Tückische Idylle Ahrtal

Ahrbrück (Bild: Wikipedia, Lizenz CC BY-SA 3.0 / Buergerverein)
Ahrbrück (Bild: Wikipedia, Lizenz CC BY-SA 3.0 / Buergerverein)

Dass die diesjährige Informationsfahrt der Vereinigung ehemaliger Abge-ordneter des rheinland-pfälzischen Landtags kein normaler Ausflug werden würde, war allen Beteiligten von Anfang an klar. Es ging ins Ahrtal. Und damit in die Region, die im Juli 2021 eine apo-kalyptische Flutkatastrophe erlebte.

 

Das Foto von Ahrbrück aus der Zeit vor 2021 zeigt einerseits die Idylle eines auf den ersten Blick harmlosen Flüsschens, das sich durch ein enges Tal schlängelt. Es zeigt aber auch die hinter dieser Idylle lauernde Gefahr. Ein Hochwasser kann schnell die nahe an der Ahr liegenden Häuser erreichen. 1804 und 1910 war es schon zu solchen Kata-strophen gekommen. Eine weitere Gefahrenquelle stellen die zahlreichen Brücken dar, die den Bewohnern eine leichte Überquerung ermöglichen sollen. Im Juli 2021 verfing sich hier ein Gemenge aus angeschwemmten Totholz, weggeschwemmten Fahrzeugen und Trümmern. Dieses Material bildete an den engen Brückendurchlässen eine Art Staumauer. Dem Druck der Wassermassen hielten diese „Staumauern“ auf Dauer nicht stand und barsten. Die Folge war eine vom Oberlauf der Ahr sich in Schüben fortsetzende Kaskade von Wassermassen mit stetig wachsender zerstörerischer Kraft – ähnlich wie bei einem Tsunami!