
In diesen Tagen jährt sich zum 80. Mal der Abwurf von Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Ob der Einsatz dieser Superwaffen kriegs-entscheidend war, ist bis heute strittig. Unstrittig ist die Zahl der Todesopfer, die diese Aktionen kosteten.
Zehn Jahre später besann sich die US-Politik auf die Möglichkeiten der zivilen Nutzung der Energie, die bei der Kernspaltung freigesetzt wird. Sogar mit einer Briefmarke wurde das Programm „Atoms for peace“ gefeiert. Doch die militärische Nutzung dieser Energie wurde nicht zurückgeschraubt. Im Gegenteil – die Zahl der Staaten, die über Atomwaffen verfügen oder deren Besitz anstreben, hat zugenommen.
Und wenn man über den Wertekanon der Führer der Staaten nachdenkt, die die Verfügungsgewalt über Atomwaffen innehaben, kommen wohl nicht nur mir Zweifel daran, ob das „Gleichgewicht des Schreckens“ dauerhaften Bestand haben wird …
