Das darf nicht in Vergessenheit geraten!

Als Sozialkundelehrerin hatte ich an meiner Schule einmal eine Projektreihe „Von der Teilung zur Wiedervereinigung“ durchgeführt. Schon damals war es nicht einfach, den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, was Mauerbau und Teilung für die Menschen konkret bedeuteten. Heute – am Jahrestag des Mauerbaus – blätterte ich in der Briefmarkensammlung meines Mannes. Dort zeigen zwei Briefmarken von 1971 den perfiden Stolz des DDR-Regimes auf die Errichtung des „antifaschistischen Schutzwalls“.

Es wird in Zukunft immer schwieriger werden, der heutigen Schülergeneration einen Einblick in die damalige Lebenssituation der Betroffenen in Ost und West zu vermitteln. Umso mehr unterstütze ich Initiativen, die genau dies versuchen.

 

Denn auf welches Anschauungsmaterial stoßen Schülerinnen und Schüler, wenn sie „Mauerbau googeln“? Bilder, die Reste der Berliner Mauer als Gestaltungsfläche für mehr oder minder aussagekräftige Graffiti zeigen. Das hat mit Erinnerungskultur herzlich wenig zu tun!