weg mitzunehmen – damit das Projekt „Digitale Schule“ gelingt. In Asbach ist man da schon sehr weit …

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Sa

03

Okt

2020

Kirchen knapp bei Kasse

Bild: pixabay
Bild: pixabay

In Rheinhessen pflegen die Menschen zu sagen „Wo Du nicht bist, Herr Jesu Christ“, wenn sie sich bestimmte Dinge finanziell nicht leisten können. Ob Bischof Kohlgraf ähnlich geseufzt hat, als er das Sparprogramm des Bistums Mainz bekanntgab, weiß ich nicht.

 

Wohl aber weiß ich jetzt, dass mit der Hildegardisschule in Bingen (Higa) auch die Schule von den Sparmaßnahmen betroffen ist, an der ich einst mein Abitur machte. Das Bistum kann sich die Trägerschaft der Higa schlichtweg nicht mehr leisten.

 

In der gestrigen Sitzung des Kreistags Mainz-Bingen wurde offensichtlich, dass auch die Politiker*innen im „Bildungs-Landkreis“ von dieser Meldung „kalt erwischt“ worden waren. Nun muss schleunigst ein neuer Träger für die Schule gefunden werden – eine Schule, die nicht unwesentlich zur Herausbildung meiner Wertevorstellungen beigetragen hat …

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Mi

30

Sep

2020

Kleinere Klassen

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Die Bildungspolitik ist eine Dauerbaustelle – und kann es mit dem Tempo des Baufortschritts durchaus mit dem Berliner Flughafen aufnehmen. Vor der Landtagswahl 2011 hatte man für die rheinland-pfälzischen Schulen eine Senkung des „Klassenteilers“ – d.h. der Klassengröße, ab der eine Klasse in zwei aufgeteilt werden muss – in Aussicht gestellt. Was die Orientierungsstufe angeht, wurde das auch umgesetzt – nicht aber bei den höheren Klassenstufen an den weiterführenden Schulen. Dort sind Lerngruppen von 30 Schüler*innen keine Seltenheit.

In einem offenen Brief an die Landtagsabgeordneten fordern die Bildungsverbände einstimmig eine Absenkung dieses Klassenteilers.

 

Dies macht in meinen Augen nicht nur im Hinblick auf die Umsetzung der Abstandsregeln in Zeiten von Corona Sinn – sondern auch in pädagogischer Hinsicht. Kleinere Lerngruppen ermöglichen naturgemäß größeren Lernerfolg.

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Do

24

Sep

2020

Schulbesuche VII

Die Namensgebung für eine Schule kann ein langwieriger Prozess sein. Nicht so im Fall der Schule, die ich heute im Rahmen meiner Info-Tour besuchte. Das Sebastian-Münster-Gymnasium (SMG) trägt den Namen des wohl berühmtesten Sohnes der Stadt. Und an der Fassade prangt unübersehbar als Schul-Logo, das Ihnen vielleicht bekannt vorkommt. Ja - das ist doch der „Mann auf dem 100-Mark-Schein“! Passt irgendwie zu einer Schule mit 1.700 Schüler*innen.

 

Schulleiter Dr. Michael Frings ist noch neu im Amt – weshalb ich ihm auch ein kleines Gastgeschenk mitbrachte. Keinen Rotwein – sondern einen Weißwein aus Nacken-heim, wo ich früher Schulleiterin war.

Genau wie ich weiß auch er die Vorteile zu schätzen, die die gute Finanzlage des Schulträgers mit sich bringt. Aktuell zeigt sich dies zum Beispiel daran, dass der Landkreis Mainz-Bingen das SMG als Pilotschule für „offenes Lernen“ ausgewählt hat. „Offenes Lernen“ meint dabei die räumliche Anpassung an das veränderte Lern-verhalten der heutigen Schüler*innen – weg vom hergebrachten Klassenraum hin zu „Lern-Landschaften“. Mit der 6. Klassenstufe sollen jetzt erste Erfahrungen gesammelt werden.

 

Bei aller Euphorie über das Neue verliert Dr. Frings aber auch nicht das Alte aus den Augen und mahnt die notwendige Sanierung des alten Baubestands an. Wieder einmal verlasse ich eine Schule nicht ohne Hausaufgaben...

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Do

24

Sep

2020

Pressemitteilung

Pilotschule für offenes Lernen in erweiterten Lernräumen

Bei einem Besuch am Ingelheimer Sebastian-Münster-Gymnasium informiert sich Landtagsabgeordnete Helga Lerch aus dem Wahlkreis Ingelheim über das Pilotprojekt für offenes Lernen in erweiterten Lernräumen.

 

Nicht nur Digitalisierung und die Corona-Pandemie halten das Ingelheimer Sebastian-Münster-Gymnasium (SMG) derzeit auf Trab, auch ein Modellprojekt, das gerade in der Umsetzung ist. Das Gymnasium ist als „Pilotschule des Landkreises Mainz-Bingen für offenes Lernen in erweiterten Lernräumen“ ausgewählt worden. Die Grundidee dabei ist, dass nicht mehr nur im traditionellen Klassenraum gelehrt und gelernt wird, sondern in modular konzipierten Lernlandschaften. 

 

Das Pilotprojekt ist eines der Themen, die beim Besuch der Landtagsabgeordneten Helga Lerch am SMG zur Sprache kommen. Schulleiter Dr. Michael Frings erläutert das Grundkonzept des Modells, das zunächst in der Orientierungsstufe des Gymnasiums Einzug halten soll. Vier Klassen werden probeweise in so genannten „Lernlandschaften“ unterrichtet, die etwa als Stillarbeitsraum oder Präsentationsbereich ausgestaltet werden. Das Pilotprojekt soll dem veränderten Lernverhalten von Schülerinnen und Schülern Rechnung tragen. Um die neuen Lernwelten einzurichten, mussten einige bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Anfang Dezember, so der Plan, soll die Ausstattung installiert werden. Nach Ansicht des Schulleiters könnte das innovative Unterrichts-Modell Schritt für Schritt auf weitere Klassen und Stufen des Gymnasiums ausgeweitet werden.

 

Eine wichtige Rolle spielt auch für diese Form des Unterrichts das Thema Digitalisierung -ein Bereich, in dem das Ingelheimer Gymnasium nach Überzeugung der Schulleitung gut ausgerüstet ist. Dies habe sich auch während des Corona-Lockdowns im Frühjahr bemerkbar gemacht. Alle Schülerinnen und Schüler wurden noch in den Osterferien in Teams eingebunden. Das Homeschooling sei unter anderem mit Videokonferenzen und Chats gut bewältigt worden, berichtet Dr. Michael Frings.

 

Vom Schulträger, dem Kreis Mainz-Bingen, fühlt sich das Gymnasium ausgesprochen gut unterstützt. „Wir haben einen verlässlichen Partner an unserer Seite“, lobt der Direktor des größten Gymnasiums in Rheinland-Pfalz. Auf Nachfrage von Helga Lech in ihrer Funktion als Mitglied des Kreistags Mainz-Bingen formuliert Dr. Michael Frings schließlich noch einen Wunsch an die Adresse des Schulträgers. Was den in die Jahre gekommenen Teil des Schulgebäudes anbelangt, so würde sich Frings über die baldige Umsetzung einigernotwendiger Sanierungsmaßnahmen freuen.

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Di

22

Sep

2020

Erfolgsmodell Sommerschule?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Am 15. Juni trafen die rheinland-pfälzische Landesregierung und die kommunalen Spitzenverbände eine Vereinbarung, nach der in den Sommerferien durch ein zusätzliches Lehr- und Lernangebot an allgemeinbildenden Schulen Defizite für Schüler*innen zumindest zum Teil gemildert werden sollten. Bereits im Mai hatte ich im Rahmen einer Kleinen Anfrage mehr über die Ausgestaltung dieser „Sommerschule RLP“ in Erfahrung bringen wollen.

