
Pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres meldet sich der rheinland-pfälzische Bildungsminister Sven Teuber zu Wort. Durch die Abschaffung der unangekündigten „HÜ“ (schriftliche Hausaufgabenüberwachung) will er Druck von Schülerinnen und Schülern nehmen. Als ob diese nicht selbst oft genug von Systemen zur Feststellung von Leistungen Gebrauch machen würden. „Rankings“, „Clicks“, „Likes“ oder „Scorer-Punkte“ gehören für sie längst zu ihrem Alltag. Nur in der Schule soll es verpönt sein, ihre aktuelle Wissenskompetenz in Form von Noten zu ermitteln? Dabei kann ihnen doch so auf einfachste Weise vor Augen geführt werden, wie ihr momentaner Leistungsstand ist.
Aber dazu müssen Bildungspolitiker auch ein vorurteilfreies Verhältnis zu dem Begriff „Leistung“ haben. Vielleicht sollten sie sich einfach an die physikalische Definition halten – Arbeit pro Zeit!
