Bürgermeisteramt

Rathaus in Bremen (Bild: pixabay)
Rathaus in Bremen (Bild: pixabay)

Es gibt in Deutschland prächtige Rathäuser – und wer dort auf dem Chefsessel Platz nimmt, verdient auch nicht schlecht. In ländlich strukturierten Gebieten sieht die Realität der Kommunalpolitik ganz anders aus. Da tragen ehrenamtlich tätige Bürgermeister*innen die Verantwortung für die Menschen in ihrer kleinen Ortsgemeinde. Dafür, dass sie tagtäglich den Spagat zwischen Beruf und politischem Ehrenamt bewältigen, bekommen sie lediglich nur eine geringe Aufwandsentschädigung. Und wo es noch nicht einmal ein Büro in einem womöglich  sanierungsbedürftigen Rathaus gibt, muss das häusliche Wohnzimmer für die Erledigung der Amtsgeschäfte herhalten.

Kein Wunder also, dass sich immer mehr Frauen und Männer fragen, ob sie sich das noch länger antun sollen. Ich stehe daher hinter der Petition, mit der sich einige Ortsbürgermeister*innen an die Fraktionen des rheinland-pfälzischen Landtags gewandt und um mehr Unterstützung „von oben“ gebeten haben. Denn in den Gemeinden muss auch weiterhin Demokratie im wahrsten Sinne des Wortes vor Ort erfahrbar bleiben.