Das Angebot stieß auf große Resonanz bei den Eltern. Und rückblickend empfanden wohl auch die Schüler*innen das Angebot als hilfreich – denn viele Fragen, die nach wochenlangem „Home-Schooling“ offen geblieben waren, konnten in dieser Präsenz-Phase geklärt werden. Unterm Strich wurden die beiden Wochen also nicht als Beschneidung der Sommerferien empfunden.

 

Obwohl die von mir nachgefragte exakte Evaluierung des Experiments „Sommerschule“ noch aussteht, begrüße ich die Ankündigung einer „Herbstschule“ und wünsche ihr bereits jetzt viel Erfolg.

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Mo

21

Sep

2020

Sexismus an Schulen

Nicht erst seit der „MeToo“-Kampagne ist das Thema stärker in den Fokus gerückt – sexistisches Verhalten gegenüber dem anderen Geschlecht. Betroffen sind dabei in der Mehrzahl Frauen. Und die Formen sexistischen Verhaltens können dabei von anzüglichen Bemerkungen über ungewollte körperliche Berührung bis hin zu sexueller Gewalt reichen. Besonders schlimm ist es, wenn dies im schulischen Bereich gegenüber minderjährigen Schutzbefohlenen geschieht. Als Frau, Pädagogin und Politikerin schrillen dann bei mir gleich mehrfach die Alarmglocken. Umso mehr, wenn ich den Eindruck gewinne, dass von Seiten der Schulaufsicht in solchen Fällen nur mit „angezogener Handbremse“ vorgegangen wird.

In meinem Engagement für die Betroffenen habe ich von vielen Seiten Unterstützung erfahren. Leider nicht von meinen Kolleg*innen in der FDP-Landtagsfraktion, die mit diesem Engagement meinen Ausschluss aus ihren Reihen begründeten.

 

In den letzten Wochen erwiesen sich meine kritischen Fragen an die Exekutive gleich mehrfach als berechtigt. So musste die Schulaufsicht zugeben, dass ihr Vorgehen in einem von mir konkret angeführten Fall „suboptimal“ gewesen sei. Die Berichte über Vorfälle am Koblenz-Kolleg und die Aktionen der „Cat Calls of Mainz“ sind weitere Belege für die Richtigkeit meiner Bemühungen um ein konsequenteres Vorgehen.

 

So war auch bei meiner heutigen Pressekonferenz das Medieninteresse groß, als ich ganz konkrete Vorschläge für ein solches Vorgehen vorstellte: Anlaufstellen an jeder Schule, einen Sexismus-Beauftragten auf Landesebene und eine Änderung des Landesdisziplinargesetzes.

 

Leider kann ich als fraktionslose Abgeordnete solche Vorschläge nicht im Landtag parlamentarisch umsetzen. Hier bin ich auf die Hilfe der antragsberechtigten Fraktionen angewiesen, an die ich mich auch gewandt habe. Ihr Verhalten wird ein echter „Lackmus-Test“ dafür sein, wie sie es mit dem Kindeswohl in der Praxis halten.

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Mo

21

Sep

2020

Pressemitteilung

Mehr Prävention an Schulen

Bei einer Pressekonferenz in Mainz fordert Landtagsabgeordnete Helga Lerch mehr Prävention gegen sexuellen Kindesmissbrauch an Schulen.

 

Prävention ist das A und O, wenn es um sexuellen Kindesmissbrauch geht. Dies umso mehr, als längst nicht jeder Fall zur Anzeige kommt. Die Dunkelziffer ist hoch; viele Opfer schweigen aus Angst oder Scham. „Deshalb rückt Prävention immer mehr in den Mittelpunkt“, erklärt Landtagsabgeordnete Helga Lerch bei einer Pressekonferenz in Mainz zum Thema sexueller Missbrauch an Schulen. Die Bildungsexpertin spricht sich für verschiedene Maßnahmen aus, die Schülerinnen und Schüler besser vor Übergriffen schützensollen. So plädiert Helga Lerch für die Bestellung von Beratungslehrkräften für Missbrauch an allen Schulen. Eine weitere Forderung ist die Abschaffung des so genannten „Verwertungsverbots“, wonach Vorfälle schon nach wenigen Jahren aus der Akte entfernt werden. Schließlich fordert die Bildungsexpertin die Einrichtung eines Landesbeauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs.

 

„An jeder Schule sollte eine Beratungslehrkraft für Missbrauch bestellt werden“, ist Helga Lerch überzeugt. Analog etwa zu den Beratungslehrkräften für Suchtprävention, die seit Jahren an den rheinland-pfälzischen Schulen verpflichtend sind. „Wenn Kinder akute Probleme haben, müssen sie wissen, an wen sie sich wenden können“, plädiert Lerch für interne Anlaufstellen auch bei dieser Thematik.

 

Um den Schutz von Schülerinnen und Schülern besser zu gewährleisten, muss nach Lerchs Einschätzung das Landesdisziplinarrecht überarbeitet werden. Ziel ist, das Verwertungsverbot für sexuelle Übergriffe deutlich auszuweiten beziehungsweise ganz abzuschaffen. Bislang werden solche Vorfälle je nach Schwere der Tat nach zwei bis sieben Jahren aus der Akte gelöscht. Obwohl Täter eine einschlägige Vorgeschichte haben, ist dies nach Fristablauf nicht mehr greifbar. Eine Einschätzung des Gefahrenpotenzials sei damit nicht möglich und auch keine Aussage über die Rückfallquote, moniert Helga Lerch. „Opferschutz geht vor Täterschutz“, betont die Abgeordnete. „Mein Appell ist daher, das Verwertungsverbot möglichst ganz abzuschaffen."

 

Stark macht sich die Bildungspolitikerin auch für die Einrichtung eines Landesbeauftragten für sexuellen Kindesmissbrauch. Damit unterstützt sie eine Forderung, die Johannes-Wilhelm Rörig, Bundesbeauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, schon lange erhebt. Rörig, den Helga Lerch vor wenigen Wochen in Berlin besucht hatte, hatte Anfang April alle Bundesländer diesbezüglich angeschrieben. Aus Rheinland-Pfalz habe es bislang keine Reaktion gegeben, teilt Helga Lerch mit. Daher hat die Abgeordnete alle Fraktionen im rheinland-pfälzischen Landtag angeschrieben mit dem Ziel, im anstehenden Haushalt Mittel für einen Missbrauchsbeauftragten auf Landesebene bereitzustellen.

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Di

15

Sep

2020

Schulbesuche VI

In der Reihe meiner Schulbesuche gab es heute wieder ein „Heimspiel“. Schließlich liegt die Albert-Schweitzer-Schule Ingelheim (ASS) in der Nähe unserer früheren Wohnung in der Rotweinstadt. Die ASS ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“. Die Einhaltung der Abstandsregeln in Corona-Zeiten stellt für eine solche Schule natürlich eine ganz besondere Herausforderung dar.

Schulleiterin Gabriele Fichtner zeigte sich in dieser Situation kreativ, indem sie mit versetzten Pausenzeiten dafür sorgte, dass auf dem Pausenhof die geforderten Abstände eingehalten werden konnte. Bei derzeit 75 Schüler*innen war das umsetzbar.

 

In den Klassenräumen stellt natürlich die Einhaltung der Abstandsregeln die Lehrkräfte einer Förderschule vor ganz besondere Probleme. Social Distancing ist nur schwer mit der für die spezielle Schüler-Klientel erforderlichen Zuwendung zu vereinbaren. Mangels entsprechender Vorgaben muss die Schulleitung dann Wege finden - und dann auch verantworten. Und das alles neben der üblichen Verwaltungsarbeit, bei der die Schulleitung auch noch Sekretariatsarbeit übernehmen muss - ganz zu schweigen von der Wahrnehmung von Unterrichtsstunden.

 

Bewerber*innen um eine Schulleitungsstelle an einer Förderschule müssen schon eine Extra-Portion Idealismus mitbringen...

 

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Mo

14

Sep

2020

Schulbesuche V

Mein heutiger Schulbesuch führte mich an die Wirkungsstätte, an der ich über Jahre hinweg einen Sozialkunde-Unterricht erteilen durfte, der sich nicht stur an – ohnehin zwangsläufig veralteten – Lehrbüchern orientierte. Im Gymnasium Oppenheim erlebten die Schüler*innen Politik „aus erster Hand“. So konnte ich mit Egon Bahr einen prominenten Zeitzeugen der Ostpolitik präsentieren. Und so manches „Urgestein“ des politischen TV-Journalismus sorgte für unvergessliche Unterrichtsstunden. Natürlich wurden die Erinnerungen an diese Zeit wieder wach, als ich das Schulgelände betrat.

Aber das Schwelgen in Erinnerungen war nicht der Grund für meinen Besuch. Von Schulleiter Dr. Hendrik Förster erhoffte ich mir vor allem Informationen darüber, wie die rheinlandpfälzischen Gymnasien das „Corona-Schuljahr 2019/20“ gemeistert hatten. Denn er war dafür aufgrund seiner Funktion im Landesverband Rheinland-Pfalz der Bundes-Direktoren-Konferenz der ideale Ansprechpartner.

 

Wie alle Schuleiter*innen spürte auch er in Zeiten von Corona den Druck, der dadurch entsteht, dass man in dieser Funktion sich ständig zwischen den „Mahlsteinen“ von Schülerschaft, Eltern, Kollegium, Schulträger, Schulaufsicht und Bildungsministerium befindet. Was seine eigene Schule angeht, so stand er im Vergleich zu seinen Kolleg*innen noch gut da – dank eines finanzkräftigen Schulträgers, der für eine bauliche Erweiterung und eine großzügige digitale Ausstattung gesorgt hatte. Davon konnten Gymnasien in anderen Landesteilen nur träumen.

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Mo

14

Sep

2020

Mehr Frauen in Schulleitungen

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Eigentlich sollte die Gleichberechtigung von Mann und Frau in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit sein. Die Praxis zeigt, dass dies noch immer nicht der Fall ist – ganz besonders, wenn es um die Besetzung von Führungspositionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geht. Aus den Reihen der Politik wird dabei gerne mit dem Finger auf die Wirtschaft gezeigt und eine „Frauenquote“ in den Führungsgremien von Unternehmen gefordert. Doch wer mit dem Finger auf andere zeigt, muss sich auch gefallen lassen, dass der Finger dann auch mal in die andere Richtung zeigt. Mit Lösungen wie Frauenquoten bei Listenaufstellungen bei Wahlen oder „Mann/Frau-Doppelspitzen“ in der Parteiführung versucht man, vor der eigenen Tür zu kehren.

Ich halte solche Quoten für keine gute Lösung. In meinen Augen ist die Schaffung von Rahmenbedingungen, die es Männern und Frauen gleichermaßen ermöglichen, Familie und Beruf in Einklang zu bringen, der bessere Weg.

 

Mit Elementen wie Jobsharing und Teilzeit versucht die rheinland-pfälzische Landesregierung gerade, Frauen die Ausübung von Führungspositionen in der Landtagsverwaltung zu erleichtern. Könnte etwas Ähnliches auch bei der Besetzung von Positionen in Schulleitungen funktionieren?

 

Für die nächste Sitzung des Bildungsausschusses habe ich zumindest diesen Punkt auf die Tagesordnung setzen lassen.

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Sa

12

Sep

2020

Zur Sache

In der Sendung "Zur Sache Rheinland-Pfalz" im SWR ging es am Donnerstag um die Vorkommnisse am Koblenz-Kolleg, die auch schon Thema im Bildungsausschuss des Landtages waren. Damit in Zukunft solche Fälle besser gehandhabt werden können, wäre eine unabhängige Anlaufstelle für Betroffene sinnvoll.

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Sa

12

Sep

2020

Mangelfächer

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Auf der Homepage des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums gibt es tatsächlich den Suchbegriff „Mangelfächer“. Dort sind als Beispiele allerdings nur Fächer mit einem klaren Berufsbezug aufgelistet – wie etwa Metall- oder Elektrotechnik oder Gesundheitspflege. Und gleich neben dieser Aufzählung findet sich ein Hinweis für Quereinsteiger, die solche Fächer etwa an einer Berufsschule unterrichten wollen.

 

Aus meiner Zeit als Schulleiterin an einem Gymnasium weiß ich allerdings, dass sich auch für andere Schularten die Suche nach geeigneten Fachlehrer*innen manchmal schwierig gestaltet – während es bei anderen Fächern ein Überangebot gibt. Bereits in einer Fragestunde des Landtags im August hatte ich von der Landesregierung wissen wollen, wie sie hier gegenzusteuern gedenkt.

Jetzt hakte ich noch einmal nach und bat um konkrete Angaben, welche Fächer sich bei welchen Schularten als Mangelfächer herausgestellt haben. Und ich möchte gerne wissen, in welcher Form das Bildungsministerium bei Studierwilligen für das Lehramt für solche Fächer wirbt.

 

Denn die tollste Ausrüstung eines Chemie-Saals nutzt nichts, wenn keine Chemie-Lehrkraft da ist, die diese einsetzten könnte.

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Mi

09

Sep

2020

Pressemitteilung

Neubau der Ingelheimer BBS kann starten

Auf ihrer „BildungsSommerReise“ besucht Landtagsabgeordnete Helga Lerch die Berufsbildende Schule (BBS) Ingelheim. Schulleiter Wolfgang Fluche berichtet, dass der seit Jahren geplante Neubau nun endlich realisiert wird.

 

Der Bauzaun ist schon mal aufgestellt; die Bagger können anrollen. Auf dem Gelände neben der Ingelheimer Kaiserpfalz-Realschule plus soll der Neubau der Berufsbildenden Schule in die Höhe wachsen. Das Projekt ist seit vielen Jahren in Planung, weil die Schule unter Raumnot leidet. Angesichts stetig steigender Schülerzahlen musste immer wieder improvisiert werden. Nun aber kann man an der BBS aufatmen, das Bauprojekt startet.

 

Was die Anzahl der Räume anbelange, so sei man gut aufgestellt, sagt BBS-Leiter Wolfgang Fluche im Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Helga Lerch, die zugleich Mitglied im Kreistag Mainz-Bingen ist. Allerdings, meint Fluche, hätte man bei der Größe der Räume noch ein wenig zugeben können. Begrüßt hätte es der Schulleiter auch, wenn bei der Planung moderne Konzepte - wie offene Lernwelten oder Clusterschule - stärker berücksichtigt worden wären. Unter dem Strich indes ist Wolfgang Fluche froh, dass das Großprojekt nun in die Umsetzung geht. Der Neubau soll nicht nur den gestiegenen Schülerzahlen an der Berufsbildenden Schule Rechnung tragen, sondern auch die Voraussetzungen für neue Angebote schaffen - etwa im Bereich der Pflege, wo sich die BBS weiter entwickeln will. Die neue Fachschule für Altenpflegehilfe ist gerade mit 19 Anmeldungen gestartet. Im künftigen Schulgebäudesoll dann auch die generalisierte Pflegeausbildung mit moderner Ausstattung angeboten werden. Geplant ist unter anderem ein „Skill Lab“ - ein Übungslabor, in dem pflegerische Tätigkeiten realistisch simuliert werden können.

 

Helga Lerch informierte sich an der BBS auch darüber, wie der Schulbetrieb nach den Ferien angelaufen ist. „Es läuft alles wieder im Präsenzunterricht“, teilte Schulleiter Fluche mit. Dies natürlich unter Einhaltung der coronaspezifischen Vorgaben. Um die Abstände in den unterrichtsfreien Zeiten zu ermöglichen, werden unter anderem Parkplätze als Pausenhof genutzt.

 

Auf den Fall einer neuerlichen Schulschließung aufgrund von Corona ist die BBS nach Ansicht des Schulleiters gut vorbereitet. Die Schülerinnen und Schüler würden nach und nach mit digitalen Endgeräten ausgestattet; zudem könne man Videokonferenzen und Lernplattformen einsetzen.

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Mi

09

Sep

2020

Pressemitteilung

Entlastung durch Schulverwaltungsfachkraft?

Die vierte Station ihrer „BildungsSommerReise“ führt Landtagsabgeordnete Helga Lerch an die Integrierte Gesamtschule (IGS) Kurt Schumacher in Ingelheim. Schulleiterin Karin Hantschel berichtet vom Schulbetrieb in Zeiten von Corona und einer stetigen Zunahme von Verwaltungsaufgaben.

 

Im Gespräch mit Schulleiterin Karin Hantschel informiert sich Landtagsabgeordnete Helga Lerch, wie der Schulbetrieb in Zeiten von Corona läuft. Die Bildungspolitikerin, die zugleich Mitglied im Mainz-Binger Kreistag ist, erkundigt sich darüber hinaus, welche Wünsche es an die Adresse von Bildungsministerium und Schulträger (Kreis Mainz-Bingen) gibt.

 

Die Corona-Pandemie stellt natürlich auch die Integrierte Gesamtschule Kurt Schumacher vor einige Herausforderungen. Eines der Themen, das zurzeit wohl allen Bildungseinrichtungen Kopfzerbrechen bereitet, ist die Belüftung von Klassenräumen, Fluren oder Sporthallen. Bislang lasse sich dies noch realisieren, meint Karin Hantschel. Wie das freilich in der kalten Jahreszeit werde, müsse man sehen. Wünschenswert wären entsprechende Belüftungsgeräte.

 

Was die Zusammenarbeit mit dem Schulträger anbelangt, so gibt es hier offenbar wenig auszusetzen. Der Kreis Mainz-Bingen hat die Schule insgesamt gut ausgestattet. Und doch sieht Karin Hantschel an der einen oder anderen Stelle noch Luft nach oben. „Wir haben zu wenig Differenzierungsräume“, berichtet die Schulleiterin. Zudem fehlten Aufenthaltsräume und ein größerer Förderraum. Handlungsbedarf sieht Hantschel zudem im Schulsekretariat, womit die Ingelheimer Schulleiterin bekanntlich nicht allein steht. Immer wieder werden Forderungen nach einem höheren Stundenkontingent laut. Die Sekretariate arbeiten am Limit. „Einige Stunden mehr wären wichtig“, meint Hantschel. Eine Maßnahme, die auch die frühere Schulleiterin Helga Lerch seit langem fordert. Denn die Anforderungen an die Schulsekretariate haben sich in den letzten Jahren spürbar erhöht. Das Aufgabenspektrum wächst, und die Arbeit wird komplexer. Gleichzeitig aber sind die Gehaltsstufen unverändert geblieben. Das wiederum führt dazu, dass es immer schwieriger wird, kompetentes Personal zu halten. Karin Hantschel liebäugelt daher mit dem Modell der Schulverwaltungsfachkraft, das Schulleitungen und Lehrkräfte entlasten und mehr Freiraum für pädagogische Aufgaben schaffen würde. Damit, meint Hantschel, könnte man einen Teil der Probleme lösen. Eine Idee, die bei Helga Lerch auf offene Ohren stößt. „Wenn man das Angebot nicht attraktiv gestaltet, laufen einem die Leute weg“, so die Bildungspolitikerin.

 

Herausfordernd ist für die Gesamtschule schließlich auch das Thema Lehrerversorgung. „Hier ist es ganz eng“, sagt Hantschel. „Wir haben zwar keinen Unterrichtsausfall“, betont die Schulleiterin. Um dies zu vermeiden, müsse man aber mit großen Kursen arbeiten. Doch selbst dort, wo Planstellen vorhanden sind, gibt es mitunter Probleme, die Stellen zu besetzen. „In Mathematik und Informatik ist der Markt leergefegt“, beschreibt Karin Hantschel, wie schwierig es derzeit ist, Lehrkräfte für diese Fächer zu finden.

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Di

08

Sep

2020

Schulbesuche IV

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Mein heutiger Schulbesuch war wieder ein „Heimspiel“ – und zwar in der IGS Kurt Schumacher Ingelheim. Schulleiterin Karin Hantschel gab mir einen Einblick in die Probleme, die die Home Schooling-Phase mit sich gebracht hatte. So hatten längst nicht alle Schüler*innen zu Hause die nötigen Endgeräte, um am digitalen Unterricht richtig teilnehmen zu können. Auch hätte sie sich eine zügigere Festlegung auf einheitliche Software-Vorgaben gewünscht.

 

Mit den befürchteten Problemen beim jetzt wieder möglichen Präsenz-Unterricht komme man im Großen und Ganzen klar. Zusätzliche Busse und eine Entzerrung der Busfahrpläne federten das Risiko von Infektionen durch überfüllte Schulbusse einigermaßen ab.

Sorgenfalten treibt der Schulleiterin hingegen die ungeklärte Frage der Lüftung der Sporthalle, wo entsprechende Anlagen fehlten.

 

Einen Kritikpunkt ganz anderer Art, den Frau Hantschel ansprach, konnte ich aus meiner Erfahrung als ehemalige Schulleiterin sehr gut nachvollziehen – die Bewältigung des Aufwands für die Schulverwaltung. Nicht erst durch Corona ist hier der Umfang der Aufgaben enorm gestiegen. Da passt es nicht ins Bild, wenn der Schulträger einfach Stunden für die Schulsekretär*innen streicht. Ohnehin steht deren Bezahlung in keinem Verhältnis zu den von ihnen zu bewältigenden Aufgaben.

 

So endete auch mein heutiger Schulbesuch wieder mit Hausaufgaben, bei deren Erledigung in der politischen Praxis ich sicher nicht von allen Seiten Zustimmung ernten werde. Aber wer „weltbeste Bildung“ auf seine Fahnen schreibt, muss dafür auch investieren – auch wenn die „Bildungs-Rendite“ sich erst später rechnet.

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Mo

07

Sep

2020

Schulbesuche III

Im Rahmen meiner Schulbesuche in der Region wollte ich unterschiedliche Schularten berücksichtigen. Heute führte mich daher mein Weg in die Berufsbildende Schule Ingelheim zu Schulleiter Wolfgang Fluche. Sowohl Schulstandort als auch Schulleiter sind mir bestens vertraut. An dem Standort fahre ich fast täglich vorbei – liegt er doch praktisch um die Ecke von unserer Wohnung. Und Herrn Fluche kenne ich aus meiner Arbeit im Kreistag schon seit Jahren. Der Meinungsaustausch mit ihm konnte somit sowohl für meine Arbeit im Landtag als auch im Kreistag wertvolle Anregungen liefern.

Was das Bild nur erahnen lässt – der BBS-Bau ist in die Jahre gekommen. Ende 2022 soll der Umzug in neue Räumlichkeiten in Ingelheim über die Bühne gehen. Sicher ein Fortschritt für die Schule, auf die aber auch neue Anforderungen zukommen. Nicht zuletzt der neue Schwerpunkt Altenpflegehilfe wird zu steigenden Schülerzahlen führen – was räumlich bewältigt werden muss.

 

Noch aber muss man die Zeit bis zum Umzug irgendwie „hinkriegen“. Und das wird durch die Vorschriften im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Corona-Virus nicht gerade einfacher. Als Beispiele nannte Herr Fluche das Einhalten der Abstandsregeln im praktischen Unterricht, das Lüften und den Sportunterricht.

 

Herr Fluche wäre übrigens ein schlechter Sachwalter der Interessen seiner Schule, wenn er mir nicht noch Hausaufgaben mit auf den Weg gegeben hätte. Bei der Raumplanung wünscht er sich mehr Arbeitsplätze für das Lehrpersonal im Schulgebäude. Und „die Politik“ solle bitte auch daran denken, dass der Maschinenpark der BBS dringend auf den Stand des 21. Jahrhunderts gebracht werden müsse.

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Fr

04

Sep

2020

Demokratie will gelernt sein

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Unsere Gesellschaft ist bunt und vielfältig. Das gilt auch für die Meinungen und Ansichten der Menschen, die diese Gesellschaft ausmachen. Das macht die Suche nach Lösungen für anstehende Fragen nicht einfacher. Umso wichtiger ist es, dass der Austausch dieser unterschiedlichen Meinungen und Auffassungen in einer Art und Weise erfolgt, die von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Nur so kann eine Demokratie funktionieren.

Dieser Umgang miteinander ist uns aber nicht in die Wiege gelegt worden. Er muss erst erlernt werden – und das so früh wie möglich.

 

Das ist auch eines der Motive für die Verankerung der Demokratieerziehung im neuen rheinland-pfälzischen Schulgesetz. Und da setzt man bereits bei den Grundschulen an. Wie das gehen soll – ohne dass dabei der eigentliche Bildungsauftrag zu kurz kommt – fragen sich viele Lehrkräfte. Nicht überall ist man in einer solch komfortablen Situation wie in meiner Heimatstadt Ingelheim, wo mit der Fridtjof-Nansen-Akademie (FNA) ein Bildungsträger gleich einen ganzen „Werkzeugkasten“ für die Umsetzung dieser Aufgabe anbietet. Wie gut bestückt dieser „Werkzeugkasten“ ist, wurde bei der heutigen Kuratoriumssitzung der FNA mir und den anderen Mitgliedern noch einmal deutlich.

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Do

03

Sep

2020

Künftig mehr Transparenz?

Bild: pixabay
Bild: pixabay

Nicht alle Lehrkräfte sind Engel. Auch sie sind nicht frei von Fehlern. Und manche begehen unentschuldbare Verfehlungen im Umgang mit ihren Schutzbefohlenen. Eine denkbare dienstrechtliche Konsequenz ist das, was man gemeinhin als „Straf-versetzung“ bezeichnet. Dabei wäre es für die Leitung der Einrichtung, zu der eine solche „Strafversetzung“ erfolgt, enorm wichtig zu wissen, welcher Art die Verfehlungen des/der Betreffenden waren – um nicht erneuten Verfehlungen ähnlicher Art Vorschub zu leisten. Dies gilt in ganz besonderem Maße für den sensiblen Bereich sexueller Übergriffigkeiten gegenüber Schüler*innen. Das Verschweigen solcher Tatsachen ist sicher alles andere als eine geeignete Präventionsmaßnahme.

Als ich im letzten Jahr in der Sitzung eines Landtagsausschusses diese Praxis des Verschweigens kritisch hinterfragte, brachte ich offenbar einen Stein ins Rollen – so auch in meiner eigenen FDP-Landtagsfraktion. Statt mir in dieser Sache den Rücken zu stärken, zog sie es vor, mich als unliebsame Fragestellerin aus ihren Reihen auszuschließen.

 

Dass man mit meinen Fragen auch anders umgehen kann, bewies die heutige Sitzung des Bildungsausschusses, bei der der von mir beispielhaft angeführte konkrete Fall nochmals zur Sprache kam. Sowohl die Schulaufsicht als auch das Ministerium bestätigten, dass dieser Fall „suboptimal“ (O-Ton) gelaufen sei. Noch wichtiger war aber die Zusage, in solchen Fällen künftig mehr Transparenz walten zu lassen.

 

Ein schöner Erfolg, für den ich allerdings einen hohen politischen Preis zahlen musste.

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Do

03

Sep

2020

Zuviel ist zuviel

Bild: pixabay
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Es ist heute üblich, dass Schulen sich ein Leitbild geben. Da macht auch das Staatliche Koblenz-Kolleg keine Ausnahme. Wer die Homepage dieser Bildungs-einrichtung, an der junge Erwachsene auf dem zweiten Bildungsweg zum Abitur geführt werden, besucht, findet dort unter den Werten, die das Leitbild prägen den Satz „Wir achten auf Respekt, Toleranz und Wertschätzung im Umgang miteinander.“

Diese Worte mussten einer großen Zahl ehemaliger – und auch aktueller – Schülerinnen geradezu wie Hohn vorkommen. Denn sie waren – und sind noch immer (?) – sexistischen Demütigungen und Erniedrigungen seitens  eines (?) Pädagogen ausgesetzt. Lange scheuten sie den Weg an die Öffentlichkeit. Doch irgendwann wurde ihr Leidensdruck zu groß. Als mich ihr Hilferuf erreichte, beschloss ich spontan, mich ihrer Sache anzunehmen.

 

In persönlichen Gesprächen gewann ich sehr schnell den Eindruck, dass die Vorwürfe der Schülerinnen alles andere als leichtfertig erhoben sind. Sie sind minutiös belegt.

 

Und so beantragte ich bereits am 21. Mai, die Vorwürfe zum Gegenstand einer Sitzung des Bildungsausschusses des Landtags zu machen. Diese Sitzung fand heute statt. Schulaufsicht und Ministerium werden die Angelegenheit nicht „unter den Teppich kehren“ – sondern in der gebotenen Form verfolgen. Der Mut der Schülerinnen, sich mit ihrer Forderung nach mehr Respekt öffentlich um Hilfe zu bemühen, wurde also belohnt. Genau das ist es, was in dem Bild zu diesem Beitrag zum Ausdruck kommen soll.

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Mi

02

Sep

2020

Schulbesuche II

Durch den Besuch unterschiedlicher Schulen in der Region will ich mir selbst einen Eindruck verschaffen, wie diese mit den Herausforderungen der Corona-Pandemie umgehen. Heute führte mich mein Weg in Freie Waldorfschule Mainz, wo ich mit Lehrer Dr. Holger Michels und seiner 11. Klasse einen angeregten Meinungsaustausch führte.

 

Alles in allem verzeichnet diese Schule keine größeren Probleme mit der Umsetzung der Hygiene-Anforderungen. Und der Außenbereich erweist sich als regelrechte grüne Oase, um die sie andere Schulen in der Mainzer Innenstadt beneiden. Sicher ein Plus in Zeiten von Corona.

Und wie bei den motivierten Schüler*innen einer Waldorf-Schule nicht anders zu erwarten, nutzten diese weidlich die Gelegenheit, ihrerseits die Landtagsabgeordnete mit Fragen zu „löchern“. So entwickelte sich ein spannender Diskurs, der für beide Seiten ein echter Gewinn war.

 

Gerne hätte ich meinen aufgeschlossenen Gesprächspartner*innen auch schon einen Termin für einen Besuch im Landtag angeboten – doch da steht das Corona-Virus (noch!) auf der Bremse.

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Fr

28

Aug

2020

Plenarrede zu Stehplätzen in Schulbussen

Im heutigen Plenum forderte die CDU-Fraktion im Rahmen ihres Antrags eine Reduzierung der Stehplätze in den Schulbussen. Doch anstelle einer sachlich geführten Diskussion traten Schuldzuweisungen von Regierung und Opposition. Dabei geht es doch um praktische Lösungen für die Schülerbeförderung, gerade während der Corona-Pandemie.

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Fr

28

Aug

2020

Hallo Wahlkampf!

Bild: pixabay
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Eigentlich ging es im Rahmen der heutigen Plenardebatte des rheinland-pfälzischen Landtags „nur“ um einen simplen Antrag der CDU, die eine Reduzierung der Anzahl der zulässigen Stehplätze in Schulbussen forderte, um das Infektionsrisiko bei der Schülerbeförderung wenigstens etwas zu mindern.

 

Man hätte darüber sachlich diskutieren können – aber offenbar nicht in Zeiten des sich bereits abzeichnenden Landtagswahlkampfes. Da zog man es lieber vor, „Schwarzer Peter“ zu spielen. Der Hinweis darauf, dass die Vorschriften hinsichtlich der Zahl der zulässigen Stehplätze ja schließlich aus Zeiten einer CDU-geführten Landesregierung stammten, war da nur ein Element des Spiels. Ebenso wie der Vorwurf, die Kreise als Schulträger hätten ja in den Sommerferien etwas tun können, um die Schülerbeförderung per Bus breiter aufzustellen.

Ein rüder Umgangston, gepaart mit gegenseitigen Schuldzuweisungen und Vorwürfen, lassen wenig Hoffnung auf eine gesittete politische Auseinandersetzung aufkommen, die an der Sache orientiert ist. Wer einen Vorschlag nur noch danach beurteilt, ob er aus dem Regierungs- oder dem Oppositionslager kommt, der muss sich ernsthaft fragen, ob das noch im Sinne seiner/ihrer Wähler*innen ist.

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Mi

26

Aug

2020

Schulstart „kopflos“?

Bild: pixabay
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„Wenn das nur gut geht …“ – auf diesen Punkt kann man die Skepsis vieler bezüglich des Starts ins neue Schuljahr 2020/21 an den Schulen in Rheinland-Pfalz bringen. Denn zumindest zwei der drei AHA-Regeln (Mindestabstand von 1,5 Meter und Maskenpflicht) würden im Präsenz-Unterricht erst einmal nicht zur Anwendung kommen. Doch was wäre die Alternative gewesen? Etwa weiterhin „Schule geschlossen“? Und wenn ja – bis wann? Bis der sehnsüchtig erwartete „Impfstoff für alle“ verfügbar ist?

Die AfD hatte den Start ins neue Schuljahr zum Thema der heutigen „Aktuellen Stunde“ im Landtag gemacht – und dabei mit dem Adjektiv „kopflos“ gleich einmal für reichlich Emotionen gesorgt.

 

Sicher hätte man – speziell in Sachen Kommunikation mit den Schulen und den Schulträgern -  einiges besser machen können. Doch der politische Umgang mit der Corona-Pandemie erfordert mehr Sensibilität – auch im Vorfeld von Wahlen!

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Mi

26

Aug

2020

Plenarrede zum Schulstart

Heute sprach ich in der aktuellen Debatte zum Schulstart unter den Bedingungen der Corona-Pandemie. Dabei stelle ich die Frage, ob die Landesregierung die Sommerferien genutzt hat, um trotz Corona einen guten Start in das neue Schuljahr zu ermöglichen.

Von Schulleiter*innen und Schüler*innen vernimmt man, dass sie sich alleine gelassen fühlen, daher muss die Landesregierung nachlegen und für die nächsten Monate besser planen, damit Schule allgemein und auch im speziellen auch der Schulsport auch in der kalten Jahreszeit möglich ist.

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Mo

24

Aug

2020

Schulbesuche I

Sie ist schon eine ungewöhnliche Schule – die Christian-Erbach-Realschule plus in Gau-Algesheim. Als „Integrative RS+“ integriert sie Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Schulbetrieb. Wie kann eine solche Schule die besonderen Herausforderungen in Corona-Zeiten bewältigen? Dazu erhoffte ich mir von Schulleiter Andreas Dilly bei meinem heutigen Besuch konkrete Hinweise.

 

Und er resümierte zunächst einmal, dass man die kritischen Wochen vor den Sommerferien „alles in allem ganz gut hingekriegt“ habe. Auch für das neue Schuljahr mit Präsenz-Unterricht fühle sich die Schule gut gewappnet. In zwei Punkten wolle er mir als Bildungspolitikerin auf Kreis- und Landesebene allerdings noch „Hausaufgaben“ mit auf den Weg geben:

1. Schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie sei seine Schule räumlich bereits an ihre Grenzen gestoßen. Und die Anmeldezahlen für die Schule würden – nicht zuletzt wegen ihres guten Rufs in der Region – eher noch steigen. Eine bauliche Erweiterung müsse daher vom Schulträger (Landkreis) ins Auge gefasst werden. Dann könne man auch die Corona-bedingten Abstandsregeln eher umsetzen.

 

2. Losgelöst von den allerorten geäußerten Wünschen nach einer allgemein besseren Lehrerversorgung besteht bei Herrn Dilly der spezielle Wunsch nach mehr Lehrkräften im Förderbereich. Auch ihm ist bewusst, dass es hier nicht um mehr Stellenzuweisungen geht. Es fehlt einfach an genügend Lehrkräften mit dieser speziellen Ausbildung. Hier muss das Land – wofür auch ich mich schon wiederholt ausgesprochen habe – zusätzliche Ausbildungskapazitäten schaffen.

 

Ich werde mich also an die Erledigung der mir von Herrn Dilly mit auf den Weg gegebenen Hausaufgaben machen.

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Mo

24

Aug

2020

Infektionsherd Schulbus?

Bild: pixabay
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Sicher sehnen sich im schulischen Bereich wohl alle nach einer alsbaldigen Rückkehr zu mehr „Normalität“. So begrüßten viele Eltern die Ankündigung der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin eines Starts in das neue Schuljahr im „Fast-Normal-Betrieb“. Sorgenfalten zeigten sich hingegen bei denen, die diese Ankündigung an der schulischen „Basis“ umsetzen sollten.

So beklagten zum Beispiel die Schulleitungen vor Ort die Kurzfristigkeit der Vorgaben des Ministeriums. Wenn freitags Neufassungen von Hygieneplänen vom Ministerium verschickt würden, die bereits montags umgesetzt sein sollen, sei das einfach nicht zu schaffen.

Konzentrierten sich die Bemühungen überwiegend auf vorbeugende Maßnahmen gegen eine Infektion innerhalb der Schulgebäude, so rückte mit dem Ende der Sommerferien unvermittelt ein anderer potenzieller Infektionsherd ins Bewusstsein – die Schulbusse.

In einem SWR-Interview hatte Ministerin Dr. Hubig noch gemeint, dass die Schülerbeförderung nicht in die Zuständigkeit ihres Ministeriums falle – dies sei Sache der Schulträger. Inzwischen hat die Landesregierung wohl eingesehen, dass sie die Schulträger mit diesem Problem nicht im Regen stehen lassen kann. Denn Schulbusse, bei denen noch einmal bis zu 70 % der Sitzplätze als Stehplätze zulässig sind, erlauben alles – nur nicht das Einhalten von Abstandsregeln!

Das hätte man aber schon vor Wochen wissen können.

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Sa

22

Aug

2020

Schule in Zeiten von Corona

Bild: pixabay
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Seit dem Frühjahr hat das Corona-Virus uns ganz neue Regeln auferlegt, die durch drei Buchstaben charakterisiert werden: AHA. Durch das Einhalten eines Mindestabstands, die Anwendung von Hygienemaßnahmen und das Tragen von Alltagsmasken soll die Ausbreitung des Virus eingedämmt werden. Diese Regeln greifen zweifelsohne in gewohnte tägliche Abläufe ein. Aber wir sehen, dass überall dort, wo es zu Infektionen mit dem Virus kam, dies daran lag, dass Menschen sich nicht an diese Regeln hielten.

Doch gerade das Einhalten eines Mindestabstands ist in der Praxis gar nicht so einfach umzusetzen. Dies gilt auch für den Lebensbereich Schule, wo der klassische Präsenz-Unterricht von heute auf morgen so nicht mehr möglich war. Stattdessen wurde Homeschooling praktiziert, was allerdings den Schüler*innen die zu ihrer persönlichen Entwicklung ebenfalls notwendigen sozialen Kontakte nicht ersetzen konnte.

Jetzt nach den Sommerferien soll das neue Schuljahr 2020/21 wieder als Präsenz-Unterricht gestaltet werden – ohne dass dabei die Schulen zu neuen Corona-Hotspots werden. Wie die Schulen in meiner Region die Herausforderung Corona bewältigen und wo sie welche zusätzliche Unterstützung brauchen – darüber will ich mir in den nächsten Tagen durch entsprechende Schulbesuche selbst ein Bild machen. Für meine Arbeit sowohl im Kreis- als auch im Landtag ist dies unabdingbar.

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Do

20

Aug

2020

Tabu-Thema Missbrauch?

„Schule gegen sexuelle Gewalt“ ist der Titel eines der Flyer, mit denen der Arbeitsstab des „Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“ Johannes-Wilhelm Rörig auf ein Thema aufmerksam machen will, das auch mich intensiv beschäftigt. Und so freute ich mich, dass ich mich heute mit ihm in seinem Berliner Büro zu einem langen und intensiven Meinungsaustausch treffen konnte.

Besonders Punkt IV („Personalverantwortung“) des Flyers zeigt klar auf, dass Prävention und Intervention bei sexueller Gewalt an einer Schule „Chefsache“ sind. Wörtlich heißt es dort „… die Leitung kann ihre Personalverantwortung schon bei Einstellungen entsprechend nutzen …“.

Dass diese Möglichkeiten nicht uneingeschränkt bestehen, führt allerdings die Praxis z.B. bei der Versetzung sexuell übergriffig gewordener verbeamteter Lehrkräfte drastisch vor Augen. Schon nach relativ kurzer Zeit werden – abhängig von der Schwere des Vergehens – entsprechende Eintragungen in der Personalakte des Betreffenden gelöscht. Dieses Verwertungsverbot bindet der Schulleitung die Hände. Im schlimmsten Fall erlangt sie noch nicht einmal Kenntnis von der Vorgeschichte der betreffenden Lehrkraft.

Als ich es als Landtagsabgeordnete „wagte“, in einer Sitzung eines Landtagsausschusses die Bitte um eine Darlegung der diesbezüglichen Rechtslage zu äußern, wurde dies von meiner Fraktion zum Anlass für den Ausschluss aus ihren Reihen  genommen.

Offenbar tut man sich in unserer Gesellschaft immer noch schwer mit der richtigen Balance zwischen Täter- und Opferschutz. Es gibt also noch viel zu tun. Johannes-Wilhelm Rörig arbeitet daran – und ich werde ihn im Rahmen meiner Möglichkeiten dabei unterstützen.

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Mo

17

Aug

2020

Ich drücke die Daumen …

Bild: pixabay
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… dass alles klappt mit dem Start in ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnliches Schuljahr 2020/21. Die Vorbereitungen haben allen Beteiligten viel abverlangt. Dies gilt insbesondere für Schulträger, Lehrkräfte, Schulleitungen und –bedienstete. Aber auch die Eltern sehen dem Start in ein Schulleben, das wohl noch länger nur eine Annäherung an den „Normalzustand“ sein wird, mit einer Mischung aus freudiger Erwartung und banger Skepsis entgegen.

 

Ihnen allen – und natürlich den Schülerinnen und Schülern – alle guten Wünsche!

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Di

04

Aug

2020

Corona-Tests für Kita-Personal

Bild: pixabay
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So möchten wir wohl alle den Kita-Betrieb sehen – mit fröhlichen gesunden Kindern. Und wenn das auch für das Kita-Personal gilt, dann wäre das der Idealfall. Doch das Corona-Virus droht dieses Idealbild zu gefährden. Denn die Einhaltung des in den AHA-Regeln empfohlenen Mindestabstands in einer Kita ist illusorisch. Gerade die körperliche Nähe untereinander – und auch zu den Erzieher*innen  - ist wichtig für das Entstehen einer Wohlfühlatmosphäre. Doch damit steigt die Gefahr einer Infektion mit dem Corona-Virus.

Heute hatte ich sogar eine Video-Konferenz mit Elternvertreter*innen, die ihre Besorgnis zum Ausdruck brachten, dass die Landesregierung in dieser Situation nicht genug tue. So verweist die Bildungsministerin in Interviews darauf, dass das Land die Kosten für Corona-Tests des Kita-Personals tragen werde. Aber …

 

1. Einen solchen Test müssen Erzieher*innen lediglich auf freiwilliger Basis vornehmen.

 

2. Das Land trägt nur die Kosten für einen einmaligen Test, der lediglich eine Momentaufnahme liefert. Eine Kostenübernahme für aus epidemiologischer Sicht sinnvolle Wiederholungstests lehnt die Landesregierung ab.

 

Verantwortungsvolles Handeln sieht anders aus.

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Fr

31

Jul

2020

Letzter Tag

Was ich hier in Händen halte, ist die Urkunde, die es amtlich macht: mit dem Ende des Monats Juli 2020 trete ich wegen Erreichens der Altersgrenze in den Ruhestand. Die Urkunde hatte ich schon vor Antritt des Ostfriesland-Urlaubs bei der ADD in Neustadt aus den Händen des zuständigen Referatsleiters Dr. Volker Schult in Empfang nehmen können.

Heute ist also – was das Schulische angeht – mein letzter Arbeitstag!

Während meiner fast vier Jahrzehnte im rheinland-pfälzischen Schuldienst führte mich mein Weg vom Referendariat bis hin zum Aufbau und der Leitung eines G8-Gymnasiums (im Ganztag). Als dann der erste Jahrgang an diesem Gymnasium sein Abitur machte, war dies für mich der richtige Zeitpunkt, um meine Erfahrungen in ein neues Tätigkeitsfeld einzubringen – die Arbeit im Landtag.

Mit meinen Erfahrungen aus der schulischen Praxis war und bin ich dabei sicher nicht für alle Akteure in Legislative und Exekutive ein „bequemer“ Gesprächspartner. Dies tat und tut auch weiterhin meinem Engagement in der Sache keinen Abbruch. Und dabei lasse ich mir von niemandem „ein X für ein U“ vormachen.

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Do

30

Jul

2020

Politische Arbeit in Ostfriesland

Schon beim Antritt unserer Urlaubsreise nach Ostfriesland war meinem Mann und mir klar, dass dies kein politikfreier Aufenthalt sein würde. Und so wurde in unserem Ferienhaus in Greetsiel auch gleich der WLAN-Zugangscode aktiviert, um für notwendige Videokonferenzen gerüstet zu sein.

Die wichtigsten Schalten waren dabei die Sitzungen des Landesfachausschusses Bildung der FDP Rheinland-Pfalz zur Formulierung der wichtigsten Punkte des bildungspolitischen Programms zur Landtagswahl im kommenden Jahr. Unsere beiden „tierischen“ Reisebegleiter „Teddy“ und „Otti“ (letzterer war übrigens das Maskottchen der BUGA in Cottbus 1995) schauten interessiert zu, als ich im Garten mit den übrigen Teilnehmer*innen Programmpunkte formulierte – bei herrlichem Wetter!

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Mi

22

Jul

2020

Schulbau in Zeiten von Corona

Bild: pixabay
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Wohl jeder Bauherr kann von den Tücken der bei seinem Vorhaben zu berücksichtigenden Anforderungen ein Lied singen. Der Schulbau macht da keine Ausnahme. Hier sind vor allem die Schulbaurichtlinien des Landes zu beachten. Deren Neufassung ist noch immer nicht verabschiedet. Und wie ich heute aus der Antwort auf meine Kleine Anfrage (Drucksache 17/12267) entnehmen konnte, sind die Arbeiten daran noch immer nicht abgeschlossen.

 

Auf den ersten Blick ist das natürlich ein Ärgernis – nicht nur für die Schulträger. Aber vielleicht bietet sich ja jetzt die Gelegenheit, nicht nur den Aspekten unterschiedlicher „Lernsettings“ (O-Ton Bildungsministerium) Rechnung zu tragen. Auch der Umgang mit dem Corona-Virus erfordert bauliche Gegebenheiten, die nach der augenblicklichen Rechtslage schwer zu realisieren sind.

Oder wie sollen Lehrkräfte zum Beispiel mit den Fenstern, die den Unfallverhütungs-vorschriften entsprechen, das aus virologischer Sicht notwendige Stoßlüften realisieren?

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Mo

20

Jul

2020

Alarmierende Zahlen

Bild: pixabay
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Der bevorstehende Beginn des neuen Schuljahres ist für alle Beteiligten mit großen Fragezeichen verbunden. Wird die angestrebte Rückkehr zur „Normalität“ mit einem Anstieg der Infektionsrate durch das Corona-Virus einhergehen?

Darüber ging eine Nachricht fast unter, die heute in der Allgemeinen Zeitung zu lesen war – es wird keine Einschulungs-Untersuchungen bei den Erstklässlern geben, da die Gesundheitsämter durch die Corona-Pandemie dafür keine Kapazitäten haben. Das ist nachvollziehbar.

Alarmierend sind allerdings die Zahlen über die Feststellungen, die in der Vergangenheit bei diesen Einschulungsuntersuchungen gemacht wurden. Nur rund ein Viertel der angehenden ABC-Schützen zeigten demnach keine Auffälligkeiten in kognitiven und/oder koordinativen Fähigkeiten, Sprachbeherrschung, Zahlenwissen oder Aufmerksamkeitsverhalten.

Dieser Befund zeigt überdeutlich, wie wichtig die Arbeit in Kindertagesstätten ist. Sauber, satt und gesund alleine reicht eben nicht!

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Sa

18

Jul

2020

Ankunft in Greetsiel

Der Bus hatte uns von Norden durch die Krummhörn nach Greetsiel bis zur Endhaltestelle „Grundschule“ gebracht. Als Bildungspolitikerin fiel mir natürlich sofort der Zusatz „verlässliche Grundschule“ unter dem Namensschild der lokalen Grundschule auf.

Namensgeber der Schule ist der 1547 in Greetsiel geborene Theologe, Historiker und Pädagoge Ubbo Emmius, der es bis zum Gründungsrektor der Universität Groningen (Niederlande) brachte. Und der Mann mit dem für diese Region so typischen Vornamen hat auch eine Beziehung zu meiner Herkunftsregion – 1574 machte er sich zu Fuß (!) auf in den Süden. Sein Weg führte ihn entlang des Rheins u.a. nach Heidelberg.

Mir aber machte das Schild mit seinem Zusatz klar – die Schulpolitik würde mich auch hier an der Nordseeküste nicht loslassen!

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Fr

17

Jul

2020

AHA

Bild: pixabay
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Nein – bei „AHA“ handelt es sich nicht um die Initialen des Abfallwirtschafts-verbands Hannover und auch nicht um die norwegische Gruppe mit dem Hit „Take on me“. Nein – in Zeiten von Corona steht „AHA“ als Kürzel für die drei wesentlichen Bausteine der Bekämpfungsmaßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus: „Abstand-Hygiene-Atemmaske“.

 Bisher konnten wir damit die Infektionsraten in Deutschland erfreulich niedrig halten – auch wenn der eine oder andere diese Maßnahmen als lästig empfinden mag. Meine Bitte an alle Schülerinnen und Schüler:

 

Befolgt auch in den Ferien die AHA-Regel!

 

Damit das neue Schuljahr nicht gleich wieder mit einem „Lockdown“ beginnt.

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Mo

13

Jul

2020

Digitale Zukunft?

Bild: pixabay
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Schon seine Geburt war alles andere als einfach. Und nach der Geburt entwickelt er sich auch nicht in dem erhofften Maße. Gemeint ist der DigitalPakt Schule. Mit fünf Milliarden Euro ist er ausgestattet. Damit lässt sich doch einiges machen – sollte man meinen. Doch bisher sind davon gerade einmal 390 Millionen bewilligt worden – wie den Zeitungen zu entnehmen ist.

Und dabei haben doch gerade die letzten Monate drastisch vor Augen geführt, dass ohne Digitalisierung so einiges nicht funktioniert hätte – nicht nur im schulischen Bereich. Doch wer geglaubt hatte, das Corona-Virus würde als Beschleuniger auf dem Weg in die digitale Zukunft unserer Schulen wirken, wird durch diese Meldung unsanft auf den Boden deutscher Realität geholt.

„Beste Bildung“ im Schneckentempo als deutscher Sonderweg in die Zukunft?

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Di

07

Jul

2020

Großer Wurf Sommerschule?

Bild: pixabay
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Unter der Überschrift „Sommerschule 2020“ kündigt die Landesregierung in Rheinland-Pfalz ein Programm an, das große Erwartungen weckt. In den letzten beiden Ferienwochen sollen Schüler*innen der Jahrgangsstufen 1 – 8 im Rahmen von Intensivkursen in Deutsch und Mathematik das aufholen können, was durch den Corona-Shutdown auf der Strecke geblieben ist.

Klingt erst einmal gut – aber bei näherem Hinschauen zeigt sich das eine oder andere Problem.

So kann man wohl kaum die höchst unterschiedlichen Bedürfnisse von acht Jahrgangsstufen mit einem Angebot befriedigen. Hier sind vielmehr nach Jahrgangs-stufen differenzierte Angebote erforderlich. Ob das von allen Freiwilligen geleistet werden kann, die in den „Sommerschulen“ zum Einsatz kommen sollen, ist fraglich. So verfügen Oberstufenschüler*innen und Abiturient*innen, die in dem Projekt auch zum Einsatz kommen sollen, nicht über die notwendige pädagogische Erfahrung, die für ein effektives Herangehen an diese verantwortungsvolle Aufgabe eigentlich Voraussetzung sein müsste. Man sollte also an diese „Sommerschulen“ keine überzogenen Erwartungen knüpfen.

Und dass die Schulträger – also die Kommunen – sich bei dem Ganzen auch etwas im Regen stehen gelassen fühlen, machte gerade der Bürgermeister der VG Rhein-Selz deutlich (siehe Allgemeine Zeitung von heute). Nicht nur, dass in den Schulen während der Sommerferien üblicherweise notwendige Reparaturen und Grundreinigung anstehen. Auch die Frage der Beförderung der „Sommerschul“-Besucher*innen zu den Schulen ist nicht geklärt. Ganz zu schweigen von zusätzlich benötigtem Aufsichtspersonal oder auch der Sicherstellung eines Schulsanitätsdienstes. Und wer ist zuständig für die Umsetzung des nach wie vor gültigen Hygiene konzepts?

Momentan erscheint mir das Projekt „Sommerschule“ mit einer „sehr heißen Nadel gestrickt“ zu sein. Ich würde mich dennoch freuen, wenn es ein Erfolg wird. Auf jeden Fall habe ich bereits vorsorglich um eine Berichterstattung im Bildungsausschuss des Landtags gebeten.

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Do

02

Jul

2020

Zeitgemäße Schulen

Bild: pixabay
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Als Schulleiterin hatte ich das Glück, meine Funktion in einem Neubau ausüben zu können. Er war unter Berücksichtigung der Anforderungen der Schulbaurichtlinie geplant und errichtet worden. Leitgedanke einer solchen Richtlinie ist die Erkenntnis, dass der Lernerfolg von Schüler*innen nicht unwesentlich von den räumlichen Gegebenheiten am Lernort beeinflusst wird.

Der Lernort Schule muss aber auch die Umsetzung veränderter Anforderungen ermöglichen – wie beispielsweise Digitalisierung oder Inklusion. Schulbaurichtlinien müssen daher diesen veränderten Anforderungen angepasst werden. Dies hatte sich die Ampel-Koalition in Rheinland-Pfalz auch in ihrem 2016 geschlossenen Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt. Nun neigt sich die 17. Wahlperiode des Landtags bereits ihrem Ende zu – und die versprochene neue Schulbaurichtlinie lässt noch immer auf sich warten.

Ich richtete daher heute eine Kleine Anfrage an die Landesregierung und bat darin um Auskunft über den aktuellen Stand der Ausarbeitung der neuen Vorgaben. Diese Informationen sind schließlich eminent wichtig für jeden Schulträger, der Erweiterungs- und/oder Neubaumaßnahmen plant. Denn die Einhaltung der in den Richtlinien gemachten Vorgaben ist Voraussetzung für Fördermittel vom Land – und ohne die können Schulbauprojekte kaum realisiert werden.

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